Gerade drüben im angenehm unaufdringlichen Blog Wert-Voll (unbdedingt mal hinklicken) entdeckt: Nein-sagen auf die nette Art. Die Techniken dazu:
Natürlich gibt es noch ein paar weitere Optionen, um nicht in die Gefälligkeitsfalle zu tappen: mehr →
Nette, hilfsbereite Kollegen sind der Humus auf dem das gute Betriebsklima gedeiht. Solche Mitarbeiter mag jeder. Sie machen das Leben leichter – das eigene vor allem. Nie schlagen sie eine Bitte aus oder lehnen Hilfe ab. Wenn andere schon murren oder offen rebellieren, opfern sie sich immer noch selbstlos auf. Das ist, keine Frage, ungeheuer sozial, aber auch ungeheuer blöd.
Der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist. Wer anderen seine Hilfe allzu bereitwillig zukommen lässt, zahlt dafür einen hohen Preis: Nicht nur, dass sich derjenige hernach fühlt wie ein Teebeutel nach dem dritten Aufguss, Stress wegen Überforderung gehört heute zu den häufigsten Bürokrankheiten. Hilfsbereite stehen stets in der Gefahr, skrupellos ausgenutzt zu werden. Zum Beispiel durch jemanden, der sich vor einer unangenehmen Arbeit drücken möchte. Oder vom Chef, der einen mit einem zusätzlichen Projekt überrumpelt, obwohl man schon bis über beide Ohren mit Arbeit eingedeckt ist. Mal geht es darum, Arbeit einfach nur abzuwälzen, mal um Risikostreuung: Geht der Auftrag in die Hose, ist der Helfer Schuld. Schafft er es, fühlt sich der Boss bestätigt: „Sehen Sie, geht doch!“ Eine böse Zwickmühle. mehr →
Nette, hilfsbereite Kollegen sind der Humus auf dem ein gutes Betriebsklima gedeiht. Solche Mitarbeiter mag jeder, denn sie machen das Leben leichter – das eigene vor allem. Nie schlagen Sie eine Bitte aus oder lehnen Hilfe ab. Wenn andere schon murren oder offen rebellieren, opfern sie sich immer noch selbstlos auf. Schön blöd. Stress wegen Überforderung gehört heute zu den häufigsten Bürokrankheiten. Zeitdruck, mieses Klima, Überforderung und ausbleibende Anerkennung – all das zählt längst zu den entscheidenden Ursachen dafür, dass die Fehlzeiten aufgrund seelischer Erkrankungen in den vergangenen sieben Jahren um 70 Prozent gestiegen sind.
Wer anderen seine Hilfe stets allzu bereitwillig zukommen lässt, zahlt dafür einen hohen Preis: Nicht nur, dass sich derjenige hernach fühlt wie ein Teebeutel nach dem dritten Aufguss, Hilfsbereite stehen immer auch in der Gefahr, ausgenutzt zu werden. Zum Beispiel durch jemanden, der sich vor einer unangenehmen Arbeit drücken möchte. Oder vom Chef, der sie mit einem zusätzlichen Projekt überrumpelt, obwohl sie schon bis über beide Ohren mit Arbeit eingedeckt sind. Geht es in die Hose, sind Sie Schuld. Schaffen Sie es, fühlt sich der Boss bestätigt: „Sehen Sie, geht doch!“
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Die netten, hilfsbereiten Kollegen mag jeder, denn sie machen das Leben leichter. Doch denjenigen, die anderen ihre Hilfe allzu bereitwillig zukommen lassen, zahlen dafür einen hohen Preis: Sie leiden an Überlastung, laufen Gefahr sich zu verzetteln und werden tatsächlich sogar weniger respektiert als jene, die zögern und ab und an einfach Nein sagen. Es ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage: Was leicht zu haben ist, hat weniger Wert. Wer sich dagegen vornehm zurückhält, verweigert und rar macht, wird häufig von Bittstellern umringt.
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Okay, es gibt Menschen, die haben Probleme damit, Geschenke anzunehmen. Die meisten aber können einem solchen Gunstbeweis kaum widerstehen, obgleich sie sich hinterher seltsam verpflichtet fühlen: Wenigstens ein Danke gehört sich. Oder vielleicht doch ein späterer Gefallen?
„Bezahle jede Schuld, als schriebe Gott die Rechnung“, mahnte einst der Unitarier und Philosoph Ralph Waldo Emerson. Ob er dabei schon das Prinzip der Reziprozität verinnerlicht hatte, weiß ich nicht – aber es passt perfekt dazu: Bereits zahlreiche Soziologen, darunter etwa auch Alvin Gouldner, kamen nach ihren Untersuchungen zu dem Schluss, dass die Verpflichtung zur Gegenseitigkeit etwas zutiefst Menschliches und in sämtlichen Gesellschaften nachweisbares Prinzip ist. Letztlich ist es das, was Netzwerke zusammenhält, Seilschaften, Kumpanei und Klüngel befördert sowie hinter den Redensarten Eine Hand wächst die andere oder Wie du mir, so ich dir steckt.
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