Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Prüfungsangst überwinden – So vermeiden Sie den Blackout

Herzrasen. Schwindelgefühle. Übelkeit. Der Puls pocht im Ohr. Heißkalte Schauer jagen über den Rücken. Schweiß perlt. Der Atem stockt. Der Geist blockiert. Nur ein Gedanke dringt durch: Weg hier! Mit solchen Symptomen manifestiert sich häufig Prüfungsangst. Nahezu jeder Schüler kennt sie, Azubis und Studenten ebenso, aber auch Bewerber, die im Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center sitzen. Es ist eine Form der sozialen Bewertungsangst, wie Fachleute es nennen. Dahinter steckt weniger die Furcht zu Versagen, sondern vielmehr die Angst vor den Folgen: Gesichtsverlust. Spott. Statusverfall. Arbeitslosigkeit. Diese Schreckensszenarien spielen sich bei den Betroffenen immer wieder vor dem inneren Auge ab, bis daraus ein regelrechter Katastrophenfilm entstanden ist. Und gefährdet sind keinesfalls nur die Furchtsamen, die Unsicheren, die Weicheier. Sondern genauso jene, die… mehr

Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Autopilot – Tagträume machen unglücklich, auch im Job

Zu traurig, um wahr zu sein. Eine neue Studie des Psychologieprofessors Daniel Gilbert von der Harvard-Universität und seines Matthew Killingsworth kommt zu dem Ergebnis: Weniger als die Hälfte unserer Lebenszeit – 46,9 Prozent um genau zu sein – sind wir nicht auf unsere Außenwelt fokussiert oder auf das, was wir gerade tun müssen, sondern können uns mit unseren eigenen Gedanken beschäftigen. Doch das bisschen Eigensaftschmoren macht uns noch nicht einmal glücklich.

2250 Probanden hatten die beiden Forscher für ihre Studie ausgewählt und und per eigens dafür entwickelter iPhone-App beobachtet, was die den ganzen lieben langen Tag so machen – sowie was die besonders glücklich macht. Dazu riefen die beiden ihre Versuchsteilnehmer zu einem willkürlichen Zeitpunkt einfach an und stellten ihnen drei Fragen: Wie fühlen Sie sich gerade? Was machen Sie gerade? Denken Sie gerade an etwas anderes als an das, was Sie tun? Unter den Antworten war Vieles von dem, was das Duo bereits erwartet hatte: Sex machte die Leute offenbar sehr glücklich (meistens jedenfalls), ebenso sich zu unterhalten oder Sport zu treiben. Selbst wenn sie sich ausruhen oder mittels PC herumsurfen konnen, waren sie einigermaßen zufrieden. mehr

Von Martin Anding // 1 Kommentar

Farbwirkung – Bringen Sie mehr Farbe ins Büro!

Weiße Wände, graue Möbel und ein ausgeblichener Teppich – so oder so ähnlich sieht es in deutschen Büros mehrheitlich aus. Fatal! Triste Büroeinrichtung kann auf kurz oder lang die Stimmung verderben und damit auch die Leistungsfähigkeit. Nicht umsonst gibt es bunte Kinderstationen in Krankenhäusern und farbenfrohe Unterrichtsräume in Schulen. Nur im Büro – da gibt es Einheitsgrau. Wie dumm! Denn Farben wirken (meist) positiv auf uns. Nur welche Farbe verursacht welchen Effekt? mehr

Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Aufmerksamkeitsspanne – Die Illusion des Konzentrierens

Es gibt da ein interessantes Experiment, das Sie gerne gleich hier und jetzt ausprobieren können: Sehen Sie diesen Punkt (Falls nicht – gehen Sie bitte sofort zum Augenarzt!)? Versuchen Sie sich darauf zu konzentrieren. Denken Sie an nichts, hören Sie nichts, sehen Sie nichts anderes als diesen Punkt – solange es geht. Ab… jetzt!

Na? Wie lange haben Sie durchgehalten? Es gibt Wissenschaftler, die sagen: Unter normalen Umständen (also wenn man nicht gerade versucht, Rekorde aufzustellen oder anderen etwas zu beweisen) schaffen wir es nur ein paar Sekunden lang, uns auf so einen langweiligen Punkt zu konzentrieren. Denn unser Gehirn hungert nach Varianz, nach Abenteuer und überraschenden Reizen. Entsprechend versucht es seine Aufmerksamkeit ständig neuen Aspekten zuzuwenden – und sei es nur den pixeligen Rändern dieser Punktskizze. Oder wir beginnen dabei an eine Höhle zu denken, an ein Loch, ein Auge… Deshalb besteht unsere eigentliche Anstrengung irgendwann nicht mehr darin, sich auf den Punkt zu konzentrieren, sondern vielmehr darin, die zahlreichen Ablenkungen auszublenden, die unser Gehirn so gerne wahrnehmen möchte. mehr

Von Jochen Mai // 5 Kommentare

Die drei Grundregeln der Konzentration

  1. Weniger ist mehr. Verwechseln Sie niemals Aktionismus mit Erfolg. Machen Sie nur eine wichtige Sache am Tag. Natürlich können Sie auch gerne mehr machen. Aber Sie wissen doch selbst: Egal, wie viele Punkte auf Ihrer To-Do-Liste stehen – einer davon ist der Wichtigste. Fragen Sie sich also ehrlich (!): Was ist das Wichtigste, das ich jetzt tun müsste? Das ist es in der Regel auch! Fokussieren Sie sich allein und zuerst darauf und widmen Sie dieser Sache entsprechend Ihre ganze Hingabe und Energie. Der Rest kann warten.
  2. Multitasking ist Mist. Sie können sich nicht konzentrieren, solange Sie Störquellen nicht ausschalten. Okay, diese Weisheit ist eine ziemliche Binse, selbsterklärend dazu. Aber mal ehrlich: Wie viele Menschen versuchen täglich das Gegenteil zu beweisen? Sie sagen: „Ich kann mich nicht konzentrieren!“ – aber lassen ihre Bürotür auf und halten Telefon, Handy und E-Mail auf Empfangsbereitschaft. Das ist inkonsequent. Und sorgt nicht nur für Ablenkung, sondern auf Dauer sogar für Langeweile im Job. There’s no App for that!
  3. Der Fleißige ist der Dumme. Seien Sie strategisch faul. Sie kennen sicher das Pareto-Prinzip, wonach häufig in 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Zeit 80 Prozent der Aufgaben erledigt werden können. Die restlichen 20 Prozent der Aufgaben benötigen indes 80 Prozent der Zeit. Daraus ergibt sich indirekt eine Selbstmanagement-Technik: Statt 100 Prozent der Aufgaben erfüllen zu wollen, ist es klüger, diese zu priorisieren und sich mit den Aufgaben zu beschäftigen, die nur 20 Prozent des Zeit- und Energieaufwandes benötigen, dafür aber 80 Prozent bringen.
Von Jochen Mai // 12 Kommentare

Mit aller Kraft – Die wichtigste Erfolgseigenschaft überhaupt

Wenn man sich wie ich seit nunmehr über zehn Jahren mit (angeblichen) Karriere- und Erfolgsregeln beschäftigt, dann sieht man jede Menge Management-Moden, zahlreiche Trends kommen und gehen, ohne dass sie wirklich Spuren hinterlassen. Säue werden durchs Dorf getrieben und viel heiße Luft zwischen Buchdeckel gepresst – mit zwei wesentlichen Folgen: Man selbst erkennt Windmaschinen und Kokolores schon, bevor die anfangen einem den Tag zu vermiesen. Zweitens: Man erkennt, was wirklich Bestand hat. mehr

Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Konzentration üben – Wege gegen die Zerstreuung

Spirale-Ani3Konzentration ist die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe. Allein um den Satz in seiner gesamten Tragweite zu ergründen, mussten Sie sich vermutlich gerade stark konzentrieren (ich kann das verstehen, mir gings beim Kopieren von Wikipedia genauso). Konzentrieren ist mitunter ein Kraftakt. Und nicht immer gelingt der im Alltag reibungslos. Schuld sind meist Reize, die enorm ablenken können: das aufgeregte Tatütata der vorbei fahrenden Feuerwehr, das Bimmeln des Maileingangs, Kaffeeduft, aufkommende *Gähn*is, animierte Bilder wie das rechts. Da helfen auch keine Appelle vom Typ “Reiß dich zusammen, Honk!” oder unsanftes Beklatschen der Wangenpartie. Die Konzentration ist nahe Null. Soweit, so schlecht.

Zerstreuungsgründe gibt es ja auch so einige. Die drei häufigsten: mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen