Von Jochen Mai // Schreibe einen Kommentar

Diese 3 Rückfragen sollten Sie in jedem Bewerbungsgespräch stellen

  1. Warum ist diese Stelle frei? Ein Wolf im Schafspelz: Wurde die Position neu geschaffen, können Sie gleich anschließen: Warum? Wächst das Unternehmen, der Bereich, konnte das Team die Arbeit nicht mehr bewältigen (Stressalarm!)? Ist sie dagegen schon länger vakant, fragen Sie, warum der geeignete Kandidat noch nicht gefunden wurde. Womöglich wollen Sie es auch nicht sein.
  2. Was ist (aus Ihrer Sicht) die größte Herausforderung auf dieser Position? Erstes Plus: Die Frage signalisiert, dass Sie sich bereits inhaltlich mit dem Job beschäftigen und lösungsorientiert engagieren. Zweites Plus: Sie erfahren von möglichen Schwachstellen (zwischen den Zeilen lesen!) und ob Ihre Fähigkeiten tatsächlich auf die Stelle passen.
  3. Wie werden meine Leistungen gemessen? Und von wem? Die Frage ist, zugegeben, etwas tricky. Aber in vielen Jobs sind heute variable Gehaltsanteile völlig üblich. Die sind meist an Ziele geknüpft – und ob Sie diese erreicht haben, muss irgendwer beurteilen. Mit der Frage vermeiden Sie also nicht nur künftigen Frust – Sie entlarven auch den potenziellen Willkürfaktor bei diesem Arbeitgeber.
Von Jochen Mai // 25 Kommentare

Drei Rückfragen im Bewerbungsgespräch, mit denen Sie Personaler beeindrucken

  1. Zum Personaler: “Sie selbst haben hier vor einigen Jahren angeheuert – und sind geblieben. Was zeichnet Ihr Unternehmen im Vergleich zur Branche aus und was lieben Sie so an Ihrer Arbeit?”
  2. Zum Job: “Was sind aus Ihrer Sicht die Herausforderungen der Stelle und des Teams? Welcher Meilenstein sollte unbedingt zuerst erreicht werden?”
  3. Zur Zukunft: “Wenn Sie in die Zukunft blicken: Welches sind die wichtigsten Wachstumsfelder des Unternehmens und wo liegen die größten Marktchancen im Vergleich zu den Mitbewerbern?”
Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Rhetorik-Ratgeber – 28 Fragen und ihre heimlichen Botschaften

Den Satz kennen Sie schon: Wer fragt, der führt. In der Rhetorik ist die Technik, Fragen zu stellen, ein probates Mittel, um ein Gespräch zu lenken, zu manipulieren oder gar zu dominieren.

Aber Fragen können noch mehr. Fragen, insbesondere wenn wir sie uns selbst stellen oder in bester Absicht einem Freund, können zum Nachdenken anregen. Sie können der erste Schritt zur Lösung sein – vorausgesetzt, es sind die richtigen Fragen. Denn bei den meisten schwingt eine wichtige Botschaft im Subtext mit. Auch wenn sie nach Fragen klingen, können Sie eine Aussage sein. Deswegen setzen sie übrigens auch Chefs so gerne ein. Fragen klingen weniger nach Kommandos, signalisieren Offenheit, können den Adressaten trotzdem ein wenig in die gewünschte Richtung schubsen.

Und manchmal verbergen sich hinter Fragen geradezu kleine Persönlichkeitstests. Weil Sie sonst auf dieser Seite so viel Tipps, Anregungen und Aussagen finden, heute – zum Wochenausklang – ein paar Fragen. 28 um genau zu sein – inklusive ihrer Subbotschaften… mehr

Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Erfahrungsbericht – Was Leser bei der Bewerbung erleben

thrun

Ein Gastbeitrag und Leserbrief von Kai Thrun

Hallo Herr Mai,

ich wollte mich auf diesem Wege etwas länger als in nur 140 Zeichen bedanken. Dank Karrierebibel.de war ich bei meinem letzten Vorstellungsgespräch so gut vorbereitet, dass es wohl das nachhaltigste meines Lebens wurde. Obendrein war es verdammt amüsant. Dass ich den Job nicht bekommen habe, lag weniger an meiner Vorstellung, sondern eher am Unternehmen: Man bot mir den Job zwei Wochen später als Freelancer-Tätigkeit an, was ich dankend ablehnte.

Auf das Gespräch selbst hatte ich mich exzessiv vorbereitet (5 Tage). Die Top100 Interview-Fragen sind wirklich Gold wert (natürlich habe ich mich mit den anderen Tipps auch beschäftigt). Ich hatte dann zu jeder Frage die passende oder offene Antwort. Es war ein Festival. Hinzu kam, dass sich die Gesprächspartnerin scheinbar nicht richtig vorbereitet hatte und sichtlich irritiert war, dass ich problemlos und frei sämtliche ihrer Fragen beantworten konnte. Ich habe mich selten so selbstsicher gefühlt.
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Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Loyalitätsfrage – Haben Sie sich auch woanders beworben?

So schnell kanns gehen: Vorhin fragt mich ein sympathischer Leser per E-Mail, ob ich ihm bei einem aktuellen Problem helfen kann. Schaun mer mal. Wie lautet denn die Frage?

Ich bin zur Zeit dabei mich bei verschiedenen Unternehmen zu bewerben. Das erste Gespräch steht nun an. Dazu meine Fragen:
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Von Jochen Mai // 10 Kommentare

Fauxpas im Vorstellungsgespräch – Bewerber-Knigge in Zahlen

Antworten der Personaler

handschlag 30 Prozent der Bewerber erscheinen 15 Minuten zu spät zum Vorstellungsgespräch, 9 Prozent lassen sogar eine Stunde auf sich warten. 26 Prozent der Personaler haben während des Jobinterviews schon erlebt, dass ein Bewerber ein Telefongespräch an seinem Handy angenommen hat. 68 Prozent der Personaler würden dafür einen Kandidaten umgehend disqualifizieren. 87 Prozent der Personaler bemängeln unangebrachte Kleidung beim Jobinterview, 43 Prozent erleben immer wieder Respektlosigkeiten und schlechte Ausdrucksweise. 39 Prozent der Personaler halten ein Dankschreiben nach dem Gespräch für extrem wichtig, 41 Prozent finden es irgendwie wichtig. Für 98 Prozent reicht dazu eine E-Mail. Immerhin: 33 Prozent erhalten in der Hälfte aller Fälle tatsächlich ein solches Dankschreiben, 35 Prozent selten bis gar nicht. 5 Prozent der Personaler würden für das Ausbleiben eines Dankschreibens einen Kandidaten sogar ablehnen. 33 Prozent der Befragten sagen Kandidaten per E-Mail ab, 29 Prozent per Briefpost und 27 Prozent per Telefon. 46 Prozent der Personaler haben ein Jobangebot kurzfristig wieder zurückgezogen. 82 Prozent halten Rückfragen während des Jobinterviews für extreme wichtig, 16 Prozent finden es immer noch bedeutend. 59 Prozent der Personaler finden, dass sich die Manieren der Bewerber in den vergangenen Jahren verschlechtert haben.
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Von Jochen Mai // 31 Kommentare

Gegenfrage – Was Sie im Vorstellungsgespräch fragen sollten

„Haben Sie noch Fragen?“

Auf jeden Fall! Unbedingt!! Und zwar so einige!!!

Wann immer Ihnen ein Personaler im Vorstellungsgespräch die Frage stellt, ob auch Sie noch etwas wissen möchten, sollten Sie auf keinen Fall zögern, zaudern, schweigen oder gar den Kopf schütteln… Schon aus zwei Gründen: mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen