Mit Gütern ist es so: Was selten ist, ist teuer; Überangebot dagegen lässt Preise purzeln. Mit Menschen ist es genauso. Je mehr von einem zu hören und zu sehen ist, desto gewöhnlicher wird er. Wer zu leicht erreichbar ist, dessen Aura wird sich abnutzen. Und das Umfeld wird sich bald einen anderen auf diesem Platz wünschen. Ist man in einer Gruppe aber erst einmal etabliert und anerkannt, steigert zeitweise Abwesenheit den eigenen Wert. Mehr noch: Wer sich rar macht, um den ranken sich auf einmal Mythen, er wird bewundert und vor allem vermisst. Es ist ein Irrglaube, dass man Kollegen mit ständiger Präsenz beeindruckt. Solche Leute nennt man nicht Tausendsassa, sondern Inventar. Und von letzterem kann man sich leicht trennen. In der Liebe läuft das übrigens nicht anders.
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Mangelhaken – Wahre Macht macht sich rar
Leerverkauf – Eine Parabel über die Finanzkrise
Der junge Bill will mit einer eigenen Ranch reich werden. Also kauft er einem Farmer ein Pferd ab. Dem Farmer zahlt er dafür 100 Dollar, der wiederum verspricht das Pferd am nächsten Tag zu liefern. Doch es kommt anders: Am darauffolgenden Tag überbringt der Farmer Bill nur eine schlechte Nachricht: Das arme Tier sei in der Nacht gestorben. Daraufhin sagt Bill: “Kein Problem. Gib mir einfach mein Geld zurück!” Doch der Farmer verneint: “Das Geld habe ich gestern bereits für Dünger ausgegeben.” Da überlegt Bill kurz und meint dann nur noch: “Dann gib mir wenigstens tote Pferd zurück. Ich will es verlosen!” Der Farmer ist völlig verwirrt: “Du kannst doch kein totes Pferd verlosen!”, wundert er sich. “Doch, doch”, sagt Bill, “ich erzähle einfach keinem, dass es schon tot ist…” mehr
Taten statt Worte – Erzählen Sie mehr Geschichten!
Heute erzähle ich Ihnen eine Geschichte: Für die Vorstandssitzung eines internationalen Konzerns wurden die Mitglieder in eines der feinsten und teuersten Restaurants der Stadt eingeladen. Es lag in unmittelbarer Nähe der Firmenzentrale und so erschienen die Vorstände pünktlich und gut gelaunt, plauderten ein wenig beim Champagner und nahmen schließlich an dem luxuriös gedeckten Tisch Platz. Alle freuten sich auf das legendäre Menü des hiesigen Sternekochs. Doch dazu kam es nicht. mehr
Don Quijote – Theorien für den Mülleimer
Für James March, einen pensionierten Management-Professor an der Stanford Business School, ist ausgerechnet Don Quijote eine ideale Leitfigur moderner Unternehmenslenker. “Wir leben in einer Welt, die realistische Erwartungen und klare Erfolge betont. Quijote aber bezog sich auf nichts davon”, schrieb March. “Und trotz einer Fehlentscheidung nach der anderen, hing er an seiner Sichtweise und an seinen Bekenntnissen fest, weil er wusste, wer er war.” mehr
Deal or no Deal – Historische Verhandlungstricks
Die Wahrheit ist: Wir verhandeln ständig. Daheim. Mit Freunden. Mit Kollegen im Büro. Mal geht es um den nächsten Urlaub, mal darum, wer den Müll rausbringt. Es geht um prestigeträchtige Projekte, um Informationen, um mehr Freiraum und Verantwortung im Job, um mehr Gehalt. Und überall wird dabei getrickst, gefeilscht, manipuliert. Ob wir wollen oder nicht. Denn vieles davon passiert unbewusst. Anderes subtil verschleiert. Die Mechanismen, die dabei wirken, sind jedoch häufig dieselben. Welche das sind und wie sie wirken, konnten Sie schon an einigen Stellen in diesem Blog lesen. Zum Beispiel hier: mehr





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