Neid schafft Leid. Er hemmt den Fortschritt – den gesellschaftlichen wie persönlichen. Das lässt sich sogar ökonomisch erklären: Tatsächlich misst der Mensch seinen eigenen Wohlstand nicht absolut, sondern indem er sich mit anderen vergleicht – vorzugsweise seinen Freunden, Kollegen Nachbarn. Deswegen steigern dann zum Beispiel individuelle Gehaltserhöhungen unsere Zufriedenheit mehr als eine kollektive Tariferhöhung. Umgekehrt fühlt man sich aber auch zurückgesetzt, falls jemand aus eben jener Gruppe plötzlich (erfolg)reicher wird. Vor die Entscheidung gestellt, welche Option sie wählen würden, gaben einmal 59 Prozent der befragten US-Manager im US-Magazin Business Week an, einen 20.000 Dollar-Bonus zu nehmen, auch wenn es der kleinste ihrer Gruppe ist. Aber immer noch 40 Prozent wollten lieber nur 10.000 Dollar, wenn ihrer dafür der dickste Scheck der Gruppe ist. Wegen des Neides sinkt der Wohlstand für alle.
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