Rund 47 Prozent der deutschen Internetnutzer sind Mitglied in einem sozialen Netzwerk wie Facebook, StudiVZ oder Xing. Dies ergab eine repräsentative telefonische Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid unter 1001 Personen mit Online-Zugang. Unter den 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Mitglieder in einem Online-Netzwerk bei 89 Prozent. 61 Prozent der Befragten haben bereits Texte, Fotos, Musik oder Filme im Internet hochgeladen. Unter den Jüngeren sind es sogar 80 Prozent.
Die häufig geäußerte Kritik, das Internet macht einsam und verdrängt nur die sozialen Kontakte im realen Leben, wird durch die Umfrage tendenziell widerlegt. So gaben 34 Prozent der Befragten an, durch das Internet mehr reale Kontakte hinzugewonnen zu haben. Lediglich bei sieben Prozent der Internetnutzer wurden es dadurch weniger. Bei den Jüngeren fällt das Verhältnis mit 49 zu 5 Prozent sogar noch deutlicher.
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Jetzt mal ehrlich: Waren Sie in der Schule beliebt? Hatten Sie viele Freunde? Oder waren Sie eher ein Eigenbrödler und saßen beim Auswählen der Völkerballmannschaft immer bis zum Schluss auf der Bank? Besser, Sie waren beliebt und hatten viele Freunde. Denn eine Langzeitstudie zeigt: Wer als Schüler beliebt war, verdient hinterher mehr. Wirklich wahr. Rund 35 Jahre wurden dazu die Lebensläufe von 10.000 US-Studenten verfolgt. Und tatsächlich: Wer in der Schule die meisten Freunde hatte, verdiente später am meisten. Das Forscherteam des Instituts für soziale und ökonomische Forschung der Universität von Essex resümierte im vergangenen Februar dazu: Jeder zusätzliche Freund schlägt sich Jahre später in zwei Prozent mehr Gehalt nieder. Na, rechnen Sie gerade nach? mehr →
Jeanette Fuchs lebt in Salzburg und ist PR- und Eventmanagerin sowie bekennende Weltenbummlerin und Web2.0-Omniprofilistin. Im Internet unterhält sie gleich mehrere Accounts, unter anderem bei Xing, Facebook, Flickr, Del.icio.us, Außerdem schreibt sie mit Ihrer Kollegin Stephanie Jung ein wunderschönes Reiseblog: Follow your Trolley
Da steht man also nun mit seinen mühsam gesammelten 199 Xing-Kontakten und 300 Facebook-Freunden. Erst tönt es noch aus allen Ecken des Karriere-WWW, man möge sein gepushtes Ego gefälligst irgendwie auf die erste Google-Seite befördern und parallel dazu die lustigen Wies’n-Fotos mit dem Bierkrug in der Hand ganz dezent einer anderen Online-Identität in die Schuhe schieben und nun droht der akute Kursverfall des persönlichen Online-Netzwerkes. Neue Studien wollen beweisen: 200 Kontakte oder mehr sind der Indikator einer sozialen Dysfunktion im realen Leben. Ist hier geradezu ein Paradigmenwechsel im Anmarsch? Hat der versierte Karriereforscher tatsächlich Recht, müsste sich der Kollege mit seinen armseligen 33 Kontakten endlich nicht mehr wie der einsamste Mensch der Welt fühlen, sondern mutiert mit einem Schlag zum Trendsetter. Qualität vor Quantität.
