Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger und Peter Kruse, Geschäftsführer von Nextpractice haben ein längeres Gespräch zum Thema “Enterprise 2.0 meets HR” geführt – mit teils interessanten Aspekten…
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Vor wenigen Tagen räumten wir in einem anderen Artikel mit zahlreichen Vorurteilen gegenüber älteren Mitarbeitern auf, die in der Berufswelt leider nach wie vor verbreitet sind. Auch heute greifen wir den Generationenkonflikt wieder auf, wenn auch in einem anderen Zusammenhang: Es geht darum, wie Führungskräfte aus verschiedenen Generationen ihre Aufgabe interpretieren – und wie sich die Rolle des Managers im Laufe der vergangenen 60 Jahre verändert hat.
Welchen Sinn die Beschäftigung mit dieser Thematik hat, fasst die Figur des Wagner in Goethes Faust für uns zusammen:
Verzeiht! Es ist ein groß Ergetzen,
Sich in den Geist der Zeiten zu versetzen;
Zu schauen, wie vor uns ein weiser Mann gedacht,
Und wie wir’s dann zuletzt so herrlich weit gebracht.
Zum Einstieg liefern wir eine Tabelle, die die unterschiedliche Auslegung von Führungsfähigkeiten für drei Generationen dokumentiert: Baby Boomer, Generation X und Generation Y. mehr →
Neulich bekam ich ein interessante Lektüre geschenkt: Hochwertig gedruckt, als Buch gebunden, so wie ich es gerne habe. „Die neuen Gesetze des Private Banking“ stand drauf. Das Buch war von der Quirin Bank. Ich bin dort allerdings weder Kunde, noch stehe ich sonstwie mit dem Institut in Verbindung. Ich vermutete deshalb das übliche Selbstbeweihräucherungs-Gelaber. Doch weit gefehlt. Hier hat eine Bank den Mut, ungewöhnliche Zusagen und Versprechungen zu machen. „Die trauen sich was!“, dachte ich. Meine Neugierde war geweckt.
Umso bemerkenswerter fand ich, dass sich hinter den Aussagen Prinzipien verstecken, die auch im Führungsalltag, meinem Metier, von hoher Relevanz sind. Was also lässt sich also daraus ableiten? Ich habe genau diesen Versuch unternommen und so neun Führungsprinzipien gefunden. Orientieren Sie sich daher nicht an den werblichen Aussagen der Bank, sie sind lediglich ein gefundener und guter Aufhänger: mehr →
Wer im Job als Führungspersönlichkeit wahrgenommen werden möchte, braucht vor allem eines: Menschen, die geführt werden. Der Umgang mit unterstellten Mitarbeitern ist essenzieller Bestandteil leitender Tätigkeiten. Auf den ersten Blick schließt das einen Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Führung aus – oder drastischer ausgedrückt: Ein Hirte ohne Herde ist wertlos.
Dies erkannte auch der US-amerikanische Literaturkritiker und ehemalige Yale-Dozent William Deresiewicz in seinem Vortrag „Solitude and Leadership“, den er 2009 an der US Military Academy in West Point hielt. Dennoch identifizierte er Einsamkeit als unerlässliche Bedingung für eine echte Führungspersönlichkeit – und zwar nicht im Sinne von sozialer Abgeschiedenheit, sondern von eigenständigem Denken.
Im Berufsleben laufen sie uns immer wieder über den Weg: Äußerst erfolgreiche Menschen, an denen charakterlich so überhaupt nichts Besonderes ist. Die aber dennoch die Karriereleiter geradezu hochfallen. Scheinbar mühelos nehmen sie jede universitäre und berufliche Hürde, sind möglicherweise auch besonders zielstrebig, ambitioniert, sogar intelligent – trotzdem macht sie ihre stromlinienförmige Persönlichkeit als Führungskraft absolut unbrauchbar, meint jedenfalls Deresiewicz. Denn in seinen Augen sind sie „excellent sheep“ – ausgezeichnete Schafe. Sie wissen, wie man Fragen beantwortet; nicht aber, wie man sie stellt. mehr →
Die Pointe gleich vorweg: Geld ist es nicht. Im Gegenteil: Geld ist ein denkbar schlechter Motivator. Das zeigen gleich eine ganze Reihe von Experimenten. Deren Fazit lautet fast immer so: Wenn man Menschen, die zuvor etwas freiwillig getan haben, für dieselbe Arbeit erst einmal Geld gibt, sinkt deren Engagement dramatisch. Studien der US-Psychologin Theresa Amabile von der Brandeis Universität zeigen zum Beispiel, dass Menschen Ziele weniger wertschätzen, wenn diese mit Geld honoriert werden. In einem Experiment forderte sie 72 Studenten auf, Poesie zu schreiben. Einige Studenten wurden mit der Aussicht auf Geld und Ruhm geködert, andere durch die Aussicht mit Worten zu spielen oder sich selbst auszudrücken – Ergebnis: Die monetär motivierten Autoren schrieben nicht nur weniger, sondern auch weniger gut.
Der Verhaltensforscher Abraham Maslow entwickelte die gleichnamige Bedürfnispyramide. Danach verfolgen Menschen Motive mit unterschiedlichem Rang. Zuerst so genannte Defizitbedürfnisse, also körperliche Erfordernisse (Essen, Schlafen, Fortpflanzen), danach folgen Sicherheitsbedürfnisse (Wohnung, Job, Gesundheit) und soziale Beziehungen (Freunde, Partner, Liebe). Zuerst müssen diese befriedigt sein, damit jemand zufrieden ist. Erst danach folgen die so genannten Wachstumsbedürfnisse, wie soziale Anerkennung (Status, Geld, Macht) und Selbstverwirklichung. Diese sind allerdings nie zu befriedigen: Ein Künstler malt, um seine Kreativität auszuleben, nicht um 100 Bilder zu malen.
Gewiss, Geld spielt im Leben der meisten Menschen eine bedeutende Rolle. Und mit Blick auf die Maslowsche Bedürfnispyramide (siehe Kasten rechts) müssen natürlich zuerst die Grundbedürfnisse befriedigt sein, bevor man über höhere Ziele nachdenken kann. mehr →
Angenommen draußen wäre es zehn Grad (wonach es zurzeit endlich nicht mehr aussieht), dann könnten Sie mit nur einer Flasche Wasser bereits so viel Nebel erzeugen, um die Sicht in einem ganzen Dorf zu trüben. Man sieht dann zwar noch immer die Hand vor Augen, aber milchig trübe ist die Luft allemal. Und das mit nur einem Liter Wasser!
Warum ich das erzähle? Weil es in Unternehmen oft nicht anders aussieht. Man braucht nur wenige Mitarbeiter, um die Aussichten eines ganzen Betriebs zu vernebeln oder die Stimmung nachhaltig zu trüben. Und damit meine ich nicht nur jene Kollegen, die die Bedingungen des Dunning-Kruger-Effekts erfüllen. Dasselbe gilt auch für Mitarbeiter, die mehr Teil des Problems sind als Teil der Lösung. mehr →