Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Rattenrennen – Warum es uns so schwer fällt, auszusteigen

Neulich las ich eine schöne Parabel, die mich zum Nachdenken gebracht hat: Stellen Sie sich eine Auktion vor. Jeder kann mitbieten. Jeweils in 1-Euro-Schritten. Doch hier ist der Clou: Der Sieger zahlt und bekommt das Objekt – wie üblich. Aber der Zweitplatzierte muss ebenfalls sein Höchstgebot bezahlen…

Nun werden Sie sagen: So ein Blödsinn! Eine solche Auktion hat überhaupt keinen Sinn. Oder Sie werden sagen, vor allem wenn Sie ein bisschen darüber nachgedacht haben: Eine solche Auktion kann nicht gut ausgehen, das gibt Mord und Totschlag. Weil sich beide Endbieter ein Duell bis zum bitteren Ende liefern werden, denn als Zweiter zahlt ja fast genauso viel, bekommt aber nichts. Und hier kommt der zweite Clou: Die Auktion ist eine Parabel für das Leben selbst. mehr

Essay, Job 4
Von Jochen Mai // 5 Kommentare

Boiling Frog Syndrome – Machen Sie den Hüpfer, bevor es zu spät ist

Eine Parabel geht mir schon länger nicht mehr aus dem Kopf. Es ist die Geschichte vom Frosch im Topf, in der Fachliteratur auch bekannt ist als das Boiling Frog Syndrome. Die Parabel geht so:

Versucht man einen Frosch in heißes Wasser zu setzen, wird er sofort wieder herausspringen. Obwohl Frösche Kaltblüter sind und ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen, spürt er unmittelbar die Gefahr für Leib und Leben. Ganz anders, wenn man einen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und diesen ganz langsam erhitzt. Obwohl es für den Frosch darin immer unbequemer wird, bleibt er sitzen, passt sich an und harrt aus – so lange, bis es für einen Absprung zu spät ist und er verbrüht.

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Job 5
Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Verkehrslage – 20 typische Sätze, die Social-Media-Skeptiker sagen (und Sie vielleicht auch)

Auf der Autobahn ist es auch jedes Mal dasselbe. Man fährt – ziemlich zügig – auf eine Kolonne von LKW zu, hinter denen ein paar PKW klemmen. Und kurz bevor man die Kriechkarawane erreicht, zieht der letzte PKW links raus. Ohne Blinker. So als hätte er Angst, dass seine Chancen den LKW jemals zu überholen gen Null sinken, wenn er einem anderen noch eben die Vorfahrt gibt. Klar, was passiert: Brutaler Tritt in die Bremsen, Adrenalin im Überfluss und viele Wörter auf der Zunge, die ich hier nicht wiedergeben möchte.

Wenn man schon etwas länger Auto fährt, kennt man solche Situationen zur Genüge. Mehr noch: Man kann sie manchmal geradezu erahnen – und drosselt das Tempo schon bevor der PKW zum Spurwechsel ansetzt. Das Engagement in Social Media funktioniert ganz genauso. mehr

Von Jochen Mai // Schreibe einen Kommentar

An Neides statt – Die zerstörerische Kraft der Missgunst

The Arctic Circle ist nicht nur ein wunderschön animierter Kurzfilm von Kevin Parry – er zeigt auch ohne Worte, wie zerstörerisch Neid wirkt… mehr

Von Christian Mueller // 3 Kommentare

Nichts ist unmöglich – Eine Parabel über selbstgesetzte Grenzen

“Es ist absolut unmöglich und einfach nicht zu schaffen! Keine Chance.” Mit diesen Worten wurde ein Coach von einem Manager begrüßt.”Dann erklären Sie mir doch, was so unmöglich ist”, schlug der Coach vor. Und der Manager erzählte über die unzähligen Aufgaben in seinem Leben, dass er eigentlich eine Veränderung bräuchte, die aber unmöglich sei, schließlich habe er Familie und andere Verpflichtungen. Der Coach hörte sich die Ausführungen des Managers an, schwieg eine Weile und sagte dann “Gut, ich denke ich verstehe, was Ihr Problem ist. Ich erzähle Ihnen eine Parabel, wenn Sie danach immer noch der Meinung sind, dass Ihre Probleme unlösbar sind, werde ich Ihnen keine Rechnung stellen.” Verwundert willigte der Manager ein und der Coach begann zu erzählen: mehr

Von Christian Mueller // Schreibe einen Kommentar

Prioritäten setzen – Eine Parabel über das Neinsagen (können)

Es gibt Menschen, die immer und überall dabei sind und helfen, wo sie können. Diese Menschen werden oft um Hilfe gebeten und sagen nie Nein. Das können Manager, Abteilungsleiter, angesehene Kollegen oder gute Freunde sein. Jeder wendet sich mit seinen Problemen an sie, denn sie scheinen immer Zeit zu haben. Einige Zeit mag das funktionieren, doch auf Dauer geht das meistens nicht gut. Warum ein NEIN manchmal besser ist, zeigt die folgende Parabel: mehr

Essay, Job 0
Von Christian Mueller // 1 Kommentar

Change Management – Eine Parabel über das Zuhören

Der Manager ist ratlos: “Eigentlich will ich meinen Mitarbeitern die Arbeit leichter machen. Doch egal, welche Maßnahmen ich ergreife, irgendwie sind alle Mitarbeiter unzufrieden. Was mache ich falsch?” Sein Coach blickt ihn intensiv an: “Lassen Sie mich noch mal zusammenfassen: Seit einem halben Jahr versuchen Sie die Arbeitsbedingung zu verbessern, doch es will einfach nicht klappen, richtig?” Der Manager nickt stumm. “Haben Sie denn mit ihren Mitarbeitern je über die Veränderungen gesprochen?”, fragt der Coach vorsichtig nach. “Natürlich”, sagt der Manager. “Jede Änderung wurde groß vorgestellt und auf Betriebsversammlungen erklärt, alle wussten Bescheid.” mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen