Tatsächlich dauert ein Jahr nicht bloß 365 Tage, sondern 365 Tage und etwas weniger als sechs Stunden. Würde man das ignorieren, wäre Sommer irgendwann im Dezember und wir feierten eine heiße Weihnacht. Was für eine Konfusion! Deshalb hat Papst Gregor XIII. Ende des 16. Jahrhunderts den Schalttag eingeführt – den 29. Februar. Ihn gibt es in allen Jahren, deren Zahl durch vier teilbar ist, nicht jedoch durch 100 – mit Ausnahme von Jahren, die durch 400 teilbar sind, weshalb 2000 ein Schaltjahr war, 2100 aber keines sein wird. Und deshalb lesen Sie Geschichten wie diese hier im Blog auch nur alle vier Jahre. Oder weil Sie danach googeln. mehr
Über Tage – Was man vom Schalttag lernen kann
Entwicklungsstufe – Warum wir in Ebenen lernen
Ein Mann mit einem Geigenkasten unterm Arm läuft durch New York und fragt einen Passanten: „Wie komme ich in die Carnegie Hall?“ Der Passant schaut ihn kurz an und sagt: „Üben, üben, üben!“
Der Witz hat einen wahren Kern. Der Weg zu Spitzenleistungen führt über Mühen, Ausdauer und Rückschläge. Der Aikido-Meister George Leonard beschrieb 1992 den Lernprozess als Plateauphasenmodell. Demnach lernen wir nicht linear, sondern von Ebene zu Ebene: Wenn wir beginnen, eine neue Software, die Vokabeln einer fremden Sprache oder einen frischen Golfschwung zu lernen, erfolgt zuerst eine Phase des schnellen Fortschritts. Durch alte Verhaltensmuster erleiden wir jedoch irgendwann einen leichten Rückfall, es geht vorerst nicht weiter. Ab hier heißt es üben, üben, üben, bis wir die Zwischenschritte intus haben. Durch Wiederholung schleifen sie sich ein. Erst dann erklimmen wir, durch weiteres Üben, das nächste Plateau. mehr
Don Quijote – Theorien für den Mülleimer
Für James March, einen pensionierten Management-Professor an der Stanford Business School, ist ausgerechnet Don Quijote eine ideale Leitfigur moderner Unternehmenslenker. “Wir leben in einer Welt, die realistische Erwartungen und klare Erfolge betont. Quijote aber bezog sich auf nichts davon”, schrieb March. “Und trotz einer Fehlentscheidung nach der anderen, hing er an seiner Sichtweise und an seinen Bekenntnissen fest, weil er wusste, wer er war.” mehr
Blackout – Mittel gegen die Prüfungsangst
Schon der Gedanke an die Klausur reicht, damit wir mit Freude den Feudel schwingen, plötzlich das Geschirr abwaschen möchten, achja, die Fensterscheiben gewähren eigentlich auch nur noch trübe Aussichten… Alles Ausweichmanöver und Vermeidungsstrategien. Dahinter steckt eine Form von Prüfungsangst. Im Extremfall verursacht sie Schlafstörungen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, Lernblockaden bis hin zum Blackout während des Tests. mehr
Empathie, nie? – Ist emotionale Intelligenz lernbar?
EQ versus IQ. Seit der US-Psychologe und Bestsellerautor Daniel Goleman den Begriff der emotionalen Intelligenz populär gemacht hat, fungiert dieser oft als Gegenentwurf zur klassischen Intelligenzforschung. Letztere basis meist auf metrisch messbaren Daten, die zum sogenannten Intelligenzquotienten, dem IQ, aggregiert werden. Emotionale Intelligenz (EQ) dagegen lässt sich kaum messen. Wie auch? Emotional intelligente ebenso wie empathische Menschen sind in der Lage, die Gefühle und Bedürfnisse anderer aber auch die eigenen zu erfassen und zu bewerten. Vor allem aber können sie sich die eigenen Gefühle bewusst zu machen, deren Ursachen zu verstehen und erlangen so selbst in extremen Situationen die Kontrolle über ihr Handeln zurück. Goleman selbst nennt es “die Fähigkeit, unsere eigenen Gefühle und die anderer zu erkennen, uns selbst zu motivieren und gut mit Emotionen in uns selbst und in unseren Beziehungen umzugehen.” Wie aber wollte man diesen sozialen Klebstoff valide oder gar in Form eines Quotienten messen? Allenfalls Teilaspekte lassen sich – mehr oder weniger wissenschaftlich – untersuchen. mehr
Lerneifer – Wie man am besten für Prüfungen studiert
Als ich noch in Köln studiert habe, hieß es unter den Kommilitonen immer: Lerne bloß nicht auf den letzten Drücker! Das bringt nichts. Einen Tag vor der Prüfung kannst du allenfalls Gelerntes auffrischen, besser aber, du lässt es sacken. Die Professoren waren ohnehin dafür, dass wir den Stoff das ganze Semester hindurch büffelten. Aber mal ehrlich: Wer hat schon die Zeit dafür? Jeden Tag Vorlesungen, dazu noch Seminare, Hausarbeiten, Bücher lesen, abends Party bis in die Puppen. Wann soll man da noch lernen? Die meisten meines Jahrgangs, wie ich übrigens auch, haben also mit dem Büffeln erst ein paar Wochen vor den Prüfungen, beziehungsweise vor dem Examen angefangen. Aber war das richtig? Gibt es eine optimale Art zu lernen? Und kann man seinen Kopf auch überlernen? mehr






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