Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Low-Performer – Manager machen es sich mit Minderleistern zu leicht

Ein Gastbeitrag von Thomas Dick, Anwalt für Arbeitsrecht und Partner der Kanzlei Rechtsanwälte BDH in Darmstadt

thomasdickEs ist leicht, Mitarbeitern am Jahresende eine schlechte Leistung zu attestieren, um so den Bonus zu sparen. Ungleich schwerer aber ist, den wahren Ursachen für die Minderleistung auf den Grund zu gehen sowie eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen. Nicht selten erweist sich die schlechte Leistung als Folge mangelhafter Führung.

Ein Beispiel, wie ich es in der Praxis immer wieder erlebe: Die Mitarbeiterin ist guter Dinge. Vor drei Jahren hat sie den Recruitment-Bereich eines Softwarekonzerns übernommen und seither durchweg gute Arbeit geleistet. Auf einmal aber gelten ihre Ergebnisse als völlig unzureichend. Aufgrund gravierender Mängel sähe man keine Perspektive in einer weiteren Zusammenarbeit. Das Unternehmen will sich von ihr trennen. Die Mitarbeiterin ist völlig überrascht: Derartige Mängel wurden während der gesamten drei Jahre nie angesprochen…
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Von Jochen Mai // 9 Kommentare

Alphamann und Betawolf – Lektionen aus dem Tierreich

Ein Gastbeitrag von Matthias Nöllke

matthias-noellkeMatthias Nöllke, Karrierebibel-Lesern bereits aus diesem Interview bekannt, ist Autor im Bereich Wirtschaft und Management und arbeitet Leitwolfals Journalist für den Bayerischen Rundfunk in München. Gerade hat er wieder ein neues Buch geschrieben, das diese Tage veröffentlicht wird: Von Bienen und Leitwölfen: Strategien der Natur fürs Business nutzen. Aus dem 256-Seiten starken Werk veröffentlicht er hier exklusiv ein Exzerpt.
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Die Essenz guter Führung

  1. Kleine Gruppen. Der Mensch ist ein Herdentier, seine Wurzeln liegen in kleinen Jäger-Sammler-Gruppen von ca. 50 Mitgliedern. Werden die Teams größer, steigt das Hierarchiegefälle – und damit das Konfliktpotenzial.
  2. Kleine Statusunterschiede. US-Chefs verdienen im Schnitt 179 Mal mehr als ein Arbeiter im selben Unternehmen. Das muss zu Frust führen. Wer überzeugen will, muss sich bewähren und am selben Strang ziehen. Jemand, den Luxusprobleme plagen, ist dabei nicht glaubwürdig.
  3. Soziale Intelligenz. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass extravertierte, risikobereite Menschen mit Eigenantrieb beste Chancen auf eine Alphaposition haben. Damit sie sich da auch halten, brauchen sie zudem Empathie. Sie müssen wissen, was ihre Mitarbeiter wollen.
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Talentmanagement – Wie sich die Anforderungen im Job wandeln

sanduhrMobil, flexibel, teamfähig, kritikfähig, belastbar, kreativ, emotional intelligent, überhaupt intelligent – so in etwa sieht er aus, der ideale Berufseinsteigern von heute. Jedenfalls steht das so in zig Stellenausschreibungen, weshalb einen nicht selten das Gefühl beschleicht, die Unternehmen suchen keine Mitarbeiter, sondern Klone.

Dabei bleibt jedoch oft völlig unberücksichtigt, dass sich die erforderlichen Fähigkeiten (neuerlich auch Skills genannt) nicht nur mit den möglichen (internen) Job- oder Projektwechseln verändern, sondern auch mit der Karriere, beziehungsweise dem Grad der Verantwortung. Steve Roesler hat dazu ein zwar stark vereinfachtes, aber deshalb sehr klares und – wie ich finde – realistisches Schema entworfen, wie sich die erforderlichen Talente mit dem Aufstieg ins Management verändern.
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Von Jochen Mai // 10 Kommentare

“Sie werden müde” – Warum Frauen in Chefetagen fehlen

“There is something about women getting tired. They get to be thirty and they get tired. Add up all the time that you are not with the kids and not working but you are doing hair and makeup while your husband sleeps. It’s two-and-a-half hours a week. It drags you down. Also, women are not able to express anger at work because it reflects negatively on women. This makes women tired, too.”

Sallie Krawcheck,
CEO des Global Wealth Management bei der Citigroup

Job, Zitat 10
Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Teamgeist – Floskeln in Stellenanzeigen

Wer aktuell die Texte in den Stellenanzeigen studiert, könnte auf die Idee kommen, dass Personaler von einander abschreiben. Überall derselbe Senf: Wir bieten anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben, leistungsgerechte Vergütung, überdurchschnittliche berufliche Fortbildungsmöglichkeiten – und verlangen dafür soziale Kompetenz, Teamgeist, Flexibilität, Eigeninitiative, Kundenorientierung, Kreativität, Blablabla. mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen