Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Neandertaler inside – Gutes Benehmen lässt sich lernen

Ein Gastbeitrag von Karl-Heinz Heidtmann, Berater und Kommunikationstrainer

KarlHeinzHeidtmann„Benehmen ist Glückssache“, sagte meine Oma immer – um danach fortzufahren: „Und manche Menschen haben kein Glück!“ Dabei ist gutes Benehmen durchaus keine Frage von Glück oder Zufall. Es lässt sich genauso erlernen wie Autofahren oder Englisch.

Manieren, Höflichkeit, Etikette, Umgangsformen – diese Sekundärtugenden, über die sich manche Zeitgenossen oftmals erhaben fühlten – erleben heute unter dem Zeichen der Dienstleistungskultur und der Kundenorientierung eine Renaissance. Dabei ist gutes Benehmen heute nicht mehr vergleichbar mit den Ritualen zu Großmutters Zeiten, denn Benimmregeln orientieren sich immer am Zeitgeist. Schon vor Jahrhunderten machte man sich bei Hofe (deshalb auch „Höflichkeit“) Gedanken um kultivierte Anstands- und Umgangsformen. Als Ludwig XIV. das ungenierliche Treiben seines Hofstaats in geordnete Bahnen zu lenken versuchte, ließ er angeblich in Schloss und Garten von Versailles kleine Schilder (französisch etikettes) mit Ge- und Verboten aufstellen. Seitdem spricht man auch bei uns von „Etikette“. mehr

Von Jochen Mai // 12 Kommentare

Freeware – Open Source Programme für den Büroalltag

Ein Gastbeitrag von Susann Nicklaus, Media Designerin

SusannNicklausZu Beginn jeder Selbstständigkeit, freiberuflichen Tätigkeit oder Unternehmensgründung steht das Kapital. Nicht jeder hat eine Finanzspritze, die es ihm oder ihr erlaubt, sich alles zu kaufen, was man benötigt um sein Geschäft zu beginnen. Sogenannte Open Source Programme (kostenfreie Softwareprogramme) können hier nicht nur die Startkosten senken, sondern machen den Benutzer oft sogar zu einem unabhängigen Anwender, der nicht an die Bedingungen des Softwareanbieters gebunden bleibt.

Was ist Open Source?

Open Source (engl. quelloffen) sind Programme, deren Quellcode (Computerprogrammtext in Programmiersprache) für jeden frei zu lesen ist und die man kopieren, verändern und lizenzfrei veröffentlichen darf. Es gibt keine Nutzungseinschränkungen, da man die Software so häufig herunterladen kann, wie man möchte und sich nicht an Lizenzgebühren oder anderen Kosten beteiligen muss. mehr

Von Jochen Mai // 8 Kommentare

Managersünden – Diese Fehler sollten Chefs vermeiden

Ein Gastbeitrag von Klaus Schuster, Buchautor und Managercoach

KlausSchusterManager sind Sünder. Ich kenne keinen Manager, der das bestreiten würde. Vor einer Pressekonferenz, ja. Aber nicht vor dem Glas Wein. Als ich noch Vorstand war, hab auch ich gesündigt. Kräftig. Damals hätte ich wer weiß was für einen Beichtvater gegeben. Seit ich mein eigenes Unternehmen führe und Manager coache und berate, gebe ich nun selbst den Beichtvater, den ich nicht hatte. Und, was soll ich sagen? Das, was Sie da am Horizont verschwinden sehen, ist die Schlange vor meinem Beichtstuhl. Warum ist die so lang?

Niemand redet mit Managern über ihre Sünden. Nicht ihre Vorgesetzten, nicht die Kollegen, nicht die Beziehungspartner und nur ganz selten die (guten) Executive Coaches. Aus dem langen Sündenregister, das sich mit jedem Tag Coaching mehr füllt, habe ich die elf häufigsten gesammelt. Manager erleben einen ungeheuren Leidensdruck. Sie wollen über ihre Sünden reden, lesen, diskutieren. Tun wir’s. Picken wir drei der beliebtesten Sünden im Management heraus. mehr

Von Jochen Mai // 22 Kommentare

Jobsuche via Social Media – Bringt das was?

Ein Gastbeitrag von Olivera Wahl, Internet-Projektleiterin

OliveraWahlIch bewerbe mich seit über zehn Jahren ausschließlich digital, habe meine letzten beiden Festanstellungen über Initiativ-Bewerbungen mittels Xing bekommen und nutze aktuell unter anderem Twitter für die Akquise und Jobsuche. Ich wundere mich dabei, dass nicht mehr Bewerber digitale Möglichkeiten intensiv nutzen, um dem Traumjob ein Stück näher zu kommen. So höre ich regelmäßig:

    Xing – Bringt das denn was?
    Brauch ich nicht.
    Twitter ist doch Müll.

