Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Meinungsmacher – Die Kunst zu kritisieren

Um jemanden seine Meinung zu sagen, musst du vorher sorgsam abschätzen, ob derjenige in einer günstigen Verfassung dafür ist. Du musst dich mit ihm vertraut machen und sichergehen, dass auch er Vertrauen zu dir fasst. Unterhalte dich mit ihm über Themen, die ihm wichtig sind, und versuche, dich möglichst freundlich und unmissverständlich auszudrücken. Halte Ausschau nach einer günstigen Gelegenheit und überlege dir, ob du es ihm per Brief oder lieber zum Abschied sagst. Rühme seine Stärken und nutze jede Möglichkeit, um ihm Mut zu machen, vielleicht indem du über deine eigenen Schwächen sprichst, ohne seine zu berühren, sodass ihm seine Schwächen von selbst bewusst werden. Bringe ihn dazu, deine Meinung entgegenzunehmen wie ein Mann mit trockener Kehle das Wasser, und du wirst seine Fehler korrigieren.

[Tsunetomo Yamamoto, in: Hagakure – Der Weg des Samurai]

Von Jochen Mai // 6 Kommentare

ICH – Narzissmus in der Chefetage

“Der Narzissmus ist die Leitneurose der Gegenwart, so wie es zu Zeiten Sigmund Freuds die Hysterie war. Narzissten bringen zwar viele Stärken mit: Engagement, Durchsetzungskraft, Belastbarkeit. Auf der anderen Seite der Waagschale jedoch befinden sich geringe Teamfähigkeit, Taubheit für Kritik und mangelnde Einfühlung in die Mitarbeiter.”

[Gerhard Dammann, Schweizer Psychologe
in einem SPIEGEL-Interview]

“Nur die Paranoiden überleben.”

[Andy Grove, Ex-Intel-Chef]
Job, Zitat 6
Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Tadel los! – Ein Diskurs über das Mein-Boss-ist-doof-Syndrom

Sie wissen, dass Ihr Chef Sie schätzt und von Ihren Leistungen begeistert ist? Klasse, weiterklicken! Andernfalls: Falls Sie daran zweifeln und dem ignoranten Despoten am liebsten die Nadelstreifen lang ziehen würden – warten Sie lieber einen Moment, bevor Sie ins Chefzimmer stürmen! Sie könnten auch am Mein-Boss-ist-doof-Syndrom leiden… mehr

Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Die 16 häufigsten Bürokonflikte – und wie Sie damit umgehen

Sagen wir es, wie es ist: Nichts kann einem die Freude an der Arbeit mehr vermiesen als andere Menschen. Wir arbeiten heute immer länger, immer globaler, immer vernetzter – und das schürt zahllose Konflikte. Die meisten Büroarbeiter verbringen mehr Zeit, reden mehr mit ihren Kollegen als mit ihrer Familie, kennen die Belegschaft besser als ihre Nachbarn und sind den Launen und Marotten der Kollegen, ihrer Missgunst und ihren Intrigen dennoch ungeschützter ausgeliefert. Büros gleichen einem kleinen Gemeinwesen mit eigener Kultur, eigenen, meist ungeschriebenen Regeln und Ritualen. Aber auch jeder Menge Fallgruben und Konfliktfelder, die zwischen Konferenzraum und Korridor, zwischen Kaffeeküche und Kopierer lauern. Wie Sie dennoch unbeschadet durch dieses soziale Dickicht und an den darin hausenden Raubtieren vorbeigelangen, sagen Ihnen heute einige Experten, die ich dazu befragt habe. Ihre Ratschläge zu den 16 häufigsten Bürokonflikten lesen Sie, wenn Sie sich den gesamten Beitrag ansehen. Vorab aber schon einmal die 16 Fragen zu den 16 klassischen Problemen:
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Job, Liste 4
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen