Der Kreativitäts-Trainer und Berater für Denkwerkzeuge, Florian Rustler, schreibt ein ebenso informatives wie anregendes Blog, das ich nur empfehlen kann. Dort schreibt er zum Beispiel auch über die Chancen des Lateralen Denkens, also dem bewussten Querdenken, etwa um mentale Blockaden zu lösen. Die Werkzeuge dazu: Provokation von Widersprüchen, Übertreibung, exakt gegenteilige Annahmen und ungewöhnliche Assoziationen. Eine Art Querfeldein-Jogging-Programm für graue Zellen. Im Deutschen wird der Begriff des Lateralen Denkens oft auch synonym mit Kreativem Denken gebraucht. Bei ersterem geht es aber laut Rustler in erster Linie darum, neue oder bessere Lösungen für ein bestehendes Problem zu finden, während letzteres eingesetzt wird, um überhaupt neue Ideen zu finden. Eine sehr spitze Definition, aber gut. Um zu verdeutlichen, wie das funktionieren kann, habe ich in seinem Blog folgendes Rätsel gefunden: mehr
Querfeldein – Ein Rätsel für Laterales Denken
Moralkortex – Müde machen mehr Mist
Ausgeschlafene Menschen entscheiden moralisch besser, so das Ergebnis einer Untersuchung am Walter-Reed-Institut der US-Armee. Offenbar ist es so, dass sich Schlafmangel unmittelbar auf den ventromedialen präfrontalen Kortex auswirkt – dem verorteten Sitz der menschlichen Moral. Beziehungsweise einer Art Kontrollstelle für ethische Entscheidungen. Dieses etwa tischtennisballgroße Areal sitzt hinter den Augen, und bekommt das Gehirn zu wenig Schlaf, schaltet dieser Bereich auf Dämmerzustand. Unsere Werte sind dann nur noch Nebensache. Oder anders gesagt: Müde Menschen machen mehr Mist.
Genius loci – Wo Kreativität entsteht
Soviel vorweg: Es klingelt nicht, wenn der sprichwörtliche Groschen fällt. Aber es entstehen bei jedem Geistesblitz neue Verbindungen zwischen den beiden Gehirnhälften. Effekt: Das Gehirn erkennt das Neue als passend, und man selbst hat das sichere Gefühl: Es stimmt! Dahinter steckt ein komplexes Wechselspiel zweier Hemisphären in unserem Kopf: Der linken Hirnhälfte werden Funktionen wie logisches Denken, Sprache und analytisches Denken zugeschrieben, der rechten Hemisphäre Musikalität, Kreativität und räumliches Vorstellungsvermögen. mehr
Urbane Legenden – Die Macht der Wiederholung
Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit. Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit. Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit. Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit. Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit. Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit. Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit… mehr
Heavy Metal – Besser denken im Alter
Rein biochemisch betrachtet sind am menschlichen Gehirn vor allem zwei Dinge interessant: Sein Potenzial ist schier unerschöpflich und mit zunehmendem Alter wird es immer besser. Das hat es übrigens mit gutem Wein gemein.
Alter. Schon bei dem Wort assoziieren viele Demenz, Depression und Degeneration. Ältere Menschen sind die Inkarnation des Heavy Metal: Silber im Haar, Gold in den Zähnen, Blei in den Knochen. Aus der Achtung vor dem Alter wird so allmählich ein Achtung, vor dem Alten! Ein haltloses Vorurteil. Tatsächlich malt die Hirnforschung ein völlig anderes Bild. Wer älter wird, dem baut der Geist Brücken statt Krücken. So verbessert sich etwa mit dem Alter das Sprachvermögen, die Ausdrucksvielfalt nimmt zu, der Zugang zu Synonymen und Antonymen fällt leichter. Sicher, man lernt nicht mehr ganz so schnell Neues. Dafür aber gelingt der Zugriff auf Gelerntes besser, denn der gereifte Geist fängt nicht bei Null an, sondern fügt seinem Wissen lediglich neue Bausteine hinzu. Das ist hochgradig effizient. mehr





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