Von Felix Hinkeldey // 5 Kommentare

Zeichen der Zeit – Führungskräfte gestern und heute

Vor wenigen Tagen räumten wir in einem anderen Artikel mit zahlreichen Vorurteilen gegenüber älteren Mitarbeitern auf, die in der Berufswelt leider nach wie vor verbreitet sind. Auch heute greifen wir den Generationenkonflikt wieder auf, wenn auch in einem anderen Zusammenhang: Es geht darum, wie Führungskräfte aus verschiedenen Generationen ihre Aufgabe interpretieren – und wie sich die Rolle des Managers im Laufe der vergangenen 60 Jahre verändert hat.

Welchen Sinn die Beschäftigung mit dieser Thematik hat, fasst die Figur des Wagner in Goethes Faust für uns zusammen:

Verzeiht! Es ist ein groß Ergetzen,
Sich in den Geist der Zeiten zu versetzen;
Zu schauen, wie vor uns ein weiser Mann gedacht,
Und wie wir’s dann zuletzt so herrlich weit gebracht.

Zum Einstieg liefern wir eine Tabelle, die die unterschiedliche Auslegung von Führungsfähigkeiten für drei Generationen dokumentiert: Baby Boomer, Generation X und Generation Y. mehr

Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Manager Manager – Die neun Gesetze der Führung

Ein Gastbeitrag von dem Buchautor Roland Jäger

Neulich bekam ich ein interessante Lektüre geschenkt: Hochwertig gedruckt, als Buch gebunden, so wie ich es gerne habe. „Die neuen Gesetze des Private Banking“ stand drauf. Das Buch war von der Quirin Bank. Ich bin dort allerdings weder Kunde, noch stehe ich sonstwie mit dem Institut in Verbindung. Ich vermutete deshalb das übliche Selbstbeweihräucherungs-Gelaber. Doch weit gefehlt. Hier hat eine Bank den Mut, ungewöhnliche Zusagen und Versprechungen zu machen. „Die trauen sich was!“, dachte ich. Meine Neugierde war geweckt.

Umso bemerkenswerter fand ich, dass sich hinter den Aussagen Prinzipien verstecken, die auch im Führungsalltag, meinem Metier, von hoher Relevanz sind. Was also lässt sich also daraus ableiten? Ich habe genau diesen Versuch unternommen und so neun Führungsprinzipien gefunden. Orientieren Sie sich daher nicht an den werblichen Aussagen der Bank, sie sind lediglich ein gefundener und guter Aufhänger: mehr

Von Felix Hinkeldey // 2 Kommentare

Einsame Spitze – Was gute Führung mit Einsamkeit zu tun hat

Wer im Job als Führungspersönlichkeit wahrgenommen werden möchte, braucht vor allem eines: Menschen, die geführt werden. Der Umgang mit unterstellten Mitarbeitern ist essenzieller Bestandteil leitender Tätigkeiten. Auf den ersten Blick schließt das einen Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Führung aus – oder drastischer ausgedrückt: Ein Hirte ohne Herde ist wertlos.

Dies erkannte auch der US-amerikanische Literaturkritiker und ehemalige Yale-Dozent William Deresiewicz in seinem Vortrag „Solitude and Leadership“, den er 2009 an der US Military Academy in West Point hielt. Dennoch identifizierte er Einsamkeit als unerlässliche Bedingung für eine echte Führungspersönlichkeit – und zwar nicht im Sinne von sozialer Abgeschiedenheit, sondern von eigenständigem Denken.

Ausgezeichnete Schafe

Im Berufsleben laufen sie uns immer wieder über den Weg: Äußerst erfolgreiche Menschen, an denen charakterlich so überhaupt nichts Besonderes ist. Die aber dennoch die Karriereleiter geradezu hochfallen. Scheinbar mühelos nehmen sie jede universitäre und berufliche Hürde, sind möglicherweise auch besonders zielstrebig, ambitioniert, sogar intelligent – trotzdem macht sie ihre stromlinienförmige Persönlichkeit als Führungskraft absolut unbrauchbar, meint jedenfalls Deresiewicz. Denn in seinen Augen sind sie „excellent sheep“ – ausgezeichnete Schafe. Sie wissen, wie man Fragen beantwortet; nicht aber, wie man sie stellt. mehr

Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Antriebskraft – Was uns motiviert

Die Pointe gleich vorweg: Geld ist es nicht. Im Gegenteil: Geld ist ein denkbar schlechter Motivator. Das zeigen gleich eine ganze Reihe von Experimenten. Deren Fazit lautet fast immer so: Wenn man Menschen, die zuvor etwas freiwillig getan haben, für dieselbe Arbeit erst einmal Geld gibt, sinkt deren Engagement dramatisch. Studien der US-Psychologin Theresa Amabile von der Brandeis Universität zeigen zum Beispiel, dass Menschen Ziele weniger wertschätzen, wenn diese mit Geld honoriert werden. In einem Experiment forderte sie 72 Studenten auf, Poesie zu schreiben. Einige Studenten wurden mit der Aussicht auf Geld und Ruhm geködert, andere durch die Aussicht mit Worten zu spielen oder sich selbst auszudrücken – Ergebnis: Die monetär motivierten Autoren schrieben nicht nur weniger, sondern auch weniger gut. mehr

Von Jochen Mai // 7 Kommentare

Dichter Nebel – Seien Sie der Mechaniker der Organisation

Angenommen draußen wäre es zehn Grad (wonach es zurzeit endlich nicht mehr aussieht), dann könnten Sie mit nur einer Flasche Wasser bereits so viel Nebel erzeugen, um die Sicht in einem ganzen Dorf zu trüben. Man sieht dann zwar noch immer die Hand vor Augen, aber milchig trübe ist die Luft allemal. Und das mit nur einem Liter Wasser!

Warum ich das erzähle? Weil es in Unternehmen oft nicht anders aussieht. Man braucht nur wenige Mitarbeiter, um die Aussichten eines ganzen Betriebs zu vernebeln oder die Stimmung nachhaltig zu trüben. Und damit meine ich nicht nur jene Kollegen, die die Bedingungen des Dunning-Kruger-Effekts erfüllen. Dasselbe gilt auch für Mitarbeiter, die mehr Teil des Problems sind als Teil der Lösung. mehr

Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Das Manager-ABC – So werden Sie ein besserer Boss

Was zeichnet einen guten Manager aus? Was sind seine wichtigsten Führungswerkzeuge und -prinzipien?

Zugegeben, die Fragen sind schon vielfach gestellt und beantwortet worden. Auch hier. Allerdings eben meist nur als Stückwerk. Informationen, die man sich zusammensuchen muss. Deshalb jetzt die Essenz: das ABC für Top-Manager im Wortsinn (und solche, die besser werden wollen). mehr

ABC, Job 3
Von Jochen Mai // 8 Kommentare

Drei Sätze, die Sie NIE zu Ihren Mitarbeitern sagen dürfen

  1. Das haben wir schon immer so gemacht! Heißt übersetzt: Der Letzte macht das Hirn aus. Leichter lassen sich Kreativität und Initiative nicht vernichten. Vielleicht ist die Idee noch nicht ausgereift, aber es ist Ihre Aufgabe als Manager den Mitarbeiter dann zu couragieren, eine bessere Idee zu entwickeln.
  2. Sie werden dafür bezahlt! Mag sein. Aber das macht Sie noch nicht zum Herrenmenschen. Das Gehalt ist Teil der Vereinbarung Leistung gegen Geld – keine Schmerzzulage. Und schon gar nicht macht es Mitarbeiter zu unmündigen Leibeigenen. Wer sie so behandelt, darf sich über Dienst nach Vorschrift nicht wundern.
  3. Ich will das gar nicht hören! Sie pfeifen auf Kritik oder Feedback? Dann kann die nächste Krise ja kommen… Im Ernst: Kritik ist ein Indiz für einen loyalen und engagierten Mitarbeiter. Hier ist jemand daran interessiert, besser zu werden oder vor Gefahren zu warnen. Sich davor zu verschließen, ist indes ein Indiz für Dummheit.
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen