Von Jochen Mai // Schreibe einen Kommentar

So kommen Sie mit Besserwissern, Nervensägen und anderen schwierigen Menschen besser klar

  1. Nicht debattieren! Was Besserwisser zu selbigen macht, ist, dass sie schon eine Meinung besitzen, das Ganze aber mit Halbwissen und Beratungsresistenz abrunden. Sie wollen mit Ihnen streiten, aber nicht überzeugt werden. Mit solchen Leuten zu diskutieren, klaut nur Lebenszeit – Ihre. Deshalb: Geben Sie eine (Singular) konstruktive Anregung. Fruchtet dies nicht, argumentieren Sie nicht weiter und danken Sie für das Gespräch.
  2. Lieber loben! Schwierige Zeitgenossen müssen nicht zwangsläufig Nervensägen bleiben. Oft sind sie nur verstockt oder frustriert, weil sie spüren, dass sie bei anderen schlecht ankommen. Suchen Sie jedoch das Positive an ihnen und loben Sie sie dafür, tauen viele (mit der Zeit) auf. Wichtig: Mixen Sie Komplimente nie mit Ratschlägen (“Du könntest noch lockerer werden!”), das weckt nur Widerstand und entwertet das Lob.
  3. Besser ignorieren! Der Klügere – er gibt nicht nur nach, er überhört auch bewusste Provokationen (vorausgesetzt, die weitere Kommunikation lohnt) und verstärkt inhaltliche Gemeinsamkeiten. Die Wutspirale ist sonst programmiert. Und wenn alles nichts hilft: Konzentrieren Sie sich in den Gesprächen mit diesen Menschen nur noch auf leichte Themen, reduzieren Sie den Kontakt und gehen Ihnen künftig aus dem Weg.
Von Jochen Mai // 9 Kommentare

Loser – Man muss auch verlieren können. Immer öfter.

bildstorungIch bin ein Verlierer. Ja, doch. Heute morgen zum Beispiel habe ich fünf Haare verloren. Ich fand sie im Kamm. Hingen einfach so da, schlaff zwischen den Zinken, wie ein löchriger Fahrradschlauch. Und das war nicht das erste Mal. Mit steigendem Alter finde ich öfter verlorene Haare an mir. Meist sind es dunkelblonde. Das ist okay, das sind meine. Seltener sind sie auch sehr lang und brünett. Das ist auch noch okay, das sind ihre. Nur einmal waren ein paar lange sehr blonde Haare am Mantelrevers. Das war nicht so okay und führte zunächst zum Verlust der Muttersprache, danach kamen einige Erinnerungsfragmente abhanden. Falls man dann nicht sehr schnell sein Gedächtnis wiederfindet, führt es auch schon mal zum Verlust des angestammten Schlafplatzes. Aber so kam das natürlich nicht.

Wo war ich stehengeblieben? Achso: verlieren. Gestern habe ich auch noch Geld verloren. Zwei Euro und ein paar Zerquetschte. Ich war sicher, die Münzen in die Hosentasche gesteckt zu haben. Aber da man überall nur noch Vintage-Jeans kaufen kann, die viele Löcher haben, die man alle mitbezahlen muss, was die Jeans zusätzlich sehr teuer macht, ist es keine gute Idee, Wechselgeld in modisch-perforierte Gesäßtaschen zu stecken. Es waren sicher nicht die letzten Piepen, die ich verloren habe. Immerhin: Ich spekuliere schon seit geraumer Zeit nicht mehr an der Börse. mehr

Von Jochen Mai // 10 Kommentare

Selbsttest – Welche Bürotypen nerven Sie?

„Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben, ist einer von ihnen überflüssig.“

Winston Churchill

Wie geht es eigentlich in Ihrem Büro zu? Vielleicht haben Sie Lust, heute einen kleinen Selbsttest zu machen. Im Folgenden werden Kollegen und Situationen beschrieben, die Sie womöglich kolossal nerven. Für den Test zählen Sie bitte alle Beispiele, die Sie regelmäßig unter der Decke kreisen lassen – aber nicht theoretisch, sondern nur jene, die Sie tatsächlich immer wieder im Büro erleben und Sie so richtig in Rage bringen. Achso: Am besten Sie bringen den Test schnell hinter sich – allein die Gedanken an solche Typen können einem schon die Laune gewaltig vermiesen…

Selbsttest: Das nervt mich!

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Job, Test 10

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen