Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Jobmessen-Guide – Die ultimativen Tipps und Tricks

Jobmessen bieten nicht nur einen der einfachsten Wege, mit Wunschunternehmen in Kontakt zu kommen – Sie sind auch einer der erfolgreichsten. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 100 Jobmessen veranstaltet. Die Schwerpunkte und Bewerbungsverfahren sind so verschieden wie die Messebesucher, die man vor Ort antreffen kann. So gibt es zum Beispiel öffentliche Messen, die für alle Interessenten frei zugänglich sind und meist der ersten beruflichen Orientierung dienen. Das heißt, Sie sehen sich in Ruhe auf der Messe um und prüfen welche Unternehmen, Branchen oder Einstiegspositionen für Sie interessant sein könnten. Die zweite Alternative sind nicht frei zugänglichen Branchentreffen. Diese Karrieremessen sind wesentlich kleiner, die Teilnehmer müssen vorab ein Bewerbungsverfahren durchlaufen und erhalten schon vor der Messe eine Einladung zu einem konkreten Vorstellungsgespräch bei einem oder mehreren Unternehmen während der Jobmesse.

Doch egal, ob Recruiting-Messe, Praktikumsbörse oder Absolventenkongress – all diese Jobmessen sind die Gelegenheit, um sich über Praktika und Berufsangebote zu informieren und mit künftigen Chefs ins Gespräch zu kommen. Gerade Berufseinsteiger und Jobwechsler können sich hier binnen kurzer Zeit einen relevanten Überblick über den aktuellen Arbeitsmarkt, über gefragte Kandidatenprofile und Kompetenzen verschaffen. Und nicht zuletzt lassen sich dabei die eigenen Berufswünsche mit den tatsächlichen Anforderungen und dem jeweiligen Betriebsklima abgleichen.

Das alles gelingt aber nur bei entsprechender Vorbereitung. Solche Jobmessen verführen zwar zum Stöbern und Schnuppern, wirklich erfolgreich sind nach Aussagen der Personaler aber nur solche Kandidaten, die wenig dem Zufall überlassen und dafür umso gezielter vorgehen. Falls auch Sie vorhaben auf die eine oder andere Jobmesse zu gehen, sollten Sie unbedingt folgende Tipps beherzigen:

    Tipps zur Vorbereitung der Jobmesse

  • Auswählen. Der Sinn von Jobmessen besteht nicht darin, von Stand zu Stand zu hetzen und sämtliche Aussteller zu besuchen. Bei mehr als 200 Firmenvertretern wäre das auch reine Zeitverschwendung. Konzentrieren Sie sich lieber auf jene Unternehmen, die Sie beruflich wie persönlich interessieren. Treffen Sie mithilfe des Messeprogramms (meist steht das schon lange vorher im Internet) eine Vorauswahl und bringen Sie die Firmen in eine Reihenfolge – mit Ihrem Traumarbeitgeber in spe an dritter Stelle. So haben Sie auf der Messe die Chance, bei den weniger wichtigen Ausstellern noch zu üben. Wenn Sie sich für eine Auswahl entschieden haben, sollten Sie sich noch genau über die Zielunternehmen informieren, um später durch fundierte Fragen glänzen zu können. Und packen Sie sich den Tag nicht zu voll. Pro Unternehmen und Gespräch sollten Sie mit 45 Minuten rechnen. Die Erfahrung lehrt zudem: Nach dem sechsten Arbeitgeber raucht den meisten der Kopf. Den siebten überzeugt kaum noch einer.
  • Kontaktieren. Spontaneität können Sie im Dialog mit dem Personaler beweisen – aber bitte nicht bei Ihrem Besuchsplan. Die begehrtesten Unternehmen sind fast immer völlig überlaufen. Hier kriegen Sie keinen Ad-hoc-Termin. Finden Sie deshalb besser schon vorab heraus, welche Unternehmensvertreter vor Ort sein werden und schreiben Sie denen eine kurze, freundliche Nachricht – beispielsweise via Xing. Das kommt gerade in Zeiten von Social Media gut an und fällt auf! Ansonsten rufen Sie in der Firmenzentrale an und versuchen einen Termin zu bekommen. Wer kann, sollte zudem vormittags Termine machen. Da sind die Personaler noch aufmerksam und weniger gestresst.
  • Packen. Zu Ihrem Reisegepäck sollten unbedingt aktuelle Bewerbungsmappen (Plural!) mit Kurzanschreiben, Lebenslauf und Foto gehören. Pluspunkte sammelt, wer die Motivationsschreiben vorher individuell für das jeweilige Unternehmen formuliert. Es gibt Ratgeber, die ebenso das Mitbringen eigener Visitenkarten empfehlen. Lassen Sie das! Bei Berufseinsteigern wirkt das affektiert, bei Jobwechslern nicht sonderlich loyal, wenn sie zur Bewerbung mit ihrer alten Visitenkarte herumfuchteln.
  • Anziehen. Der erste Eindruck zählt. Wie immer. Werfen Sie sich also auch für die Messe in Schale: Er erscheint am besten im dunklen Anzug, sie im Kostüm. Gänzlich tabu sind Jeans, Minirock und dergleichen. Das Outfit sollte zur avisierten Branche passen. Die Faustregel: Erscheinen Sie zur Messe so, wie Sie auch später auch im Job aufkreuzen würden. Profis bringen sich sogar ein paar Kosmetika mit, um sich zwischen den Terminen in den Waschräumen frisch zu machen.
  • Anreisen. Zum erfolgreichen Messebesuch gehört eine entspannte Anreise. Also rechtzeitig losfahren! Und wenn die Veranstaltung schon “Deutschlands größte Jobmesse” heißt, dann rechnen Sie auch mit langen Warteschlangen am Eingang (oder seien Sie besonders früh da). Abzuraten ist hingegen von der Anreise im Business-Outfit. Nicht nur weil das unbequem ist, es sieht danach auch meist aus, als hätten Sie zwei Stunden im McDonalds gesessen. Und Frauen wissen es wahrscheinlich schon: Nehmen Sie immer zwei paar Schuhe auf die Messe mit – eine bequeme Variante für die Anreise und eine schicke für die Bewerbungsgespräche.
  • Tipps zum Besuch der Jobmesse

  • Ansprechen. Gehen Sie zielstrebig auf die Mitarbeiter am Stand zu. Stellen Sie sich freundlich mit Vor- und Zunamen vor und fragen Sie nach Ihrem Ansprechpartner. Wichtig: Behandeln Sie alle (!) Mitarbeiter am Stand ausgenommen höflich und respektvoll – auch die Hostess, die Ihnen einen Kaffee reicht. Dasselbe gilt für den Abschied hinterher. Ihr Verhalten am Stand gibt schließlich Aufschluss über Ihre Sozialkompetenz.
  • Abwarten. Fallen Sie nicht gleich mit der sprichwörtlichen Tür ins Haus. Ja, Sie sind hier um einen Job oder ein Praktikum zu ergattern. Das wissen auch die Unternehmensvertreter. Aber beginnen Sie nicht gleich damit.
  • Interessieren. Überlegen Sie sich eine gute Strategie für Ihre Selbstpräsentation: Wie wollen Sie sich darstellen? Was können Sie besonders gut? Was davon passt besonders gut zu dem ausgeschriebenen Job, auf den Sie sich bewerben wollen? All das weckt Interesse. Differenzieren Sie sich aber bitte nicht über die üblichen Floskeln, wie „Ich bin flexibel, motiviert und kreativ“ (Gähnfaktor 10!), sondern indem Sie Ihre Stärken auf die anvisierte Stelle zuschneidern. Einen besonders guten Eindruck hinterlassen Kandidaten, die sich im Vorfeld ein genaues Bild vom jeweiligen Unternehmen, der Branche, den Produkten und der aktuellen Darstellung in der Presse gemacht haben und darauf im Gespräch eingehen. Klar, dass so jemand keine Fragen an den Personaler stellt, die sich leicht mit einem Blick auf die Unternehmens-Webseite beantworten ließen!
  • Ausnutzen. Wenn Sie schon einmal da sind, nutzen Sie auch die Pausen und das Programm optimal aus! Ein Blick in den Messeprospekt gibt Aufschluss, welche Workshops angeboten werden oder welche renommierten Wirtschaftsvertreter Vorträge halten, die Sie nicht verpassen wollen. Wer weiß, vielleicht kommen Sie so direkt mit dem Chef in Kontakt.
  • Vermeiden. Ein paar typische Jobmessen-Fehler sollten Sie indes vermeiden – etwa zu viel Gepäck mitzuschleppen. Alles was Sie brauchen, sind Ihre Bewerbungsmappen, Stift und Notizblock (oder Smartphone). Beides hat Platz in einer handliche Aktentasche oder Ledermappe. Also bitte keine Bergsteiger-Rucksäcke schultern. Das ist kein Überlebenstrip. Auch sollten Sie sich davor hüten zu schauspielern. Bitte bleiben Sie stets authentisch. Wenn Sie sonst nicht der aalglatte Typ sind, dann mutieren Sie auch nicht auf der Messe dazu. Sie werden so auch nicht glücklich, falls Sie den Job bekommen. Denn dann müssen Sie in einer aalglatten Umgebung jeden Tag den Typ mimen.
  • Tipps für nach der Jobmesse

  • Erinnern. Mit der Messe ist der Bewerbungsprozess keinesfalls beendet. Halten Sie sich auch danach noch im Gespräch. Fragen Sie den Personaler nach Ihrem Interview nach seiner Visitenkarte (falls er Ihnen diese nicht ohnehin anbietet) und melden Sie sich binnen 48 Stunden nach der Messe bei ihm – per E-Mail oder Brief (ja, den handgeschriebenen!). Bedanken Sie sich für den aufschlussreichen Dialog und bekräftigen Sie Ihren Wunsch, für das Unternehmen zu arbeiten. Bedanken Sie sich aber auch, wenn Sie den Job nicht mehr wollen. Man begegnet sich immer im Leben zweimal!
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Jobmessen-Ratgeber – Die besten Tipps für Bewerber

Morgen öffnet der Absolventenkongress in Köln – nach eigenen Angaben “Deutschlands größte Jobmesse”, auf der sich nicht nur 250 Unternehmen versammeln, sondern auch noch rund 25.000 freie Stellen für junge Akademiker mitbringen sowie kostenlose Lebenslauf-Checks und Karriereberatungen anbieten. Hört sich gut an, und kann es auch werden – vorausgesetzt die Besucher sind richtig vorbereitet.

Ob Recruiting-Messen, Praktikumsbörsen oder Absolventenkongresse – Jobmessen sind die Gelegenheit, um sich über Praktika und Berufsangebote zu informieren und mit künftigen Chefs ins Gespräch zu kommen. Gerade Berufseinsteigern wie -wechslern bieten die Börsen enorme Vorteile: Binnen kurzer Zeit können Sie sich einen relevanten Überblick über den aktuellen Arbeitsmarkt, über gefragte Kandidatenprofile und Kompetenzen verschaffen sowie persönliche Kontakte in ihre Wunschunternehmen knüpfen. Nicht zuletzt geht es dabei auch darum, seine Berufswünsche mit den tatsächlichen Anforderungen und dem jeweiligen Betriebsklima abzugleichen. mehr

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Jobmesse – 6 Bewerbungstipps für den Absolventenkongress

OpenOb Recruiting-Messen, Praktikumsbörsen oder Absolventenkongresse (wie einer heute in Köln eröffnet) – Jobmessen sind die Gelegenheit, um sich über Praktika und Berufsangebote zu informieren und mit künftigen Chefs ins Gespräch zu kommen. Gerade Berufseinsteigern wie -wechslern bieten die Börsen enorme Vorteile: mehr

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Besser bewerben – 6 Tipps für Jobmessen

Ob Recruiting-Messen, Praktikumsbörsen oder Absolventenkongresse – Jobmessen sind die Gelegenheit, um sich über Praktika und Berufsangebote zu informieren und mit künftigen Chefs ins Gespräch zu kommen. Gerade Berufseinsteigern wie -wechslern bieten die Börsen enorme Vorteile: Binnen kurzer Zeit können Sie sich einen relevanten Überblick über den aktuellen Arbeitsmarkt, über gefragte Kandidatenprofile und Kompetenzen verschaffen sowie persönliche Kontakte in ihre Wunschunternehmen knüpfen. Nicht zuletzt geht es dabei auch darum, seine Berufswünsche mit den tatsächlichen Anforderungen und dem jeweiligen Betriebsklima abzugleichen. mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen