Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Mehr Licht! – Unsere Moral beeinflusst, wie viel Helligkeit wir wahrnehmen

Mehr Licht! soll Johann Wolfgang von Goethe auf seinem Sterbebett gehaucht haben. Dann war es mit ihm vorbei. Man weiß nicht, ob das eine letzte Metapher war. Vielleicht war es auch lediglich Ausdruck seiner schwindende Sehkraft. Ganz sicher aber regen seine letzten Worte deshalb so sehr zur Spekulation an, weil Licht und Dunkelheit schon immer starke Symbole für das Gute und Böse waren. Und so wie es aussieht, sind sie sogar verräterische Indizien dafür, wie es um die Moral eines Menschen bestellt ist. mehr

Job 4
Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Koppelmoral – Kreative betrügen häufiger

Wenn’s ums Geld geht, hört die Freundschaft bekanntlich auf. Dummerweise endet bei Kreativen da auch meist die Moral. Oder wie jetzt Francesca Gino von der Harvard Universität festgestellt hat: Kreative Menschen neigen leider eher zum Schummeln – nett ausgedrückt. mehr

Von Jochen Mai // 7 Kommentare

Skrupellos – Männern steht die Moral ins Gesicht geschrieben

Das Studienergebnis klingt mehr als skurril: An der Gesichtsform von Männern lässt sich ablesen, wie moralisch sich diese verhalten. Oder anders ausgedrückt: Je breiter der Schädel im Verhältnis zur Höhe, desto eher neigt der Träger zur Skrupellosigkeit. mehr

Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Moralerlass – Erfolg und Moral verhalten sich diametral

Es ist im Grunde ganz leicht, sich über andere Menschen moralisch zu entrüsten. Oft aber bleibt es nur Neid, der dahinter steckt – wenn auch mit einem kleinen Heiligenschein.

Es ist schon ein paar Jahre her. Da gab es die Geschichte mit der TV-Moderatorin Ulla Kock am Brink und ihrer Freundin und Kollegin Sabine Christiansen. Irgendwann spannte Moderatorin eins Moderatorin zwei den Mann aus. Dann war Sendepause. Zuerst wurde Kock am Brinks ZDF-Quiz „Cash“ abgeschaltet, dann die geplante ARD-Show „Ich setz auf Dich“ mehrfach zwangspausiert und zum Schluss ganz gekippt. Für die Moderatorin war das damals ein unverständlicher Prozess, sie beteuerte immer wieder: „Ich habe nichts verbrochen, ich habe mich nur verliebt.“

Die Meinungen darüber gingen auseinander. Für die einen war der berufliche Abort der „schamlosen Ehebrecherin“ (Bild) die gerechte Quittung eines doppelten Treuebruchs. Andere hielten sie für eine mittelmäßige Moderatorin, die als Antagonist für eine auflagentreibende Boulevard-Posse herhalten musste. mehr

Essay, Job 6
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Moralin sauber – Händewaschen macht strenger

Händewaschen ist mehr als ein hygienischer Akt. Es seift auch unser Hirn ordentlich ein. Glaubt man den Untersuchungen der US-Psychologen Spike Lee and Norbert Schwarz von der Universität von Michigan, dann lassen sich auch Entscheidungszweifel mit etwas Seife einfach wegspülen. Neuste Forschungen von kanadischen Wissenschaftler zeigten jetzt zudem: Wer sich seine Hände mit Seife säubert, hat zugleich strengere Moralvorstellungen.

Klingt unglaublich? Stimmt. Dennoch ist es das Ergebnis der Untersuchungen von Chen-Bo Zhong, einem Organisationsforscher an der Rotman School of Management in Toronto. Für sein recht ungewöhnliches Experimente lud 58 Studenten in ein Labor ein, das er zuvor mit brandneuen Möbeln eingerichtet hatte. Die eine Hälfte der Versuchsteilnehmer bat er jedoch darum, sich zuvor die Hände zu desinfizieren, um das flammneue Labor nicht zu verschmutzen. Die andere Hälfte durfte es so betreten. Dann bat er seine Probanden über Themen wie Pornographie oder Umweltverschmutzung zu diskutieren. Und tatsächlich: Wer sich zuvor ihre Hände gewaschen hatten, urteilte jetzt deutlich strenger. Oder kurz: Die Moralvorstellungen waren so reinlich wie die Hände. mehr

Von Jochen Mai // 9 Kommentare

Psycho-Sammelsurium – Wie wirken Moral, Fakes, Füße, Geld?

Moral macht stark

Die gute Tat – sie hilft nicht nur anderen, sie macht auch den Helfer stärker. Wie jetzt eine Harvard-Studie zeigen konnte, können moralische Handlungen und selbst der Gedanke daran, anderen zu helfen, die mentale Stärke eines Menschen deutlich erhöhen. Der Psychologie-Doktorant Kurt Gray erklärt sich das mit einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung:

People perceive those who do good and evil to have more efficacy, more willpower, and less sensitivity to discomfort. By perceiving themselves as good or evil, people embody these perceptions, actually becoming more capable of physical endurance.

Damit verkehrt Gray manche Vorstellung von angeborenem Selbstbewusstsein ins Gegenteil. Oder wie er sagt: “Gandhi oder Mutter Teresa sind womöglich gar nicht mit einer außergewöhnlichen Portion Selbstbewusstsein auf die Welt gekommen, sondern haben dies erst gewonnen, weil sie so vehement versucht haben, anderen zu helfen.”

Imitate machen unehrlich

Hand aufs Herz: Wie viele Ihrer Sonnenbrillen sind Markenoriginale und wie viele sind typische Raubkopien, wie man sie heute an jedem Strand kaufen kann? Eine Studie von Francesca Gino von der Universität von North Carolina in Chapel Hill hat jetzt herausgefunden: Wer Fake-Produkte trägt, fühlt sich bald selbst wie eine Mogelpackung und neigt deshalb auch vermehrt zu Unehrlichkeit.

Die Forscherin verteilte dazu an 300 Probandinnen zunächst original Chloé-Sonnenbrillen im Wert von 300 Dollar das Stück. Der einen Hälfte sagte sie jedoch, die Brillen seien Fälschungen. Dann sollten alle ein paar Matheaufgaben lösen, bei denen es sogar Geld zu gewinnen gab. Nun passierte das Erstaunliche: Von jenen Teilnehmerinnen, die dachten, sie würden eine Fakebrille tragen, schummelten ganze 70 Prozent. Bei den anderen waren es nur 30 Prozent.

Das Ganze wiederholte sich auch bei einem zweiten Lügentest und schließlich auch bei einem dritten Versuch, als es um ethische Fragen ging. Die Trägrinnen der Imitate logen häufiger und fanden auch öfter, dass Menschen generell unehrlich und unethisch seien.

[Quelle: Economist]

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Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Weise Worte – Überlebenstipps für den Job

Menschen, die um Feedback bitten, suchen in Wahrheit oft nur Bestätigung.

Das Geheimnis der Motivation: Mitarbeiter sollten stets das Gefühl haben, dass die Belohnung und Anerkennung, die sie erhalten, größer ist als ihr geleisteter Beitrag.

Wenn Sie nichts zu sagen haben, sagen Sie nichts. Und Sie werden mehr Aufmerksamkeit erzielen, wenn Sie tatsächlich etwas zu sagen haben.

Bevor Sie eine Präsentation halten, denken Sie darüber nach, was die Leute erinnern sollen. Allein darauf kommt es an. Es sind ohnehin nie mehr als zwei Dinge.

Mitarbeiter unterstellen dem Management in der Regel mehr Weisheit als dieses tatsächlich besitzt. Säßen sie mit in den Chefmeetings sähe die Sache anders aus.

Wenn Mitarbeiter die neuen Prozesse nicht mögen, werden diese auch nicht so umgesetzt wie geplant. Es kostet nur unnötig viel Zeit, Kraft, Geld.

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Moral und unternehmerischem Erfolg.

Erkennen Sie nicht Probleme, bieten Sie Lösungen! Machen Sie das Leben von anderen leichter. Das zahlt sich immer aus.

Wenn eine arbeitsreiche Woche zu ende geht – belohnen Sie sich.
Jede Woche.

Job, Zitat 1
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen