Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Moralerlass – Erfolg und Moral verhalten sich diametral

Es ist im Grunde ganz leicht, sich über andere Menschen moralisch zu entrüsten. Oft aber bleibt es nur Neid, der dahinter steckt – wenn auch mit einem kleinen Heiligenschein.

Es ist schon ein paar Jahre her. Da gab es die Geschichte mit der TV-Moderatorin Ulla Kock am Brink und ihrer Freundin und Kollegin Sabine Christiansen. Irgendwann spannte Moderatorin eins Moderatorin zwei den Mann aus. Dann war Sendepause. Zuerst wurde Kock am Brinks ZDF-Quiz „Cash“ abgeschaltet, dann die geplante ARD-Show „Ich setz auf Dich“ mehrfach zwangspausiert und zum Schluss ganz gekippt. Für die Moderatorin war das damals ein unverständlicher Prozess, sie beteuerte immer wieder: „Ich habe nichts verbrochen, ich habe mich nur verliebt.“

Die Meinungen darüber gingen auseinander. Für die einen war der berufliche Abort der „schamlosen Ehebrecherin“ (Bild) die gerechte Quittung eines doppelten Treuebruchs. Andere hielten sie für eine mittelmäßige Moderatorin, die als Antagonist für eine auflagentreibende Boulevard-Posse herhalten musste. mehr

Essay, Job 6
Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Die Macht der Freiheit – Regeln essen Eifer auf

Es ist schon erstaunlich, was sich so in unseren Köpfen abspielt. Eben noch haben wir freudig an dem neuen Projekt getüftelt, haben dankenswerterweise die Organisation übernommen, mit einem bescheidenen Budget improvisiert und unseren Triumph bereits imaginiert. Da kommt der Chef um die Ecke und macht plötzlich klare Vorgaben, was er alles dabei realisiert und drin haben möchte. Hier noch dies, dort noch das – und bitte alles bis gestern und genau so!

Das ist nicht besonders tragisch. Chefs dürfen das. Tragisch sind aber die Auswirkungen: Schlagartig erlischt unser Eifer. Aus unserer Lust wird Last. Und wo vorher die kleine, kreative Spielwiese unseren Ehrgeiz beflügelte etwas Neues aufzubauen, mutiert das Projekt jetzt zu einer mühsamen Aufgabe, an der wir uns abarbeiten. mehr

Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Weihnachtsfeier – Die sieben wichtigsten Fragen dazu

engel1Es ist wieder soweit: Spätestens mit dem ersten Advent erleben Glühwein, Girlanden und Geschäftsführeransprachen ihre alljährliche Renaissance – vor allem auf der obligaten Weihnachtsfeier. Vom Chef bis zum Pförtner ziehen sich dann alle bunte Pappnasen, lustige Nikolaus-Mützen und Rentiergeweihe an und spielen ungezwungenes Beisammensein. Feste soll man zwar feste feiern, derart erzwungene Lieblichkeiten sind aber anscheinend nur durch exzessive Enthemmung zu ertragen.

Tatsächlich haben Weihnachtsfeiern auch immer was von Schaulaufen: Wer benimmt sich – wer daneben? Überall lauern Fettnäpfchen und Fallstricke. Für Vorgesetzte ist so eine Feier gerne auch ein gesellschaftlicher Benimmtest, der Mitarbeiter für höhere Aufgaben empfiehlt oder auch nicht. Der Maßstab variiert zwar von Unternehmen zu Unternehmen, dennoch tauchen alle Jahre wieder dieselben Fragen dazu auf. Wir beantworten Sie Ihnen heute: mehr

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Erfolgsregel – Die 1000 Fan-These

Kennen Sie die „1000-Fans“-Regel? Sie geht auf Kevin Kelly, Internet-Legende und Mitgründer des Magazins Wired zurück. Danach reichen 1000 wahre Fans aus, um einen Künstler oder ein kleines Geschäft zu ernähren. Ein wahrer Fan laut dieser Definition bringt drei Freunde mit zum Konzert, kauft die teure Hardcover-Ausgabe eines Buches, statt nur auf der Webseite des Autors herumzuklicken, fährt quer durch die Stadt, um in genau diesem Laden jene Schokolade zu kaufen und so weiter. Vor allem aber verstärkt ein solcher Fan den Buzz und damit die Fanbasis – weil er weitererzählt, wie großartig es ist, Fan zu sein.

[gefunden in: Meconomy]
Von Jochen Mai // 22 Kommentare

10.000-Stunden-Regel – Was Erfolgreiche gemein haben

Was ist der Unterschied zwischen Erfolg und Nicht-Erfolg? Ganz einfach: 10.000 Stunden. Allerdings 10.000 harte Stunden, bestehend aus Fleiß, Disziplin, Ausdauer. Die These vertritt zum Beispiel Malcolm Gladwell, dessen neuer Bestseller „Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht“ nächste Woche Donnerstag auf deutsch erscheint. Jedoch stammt die These nicht von Gladwell selbst, sondern vielmehr von dem US-Neurologen Daniel Levitin von der McGill Universität in Montreal dem US-Psychologen Anders Ericsson. mehr

Artikel, Job 22
Von Jochen Mai // 13 Kommentare

Selbstdisziplin funktioniert nicht – Über die Macht der Gewohnheit

Ein Interview mit dem Buchautor Jörg Weisner

jorg_weisnerJörg Weisner studierte nach einer Banklehre und Anlageberatung in einer Großbank Betriebswirtschaft und startete parallel in der Unternehmensberatung. Seit 1989 ist er als Berater, Trainer und Unternehmens-Coach tätig. Sein erstes Buch „Job&Joy“ ist 2001 bei Econ erschienen. Soeben ist sein zweites Buch „Vergiss Selbstdisziplin, erfolgreiche Gewohnheiten bringen dich voran“ im OG-Verlag erschienen. mehr

Von Jochen Mai // 10 Kommentare

Kleiner Einsatz, große Wirkung – Paretos 80/20-Regel

Es war gerade 1853 als George Crum, Koch eines Hotels in Saratoga Springs, der Kragen platzte. Ständig nörgelte ein Gast über zu dicke Bratkartoffeln. Da nahm Crum die Erdäpfel, schnitt sie in papierdünne Scheiben und briet sie so knusprig, dass sie mit Messer und Gabel nicht mehr zu essen waren. Der Gast war begeistert – prompt landeten die allerersten Kartoffelchips der Welt als „Saratoga Chips“ auf der Speisekarte.

1904 wollte der US-Teehändler Thomas Sullivan Proben eine neue Teesorte an seine Kunden verschicken. Damals wurde der Tee in teure Blechdosen gepackt. Der Sparfuchs Sullivan aber steckte jeweils ein paar lose Teeblätter in einen Seidenbeutel, den er stattdessen verschickte. Seine Kunden missverstanden seine Geschäftsidee und brühten den Tee samt Tütchen auf. Sullivan selbst erkannte die Genialität seiner Erfindung nicht, der Teebeutel wurde trotzdem ein Welterfolg. mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen