Länger bleiben, kürzer treten – fast jeder zweite Arbeitnehmer leistet inzwischen unvergütete Überstunden, jeder zehnte sogar mehr als 48 Stunden pro Woche. Das ist auf Dauer nicht nur kräftezehrend – es kann sogar depressiv machen.
Als britische und finnische Wissenschaftler um Marianna Virtanen von der College Universität London und des Instituts für Arbeitsmedizin in Helsinki nun das Problem der andauernden Mehrarbeit untersuchten, stellten sie bald fest, dass diese häufig psychische Störungen und depressive Erkrankungen zur Folge hatten. Folgefolge: mehr Krankheitsausfälle und damit auch erheblicher wirtschaftlicher Schaden für das Unternehmen (das zuvor durch seine mangelhafte Personalpolitik an der falschen Stelle gespart hat). mehr
Aus der Reihe Studien, die Korrelationen nachweisen, auf die kein Mensch kommt heute: Wie wirken sich Beförderungen auf Herzkranzgefäße aus? Oder anders gesagt: Michael Anderson und Michael Marmot haben die Daten von rund 18.000 britischen Beamten (Whitehall II Studie) ausgewertet und dabei untersucht, wie sich der berufliche Aufstieg auf die Gesundheit der Probanden über einen Zeitraum von 15 Jahren auswirkte – insbesondere auf die Wahrscheinlichkeit, am Herz zu erkranken. Und siehe da: Etwaige Beförderungen senkten das Risiko von Herzerkrankungen um bis zu 12,8 Prozent. Oder eben auf eine Schlagzeile verkürzt: Beförderungen können Leben retten. Oder so. 


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