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Maßstabsgetreu – Wie Jobverlust und Selbstwertgefühl korrelieren

zollstockMein Haus, mein Auto, mein Job – für viele Menschen sind das wichtige Werte, über die sie sich definieren. Daran machen sie ihren Status, ihren Rang in der Gesellschaft fest. Natürlich steht das jedem frei, worüber er sich definiert. Aber in den aktuell turbulenten Zeiten, in denen solche Dinge leicht ins Wanken geraten, schwankt bei vielen dann auch das persönliche Selbstwertgefühl erheblich mit. Aus der Jobkrise wird dann mitunter eine veritable Persönlichkeitskrise, der Jobverlust avanciert zum Gesichtsverlust, zur gesellschaftlichen Blamage. Welche Demütigung, wenn man in Gesellschaft auf die Frage “Und was machen Sie so?” plötzlich nur noch mit Achselzucken antworten kann.

Wiederholter Erfolg, jahrelanger Aufschwung, stetiges Wachstum – so glücklich einen Prosperität und Wohlstand machen können: Sie stellen auch eine Gefahr dar. Dann nämlich, wenn daraus übersteigerte Erwartungen erwachsen. Wenn wir annehmen, das alles, das Geld, die Anerkennung sei selbstverständlich und müsse immer so weitergehen. Dann sehen wir diese Dinge nicht mehr als Resultat, als Kollateralerzeugnis unserer eigentlichen Bemühungen und Ziele, sondern erheben sie zum Niveau, das wir auf keinen Fall je wieder unterschreiten wollen.

Gewiss, Erfolg macht nicht nur sexy – er ist sexy. Doch meine These ist: Je mehr wir unseren Beruf zur Selbtsverwirklichung nutzen, desto mehr avanciert er auch zu einem wesentlichen Gradmesser der Selbstbestätigung. Und das kann in die Irre leiten: mehr

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Jobs ade – Jedes dritte Unternehmen will Stellen streichen

fireexitJedes dritte Unternehmen in Europa plant, Mitarbeiter zu entlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Boston Consulting Group (BCG) und der European Association for People Management (EAPM) unter 3348 europäischen Personalverantwortlichen. Allerdings gibt es regionale Unterschiede: In Großbritannien wird am meisten Personal abgebaut – 57 Prozent der Personaler sagen das. In Deutschland verhindert Kurzarbeit bisher noch Massenentlassungen – dennoch wollen 32 Prozent der hiesigen Unternehmen ihre Stammbelegschaft reduzieren.

Europaweit sind es vor allem die Automobilindustrie (46 Prozent) sowie Konsumgüter- (45 Prozent) und Industriegüterunternehmen (44 Prozent), die Stellen streichen wollen. Zudem plant rund ein Drittel der Unternehmen Einschnitte bei Trainings und individuellen Fortbildungen. Welche Maßnahmen im Einzelnen geplant sind, können Sie der Grafik entnehmen:
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Job, Studie 0
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So verfassen Sie eine Abschiedsmail

  1. Positiv bleiben. Wer sich nach einer Kündigung bei seinen bisherigen Kunden und Kollegen verabschieden will, sollte nur positive Worte finden. Alles andere hinterlässt einen negativen Beigeschack und Rufschädigung ist strafbar.
  2. Privates verlinken. Es ist nicht professionell in einer solchen Mail (falls vorhanden) auf den neuen Arbeitgeber zu verweisen. Verlinken Sie lieber Ihre private Seite (Blog, Xing-Profil, etc.) und erklären Sie dort, wie es mit Ihnen weitergeht.
  3. Geist beweisen. Lassen Sie an keiner Stelle Bitterkeit durchklingen, sondern Humor oder noch besser: Geist. Finden Sie ein gutes Zitat, das auch andere aufbaut. Wer weiß, vielleicht sind die Empfänger gerade in einer ähnlichen Situation. So bleiben Sie in Erinnerung.
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Wie Sie mit Kollegen umgehen, die gekündigt wurden

  1. Verständnis. Sollte Ihnen ein Kollege erzählen, dass er oder sie gerade den Job verloren hat, ist es völlig okay, wenn Sie Ihr Mitgefühl ausdrücken. Nur übertreiben Sie dabei nicht. Das könnte sonst wie Hohn wirken, Motto: Du hast leicht reden, du hast ja noch deinen Job!
  2. Zuhören. Egal, was Ihnen Ihr Kollege erzählt: Vergessen Sie nie, dass jede Geschichte zwei Seiten hat. Die meisten Gekündigten werden die Schuld beim bösen Boss suchen und versuchen, in Ihnen einen Verbündeten zu finden. Hören Sie dabei ruhig zu, aber ergreifen Sie keine Partei.
  3. Schweigen. Meist sind Sie nicht der Einzige, der die Story hört. Entsprechend schnell entstehen Gerüchte. Beteiligen Sie sich nicht an dem Tratsch. Erstens, weil es die Stimmung negativ anheizt; zweitens, weil es unfair ist, solange Sie die Chef-Version nicht kennen.
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Alarmstufe Rot – Warnzeichen, dass Ihr Job gefährdet ist

