Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Psychofolter im Bewerbungsgespräch

Sehr schöner (satirischer) Filmausschnitt über die Psychofolter im Vorstellungsgespräch. Am besten gefällt mir die Subtilität des kaputten Stuhls… mehr

Von Jochen Mai // 11 Kommentare

Sex sells – Psychotricks bei Verhandlungen

Es gibt diesen Moment im Kino, den jede erstklassige Schauspielerin aus dem Effeff beherrscht. Sie schaut intensiv in die Kamera, lächelt und der Zuschauer glaubt: Sie meint mich. Natürlich ist das Manipulation, die uns fesseln und Sympathien wecken soll. In der Regel gelingt das auch, denn die subtile Attacke zielt direkt auf die Eitelkeit und damit auf die vielleicht größte Schwäche von uns Menschen.

Vor einiger Zeit hat mir ein Verhandlungsprofi eine illustre Geschichte dazu erzählt. Sie handelt von einem Einkäufer, der eine ziemlich ausgebuffte Masche entwickelt hat, um die Preise seiner Lieferanten zu drücken: Vor der Verhandlung mietet er bei einer Agentur ein Model. Nicht nur irgendein Model, sondern ein echter Männerblickfang, der alle diesbezüglichen Klischees erfüllt. Dieses Model stellt er dann als seine Assistentin vor, die alles protokollieren wird. Und tatsächlich: Das Mädchen schreibt artig alles mit, allerdings sieht sie den Lieferanten dabei bewusst nie an. Klar, was jetzt passiert: Der Mann plustert sich auf, gockelt, versucht charmant zu sein und zu imponieren. Vergeblich. Sie ignoriert ihn beharrlich. Dadurch steigt sein Stresspegel, was der Einkäufer bereits zu seinem Verhandlungsvorteil nutzt – bis er an die Schmerzgrenze des Lieferanten stößt. Keine weiteren Rabatte möglich. Wirklich? Denn nun sagt der Einkäufer sinngemäß folgendes: „Sie sind wirklich einer meiner liebsten Lieferanten und wir haben bis jetzt eine sehr gute Basis gefunden. Aber für den letzten Schritt fehlt Ihnen vermutlich die Kompetenz. Möchten Sie sich bei Ihrem Chef kurz rückversichern?“ Beim Wort „Kompentenz“ schaut ihn das Model zum ersten Mal an – lang, intensiv, musternd. Und nicht ohne die beabsichtigte Wirkung: In der Regel sind sofort doch noch einige Prozentpunkte ohne Rückfrage drin. mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen