Es ist schon komisch, was sozialer Status oder etwa Prominenz mit uns macht. Nicht zufällig heißt es, dass solche Menschen leicht die Bodenhaftung verlieren und plötzlich meinen, Sie seien etwas Besonderes oder Besseres, Motto: Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz. Solche Menschen vergessen dann schnell, woher sie kamen oder dass aller Ruhm vergänglich ist und wer mit dem Expressaufzug nach oben fährt, oft auch denselben Fahrstuhl nach unten nimmt. Wissenschaftler um Nathan C. Pettit und Niro Sivanathan von der Stern Universität in New York haben in einer Studie kürzlich aber auch festgestellt, dass sich bei solchen Aufsteigern zugleich die Wahrnehmung drastisch verändert. Konkret: Menschen mit hohem Status hören ihren Applaus lauter und sehen in den Gesichtern mehr wohlwollendes Lächeln als tatsächlich da ist. mehr
Alles Einbildung – Wer einen hohen Status genießt, sieht mehr Menschen lächeln (zu Unrecht)
Bild der Frau – Männer wirken auf vielen Fotos mächtiger
Es gibt da so einen alten Fotografentrick, um die abgebildeten Menschen würdevoller, erhabener, größer erscheinen zu lassen (und ihr Doppelkinn kleiner): Man fotografiert sie einfach aus einem tieferen Winkel, von unten sozusagen. Nicht viel, das würde sofort als Manipulation auffallen. Nur ein kleines bisschen – und der Blickwinkel kann seine ganze subtile Kraft entfalten.
Große Menschen, insbesondere Politiker, profitieren von diesem Trick enorm: Wer den Fotograf ohnehin um einige Zentimeter überragt, zwingt ihn automatisch in die tiefere Perspektive – und erscheint prompt umso mächtiger. mehr
Kleine Männer – Mächtige überschätzen ihre tatsächliche Körpergröße
Quizfrage: Was haben Dschingis Khan, Atilla der Hunnenkönig, Napoleon, Nikita Chruschtschow, Helmut Schmidt, Wladimir Putin, Silvio Berlusconi und Nicolas Sarkozy gemeinsam? Klar, sie alle waren große Staatsmänner. Aber die Wahrheit ist auch: So groß waren sie gar nicht, eigentlich sogar eher klein. Und doch haben sie es weit gebracht, trotz ihrer eher mikrigen Körpergröße.
Kleine Männer – Vieles wird ihnen nachgesagt: Sie seien eifersüchtiger, ehrgeiziger, hätten ein überdimensioniertes Geltungsbedürfnis und Machtbewusstsein. Und eben nicht zuletzt auch einen Komplex. mehr
Zu Kopf gestiegen – Macht steigert analytisches Denken
Wissen ist Macht und Macht verdirbt den Charakter. Beides sind bekannte Bonmots, Volksweisheiten eben, allerdings mit einem wahren Kern. In der Kombination allerdings könnte man daraus auch lesen: Wissen verdirbt den Charakter. Und das stimmt ganz sicher nicht. Eher trifft das Gegenteil zu: Unwissenheit schadet der Persönlichkeit, macht aber manchmal glücklicher. Nur ist das eine andere Geschichte. mehr
Drei wesentliche Bedürfnisse, die uns motivieren zu tun, was wir tun
- Erfolg. Laut David McClelland sind es vor allem drei Bedürfnisse, die uns motivieren. Das Wichtigste: Menschen wollen ihre Ziele erreichen. Und sie möchten, dass dies bemerkt wird. Kurz: Sie wollen stolz auf ihr Tun sein können. Entsprechend vermeiden Sie Situationen, in denen keine Aussicht auf Erfolg besteht oder diese nur gering ist.
- Zugehörigkeit. Ebenso wichtig sind Menschen soziale Beziehungen. Erfolg lässt sich schließlich erst so genießen – durch andere wird er erst bestätigt. Denn auf Anerkennung folgt meist auch Zugehörigkeit. Weil das aber nicht universell gilt, suchen wir den Anschluss zu unterschiedlichen (Interessen-)Gruppen.
- Macht. Die beiden ersten Punkte zusammen führen automatisch zu einem gewissen Einfluss auf die jeweilige Gruppe: Respekt, Status und Macht steigen. Und genau das ist ebenfalls ein enormer Ansporn. Psychologische Studien zeigen immer wieder: Das permanente Gefühl von Ohnmacht hingegen macht Menschen sogar krank.
Maslow hatte Recht – Zufriedenheit ist ein gesellschaftlicher Zustand
Es war um das Jahr 1943, als der Verhaltensforscher und Vater der humanistischen Schule, Abraham Maslow, erkannte, dass es unterschiedliche Stufen der Motivation beziehungsweise der Motive und Bedürfnisse dahinter gibt. Im selben Jahr veröffentlichte er seine sogenannte Bedürfnispyramide. Die drei untersten Stufen bilden dabei sogenannte Defizitbedürfnisse, also die Grundversorgung (Essen, Schlafen, Fortpflanzen), danach kommt Sicherheit (Wohnung, Job, Gesundheitssicherung) sowie soziale Beziehungen (Freunde, Partner, Liebe). Diese Bedürfnisse müssen befriedigt sein, damit man überhaupt so etwas wie Zufriedenheit empfindet. Oder kurz: Erst wenn der Hunger gestillt ist, kann man sich gut fühlen. mehr
Die Macht der Demut – Was man von Columbo lernen kann
Der Columbo-Darsteller Peter Falk ist tot. Gestorben, mit 83 Jahren. Ich gebe zu, ich war und bin immer noch ein großer Fan der bekanntesten Rolle des Schauspielers – des wohl schrulligsten Fernseh-Inspektors in der Krimigeschichte. Denn von ihm lässt sich viel lernen. Etwa, wie man Arroganz durch Demut besiegt. Oder gewinnt, indem man unterschätzt wird. Schon in meinem ersten Buch – der Karriere-Bibel – habe ich Columbo ein kurzes Kapitel gewidmet und genau darüber geschrieben. Aus gegebenem Anlass und als Hommage an Peter Falk möchte ich dies wiederholen… mehr





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