Für Selbstständige ist er meist kein Thema, Angestellte vergessen ihn schonmal im Alltagstrott und bei Workaholics hinterlässt er die tiefsten Krater: der Jobverlust. Einen Königsweg zum Umgang mit ihm gibt es nicht, da sich jede Jobsuche individuell gestaltet und auch ein Stück weit vom Zufall abhängig ist. Dennoch gibt es einige grundsätzliche Ratschläge, die für fast jeden zutreffen und die Zeit der Arbeitslosigkeit erträglicher machen.
Und weil es wichtig und möglich ist, aus einer Krise gestärkt hervorzugehen, liefern wir Ihnen heute einige Tipps, wie Sie beim Sturz in die Arbeitslosigkeit so richtig Schwung holen, um danach umso höher aufzusteigen. Wenn Sie bei Ihrer Aufarbeitung heute, gestern und morgen gleichermaßen berücksichtigen, erhöhen Sie die Chancen, bald wieder auf die Beine zu kommen.
PS: Am Ende des Artikels finden Sie eine kleine Umfrage zum Thema: “Wie würden Sie eine Kündigung verkraften?” Machen Sie mit! mehr →
Pünktlichkeit ist Deutschlands Arbeitgebern wichtig. 40 Prozent der Manager achten derzeit verstärkt darauf, wann Mitarbeiter eintreffen. Für 31 Prozent der Arbeitgeber wäre es sogar ein Kündigungsgrund, wenn ein Angestellter zwei- oder dreimal zu spät zur Arbeit kommt. Für neun Prozent ist diese Grenze bei vier bis fünf Verspätungen erreicht. Das ergab jetzt eine CareerBuilder-Umfrage, für die 130 Führungskräfte befragt wurden.
„Unpünktlichkeit hat Einfluss darauf, wie ein Mitarbeiter im Hinblick auf seine Professionalität und Zuverlässigkeit wahrgenommen wird“, sagt Tony Roy, Managing Director von CareerBuilder Deutschland. Nicht nur für Vorgesetzte, sondern auch für die Kollegen sei wiederholtes Zuspätkommen ärgerlich. Das gilt vor allem dann, wenn die sich dann um die zusätzlich anfallende Arbeit kümmern müssen.
Thorsten, drüben von Blogaboutjob, hat etwas Schönes ausgegraben: Die 33-jährige Bankangestellte Debrahlee Lorenzana verklagt ihren Ex-Arbeitgeber (die Citigroup), weil die sie angeblich wegen ihres zu hohen Sexappeals gekündigt habe. Die Citigroup indes begründet den Rausschmiss mit Minderleistung. Das amerikanische Journal The Village Voice hatte zuerst über den Fall berichtet.
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Die Zeiten sicherer Jobs sind definitiv vorbei. Gerade in den Führungsetagen kommt es aber darauf an, bei einem Arbeitsplatzverlust möglichst schnell eine neue Position zu finden. Je länger Führungskräfte arbeitslos sind, desto schädlicher ist dies für ihre Karriere. Deshalb sollten Manager früh die Warnzeichen erkennen, dass ihr Job in Gefahr ist. Hierfür gibt es eine Reihe von Indizien, die einzeln oder in der Summe, Anzeichen für eine Jobgefährdung darstellen können. Welche das sind, zeigt die folgende Checkliste möglicher Warnsignale:
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Großes Stühlerücken in deutschen Vorständen: Laut einer aktuellen Studie (pdf) der Strategieberatung Booz & Company musste mehr als jeder fünfte Vorstandsvorsitzende (CEO) 2009 seinen Posten freiwillig oder zwangsweise räumen. Damit erreicht die Fluktuation in deutschen Chefetagen mit 21,3 Prozent einen historischen Höchststand – im Vorjahr waren es noch 4,3 Prozentpunkte weniger. Zum Vergleich: Der europäische Wechselquoten-Durchschnitt liegt bei 15,2 Prozent (Vorjahr 15,1 Prozent), weltweit sind es 14,3 Prozent (Vorjahr 14,4 Prozent). Damit sind beide Vergleichswerte weitgehend stabil geblieben, während sich das Postenkarussell in Deutschland beschleunigte.
Die weltweit heißesten Stühle standen – wen wundert’s – im vergangenen Jahr in den Vorstandsetagen der internationalen Banken und Versicherungen. 17,2 Prozent der CEOs des Finanzsektors mussten 2009 ihren Schreibtisch räumen. Ein knappes Drittel davon (5,3 Prozent) sogar unfreiwillig und vor Ablauf der Vertragslaufzeit. Im Vergleich dazu erwies sich der Pharma- und Healthcare-Bereich geradezu als Hort der Stabilität: Lediglich 10,3 Prozent des weltweiten Spitzenpersonals wechselte hier, und nur 0,6 Prozent davon gingen unfreiwillig. mehr →
Seit ich gekündigt habe, verhält sich mein Boss mir gegenüber wie ein Arschloch. Das finde ich zutiefst infantil.
Stimmt. Ist auch unprofessionell, aber normal.
Wieso das?
Lass es mich so ausdrücken: Den meisten Managern sind Personalauswahlverfahren fürchterlich unangenehm. Erst ist es anstrengend, überhaupt einen geeigneten Kandidaten zu finden. Dann kann man noch nicht einmal sicher sein, dass man die richtige Wahl getroffen hat – das zeigt sich in der Regel erst viel später im Job. Und hat man schließlich die richtige Wahl getroffen und tatsächlich ein Top-Talent aufgespürt, bekommen das bald auch andere mit und der Mitarbeiter wird entweder sehr schnell sehr teuer oder abgeworben.
Aber was hat das mit dem Verhalten mir gegenüber zu tun? mehr →