Social Networks oder Weblogs – in der Schweiz wird damit noch wenig experimentiert. Dabei nutzen viele jüngere Arbeitnehmer inzwischen intensiv Social Media bei der Jobsuche und könnten hierüber optimal erreicht werden. Stattdessen aber setzen die meisten Unternehmen eher auf sogenanntes aktionsgetriebenes Recruiting – also hier etwas Hochschulmarketing und dort ein paar Stände auf der Jobmesse. Und das ist nur eines der Ergebnisse des neuen Trend Report Online Recruiting Schweiz (pdf, Kurzfassung). Ein weiteres Resultat: Drei von vier Unternehmen setzen nach wie vor auf Print-Anzeigen, wenn sie Stellen ausschreiben, noch stärker werden hierfür allerdings Online-Stellenbörsen von 93,2 Prozent genutzt. Mit 89,7 Prozent der Nennungen ist dies auch die erste Wahl bei den Stellensuchern (siehe Grafik):
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Es ist eine Selbstverständlichkeit: Behandle jeden Bewerber fair und respektvoll! Dennoch, so höre ich, halten sich viele Unternehmen im Einstellungsprozess nicht daran – etwa, indem sie auf Bewerbungen mit rüden Absagen reagieren, gar nicht reagieren oder im Vorstellungsgespräch arrogant und herablassend auftreten. Das alles geschieht sicher auch, weil sich die Personaler in der vermeindlich besseren Position wähnen und wenig Repressalien fürchten müssen… ein fataler Irrtum!
Schon vor einiger Zeit konnten Forscher der Owen Graduate School of Management an der Vanderbilt Universität nachweisen, dass sich schlechte Manieren im Bewerbungsprozess rächen – auch für die Arbeitgeber. Jobeinsteiger, die sich während der Auswahlrunden unfair behandelt fühlten, entwickelten danach kaum echte Loyalität für den Arbeitgeber und suchten schnell wieder nach Jobalternativen, selbst nach fünf Jahren noch, sagt Studienleiter Ray Friedman, erinnerten sie sich an den demütigenden Auswahlprozess. Zu den schlimmsten Vergehen der Arbeitgeber zählen laut seinen Untersuchungen: mehr →
Knapp jeder zweite Personaler überprüft Bewerberprofile inzwischen im Social Web, bevor es zum Bewerbungsgespräch kommt. Rund 57 Prozent der Bewerber ist dies auch bewusst, denn sie testen ihre Online-Präsenz „auf jeden Fall“ vor einer Bewerbung und versuchen, unangebrachte Daten verschwinden zu lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Onlineumfrage der Jobbörse karriere.at unter 406 Teilnehmern. Im Detail:
Vor einer Bewerbung checke ich mein Online-Profil…
Gestern erschien eine Liste mit klassischen Fauxpas’ im Vorstellungsgespräch und Axel Haitzer zwitscherte berechtigterweise die Frage, ob es eine solche Liste nicht auch aus der anderen Perspektive gäbe. Gab es nicht. Bis jetzt…
Denn natürlich stellt das Jobinterview nicht nur für den Bewerber eine Herausforderung dar. Auch auf Personalverantwortliche lauern einige Fallstricke. Abgesehen davon, eine Fehlentscheidung bei der Kandidatenauswahl zu treffen, tragen Interviewer eine hohe Verantwortung. Das Bild des Bewerbers vom Unternehmen in spe wird maßgeblich durch die Erfahrungen im Vorstellungsgespräch geprägt. Hat der Kandidat das Gefühl schlecht behandelt worden zu sein, färbt das auf das gesamte Unternehmensimage ab. Bei einem solchen Patzer ist das vielleicht noch nicht so schlimm, aber der schlechte Eindruck wird so oder so nach außen kommuniziert – in die Welt der Absolventen. Und das wirkt sich schließlich in Stimmungsbaromtern ebenso aus wie in Umfragen, die in Arbeitgeber-Rankings münden. Kurzum: Wer sich im Jobinterview keine Mühe gibt, wird sich langfristig auf den unteren Rängen wiederfinden. Top-Talente verirren sich dann nur noch selten in das Unternehmen. mehr →
Die Zahlen sind alles andere als berauschend: Rund 44 Prozent der Unternehmen müssen aktuell Personal abbauen, lediglich 20 Prozent rechnen mit Neueinstellungen, so eine jetzt veröffentlichte Erhebung des Personaldienstleisters Hewitt Associates. Entsprechend stark rechnen die Personaler damit (38 Prozent), dass die Personalarbeit in diesem Jahr noch erheblich von den Auswirkungen der Krise beeinträchtigt wird.
Immerhin: Die Bedeutung guter Personalarbeit wird dadurch an der Unternehmensspitze (endlich) stärker wahrgenommen und damit aufgewertet. So gaben knapp zwei Drittel der Befragten an, dass sie während der Krise von der Geschäftsleitung als strategischer Partner registriert wurden. Dennoch fordern 44 Prozent der Befragten weiterhin eine stärkere und frühere Einbindung in Strategieentscheidungen. mehr →
Sei es das Ergebnis der Bewerbungsstudie 2010, wonach bereits 62 Prozent der Personaler gezielt Xing und Facebook im Bewerbungsprozess einsetzen, um Kandidatenprofile zu überprüfen, oder die Microsoft-Studie, die feststellt, dass 59 Prozent der Personalentscheider im Internet nach Bewerber-Informationen spähen – eine Privatsphäre gibt es online kaum noch, wenn man sie nicht entsprechend schützt.
Wer zum Beispiel ein Facebook-Profil besitzt, sollte sich genau überlegen, wie privat er das halten will und welche Informationen dort nur Freunden vorbehalten bleiben. Leider übersehen einige Facebook-Nutzer diese Punkte immer wieder, so dass auch ich schon zahlreiche Bilder und Informationen von Mitgliedern dort einsehen konnte, die allenfalls die Freunde meiner Freunde dort sind, und vielleicht gar nicht wollten, dass ich das kann. Drei Einstellungen sind deshalb essenziell, um Ihre Privatsphäre besser zu schützen: