Zwei Drittel der Manager befürchten gerade, dass das Image ihres Unternehmens großen Gefahren ausgesetzt ist. Vor allem die unkontrollierte Verbreitung vertraulicher Informationen machen den Bossen sorgen, so eine Umfrage („Risky Business: Reputations Online“, pdf) von Weber Shandwick in Zusammenarbeit mit der Economist Intelligence Unit unter 703 Führungskräften aus über 20 Branchen. Der Haken: Bislang unternehmen die Befragten kaum etwas dagegen – oder sind völlig arglos. So nutzen die Manager das Netz vorrangig zum Auskundschaften des Wettbewerbs (64 Prozent), zum Einholen von Kundenfeedback (63 Prozent) sowie zum Ausloten neuer Jobchancen (60 Prozent) – jedoch nicht zur Reputationspflege.
Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) sind entweder in Sachen Reputationsmanagement völlig ahnungslos oder ignorieren, dass unzufriedene Mitarbeiter das eigene Unternehmen online schlechtreden. Nur ein Drittel (34 Prozent) kennt Fälle von Angestellten, die im Netz Negatives verbreitet haben. Die Arglosigkeit steigt offenbar mit der Hierarchie: Während von den Mittelmanagern noch 43 Prozent über imageschädigende Inhalte in Social Networks, Videoportalen oder Beschwerdeforen besorgt sind, sind es auf CEO-Ebene nur noch 21 Prozent.
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