Wenn’s ums Geld geht, hört die Freundschaft bekanntlich auf. Dummerweise endet bei Kreativen da auch meist die Moral. Oder wie jetzt Francesca Gino von der Harvard Universität festgestellt hat: Kreative Menschen neigen leider eher zum Schummeln – nett ausgedrückt. mehr
Koppelmoral – Kreative betrügen häufiger
Skrupellos – Männern steht die Moral ins Gesicht geschrieben
Das Studienergebnis klingt mehr als skurril: An der Gesichtsform von Männern lässt sich ablesen, wie moralisch sich diese verhalten. Oder anders ausgedrückt: Je breiter der Schädel im Verhältnis zur Höhe, desto eher neigt der Träger zur Skrupellosigkeit. mehr
Moralerlass – Erfolg und Moral verhalten sich diametral
Es ist im Grunde ganz leicht, sich über andere Menschen moralisch zu entrüsten. Oft aber bleibt es nur Neid, der dahinter steckt – wenn auch mit einem kleinen Heiligenschein.
Es ist schon ein paar Jahre her. Da gab es die Geschichte mit der TV-Moderatorin Ulla Kock am Brink und ihrer Freundin und Kollegin Sabine Christiansen. Irgendwann spannte Moderatorin eins Moderatorin zwei den Mann aus. Dann war Sendepause. Zuerst wurde Kock am Brinks ZDF-Quiz „Cash“ abgeschaltet, dann die geplante ARD-Show „Ich setz auf Dich“ mehrfach zwangspausiert und zum Schluss ganz gekippt. Für die Moderatorin war das damals ein unverständlicher Prozess, sie beteuerte immer wieder: „Ich habe nichts verbrochen, ich habe mich nur verliebt.“
Die Meinungen darüber gingen auseinander. Für die einen war der berufliche Abort der „schamlosen Ehebrecherin“ (Bild) die gerechte Quittung eines doppelten Treuebruchs. Andere hielten sie für eine mittelmäßige Moderatorin, die als Antagonist für eine auflagentreibende Boulevard-Posse herhalten musste. mehr
Moralin sauber – Händewaschen macht strenger
Händewaschen ist mehr als ein hygienischer Akt. Es seift auch unser Hirn ordentlich ein. Glaubt man den Untersuchungen der US-Psychologen Spike Lee and Norbert Schwarz von der Universität von Michigan, dann lassen sich auch Entscheidungszweifel mit etwas Seife einfach wegspülen. Neuste Forschungen von kanadischen Wissenschaftler zeigten jetzt zudem: Wer sich seine Hände mit Seife säubert, hat zugleich strengere Moralvorstellungen.
Klingt unglaublich? Stimmt. Dennoch ist es das Ergebnis der Untersuchungen von Chen-Bo Zhong, einem Organisationsforscher an der Rotman School of Management in Toronto. Für sein recht ungewöhnliches Experimente lud 58 Studenten in ein Labor ein, das er zuvor mit brandneuen Möbeln eingerichtet hatte. Die eine Hälfte der Versuchsteilnehmer bat er jedoch darum, sich zuvor die Hände zu desinfizieren, um das flammneue Labor nicht zu verschmutzen. Die andere Hälfte durfte es so betreten. Dann bat er seine Probanden über Themen wie Pornographie oder Umweltverschmutzung zu diskutieren. Und tatsächlich: Wer sich zuvor ihre Hände gewaschen hatten, urteilte jetzt deutlich strenger. Oder kurz: Die Moralvorstellungen waren so reinlich wie die Hände. mehr
Psycho-Sammelsurium – Wie wirken Moral, Fakes, Füße, Geld?
Moral macht stark
Die gute Tat – sie hilft nicht nur anderen, sie macht auch den Helfer stärker. Wie jetzt eine Harvard-Studie zeigen konnte, können moralische Handlungen und selbst der Gedanke daran, anderen zu helfen, die mentale Stärke eines Menschen deutlich erhöhen. Der Psychologie-Doktorant Kurt Gray erklärt sich das mit einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung:
People perceive those who do good and evil to have more efficacy, more willpower, and less sensitivity to discomfort. By perceiving themselves as good or evil, people embody these perceptions, actually becoming more capable of physical endurance.
Damit verkehrt Gray manche Vorstellung von angeborenem Selbstbewusstsein ins Gegenteil. Oder wie er sagt: “Gandhi oder Mutter Teresa sind womöglich gar nicht mit einer außergewöhnlichen Portion Selbstbewusstsein auf die Welt gekommen, sondern haben dies erst gewonnen, weil sie so vehement versucht haben, anderen zu helfen.”
