Fünf Frösche wollen zum Schwimmen an den See hüpfen. Sie fragen auch den kleinsten Frosch in ihrer Gruppe, ob er Lust habe, mitzukommen. „Klar!“, sagt der. Und so machen sie sich alle gemeinsam auf den Weg.
Doch als sie die Straße überqueren, fällt der kleine Frosch in ein Schlagloch. Die anderen Frösche sagen: „Los, spring raus! Komm mit!“ Der kleine Frosch springt und hüpft, aber ohne Erfolg. Er sagt: „Das Schlagloch ist zu tief! So hoch kann ich nicht springen!“ Da feuern ihn die anderen noch mehr an. Doch es hat keinen Sinn. Der kleine Frosch gibt auf und die anderen Frösche hüpfen weiter zum See.
Eine Stunde später kommt der kleine Frosch plötzlich nach. Die anderen fragen ihn erstaunt: „Wie hast du das geschafft? War das Schlagloch nicht zu tief?“ Da sagt der kleine Frosch: „Es kam ein Lastwagen angedonnert. Ich musste.“
Es heißt zwar immer, dass das Reden und Präsentieren können, immer wichtiger wird. Aber offen gestanden, habe ich große Angst vor mehreren Menschen zu sprechen.
Das ist zunächst ganz normal. Lampenfieber gehört dazu und das dabei ausgeschüttete Adrenalin verbessert sogar deine Aufmerksamkeit und Konzentration.
Bei mir geht es aber darüber hinaus – bei einer Präsentation hatte ich sogar schon einen Blackout. Das war schrecklich peinlich. Kann ich dagegen etwas tun?
Ja, indem du dich von deiner Präsentation löst. Das klingt paradox, hilft aber vielen: Lerne das, was du sagen möchtest, so gut es geht auswendig. Und dann überlege dir kleine Anekdoten und Geschichten dazu, die genau das vermitteln. Beim Erzählen kannst du dann deine Folien einblenden. Der doppelte Vorteil: Menschen lieben Geschichten, und sie lassen sich auch noch viel leichter erzählen, weil du sie jederzeit ausschmücken kannst. Obendrein wirkt dein Vortrag enorm kompetent, weil die Folien nicht eine redundante Wiederholung sind, sondern deine Anekdoten auf einer anderen Ebene unterstützen. Das ist sogar noch spannender! mehr →
Auf der Passage nach Mumbai stehen ein Tourist und ein angesehener Swami nebeneinander im Zug. Unvermittelt spricht der Tourist den Swami an und fragt, ob er denn auch in der Kunst der Selbstbeherrschung geschult sei.„Aber natürlich bin ich das“, entgegnet der Swami.
„Und dabei hast du auch all deine Wut gebändigt?“, fragt der Tourist.
„Ja, das habe ich.“
„Das heißt, du kannst jetzt all deinen Ärger kontrollieren?“
„Ja, das kann ich.“
„Und wenn du nicht willst, dann ärgerst du dich auch nicht?“
„Nein, dann ärgere ich mich nicht.“
„Ist das auch wirklich wahr, Swami?“
„Ja, das ist wahr.“
Nach einer kurzen Pause fragt der Tourist erneut: mehr →
Ein König hielt sich gleich ein paar Narren, die ihn regelmäßig amüsierten und indirekt berieten. Dem gescheitesten von ihnen machte er ein besonderes Geschenk: Er gab im einen kostbaren Narrenstab mit goldenen Glöckchen und sagte: „Du bist gewiss der größte Narr, den es gibt. Behalte diesen Stab als Auszeichnung und gib ihn erst weiter, wenn du jemanden findest, der noch närrischer ist als du!“ Da nahm der Narr den Stab und behielt ihn viele Jahre.
Doch eines Tages wurde der König schwer krank und lag schließlich im Sterben. Da hüpfte und tanzte der Narr in dessen Zimmer und fragte: „König, ich hörte, ihr wollt eine weite Reise antreten.“ „Ich will nicht“, antwortet der König, „ich muss.“ „So?“, erwiderte der Narr. „Dann gibt es gewiss noch eine Macht, die über euch steht. Wann werdet ihr wiederkommen?“ „Von dem Land, in das ich reise, kommt man nicht zurück“, sagte der König. „Aber dann werdet ihr diese Reise in das Land, von dem man nicht zurückkommt, sicher lange vorbereitet haben, damit man euch dort königlich empfängt?“ Da schüttelte der König den Kopf: „Freund, das habe ich versäumt. Ich hatte nie genug Zeit dafür.“ „Oh“, antwortete der Narr, „dann habt ihr wohl nicht gewusst, dass ihr diese Reise einmal antreten müsst?“ „Doch, gewusst habe ich das schon“, sagte der König, „nur hatte ich eben keine Zeit, mich darum zu kümmern.“ Da schwieg der Narr – und legte den Narrenstab stumm neben das Bett des Königs.[Quelle unbekannt]
„Verlassen Sie das Haus nie ohne Ihre berufliche Identität“ stand auf dem Plakat über der Couch, auf der die schluchzende junge Dame mit der leicht altmodisch anmutenden Zopffrisur saß. Maja Immendorf reichte ihrer Klientin ein weiteres Papiertaschentuch, mit dem sich die junge Frau wenig damenhaft die Nase schnaubte. „Danke“, schnüffelte sie, sichtlich um Fassung bemüht.
Maja Immendorf lächelte tapfer. In letzter Zeit hatte die Zahl der schwierigeren Fälle in der Jobvermittlung zugenommen. Maja hatte für diese Fälle ein besonderes Händchen und die Agency formerly known as Arbeitsamt wies ihr die PUR*-Klienten mit großer Erleichterung zu. Auch den anderen privaten Jobvermittlern waren „diese Figuren“ ein Ärgernis, wortwörtlich Kinderkram und peinlich obendrein. Natürlich waren diese Klienten durch ihre Geschichte in besonderem Maße in Ihrem Tun eingeschränkt, aber gerade das machte für Maja den Reiz an der Sache aus. mehr →
„Hast Du das schon gehört? – Der Igel hat beim Wettlauf auf dem Steckrübenfeld den Hasen geschlagen!“ Schnell machte diese Nachricht die Runde im Wald. Alle Tiere erzählten sich die Geschichte, wie der Igel und seine Frau gemeinsam den Hasen besiegt hatten. Dieser war nach 73 und einer halben Runde tot zu Boden gesunken – immer wieder lief er hin und her durch die Ackerfurche. Jeweils am Ende des Feldes saßen Igelmann und Igelfrau und riefen: „Ich bin schon da!“
Was für eine Blamage für den Hasen. In Sachen Reputation hatte der Igel am Ende die Nase vorn. Dabei schien doch zu Anfang alles nach einem Sieg des Hasen auszusehen. „Was willst Du mit Deinen krummen Beinen schon ausrichten?“ fragt er den Igel beim Morgenspaziergang. Doch dieser legt es drauf an: „Was gilt die Wette?“ Er lässt sich auf einen scheinbar unfairen Wettkampf ein, doch am Ende trägt er den Sieg davon. Aus krummen Beinen wird ein guter Ruf, der ihm viele Sympathien verschafft. mehr →