Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Meinungsmacher – Wie Sie Kollegen im Job beeinflussen

ideenanimiertQuerdenker haben es schwer. Sie gelten leicht als Unruhestifter, Außenseiter, Abweichler. Nicht umsonst ist die sprachliche Verwandtschaft von Querdenker und Querulant so nah. Dennoch braucht es diese Nonkonformisten im Job. Oft sind gerade sie es, die verkrustete Strukturen aufbrechen und neue Impulse geben. Seine Kollegen oder gar den Chef zu beeinflussen, ist allerdings eine heikle Mission. Jeder Querkopf braucht sozialen Kredit. Wer nur am Rand einer Gruppe steht und auf seine individuelle Meinung pocht, wird weder ernst genommen noch Gehör finden. Er bleibt ohnmächtig. Umgekehrt: Wer es schafft, seine Kollegen sanft (!) zu lenken, der dokumentiert eindrucksvoll Empathie, Meinungsstärke und Durchsetzungsvermögen. Definitiv ein Karriereturbo. Wie das im Einzelnen geht, zeigen die folgenden 10 Punkte:

  1. Nicht manipulieren. Dieser Punkt steht deshalb gleich am Anfang, weil es genau darum nicht geht, auch wenn viele unter beeinflussen genau das verstehen: eine Art von Manipulation. Falsch! Wer versucht, Kollegen zu steuern, erntet früher oder später Argwohn, Misstrauen, wenn nicht gar Widerstand. Lassen Sie den anderen immer genug Freiraum selbst zu entscheiden. Sie versuchen lediglich zu überzeugen, eine Richtung zu weisen – dorthin gehen müssen die anderen selber. mehr
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Kommunikation 1.0 – Drei Viertel der Bürokräfte sprechen lieber persönlich mit Kollegen

e-mail72 Prozent der Erwerbstätigen kommunizieren im Büro am liebsten persönlich mit ihren Kollegen – von Angesicht zu Angesicht. Jeweils 13 Prozent nutzen dazu auch E-Mail oder Telefon (Mehrfachnennungen waren möglich). Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Karriereportals Monster unter knapp 5000 deutschen Arbeitnehmern.

Online-Netzwerke spielen bei der Bürokommunikation dagegen kaum eine Rolle. Sie werden lediglich von einem Prozent der Befragten genutzt. Dasselbe gilt für Videokonferenzen.

Ähnlich fallen die Umfrageergebnisse in den Nachbarländern aus: 64 Prozent der Österreicher und 67 Prozent der Schweizer bevorzugen die persönliche Kommunikation am Arbeitsplatz. Allerdings schreiben die befragten Eidgenossen ihren Kollegen deutlich öfter E-Mails (21 Prozent) – greifen dafür aber weniger häufig zum Telefonhörer (11 Prozent). Die Österreicher nutzen immerhin zu drei Prozent die Social Networks, um sich mit ihren Kollegen am Arbeitsplatz auszutauschen.

Job, Studie 1
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Sex mit der Ex – Warum die Rückkehr in den alten Job gefährlich ist

  1. Entwicklung. Wie sehr man Ihnen die Rückkehr auch versüßt: Bedenken Sie, dass sich viel verändert haben kann – Sie inbegriffen. Und Sie wollen bestimmt kein Weil-wir-es-schon-immer-so-gemacht-haben-Typ sein.
  2. Kultur. Vergessen Sie nie, warum Sie den alten Job gekündigt haben: In den meisten Fällen sind es der Chef, die Kollegen, die Firmenkultur. Solange sich diese nicht ändern, wiederholen Sie nur den Frust.
  3. Ruf. Falls Sie damals unfreiwillig gegangen sind, bedenken Sie, aus welchen Gründen. Irgendjemand erinnert sich immer – und schnell haftet Ihnen ein Ruf an. Begegnen Sie dem vorher und pro-aktiv.
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Freundeskreis – Können Kollegen Freunde sein?

racheJob ist Job, und Freunde gibt es dort nicht. Jede vierte Fach- und Führungskraft (26,3 Prozent) sagt: „Meine Kollegen sind meine Kollegen, nicht meine Freunde“, so das Ergebnis einer Umfrage (1100 Beteiligte) der Online-Jobbörse Stellenanzeigen. Lediglich 15 Prozent der Befragten betrachten die Kollegen als eine Art Freundeskreis. Die große Mehrheit der Teilnehmer beantwortet die Frage nach Freund oder Kollege allerdings nicht kategorisch, sondern macht dies vom Einzelfall abhängig (58,6 Prozent).