FeuerIn diesen Tagen ist kein Job mehr sicher. Okay, bitte trotzdem keine Panik. Die folgenden Warnhinweise dafür, dass Sie womöglich gefeuert werden könnten, stellen lediglich den schlimmsten Fall dar. Soweit muss es nicht kommen. Falls aber doch, sollten Sie zumindest vorbereitet sein, mental wie emotional. Deshalb ist es wichtig frühzeitig wachsam zu sein und seine Sinne zu schärfen. Die folgenden sieben Alarmzeichen können Ihnen erste Indizien liefern. Je weniger davon jedoch zutrifft, desto besser für Sie:

  • Gerüchte. Üblicherweise versuchen Manager Entlassungspläne so lange wie möglich zu verschleiern. Presseberichte werden dementiert, Mitarbeiterfragen als Spekulation oder Hysterie niedergebügelt. Die Erfahrung aber lehrt: Wo immer solche Entlassungsgerüchte auftauchen, sind tatsächliche Kündigungen nicht fern. Und je vehementer das Dementi, desto schlimmer kommt es. In einer solchen Phase sollten Sie deshalb so viel Flurfunk wie möglich empfangen (ohne sich daran zu beteiligen, es sei denn, Sie wissen etwas ganz sicher). Insbesondere Informationen, wie es um Ihre Abteilung steht, sind dann essenziell.
  • Ablehnung. Egal, was Sie auch vorschlagen, Ihr Boss lehnt es ab. Ganz mieses Zeichen. Das muss zunächst zwar nichts mit einer unmittelbar bevorstehenden Kündigung zu tun haben – für Ihr Image ist es aber auch nicht gut. Denn entweder sind Ihr Vorschläge so schlecht oder er schätzt Sie nicht. Beides hilft nicht bei der Karriere. Und den Job rettet es schon mal gar nicht.
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Kündigungswelle – Manager sind unvorbereitet

fireexitDie Zeiten sind turbulent, die Zeitungen voll mit Horrormeldungen. Fast jeder dritte Manager muss einer Kienbaumstudie zufolge (siehe unten) in den kommenden Wochen Mitarbeiter entlassen. Zwei Drittel der Manager fürchten Imageschäden durch gekündigte Angestellte. Der britische „Guardian“ erklärte den 26. Januar bereits zum schwärzesten Tag in der Geschichte des Arbeitsmarktes. Rund 80.000 Menschen hätten an diesem Montag ihren Job verloren oder seien von Kündigung bedroht – so viele wie noch nie in der derzeitigen Krise. Gleichzeitig besitzt ein Drittel der Unternehmen nicht mal ein tragfähiges Konzept, um in der Lage zu bestehen, so eine Studie der Strategieberatung Booz & Company. 40 Prozent der Manager unterhalb der CEO-Ebene sprechen ihren Bossen die Krisenkompetenz ab, 46 Prozent bezweifeln gar, dass deren Maßnahmen umsetzbar sind. Die Wirtschaftskrise – sie ist längst auch eine Vertrauenskrise. Und der zunehmende Personalabbau verbessert die Lage kaum.

Kündigen bleibt ein ungeliebter Job, weshalb die betriebliche Demission häufig einer frostigen Verbannung in die Diaspora gleicht. Keine Erklärungsversuche, keine Perspektiven, allenfalls ein sprachsteriles Bedauern. Trennungskultur? Fehlanzeige. mehr

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Wie Sie Ihren Arbeitsplatz sicherer machen

  1. Leisten. Sorgen Sie dafür, dass Sie ein Projekt übernehmen, das den langfristigen Zielen des Unternehmens dient oder für den Umsatz von großer Bedeutung ist. Übernehmen Sie Extraaufgaben oder werden Sie Mentor für jüngere Kollegen und Jobeinsteiger.
  2. Schweigen. Halten Sie sich mit Tratsch und Klatsch zurück. Erstens, weil der Flurfunk die negative Stimmung nur weiter anheizt; zweitens, weil Dreckschleudern nie wirklich beliebt sind; drittens, weil das gegebenenfalls einen veritablen Kündigungsgrund liefern kann.
  3. Auffallen. Die meisten versuchen, sich in einer Krise abzutauchen, um nicht negativ aufzufallen. Ein Trugschluss. Nutzen Sie die Gelegenheit, und fallen Sie positiv auf! Arbeiten Sie gezielt an Ihrem Image als Leistungsträger. Die stehen sogar über der Sozialauswahl bei Entlassungswellen.
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen