Kann man Macht riechen? Und wie schmeckt eigentlich Freiheit? Nun, ganz einfach: Freiheit schmeckt nach Minze mit ein wenig Honigmelone und duftet dabei nach Meersalz und Wiese. Macht dagegen riecht nach Pfeife und Weihrauch – und schmeckt nach Muskat mit Whiskey…
Nein, ich habe nicht zu tief ins Whiskey-Glas geschaut. Dahinter steckt eine Studie (“Five-Sense-Branding”) der Berliner Agentur diffferent. Deren Mitarbeiter wollten herausfinden, welche olfaktorischen und gustatorischen Assoziationen Menschen mit bestimmten Begriffen verbinden. Befragt wurden dazu rund 600 Verbraucher – online, persönlich und auf Workshops. Ziel des Ganzen war Markenprodukte anschließend mit allen Sinnen erlebbar zu machen und so die Markebindung zu erhöhen. Man kann das aber freilich auch persönlich ummünzen. Jedenfalls ist die Vorstellung schon ziemlich drollig, sich ein wenig Tabak hinters Ohr zu reiben, damit man nach Macht riecht. Andererseits: Vielleicht können Sie Ihr Image beim Chef ja steigern, indem Sie Ihr Büro künftig mit Kaffee beduften (Leistung) oder sie bieten ihm ein paar Butterkekse an und gewinnen so sein Wohlwollen…
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EQ versus IQ. Seit der US-Psychologe und Bestsellerautor Daniel Goleman den Begriff der emotionalen Intelligenz populär gemacht hat, fungiert dieser oft als Gegenentwurf zur klassischen Intelligenzforschung. Letztere basis meist auf metrisch messbaren Daten, die zum sogenannten Intelligenzquotienten, dem IQ, aggregiert werden. Emotionale Intelligenz (EQ) dagegen lässt sich kaum messen. Wie auch? Emotional intelligente ebenso wie empathische Menschen sind in der Lage, die Gefühle und Bedürfnisse anderer aber auch die eigenen zu erfassen und zu bewerten. Vor allem aber können sie sich die eigenen Gefühle bewusst zu machen, deren Ursachen zu verstehen und erlangen so selbst in extremen Situationen die Kontrolle über ihr Handeln zurück. Goleman selbst nennt es “die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.” Wie aber wollte man diesen sozialen Klebstoff valide oder gar in Form eines Quotienten messen? Allenfalls Teilaspekte lassen sich – mehr oder weniger wissenschaftlich – untersuchen.
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Der siebte Sinn existiert nicht nur in der Metaphysik. Vielmehr hilft er unserem Gehirn aus einer schieren Informationslawine, die richtigen Daten auszuwählen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Kurz: Es ist die Macht der Intuition, die oft zu besseren Ergebnissen führt. Oder wie Ap Dijksterhuis, Psychologe am Institut für Sozialpsychologie der Universität Amsterdam, sagt:
“Je komplexer eine Entscheidung, desto mehr sollte man seinem Unbewussten vertrauen.”