Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Konkursmasse – Was Banker jetzt beachten sollten

Ein Gastbeitrag vom Frankfurter Arbeitsrechtler Peter Groll

Heute: Wieder Aufatmen an der Wall Street. Die US-Regierung will den wankenden Banken womöglich ihre giftigen Schulden von rund 500 Milliarden Dollar abnehmen. Für die insolvente US-Investmentbank Lehman Brothers gibt es jedoch kaum Rettung. Sie wird zerlegt, gesunde Konzernteile kauft die britische Barclays-Bank, aber eben nur die. Damit dürfen zumindest rund 9000 der bisher 25.000 Mitarbeiter hoffen, ihren Job zu behalten. Für die Angestellten der deutschen Lehman Brothers Bankhaus AG ist das aber nur ein schwacher Trost. Viele könnten trotzdem schon bald von betriebsbedingten Kündigungen betroffen sein. Diese müssen sich zwar am Kündigungsschutzgesetz orientieren, jedoch entfällt bei einer Betriebsschließung die Sozialauswahl, so dass dann nur die üblichen Kündigungsfristen einzuhalten sind. mehr

Von Jochen Mai // 24 Kommentare

Nie mehr Jobwechsel – Warum kein Job besser ist als der jetzige

Ein Interview mit dem Buchautor Volker Kitz

Volker Kitz hat Jura und Psychologie in Köln und New York studiert und anschließend Erfahrungen unter anderem als Lobbyist, Wissenschaftler, TV-Journalist, Drehbuchautor und Musiker gesammelt. Er arbeitet heute als Anwalt, forscht am Max-Planck-Institut in München und ist Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität. Zusammen mit dem Kölner Psychologen Manuel Tusch hat er gerade im Campus-Verlag ein Buch veröffentlicht: Das Frustjobkillerbuch – Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten. mehr

Von Jochen Mai // 7 Kommentare

Jobwechsel – 37 Prozent der Manager fürchten neue Kündigung

Erstaunlich: Wenn Manager den Job wechseln, dann bangen allenfalls 8 Prozent von ihnen darum, den künftigen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein. Auch die Akzeptanz der neuen Kollegen bereitet allenfalls 3 Prozent Kopfzerbrechen. Das spricht zunächst für ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Zunächst. Denn jetzt kommt’s: Ganze 70 Prozent der Manager sorgen sich bei einem Jobwechsel, ob die Zusagen aus den Vertragsverhandlungen auch tatsächlich eingehalten werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter 1886 Führungskräften der Jobbörse Placement24. Mehr als jeden dritten Befragten (37 Prozent) bekümmerte danach die Sorge, durch den Wechsel schneller gekündigt werden zu können, 14 Prozent befürchteten das sogar während der Probezeit. Und 23 Prozent der Führungskräfte sorgten sich, ihren Arbeitsplatz durch künftige Umstrukturierungen wieder zu verlieren. mehr

Job, Studie 7
Von Jochen Mai // 7 Kommentare

Und tschüss – Wie wichtig eine Trennungskultur beim Jobabbau ist

resilienzZuerst die gute Nachricht: . Jetzt die schlechten: Siemens streicht rund 16.750 Stellen weltweit, über 5000 davon in Deutschland. Und der Münchner Konzern ist beileibe nicht der Einzige: Überall wird entlassen, gekündigt, gestrichen. Der Waschmittel- und Klebstoffhersteller Henkel etwa baut trotz guter Zahlen weltweit 3000 Arbeitsplätze ab. Beim Autobauer BMW fallen mehr als 8000 Jobs dem Rotstift zum Opfer. Es herrscht eine Stimmung wie in einer Schießbude: Ständig hört man Schüsse knallen und links und rechts von einem klappen die Figuren um.

Doch genau das ist das Problem: Die betriebliche Demission gleicht nicht selten einer Verbannung in die Diaspora. Mag sein, dass manche Kündigungen begründet sind, nur der Umgang damit ist oft erschreckend dilettantisch. Es gibt in Deutschland einfach keine „Trennungskultur“, sagt auch der Trennungsexperte Lorenz Andrzejewski, der ein Buch für professionelles Kündigungsmanagement geschrieben hat. Wenn Arbeitsplätze im großen Stil abgebaut werden, geschieht dies meist nach Sozialauswahl und selten aufgrund der Leistung. In der Folge entstehen Argumentationsschwächen gegenüber den Gekündigten – und die schlagen sofort auf Stimmung und Firmenimage.
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Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Time to say good-bye – Kündigung leicht gemacht

SmileyApropos Witzmails: Gerade hat mich mein Kollege Thomas Kuhn auf eine Kündigungsschreiben-Maschine aufmerksam gemacht – Titel: Yahoorezinr. Einfach aus den vorformulierten Schaltflächen das Passende auswählen und den Wisch dem Chef auf den Tisch ballern und kündigen. Die Autoren beweisen zudem Humor: In der Default-Einstellung kündigt ein Mitarbeiter Yahoo-Mitgründer Jerry Yang – und geht zu Google.

Dieser Beitrag ist Teil der aktuellen Gute-Laune-Serie. Darin werden hier im Blog eine Woche lang nur Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Anlass ist meine 10-seitige Aufmacher-Story in der WirtschaftsWoche. Anregungen und Gastbeiträge dazu sind jederzeit willkommen. Die Artikel zur Serie finden Sie auch indem Sie das Stichwort “Gute Laune” im obigen Suchfeld eingeben.

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Feiern bis der Chef kommt – Was das Arbeitsrecht über Alkohol am Arbeitsplatz sagt

Ein Gastbeitrag von Arbeitsrechtsexperte Peter Groll

Sommer, Sonne und gute Laune – wenn im Büro gefeiert wird (ob nun wegen der Fußball-EM oder nur so), ist das gut für die Motivation der Mannschaft und damit deren Leistungskraft. Vieles wird dabei von Seiten des Arbeitgebers gerne gesehen, einiges geduldet, manches aber transportiert Mitarbeiter direkt ins Abseits, mit Abmahnung oder gar Kündigung als Folge. Zwar sagt das Bundesarbeitsgericht ganz deutlich, dass der Arbeitsplatz keine sittliche Lehranstalt ist – sprich: Feiern und Alkohol sind hier in Maßen erlaubt. Aber wie viele Maßen sind zu viel? Oder anders gefragt: Wann ist Schluss mit lustig im Job? mehr

Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Gekündigt – Aber wie verkaufen Sie das im Lebenslauf?

resilienzKann ja mal passieren: Ihnen wurde gekündigt, jetzt suchen Sie nach einem neuen Job. Nur haben Sie keine Ahnung, wie Sie die Knitterfalten im Lebenslauf wieder ausbügeln und bei der Bewerbung optimal verkaufen sollen?

Nunja, ganz leicht wird das nicht. Eines kann ich Ihnen aber jetzt schon raten: Lügen sollten Sie dabei auf keinen Fall! Das wird immer zum Boomerang: Fällt das noch in der Bewerbungsphase auf, ist Ihr Ruf endgültig ruiniert; kommt man Ihnen erst später im Job auf die Schliche, ist das ein handfester Grund für eine fristlose Kündigung. Bewusst falsche Angaben im Lebenslauf sind ein schwerer Täuschungsversuch, der das Vertrauen des Arbeitgebers irreperabel zerstört. So sehen es jedenfalls die Arbeitsrichter. Und da Personaler heute stets lückenlose Lebensläufe einfordern sowie einen geübten Blick für Lücken haben, wird es schwer, die Kündigung zu verschleiern.
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen