Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Der Macbeth-Effekt – Warum Händewaschen das Gewissen erleichtert

Lady Macbeth hätte sich vieles ersparen können. Ihr Machtdrang war stärker. Selber Schuld. In William Shakespeares gleichnamigem Drama stachelt die Frau des Protagonisten ihren Mann dazu an, den König von Schottland zu ermorden, um danach selbst den Thron zu besteigen. Als das sinistre Werk vollbracht und König Duncan tot ist, überkommt Lady Macbeth jedoch das schlechte Gewissen – und sie wäscht sich die Hände. Immer und immer wieder: mehr

Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Karpmans Dramadreieck – Sind Sie Verfolger, Opfer oder Retter?

Krimis gehen fast immer so: Zuerst der Auftritt des Bösewichts. Ein übler Bursche, der seinen Opfern das Leben zur Hölle macht. Damit ihn das Publikum hasst, lässt der Autor die Opfer möglichst lange leiden. Dann Auftritt Held. Er rettet die Opfer, tötet den Schurken und manchmal stirbt er dabei selbst. Dann nennt man das Drama.

Was das mit dem Job zu tun hat? Eine ganze Menge! 1968 entwickelte der kalifornische Psychologe Stephen Karpman (pdf) das so genannte Dramadreieck, um die Probleme zwischenmenschlicher Beziehungen zu beschreiben. Für ihn übernehmen Menschen drei ständig wechselnde Rollen – Verfolger, Opfer, Retter: mehr

Von Jochen Mai // 17 Kommentare

Chefsache – Der Boss in Zahlen*

  • Vier von fünf deutschen Managern arbeiten mehr als 50 Stunden pro Woche, 96 Prozent arbeiten auch am Wochenende.
  • Nahezu 90 Prozent der deutschen Führungskräfte leiden unter Stress.
  • 87 Prozent setzen auf den Ausgleich durch Familienleben und Partnerschaft, 70 Prozent dagegen auf Schlaf.
  • 59 Prozent der deutschen Vorgesetzten vertrauen ihren Mitarbeitern, aber nur 53 Prozent der Deutschen vertrauen ihren Chefs. Ihren Kollegen vertrauen hingegen 68 Prozent der Mitarbeiter.
  • 75 Prozent der Manager geben zu, mit Hilfe von E-Mails ihre Geschäftspartner oder Kollegen zu belügen.
  • Jede zweite Führungskraft beklagt inzwischen ein schlechtes Gewissen im Job. Jeden zehnten Manager quält das Gewissen einmal pro Woche.
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Job, Studie 17
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Lohas – Der Kapitalismus wird gut

Mit Moral Profit machen? Und wie! In den wohlhabenden Staaten verlangen Kunden derzeit zunehmend Produkte, die ihnen kein schlechtes Gewissen machen. Fairer Handel, ethisch einwandfreie und nachhaltige Produktion, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz entscheiden immer öfter darüber, was gekauft wird und was nicht, stellt auch die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Titelgeschichte fest. Wer Kinder schuften lässt, damit der Preis stimmt, wird mit Boykott bestraft. Wer wahllos Pestizide versprüht, spürt das am Umsatz. Und wer Kunden wie Mitarbeiter mies behandelt, wird öffentlich an den Pranger gestellt. Wie selbstverständlich nutzt diese neue Kundengeneration Genuss, Lifestyle und Moral für ihr Konsumkalkül. Natürlich auch, weil sie es sich leisten kann. Dabei heraus kommt ein gigantischer Markt: Weltweit werden jedes Jahr bereits drei Millionen Kilo fair gehandelter Kaffee verkauft. Das Hauptthema der diesjährigen IAA war – natürlich – die grüne Welle: Hybridantriebe und abgasarme Motoren ersetzen Benzinschlucker. Ganze 230 Milliarden US-Dollar beträgt das Marktvolumen für energiesparende und nachhaltige Produkte allein in den USA. Und wie es der Zufall so will, ist heute in einem Monat ausgerechnet auch noch ein globaler „Blog Action Day“, an dem über 5000 Blogger weltweit über ein Thema schreiben – den Umweltschutz. mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen