Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Freud und Neid – Motiviert Missgunst mehr als Bewunderung

Wie heißt es so schön: Mitleid bekommt man geschenkt, Neid dagegen muss man sich verdienen. Und in der Tat muss, wer im Leben Erfolg hat, nicht lange auf Neider und Missgünstlinge warten, die ihm nicht mal das Schwarze unter den Nägeln gönnen. Das kann man negativ sehen und sich darüber ärgern. Klüger aber ist wohl die Perspektive Arthur Schopenhauers: Für ihn war Neid die höchste Form der Anerkennung, ein sicheres Indiz dafür, dass man wirklich erfolgreich ist. mehr

Von Jochen Mai // 8 Kommentare

Freiheit schmeckt nach Minze – Wie Werte riechen und schmecken

Kann man Macht riechen? Und wie schmeckt eigentlich Freiheit? Nun, ganz einfach: Freiheit schmeckt nach Minze mit ein wenig Honigmelone und duftet dabei nach Meersalz und Wiese. Macht dagegen riecht nach Pfeife und Weihrauch – und schmeckt nach Muskat mit Whiskey…

Nein, ich habe nicht zu tief ins Whiskey-Glas geschaut. Dahinter steckt eine Studie (“Five-Sense-Branding”) der Berliner Agentur diffferent. Deren Mitarbeiter wollten herausfinden, welche olfaktorischen und gustatorischen Assoziationen Menschen mit bestimmten Begriffen verbinden. Befragt wurden dazu rund 600 Verbraucher – online, persönlich und auf Workshops. Ziel des Ganzen war Markenprodukte anschließend mit allen Sinnen erlebbar zu machen und so die Markebindung zu erhöhen. Man kann das aber freilich auch persönlich ummünzen. Jedenfalls ist die Vorstellung schon ziemlich drollig, sich ein wenig Tabak hinters Ohr zu reiben, damit man nach Macht riecht. Andererseits: Vielleicht können Sie Ihr Image beim Chef ja steigern, indem Sie Ihr Büro künftig mit Kaffee beduften (Leistung) oder sie bieten ihm ein paar Butterkekse an und gewinnen so sein Wohlwollen. mehr

Von Jochen Mai // 20 Kommentare

Empathie, nie? – Ist emotionale Intelligenz lernbar?

EQ versus IQ. Seit der US-Psychologe und Bestsellerautor Daniel Goleman den Begriff der emotionalen Intelligenz populär gemacht hat, fungiert dieser oft als Gegenentwurf zur klassischen Intelligenzforschung. Letztere basis meist auf metrisch messbaren Daten, die zum sogenannten Intelligenzquotienten, dem IQ, aggregiert werden. Emotionale Intelligenz (EQ) dagegen lässt sich kaum messen. Wie auch? Emotional intelligente ebenso wie empathische Menschen sind in der Lage, die Gefühle und Bedürfnisse anderer aber auch die eigenen zu erfassen und zu bewerten. Vor allem aber können sie sich die eigenen Gefühle bewusst zu machen, deren Ursachen zu verstehen und erlangen so selbst in extremen Situationen die Kontrolle über ihr Handeln zurück. Goleman selbst nennt es “die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.” Wie aber wollte man diesen sozialen Klebstoff valide oder gar in Form eines Quotienten messen? Allenfalls Teilaspekte lassen sich – mehr oder weniger wissenschaftlich – untersuchen. mehr

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Der 7. Sinn – Unterbewusst entscheiden wir besser

Der siebte Sinn existiert nicht nur in der Metaphysik. Vielmehr hilft er unserem Gehirn aus einer schieren Informationslawine, die richtigen Daten auszuwählen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Kurz: Es ist die Macht der Intuition, die oft zu besseren Ergebnissen führt. Oder wie Ap Dijksterhuis, Psychologe am Institut für Sozialpsychologie der Universität Amsterdam, sagt:

“Je komplexer eine Entscheidung, desto mehr sollte man seinem Unbewussten vertrauen.”

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Arbeitszeugnis: Knacken Sie die Codes der Chefs
Fächerwahl: Welches Studium passt zu Ihnen?
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  1. Entscheidungsfreude. Alles beginnt mit einer Entscheidung. Selbst wer sich nicht entscheiden will, trifft de facto eine Wahl. Die Erfolgreichen aber eint, dass sie diese schnell treffen und auch jederzeit anpassen können. Sie sind Schachspieler des Lebens, die sich auf Veränderungen sofort reagieren und ihre Strategien adaptieren können.
  2. Disziplin. Das klingt ein bisschen nach antiquierten preussischen Tugenden, ist aber ein wesentlicher Erfolgsschlüssel: durchhalten – auch wenn es keinen Spaß (mehr) macht. Dahinter steckt aber mehr: Willensstärke und Selbstkontrolle. Und letztlich auch Lernerfolg. Man könnte auch sagen: Dahinter steckt Biss.
  3. Entschlossenheit. Wahrscheinlich ist dies sogar die wichtigste Eigenschaft. Sie hat viel mit Biss gemein, geht aber darüber hinaus: Wer entschlossen ist, verfolgt sein Ziel unbedingt – selbst über anfängliche Niederlagen hinweg. Er fokussiert seine Kräfte, setzt Prioritäten, macht Unmögliches möglich. Oder kurz: Er hat unbedingten Erfolgswillen.
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Erfolgsschlüssel – Diese drei Eigenschaften haben alle Erfolgreichen gemeinsam