Aber ist das wirklich so? Was verpassen Bewerber, die sich ausschließlich auf Stellenangebote auf großen Jobbörsen bewerben? Wer sich auf ausgeschriebene Stellen bewirbt, konkurriert häufig mit Hunderten anderen Bewerbern. Derjenige zu werden, der den Job bekommt, ist nicht einfach. mehr

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Reputation mit Igel-Faktor – So schlagen Sie auch alte Hasen

Ein Gastbeitrag von Thomas Kilian, Leiter der Internetagentur Thoxan

ThomasKilian„Hast Du das schon gehört? – Der Igel hat beim Wettlauf auf dem Steckrübenfeld den Hasen geschlagen!“ Schnell machte diese Nachricht die Runde im Wald. Alle Tiere erzählten sich die Geschichte, wie der Igel und seine Frau gemeinsam den Hasen besiegt hatten. Dieser war nach 73 und einer halben Runde tot zu Boden gesunken – immer wieder lief er hin und her durch die Ackerfurche. Jeweils am Ende des Feldes saßen Igelmann und Igelfrau und riefen: „Ich bin schon da!“

Was für eine Blamage für den Hasen. In Sachen Reputation hatte der Igel am Ende die Nase vorn. Dabei schien doch zu Anfang alles nach einem Sieg des Hasen auszusehen. „Was willst Du mit Deinen krummen Beinen schon ausrichten?“ fragt er den Igel beim Morgenspaziergang. Doch dieser legt es drauf an: „Was gilt die Wette?“ Er lässt sich auf einen scheinbar unfairen Wettkampf ein, doch am Ende trägt er den Sieg davon. Aus krummen Beinen wird ein guter Ruf, der ihm viele Sympathien verschafft. mehr

Von Jochen Mai // 7 Kommentare

Mitarbeiter im Check – So führen Sie Beurteilungsgespräche

Ein Gastbeitrag von Ruth Pink, Training & Coaching, München

RuthPinkBeurteilungsgespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu führen, fällt vielen Führungskräften schwer. Oft herrscht Verunsicherung darüber, wie das Gespräch geführt werden soll, denn beurteilt zu werden, weckt bei vielen Menschen negative Assoziationen wie verurteilen oder gar vernichten. Kein Wunder, dass ein Beurteilungsgespräch eher Angst als Akzeptanz bei den Betroffenen auslöst. Wie können Vorgesetzte daher mit dieser sensiblen Thematik souverän umgehen und Beurteilungsgespräche erfolgreich führen?

Der Nutzen von Regelbeurteilungen

Im Berufsleben sind Mitarbeiter wie Führungskräfte häufig mit unterschiedlichen Beurteilungssystemen konfrontiert. Hinzu kommt, dass es keinen einheitlichen Sprachduktus für diese Gesprächsform gibt. Begriffe wie Beurteilungsgespräch, jährliches Mitarbeitergespräch, Bilanz- und Fördergespräch, Zielvereinbarungsgespräch sind die gängigen Ausdrücke für Regelbeurteilungen. mehr

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Der Gastbeitrag-Wettbewerb – Am Montag geht’s los

Gastbeitrag

Liebe Leser,

gestern endete der Einsendeschluss zum Leser- und Autorenwettbewerb, der am kommenden Montag, Punkt 0.01 Uhr startet. Zahlreiche Autoren haben mitgemacht – Blogger, Buchautoren, Journalisten, Berater, Coachs – Männer wie Frauen. Insgesamt wurden 15 Beiträge eingesandt. Und ich kann Ihnen schon jetzt verraten: Das wird ein sehr abwechslungsreiches, spannendes und lesenswertes Wochenprogramm. Danke!

Trotzdem stehe ich nun vor einem Dilemma und der Qual der Wahl: Ich muss aus den Einsendungen sieben Beiträge aussuchen, die die kommende Woche jeweils einen Tag lang, der Aufmacher dieser Seite sind. Oder aber ich verlängere den Wettbewerb um eine Woche. Oder es starten wie ursprünglich geplant sieben Beiträge im Wettbewerb und der Rest folgt außer Konkurrenz. Veröffentlichen möchte ich letztlich alle Einsendungen, denn sie sind durchweg lesenswert. Weil ich mir selbst unsicher bin, frage ich nun Sie, liebe Leser: Welche Variante wäre Ihnen am liebsten? Denn schließlich geht es bei dem Wettbewerb auch um Sie – Sie vergeben am Ende Gold, Silber und Bronze für die besten Gastbeiträge.

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen