Dieses Video aus der RSA Animate-Serie “untermalt” einen Vortrag von Dan Pink zum Thema Motivation im wahrsten Sinne des Wortes. Lehrreich & unterhaltsam!
mehr →
Ein Job sollte Spaß machen. Und glücklich. Dabei reich zu werden, wäre ebenfalls schön, und am besten geht man auch noch voll in der Arbeit auf und verwirklicht sich und seine Ideale. Der Beruf sollte zu den persönlichen Vorlieben passen, und jeden Morgen sollte man auf dem Weg zur Arbeit freudestrahlend durch die Bahn oder das Auto pfeifen. Nur – wie realistisch ist das überhaupt?
Klar ist es wenig sinnvoll, einem Beruf nachzugehen, den man hasst. Aber muss man wirklich sein Leben damit verbringen, nach dem Traumberuf zu suchen? Ist der aktuelle Job mit all seinen Ecken und Kanten möglicherweise schon sehr nah am persönlichen Ideal – und Sie merken es nur nicht? Oder kurz gefragt: Muss man seinen Job lieben?
Dieser Artikel soll kein Aufruf dazu sein, in einem miesen Job zu verharren. Aber aufzeigen, dass ein ewiges Streben nach Perfektion gerade bei der Wahl des Berufes wenig sinnvoll ist. Wir beleuchten einige Kriterien, nach denen sich ein Job bewerten lässt – und geben eine Einschätzung ab, wie wichtig die einzelnen Punkte überhaupt sind. mehr →
Erfolg ist ein Mannschaftssport: An manchen Punkten Ihrer Karriere kommen Sie nur weiter, wenn Sie die Unterstützung der anderen genießen. Um Einfluss auf Kollegen und ihre Handlungen zu haben, muss Ihr eigenes Verhalten allerdings eines sein: Vorbildlich.
Das heißt nun nicht, dass Sie zum Gutmenschen im Stile einer Mutter Teresa mutieren müssen. Auch übermenschliche Leistungen sind eher optional für die Vorbildrolle. Von unseren zehn Tipps werden manche für Sie selbstverständlich wirken. Wenn Sie jedoch Ihr Verhalten bewusst danach richten, können Sie auch als Otto Normalarbeiter zum Vorbild werden und so positiven Einfluss auf Ihr Arbeitsumfeld ausüben.
Die Pointe gleich vorweg: Geld ist es nicht. Im Gegenteil: Geld ist ein denkbar schlechter Motivator. Das zeigen gleich eine ganze Reihe von Experimenten. Deren Fazit lautet fast immer so: Wenn man Menschen, die zuvor etwas freiwillig getan haben, für dieselbe Arbeit erst einmal Geld gibt, sinkt deren Engagement dramatisch. Studien der US-Psychologin Theresa Amabile von der Brandeis Universität zeigen zum Beispiel, dass Menschen Ziele weniger wertschätzen, wenn diese mit Geld honoriert werden. In einem Experiment forderte sie 72 Studenten auf, Poesie zu schreiben. Einige Studenten wurden mit der Aussicht auf Geld und Ruhm geködert, andere durch die Aussicht mit Worten zu spielen oder sich selbst auszudrücken – Ergebnis: Die monetär motivierten Autoren schrieben nicht nur weniger, sondern auch weniger gut.
Der Verhaltensforscher Abraham Maslow entwickelte die gleichnamige Bedürfnispyramide. Danach verfolgen Menschen Motive mit unterschiedlichem Rang. Zuerst so genannte Defizitbedürfnisse, also körperliche Erfordernisse (Essen, Schlafen, Fortpflanzen), danach folgen Sicherheitsbedürfnisse (Wohnung, Job, Gesundheit) und soziale Beziehungen (Freunde, Partner, Liebe). Zuerst müssen diese befriedigt sein, damit jemand zufrieden ist. Erst danach folgen die so genannten Wachstumsbedürfnisse, wie soziale Anerkennung (Status, Geld, Macht) und Selbstverwirklichung. Diese sind allerdings nie zu befriedigen: Ein Künstler malt, um seine Kreativität auszuleben, nicht um 100 Bilder zu malen.
Gewiss, Geld spielt im Leben der meisten Menschen eine bedeutende Rolle. Und mit Blick auf die Maslowsche Bedürfnispyramide (siehe Kasten rechts) müssen natürlich zuerst die Grundbedürfnisse befriedigt sein, bevor man über höhere Ziele nachdenken kann. mehr →
Es muss nicht immer Geld sein. Wie eine aktuelle McKinsey-Studie jetzt zeigt, wirken Lob und Aufmerksamkeit durch den Vorgesetzten sowie das Übernehmen von Verantwortung genauso motivierend auf Mitarbeiter wie die drei im Wirtschaftsalltag am stärksten favorisierten monetären Leistungsbeflügler: Boni, Gehaltserhöhung, Aktienanteile. Mehr noch: Sie wirken sogar besser! Das zeigt sich schon im direkten Vergleich der Managerantworten:
| Monetäre Mittel | Nicht monetäre Mittel | ||
|---|---|---|---|
| Boni | 60% | Lob | 67% |
| Gehaltsplus | 52% | Anerkennung | 63% |
| Aktienoptionen | 35% | Verantwortung | 63% |
Gleichzeitig zeigte sich, dass die befragten Manager – obwohl sie über den Wirkungsgrad der jeweiligen Methoden bescheid wissen – diese teils sehr ineffizient einsetzen: mehr →
Einfach nur genial: Dan Pink illustriert eine Präsentation über Motivation und eine bemerkenswerte MIT-Studie: Bei einfachen Aufgaben wirken Belohnungen fabelhaft, wird die Sache aber kompliziert, nutzt Geld beispielsweise nichts. Im Gegenteil…
mehr →