Imitate machen unehrlich
Hand aufs Herz: Wie viele Ihrer Sonnenbrillen sind Markenoriginale und wie viele sind typische Raubkopien, wie man sie heute an jedem Strand kaufen kann? Eine Studie von Francesca Gino von der Universität von North Carolina in Chapel Hill hat jetzt herausgefunden: Wer Fake-Produkte trägt, fühlt sich bald selbst wie eine Mogelpackung und neigt deshalb auch vermehrt zu Unehrlichkeit.
Die Forscherin verteilte dazu an 300 Probandinnen zunächst original Chloé-Sonnenbrillen im Wert von 300 Dollar das Stück. Der einen Hälfte sagte sie jedoch, die Brillen seien Fälschungen. Dann sollten alle ein paar Matheaufgaben lösen, bei denen es sogar Geld zu gewinnen gab. Nun passierte das Erstaunliche: Von jenen Teilnehmerinnen, die dachten, sie würden eine Fakebrille tragen, schummelten ganze 70 Prozent. Bei den anderen waren es nur 30 Prozent.
Das Ganze wiederholte sich auch bei einem zweiten Lügentest und schließlich auch bei einem dritten Versuch, als es um ethische Fragen ging. Die Trägrinnen der Imitate logen häufiger und fanden auch öfter, dass Menschen generell unehrlich und unethisch seien.
Weise Worte – Überlebenstipps für den Job
Menschen, die um Feedback bitten, suchen in Wahrheit oft nur Bestätigung.
Das Geheimnis der Motivation: Mitarbeiter sollten stets das Gefühl haben, dass die Belohnung und Anerkennung, die sie erhalten, größer ist als ihr geleisteter Beitrag.
Wenn Sie nichts zu sagen haben, sagen Sie nichts. Und Sie werden mehr Aufmerksamkeit erzielen, wenn Sie tatsächlich etwas zu sagen haben.
Bevor Sie eine Präsentation halten, denken Sie darüber nach, was die Leute erinnern sollen. Allein darauf kommt es an. Es sind ohnehin nie mehr als zwei Dinge.
Mitarbeiter unterstellen dem Management in der Regel mehr Weisheit als dieses tatsächlich besitzt. Säßen sie mit in den Chefmeetings sähe die Sache anders aus.
Wenn Mitarbeiter die neuen Prozesse nicht mögen, werden diese auch nicht so umgesetzt wie geplant. Es kostet nur unnötig viel Zeit, Kraft, Geld.
Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Moral und unternehmerischem Erfolg.
Erkennen Sie nicht Probleme, bieten Sie Lösungen! Machen Sie das Leben von anderen leichter. Das zahlt sich immer aus.
Wenn eine arbeitsreiche Woche zu ende geht – belohnen Sie sich.
Jede Woche.
Storytelling: Erzählen Sie mehr Geschichten!
eute erzähle ich Ihnen eine Geschichte…
Für die Vorstandssitzung eines internationalen Konzerns wurden die Mitglieder in eines der feinsten und teuersten Restaurants der Stadt eingeladen. Es lag in unmittelbarer Nähe der Firmenzentrale und so erschienen die Vorstände pünktlich und gut gelaunt, plauderten ein wenig beim Champagner und nahmen schließlich an dem luxuriös gedeckten Tisch Platz. Alle freuten sich auf das legendäre Menü des hiesigen Sternekochs. Doch dazu kam es nicht.
Draußen versammelten sich Landstreicher und Obdachlose. Sie blickten durch die Scheiben, drückten ihre staubigen Nasen dagegen und klopften aufdringlich an die Fenster. Das Klappern wurde lauter und mischte sich bald mit Sprechgesängen. An ein gemütliches Mahl war nicht mehr zu denken, und immer mehr Bosse fragten sich, was der Gastgeber dagegen unternehmen würde: Würde er die Penner ignorieren oder die Polizei rufen? Nichts davon passierte. Stattdessen öffnete er die Tür und ließ die Meute herein. Die Leute rochen wie ein Zwischenfall in einem Kölner Chemiewerk. Vor allem aber waren sie hungrig. Zum großen Entsetzen der Vorstände lud sie der CEO an den Tisch.
Draußen versammelten sich Landstreicher und Obdachlose. Sie blickten durch die Scheiben, drückten ihre staubigen Nasen dagegen und klopften aufdringlich an die Fenster. Das Klappern wurde lauter und mischte sich bald mit Sprechgesängen. An ein gemütliches Mahl war nicht mehr zu denken, und immer mehr Bosse fragten sich, was der Gastgeber dagegen unternehmen würde: Würde er die Penner ignorieren oder die Polizei rufen? Nichts davon passierte. Stattdessen öffnete er die Tür und ließ die Meute herein. Die Leute rochen wie ein Zwischenfall in einem Kölner Chemiewerk. Vor allem aber waren sie hungrig. Zum großen Entsetzen der Vorstände lud sie der CEO an den Tisch.


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