Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Kontrollverlust – Warum alles einen Sinn haben muss

KleksSatz Dieser Beitrag keinen zu diesem ergibt Gegensatz Sinn im. – Das fanden Sie verwirrend? Anregend? Inspirierend? Nun, die meisten Menschen geraten in Stress, wenn sie mit Situationen konfrontiert werden, die sie nicht verstehen. Ein völlig entstellter Satz ist dabei noch die harmloseste Variante.

Als die US-Management-Forscher Jennifer Whitson und Adam Galinsky jetzt ihre Probanden bei einem Experiment Bilder beschreiben ließen, die objektiv keine erkennbaren Muster aufwiesen, sahen diese trotzdem welche. Kurz: Es war wie beim Rorschachtest: Je weniger Sinn die Bilder ergaben, desto mehr interpretierten die Probanden dazu.

Beim zweiten Test sollte sich die eine Hälfte der Versuchsteilnehmer an eine Situation erinnern, in der sie völlig überfordert waren; die zweite Gruppe sollte indes an ein Erfolgserlebnis denken. Anschließend wurden allen Probanden drei Geschichten von übernatürlichen Phänomenen erzählt. Und siehe da: Die erste Gruppe war für derlei metaphysisches Brimborium deutlich empfänglicher. Oder wie es die Forscher erklären: Weil die Probanden zuvor eine Situation mit hohem Kontrollverlust gedanklich durchlebten, hatten sie anschließend ein gesteigertes Bedürfnis nach einer Erklärung, nach einem Sinn der Phantasiegeschichten. mehr

Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Fundbüro – Lesenswertes aus dem Netz

Umfrage zur Finanzkrise

Ich hatte in diesem Beitrag zur Finanzkrise schon darüber geschrieben, dass ich glaube: Spätestens 2009 rollt auf die deutschen Arbeitnehmer eine Kündigungswelle zu, die sich durch alle Branchen ziehen wird. Schon heute denken manche Manager laut über einen möglichen Stellenabbau nach. Dazu gibt es auch eine Umfrage. Über 100 Leser haben sich daran bereits beteiligt, aber es können gerne noch mehr werden. Deshalb lege ich sie Ihnen noch einmal vor:

Original Rorschach Test

KleksNatürlich haben Sie schon einmal vom Rorschachtest gehört: Man bekommt zehn Karten mit Tintenkleksen gezeigt, sagt, was man darauf sieht und schon kann der Psychoanalytiker die gesamte Persönlichkeit des Probanden erfassen. Angeblich. Aber kennen Sie auch die Original-Tintenklekse? Sie werden im Web eine Menge Kleksbilder finden, aber meist nicht die Original-Rorschach-Testbilder. Warum?

Psychologists want the blots to remain a secret from the general public so that reactions to the blots will be spontaneous. Hermann Rorschach hoped these spontaneous reactions would yield valuable clues to the test subject’s personality. Whether they do remains controversial. Many psychologists think the Rorschach test is hopelessly unreliable; others see it as one of the cardinal tools of modern psychodiagnosis. Even among those who acknowledge the value of the test, there is disagreement on interpretation of responses. [via]

So oder so – wer sucht, der findet: Hier finden Sie die Original-Tintenklekse und HIER können Sie auch gleich online den Rorschachtest machen. Viel Vergnügen!

Narzisten übernehmen gerne die Führung

EgoWenn eine Gruppe führungslos ist, dann dauert es nicht lange, bis ein Narzist deren Führung übernimmt oder sie gar an sich reißt. Das ist das Ergebnis einer bemerkenswerten Untersuchung der Ohio State Universität in Newark:

And while narcissists are more likely to become leaders, results of one of the studies suggests that, once in power, narcissists don’t perform any better than others in that leadership role.

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Erfolg in 7 Worten

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A United Prototype product. - Made with love in Cologne, Germany.
  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen