Um jemanden seine Meinung zu sagen, musst du vorher sorgsam abschätzen, ob derjenige in einer günstigen Verfassung dafür ist. Du musst dich mit ihm vertraut machen und sichergehen, dass auch er Vertrauen zu dir fasst. Unterhalte dich mit ihm über Themen, die ihm wichtig sind, und versuche, dich möglichst freundlich und unmissverständlich auszudrücken. Halte Ausschau nach einer günstigen Gelegenheit und überlege dir, ob du es ihm per Brief oder lieber zum Abschied sagst. Rühme seine Stärken und nutze jede Möglichkeit, um ihm Mut zu machen, vielleicht indem du über deine eigenen Schwächen sprichst, ohne seine zu berühren, sodass ihm seine Schwächen von selbst bewusst werden. Bringe ihn dazu, deine Meinung entgegenzunehmen wie ein Mann mit trockener Kehle das Wasser, und du wirst seine Fehler korrigieren.
[Tsunetomo Yamamoto, in: Hagakure – Der Weg des Samurai]
Meinungsmacher – Die Kunst zu kritisieren
ICH – Narzissmus in der Chefetage
“Der Narzissmus ist die Leitneurose der Gegenwart, so wie es zu Zeiten Sigmund Freuds die Hysterie war. Narzissten bringen zwar viele Stärken mit: Engagement, Durchsetzungskraft, Belastbarkeit. Auf der anderen Seite der Waagschale jedoch befinden sich geringe Teamfähigkeit, Taubheit für Kritik und mangelnde Einfühlung in die Mitarbeiter.”
[Gerhard Dammann, Schweizer Psychologe
in einem SPIEGEL-Interview]
“Nur die Paranoiden überleben.”
[Andy Grove, Ex-Intel-Chef]
Tadel los! – Ein Diskurs über das Mein-Boss-ist-doof-Syndrom
Sie wissen, dass Ihr Chef Sie schätzt und von Ihren Leistungen begeistert ist? Klasse, weiterklicken! Andernfalls: Falls Sie daran zweifeln und dem ignoranten Despoten am liebsten die Nadelstreifen lang ziehen würden – warten Sie lieber einen Moment, bevor Sie ins Chefzimmer stürmen! Sie könnten auch am Mein-Boss-ist-doof-Syndrom leiden… mehr
Die 16 häufigsten Bürokonflikte – und wie Sie damit umgehen
Sagen wir es, wie es ist: Nichts kann einem die Freude an der Arbeit mehr vermiesen als andere Menschen. Wir arbeiten heute immer länger, immer globaler, immer vernetzter – und das schürt zahllose Konflikte. Die meisten Büroarbeiter verbringen mehr Zeit, reden mehr mit ihren Kollegen als mit ihrer Familie, kennen die Belegschaft besser als ihre Nachbarn und sind den Launen und Marotten der Kollegen, ihrer Missgunst und ihren Intrigen dennoch ungeschützter ausgeliefert. Büros gleichen einem kleinen Gemeinwesen mit eigener Kultur, eigenen, meist ungeschriebenen Regeln und Ritualen. Aber auch jeder Menge Fallgruben und Konfliktfelder, die zwischen Konferenzraum und Korridor, zwischen Kaffeeküche und Kopierer lauern. Wie Sie dennoch unbeschadet durch dieses soziale Dickicht und an den darin hausenden Raubtieren vorbeigelangen, sagen Ihnen heute einige Experten, die ich dazu befragt habe. Ihre Ratschläge zu den 16 häufigsten Bürokonflikten lesen Sie, wenn Sie sich den gesamten Beitrag ansehen. Vorab aber schon einmal die 16 Fragen zu den 16 klassischen Problemen:
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