Beruflicher Erfolg ist planbar. Zumindest glaubt das die Mehrheit der Deutschen und setzt dabei vor allem auf Fachkompetenzen, Intelligenz und soziale Kompetenz. Nur jeder dritte Deutsche verlässt sich in Sachen Karriere auf Glück oder Zufall. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa‐Umfrage im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). Die Ergebnisse im Einzelnen:
Alle Angaben in Prozent
| Eigenschaften | Gesamt | West | Ost | Männer | Frauen |
|---|---|---|---|---|---|
| Fachkompetenz | 87 | 87 | 84 | 86 | 87 |
| Intelligenz | 78 | 78 | 78 | 77 | 81 |
| Soziale Kompetenz | 75 | 76 | 69 | 69 | 84 |
| Weiterbildung | 71 | 73 | 63 | 69 | 75 |
| Soziale Netzwerke | 66 | 65 | 71 | 64 | 71 |
| Glück | 29 | 30 | 25 | 25 | 34 |
Bowling ist vielleicht nicht ganz zu unrecht als Loser-Sport verschrien. Und doch gibt es da Rocky Salemmo. Er hat daraus eine Karriere gemacht und verdient heute seinen Lebensunterhalt damit. Ein ziemlich durchgeknallter Typ, dieser Rocky Salemmo – und eine sehenswerte Dokumentation über eine ungewöhnliche Laufbahn…
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Karriere hat ihren Preis. Das muss deshalb mal erwähnt werden, weil es üblicherweise vergessen wird und vielen erst wieder einfällt, wenn ihnen der Preis längst zu hoch ist. Die Geschichte von den erfolgreichen Individualisten ist nämlich eine Mär. Wer beruflich aufsteigen will, der muss sich anpassen, so oder so, ob Unternehmer oder Angestellter.
Der dabei größte Kostenfaktor ist zugleich der am stärksten ignorierte: Die Zeit wird knapp. Beruflicher Erfolg stellt sich nur ein, wenn man mehr und besseres leistet als andere. Folglich bleibt weniger Freiraum für eigene Belange – die Familie, Kinder, Freunde, Hobbys. Anfangs fällt das noch nicht auf, geschieht nebenbei, die Freunde und Partner teilen vielleicht sogar ähnliche Ambitionen oder bewundern sie. Der Verzicht aufs Privatleben – eine heroische Geste. Doch irgendwann mehren sich die Absagen. Die Partys fallen aus, weil man noch arbeiten muss. Auf den Elternsprechtag muss die Frau, weil kurzfristig ein wichtiges Meeting angesetzt wurde. Am Wochenende mit den Kindern spielen? Und wann wird entspannt??? Gute Freunde und die Familie machen das eine Weile mit, aber nicht ewig. mehr →
Nach dem Abschluss stehen ehemalige Studenten vor der Qual der Wahl: Karriere im internationalen Top-Konzern oder doch zum unbekannten Mittelständler? Der Mittelstand verspricht auf den ersten Blick weniger Prestige und internationalen Glamour. Zudem schwingen sofort Assoziationen mit, irgendwo in der Provinz zu versauern. Der Gedanke, dabei womöglich für einen sogenannten Hidden Champion, einen heimlichen Weltmarktführer arbeiten zu können, kommt erst später.
Wer im Mittelstand anfängt, der steigt in der Regel schnell ein und auch so richtig: kurze Einarbeitungsphasen und viel learning on the job gehören hier zum Alltag. Auch der Aufstieg innerhalb des Unternehmens verläuft hier häufig rascher als bei den Konzernen. In puncto Ausland können kleine und mittelständische Unternehmen ohnehin längst mithalten. Von wegen Provinz! Viele entsenden ihren Nachwuchs meist schon nach kurzer Zeit für einige Zeit und konkrete Projekte ins Ausland. Neben Führungskräften braucht es schließlich immer auch junge, neugierige Mitarbeiter, um neue Märkte zu erschließen. Falls Sie der Mittelstand interessiert, dann haben wir das was für Sie: eine Übersicht der wesentlichen Merkmale, die Sie im Mittelstand erwarten sowie einen kleinen Selbsttest, der zeigt, ob Sie für eine Karriere dort fit genug sind… mehr →
Nehmen wir an, Sie fragen sich gerade: Wie mache ich Karriere? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich ausgerechnet diese Frage stellen, liegt gerade hoch – immerhin haben Sie diesen Beitrag angeklickt (oder lesen ihn im Feedreader). Naturgemäß wissen auf diese Frage eine Menge Leute eine Menge Antworten: Die einen, indem sie Beobachtungen und Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen zu fundierten Erkenntnissen und eigenen Ideen addieren. Andere, indem Sie Kaffeesätze lesen und Ihr Honorar zu ihrem Bankkonto addieren. Funktioniert beides, unterscheidet sich nur in der Zahl derer, die damit tatsächlich Karriere machen. Spracharithmetik funktioniert nicht viel anders, hat aber wenigstens noch Unterhaltungswert.
Spracharithmetik? Ja, richtig gelesen. Ein Beispiel: Wer Karriere machen will, muss zu jeder Zeit mehr als 100 Prozent leisten. Dann gilt er als sogenannter Leistungsträger und Held der Arbeit. Wer weniger malochen will, spielt entweder beim 1. FC Köln, wird Literaturkritiker oder Florida Rolf. Das Tückische daran: Nicht jedes Engagement ist gleich viel wert. Die Über-100-Prozent-Arbeitskraft wollen also gezielt eingesetzt werden. Die Frage ist nur: Womit? Tja, und genau an dieser Stelle hilft die Spracharithmetik. So geht’s: Ersetzen Sie dazu zunächst das Alphabet mehr →
Ausgerechnet der kauzige, leicht tuntige Captain Jack Sparrow, alias Johnny Depp, aus „Fluch der Karibik“ soll als Archetyp für einen neuen Karrieretyp herhalten? So recht glauben mag ich das nicht, die dazu gehörige österreichische Untersuchung (pdf) aber auch nicht unterschlagen. Die sagt: Androgyne Männer sind derzeit erfolgreicher als typisch maskuline (Machos).
Zu dem Schluss kommen der Wiener Imageforscher Wolfgang Mayrhofer und die beiden Karriereforscher Michael Schiffinger und Thomas Schneidhofer, die dazu rund 1200 Lebensläufe von Wirtschaftsabsolventen in den Jahren von 1990 bis 2000 ausgewertet haben. Kernfrage: Hat das geschlechtstypische Verhalten einen Einfluss auf die Karriere? Und in der Tat, es hat: So waren bei den Frauen vor allem jene Absolventinnen erfolgreicher, die sich androgyn verhielten; bei den Männern waren es zunächst die maskulinen Typen. Doch im Jahr 2000 kippte das: Nun hatten auch die androgynen Männer die Nase vorn. mehr →