Job, Studie 2
Von Jochen Mai // 8 Kommentare

Neidgenossen – Missgunst als Motor?

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. So jedenfalls befindet der Volksmund. Für Arthur Schopenhauer dagegen war Neid die höchste Form der Anerkennung. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Wahr ist aber: Neid ist unbeliebt. Es gilt als niederträchtig, hinterhältig, giftig, destruktiv. Er verführt den Menschen zur Verleumdung, zur Intrige, zur Sabotage, zum Raub oder gar Mord. Er macht den Neider rasent und blind – und verführt ihn dazu, sich selbst zu schaden, nur um dem anderen noch mehr zu schaden. Bereits 700 vor Christi beklagte der griechische Dichter Hesiod, dass die Menschen auf ewig unglücklich seien, “weil sie ständig von schadenfroher, misslautiger Scheelsucht verfolgt werden, die ihnen mit ihrem neidischen Anlitz entgegengrinst.” Kurz: Er ist die Wurzel alles Bösen. Schon Kain beneidete seinen Bruder Abel um dessen Gunst bei Gott, was ihn kurz darauf zum Brudermord verleitete. In der Genesis heißt es dazu nur kurz: “Der Herr schaute auf Abel und sein Opfer, aber auf Kain und sein Opfer schaute er nicht. Da überlief es Kain ganz heiß und sein Blick senkte sich.” Zuerst ist da dieser Stich in der Brust, der Hals schnürt sich zu, die Magensäfte brodeln bis die Galle auf der Zunge brennt und schließlich durchfährt den Neider die blanke Wut über eine tief empfundene Ungerechtigkeit: Warum? Warum der – und nicht ich? mehr

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Wie Sie mit Kollegen umgehen, die gekündigt wurden

  1. Verständnis. Sollte Ihnen ein Kollege erzählen, dass er oder sie gerade den Job verloren hat, ist es völlig okay, wenn Sie Ihr Mitgefühl ausdrücken. Nur übertreiben Sie dabei nicht. Das könnte sonst wie Hohn wirken, Motto: Du hast leicht reden, du hast ja noch deinen Job!
  2. Zuhören. Egal, was Ihnen Ihr Kollege erzählt: Vergessen Sie nie, dass jede Geschichte zwei Seiten hat. Die meisten Gekündigten werden die Schuld beim bösen Boss suchen und versuchen, in Ihnen einen Verbündeten zu finden. Hören Sie dabei ruhig zu, aber ergreifen Sie keine Partei.
  3. Schweigen. Meist sind Sie nicht der Einzige, der die Story hört. Entsprechend schnell entstehen Gerüchte. Beteiligen Sie sich nicht an dem Tratsch. Erstens, weil es die Stimmung negativ anheizt; zweitens, weil es unfair ist, solange Sie die Chef-Version nicht kennen.
Von Jochen Mai // 5 Kommentare

Hauen und Stechen – Ellenbogenmentalität nimmt zu

52 Prozent der Deutschen fürchten einen verschärften Wettbewerb unter Kollegen, so das Ergebnis einer internationalen StepStone-Umfrage, an der alleine in Deutschland 3777 Fach- und Führungskräfte teilnahmen. Nur 15 Prozent glauben, dass die gegenwärtige Krise sie und ihre Kollegen zusammenschweißt, während ein Drittel eine unveränderte Konkurrenzsituation erwartet. Im globalen Vergleich zeigen sich die Deutschen besonders pessimistisch. Im internationalen Durchschnitt von 16 Ländern befürchten 50 Prozent einen verschärften Konkurrenzkampf, während 18 Prozent hoffen, die gegenwärtige Lage habe integrative Wirkung. Am positivsten sind die Niederländer gestimmt, hier erwartet eine Mehrheit von 37 Prozent gute Auswirkungen. Besonders schwarz sehen dagegen die Amerikanischer. Hier fürchten 86 Prozent von über 6000 Befragten eine zunehmende Ellenbogenmentalität. Siehe Grafik: mehr

Job, Studie 5
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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen