Nur um Ihnen zu beweisen, dass gute Laune ansteckend ist: Wetten, Sie lächeln nachdem Sie das Video gesehen haben…
mehr →
Im Büro deutet häufig nur wenig auf Begeisterung und Euphorie hin. Tatsächlich hat Heiterkeit im Betrieb ein veritables Imageproblem. Gut gelaunte Mitarbeiter stehen überraschend schnell unter dem Generalverdacht, dass es ihnen, nun ja, zu gut geht. Nicht wenige Manager glauben, dass Optimismus und gute Laune im Büro ablenken, fahrlässig und faul machen. Der Gedanke dahinter: Wer satt ist, geht nicht mehr auf die Jagd; wer zufrieden ist mit sich und der Welt, strengt sich weniger an. Entsprechend ernst geht es in vielen Unternehmen zu: Es wird geschwiegen und gelangweilt, drangsaliert und geschurigelt. Und dafür kaum noch gelobt, gescherzt, gelacht. Der Alltag – ein einziges Trauerspiel.
Wie falsch!
Denn Frohsinn und Optimismus sind nützlich. Gute Laune, also jener Zustand, in dem man laut Definition die Umwelt mit durchweg positiven Gefühlen wahrnimmt, wird in der Wissenschaft schon länger erforscht. Die bisherigen Ergebnisse lassen sich so zusammenfassen:
Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind – wir sind glücklich, weil wir lachen. Und ein Lächeln kostet weit weniger als elektrischer Strom – gibt aber viel mehr Licht! Falls auch Sie gerade gute Laune entwickeln… kein Wunder: Es ist Freitag. Und zu diesem Zeitpunkt setzt typischerweise der sogenannte Wochenend-Effekt ein.
Grund ist die herannahende Freiheit, die wir in der Regel bereits mit dem Arbeitsausklang imaginieren. Das zeigen zum Beispiel Untersuchungen von Richard Ryan, einem amerikanischen Psychologieprofessor von der Universität von Rochester. Sein Fazit: Am Wochenende sind wir durchweg glücklicher – egal, wie viel Spaß wir sonst im Job haben.
Dazu beobachtete Ryan drei Wochen lang 74 Angestellte, die wenigstens 30 Stunden pro Woche arbeiteten. Pro Tag sollten sie dreimal notieren, was sie taten und wie sie sich dabei fühlten – glücklich, gestresst, ärgerlich, entspannt. Am Ende zeigte sich: zum Wochenende stieg die Gute-Laune-Kurve merklich an und erreichte Samstag/Sonntag ihren Höhepunkt. Selbst körperlich-gesundheitlich fühlten sich die Probanden bessser – Männer wie Frauen, Verheiratete wie Singles. mehr →
Was macht Menschen glücklich? Seit den Sechzigerjahren wird die Frage von Wissenschaftlern erforscht. Ihre Untersuchungen kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, im Kern aber eint sie eine Erkenntnis: Glück ist Einstellungssache, eine Attitüde – nichts, das man erkaufen könnte. Das bestätigen auch diverse Umfragen: So macht etwa 87 Prozent der Deutschen die eigene Gesundheit glücklich. Aber schon 79 Prozent glauben, dass sich Lebensglück durch eigenes Engagement beeinflussen lässt. 71 Prozent der Glücklichen wiederum glauben überwiegend an den eigenen Erfolg (Quellen: Allensbach, TNS Emnid). Die Ökonomen David Blanchflower und Andrew Oswald haben sich derweil gefragt, ob sich Glück im Laufe der Zeit verändert und dazu eine halbe Million Menschen in 72 Staaten befragt. Ergebnis: Überall zeigte sich dieselbe u-förmige Glückskurve: Mit 20 sind Menschen besonders happy, Mitte 40 (in Deutschland im Schnitt bei 42,9 Jahren) trübt sich die Stimmung, um dann im Alter in frühe jugendliche Höhen zu steigen. Wer also bis dahin keine gravierenden gesundheitlichen Probleme hat, könnte mit 70 so glücklich sein wie ein 20-Jähriger. mehr →
Dass gute Laune, also jener Zustand, in dem laut Definition die Umwelt mit durchweg positiven Gefühlen wahrgenommen wird, enorm wichtig ist, weil Heiterkeit aufmerksamer und aktiver macht, ist ja hinlänglich bekannt. Dass Gutgelaunte Rückschläge besser ertragen, stressresistenter sind, besser mit Niederlagen umgehen können und daraus mehr lernen, vielleicht auch noch. Allerdings verwechseln viele noch immer Nettigkeit mit Naivität und Fröhlichkeit mit Flatterhaftigkeit. Dabei hat Heiterkeit weder etwas mit dem kommandierten Frohsinn im Karneval zu tun noch geht es darum, auf sich unkommentiert herumtrampeln zu lassen. „Penetrante Fröhlichkeit verfehlt die Heiterkeit sogar völlig“, schreibt der deutsche Lebenskunstphilosoph Wilhelm Schmid. Sie mute töricht an, wenn sie grundlos ist. Oder wie es der griechische Schriftsteller Plutarch formuliert: „Gute Laune beruht darauf, Missmut zu vermeiden.“
Nun treffen wir im Berufsalltag (und auch sonst) leider immer wieder auf chronische Miesepeter, deren Mundwinkel morgens schon in den Keller zeigen und die das Glas lieber halb leer als halb voll sehen. Solche Menschen sind gefährlich, denn sie haben einen ansteckenden Charakter. Schlechte Laune hat – leider, je nachdem wie rum man es sieht – ebenso wie Heiterkeit eine ansteckende Wirkung. Sie breitet sich epidemisch aus. Damit sind solche Stinkstiefel nicht nur Opfer negativer Umstände – sie sind auch deren Ursache. mehr →
Schöne Liste der bestbezahlten Staatschefs: