Es kann immer wieder passieren: Sie sitzen im Meeting, wollen eigentlich nur zuhören, schlau dreinschauen, lernen… als Sie jemand (der Chef) bittet, spontan und mal eben so eine kurze Präsentation Ihres aktuellen Projekts zu geben. Alle schauen erwartungsvoll zu Ihnen herüber. Schweigen. …
Wäre gut, wenn Ihnen jetzt etwas Passendes einfiele, jedenfalls mehr, als das Gestammel, das Ihnen als Erstes in den Sinn kommt. Fiese Situation. Aber zu meistern. Eine Präsentation oder Rede aus dem Stegreif zu halten, ist sicher nicht jedermanns Sache, aber auch keine Hexenkunst. Wenn Sie also nicht gerade ein eloquenter Dampfplauderer sind, können Sie sich zumindest bei Ihrer Spontanrede an ein paar Standardelementen im Aufbau orientieren. Das Ergebnis wird dann vielleicht kein mitreißender Impulsvortrag, aber auch kein peinliches Herumgelaber.
Wie das geht? Die sogenannte VEGAZ-Methode kann Ihnen vielleicht dabei helfen: mehr →
Sie sitzen im Meeting, blicken schlau in die Runde und sehen dabei Ihren Gedanken selig beim verklären zu… als Sie plötzlich Ihr Chef bittet eine kurze Präsentation über Ihr aktuelles Projekt zu halten. Natürlich haben Sie nichts vorbereitet. Blöde Sache, das. Kommt aber vor.
In solchen (und anderen) Fällen hilft die sogenannte 2-5-1 Methode, eine Präsentation aus dem Stegreif zu halten. Sie liefert Ihnen zwar keine Inhalte – die müssen Sie sich schon selber aus den Fingernägeln saugen -, aber sie gibt Ihrem Vortrag Struktur. Damit klingt das Gestammel dann eben nicht mehr wie selbiges, sondern wie der Vortrag eines hellwachen und stets präsenten Präsentäters. Chapeau!
Und so funktioniert die 2-5-1 Methode (gefunden bei Projektgeschichten): mehr →
eute erzähle ich Ihnen eine Geschichte…
Für die Vorstandssitzung eines internationalen Konzerns wurden die Mitglieder in eines der feinsten und teuersten Restaurants der Stadt eingeladen. Es lag in unmittelbarer Nähe der Firmenzentrale und so erschienen die Vorstände pünktlich und gut gelaunt, plauderten ein wenig beim Champagner und nahmen schließlich an dem luxuriös gedeckten Tisch Platz. Alle freuten sich auf das legendäre Menü des hiesigen Sternekochs. Doch dazu kam es nicht.
Draußen versammelten sich Landstreicher und Obdachlose. Sie blickten durch die Scheiben, drückten ihre staubigen Nasen dagegen und klopften aufdringlich an die Fenster. Das Klappern wurde lauter und mischte sich bald mit Sprechgesängen. An ein gemütliches Mahl war nicht mehr zu denken, und immer mehr Bosse fragten sich, was der Gastgeber dagegen unternehmen würde: Würde er die Penner ignorieren oder die Polizei rufen? Nichts davon passierte. Stattdessen öffnete er die Tür und ließ die Meute herein. Die Leute rochen wie ein Zwischenfall in einem Kölner Chemiewerk. Vor allem aber waren sie hungrig. Zum großen Entsetzen der Vorstände lud sie der CEO an den Tisch.
Manager wie Angestellte verbringen pro Woche allein 4,9 Arbeitsstunden damit, Meetings zu koordinieren. Dabei werden durchschnittlich sieben Meetings pro Woche vereinbart, an denen sieben Personen teilnehmen, die im Schnitt zwei Stunden und 45 Minuten zusammen sitzen. Ein Fünftel dieser Bürorunden dauert sogar länger als fünf Stunden. Woraus sich für manche Manager ergibt, dass sie jede Woche rund 19 Stunden in Meetings hocken. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 2500 Büroarbeitern aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, USA und Skandinavien, die das Institut LM Research & Marketing Consultancy durchgeführt hat. Auftraggeber war – aus sicher nicht ganz uneigennützigen Gründen – der Online-Terminplaner Doodle. Bei der Umfrage kam auch heraus, wie sich die einzelnen Meetings unter der Woche zusammensetzen:
Thilo Baum, geboren 1970, studierte Publizistik und Theaterwissenschaft in Berlin und schrieb parallel für die Berliner Boulevardzeitung B.Z. Danach folgte ein Volontariat beim Berliner Kurier, wo er als Lokalredakteur und Schlussredakteur arbeitete. 2004 machte sich Baum sich als Seminarentwickler und –veranstalter selbstständig. Er lebt heute in der Prignitz (Brandenburg). Im Eichborn-Verlag erschien soeben sein neues Buch: Komm zum Punkt: Das Rhetorik-Buch mit der Anti-Laber-Formel.
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