Aber wie bitteschön schrumpft man sein Netzwerk gesund? Wie kündigt man Moses aus Kenia, den man niemals gesehen hat, die Facebook-Freundschaft? Oder Volodya aus Russland, der – trotz kaum erkennbarer Gemeinsamkeiten im Berufsprofil – große Potenziale für das gemeinsame Business sieht? Ist es noch seriös mit Event-Dieter (4502 Xing-Kontakte) befreundet zu sein? Gilt es noch als erstrebenswert, einen direkten Verbindungspfad zu Monaco-Kerstin (11.212 Kontakte) aufzubauen? Und darf ich Markus Kavka, der es höchstwahrscheinlich ohne sein Wissen und Zutun zu einem beachtlichen Kreis von 3565 Freunden gebracht hat, in meinem Netzwerk behalten ohne unglaubwürdig zu wirken? Achja, und wo wir schon mal dabei sind: Demonstriert man mit Bekanntschafts-Statusmeldungen nun cosmopolitisches Jetsetter-Dasein oder zeugt es eher davon, dass man nichts Besseres zu tun hat? Und was habe ich eigentlich davon, mein Ich bei 123people ins rechte Licht zu rücken? Muss ich bei VIP-Ranking Faktor 328 (was wohl eher dem V.U.P.-Status entspricht – Very Unimportant Person) rot werden oder ist das schlicht und ergreifend die Strafe dafür, dass ich zu faul oder zu beschäftigt war, meine Hausaufgaben bei Yasni zu erledigen? Nämlich meine Suchergebnisse zuzuordnen und einem möglichst großen Kreis damit auf die Nerven zu gehen, mein Profil gefälligst zu bestätigen. Und überhaupt: Gilt es als Wissenslücke Twitter für ein hermaphroditisches Fabelwesen zu halten?
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Wundersam sind die Wege zum Ruhm. Womöglich sind es aber auch nur Irrwege. Als Maria Kalpidou die Profile von Studenten am Assumption College in Massachusetts untersuchte, stellte sie fest: Die Anzahl der Facebook-Kontakte, die jemand hat, sind eher ein Negativindikator für dessen Sozialkompetenz. So hatten Erstsemestler mit mehr als 200 virtuellen Freunden auffällig weniger Selbstbewusstsein und auch weniger reale Freunde als jene mit unter 200 Kontakten.
These effects wore off over time, however, as upper-class students surveyed with 200 or more friends showed higher levels of social adjustment and enthusiasm for their school (”school spirit”). Kalpidou suggested this may be due to upper-class students using Facebook more effectively as a way to enhance their social life, rather than a means to an end.
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter kündigt: Wem gehören dann die Kontakte aus seinen virtuellen Netzwerken à la Xing, LinkedIn oder Facbook? Die Frage ist gar nicht so abwegig: Als ein Hays-Mitarbeiter kündigte, um sich im selben Geschäftsfeld selbstständig zu machen, verklagte Ihn sein ehemaliger Arbeitgeber auf die Herausgabe seines Profils und damit seiner Kontakte. Mit Erfolg. Ein englisches Gericht gab dem Kläger Recht und verurteilte den Mann zur Löschung seines LinkedIn-Profils und auf die Offenlegung aller Dokumente wie E-Mails und Rechnungen, da Hays eine Nutzung der Kontakte in LinkedIn für die neue Firma des Beklagten vermutete. [Gefunden bei: Blogaboutjob]
Apropos: Der Reputationsdienstleister DeinGuterRuf hat ein Experiment („Wege digitaler Identitäten“) durchgeführt, das ein bisschen an meinen Reiner Fakeman erinnert: Dazu wurden drei fiktive Profile im Internet und den Sozialen Netzwerken erstellt und einen Monat lang beobachtet. Während die beiden Männer (Consultant und IT-Experte) berufliche Kontakte in Xing und LinkedIn aufnahmen, war die Studentin in privaten Netzwerken wie StudiVZ und MySpace aktiv. Während die Studentin mit attraktivem Foto und vielen persönlichen Angaben jede Menge privater Kontaktanfragen erhielt, hatten die beiden eher zurückhaltend agierenden Männer weit weniger Ergebnisse. Dies zeige, “dass sich die berufliche Online-Reputation nicht so einfach aufbaut”, meinen die Studienautoren. Wer hingegen in Foren schreibe und interessante Blog-Einträge schreibe, fördere seine Online-Reputation deutlich mehr. “Doch das kostet Zeit und Know-how.”
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Über Netzwerke und das Netzwerken haben Sie zum Beispiel hier schon einiges gelesen. Und ich würde mich freuen, wenn es Ihnen vielleicht sogar geholfen hat. Kürzlich aber bekam ich eine Frage von einem Leser gemailt, die ich so interessant fand, dass ich sie gerne öffentlich beantworten würde. Die Frage lautet:
Was ist der wichtigste Tipp beim Netzwerken?
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