Von Jochen Mai // 11 Kommentare

Schreibblockade – Ein Selbstversuch in Free Writing

Das hier ist der zweite Satz. Der erste zu diesem Text will mir partout nicht einfallen. Ich leide an einer akuten Schreibblockade. Die kommt zwar nicht oft vor. Aber wenn es passiert, verursacht das in mir große körperliche Schmerzen. Ähnlich wie die Business-Weisheiten von Dieter Bohlen. Allen, die daran zweifeln, erspare ich trotzdem den Kalauer.

Obwohl dummes Zeug ja angeblich gegen Schreibhemmungen helfen soll. Stimmt aber nicht. Kaffeetrinken hilft da schon eher. Genauso wie exzessives Nasebohren oder Whisky saufen. Wissenschaftler nennen das eine Vermeidungshandlung (pdf). Was das Nasebohren anbelangt, bin ich mir nicht so sicher. Aber viele große Schriftsteller haben Whisky gesoffen, wenn sie eigentlich schreiben wollten. Ernest Hemingway zum Beispiel. Oder Jack London. Dostojewski aber nicht, der trank lieber Wodka. J.R.R. Tolkien, Rimbaud, Douglas Adams – alles Schreibblockierte! Für Stephen King war der Horror der eigenen Schreibsperre sogar derart groß, dass er sie in mehrere Romane einbaute. Grauenhaft.

Ich habe einen Traum. In dem Traum bekomme ich eine Schreibhemmung und verfasse daraufhin einen großen Roman, einen Bestseller. Plötzlich bin ich reich und berühmt und bekomme meine eigene TV-Sendung für Business-Weisheiten. Oder eine Castingshow: „Deutschland sucht den Superblockierten“. Hartmut Mehdorn gewinnt. Meine Schreibblockaden werden daraufhin schlimmer. Aber das interessiert keinen, ich bin ja jetzt beim Fernsehen. Ich verkaufe jetzt nur noch leere Seiten. Mein zweiter Roman – er heißt „Schreibblock“ – wird zum weltweit meistgekauften Buch aller Zeiten. Die Kritiker sind begeistert. Sie erfinden für mich eigens eine Autorengattung, den Alpha-Blocker. Als ich das Dossier über mich in der ZEIT lese, renne ich vor lauter Glück auf die Straße. Da erschlägt mich Marcel Reich-Ranicki mit einer Blechtrommel. Dann wache ich auf.
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Von Jochen Mai // 6 Kommentare

So überwinden Sie Schreibblockaden

  1. Mittendrin anfangen. Bauen Sie Texte, statt sie durchzuschreiben. Umformulieren und feilen können Sie hinterher immer noch. Dafür steht auf dem Bildschirm aber schon mal was. Und ist der erste Gedanke erst einmal fixiert, folgt bald darauf der nächste.
  2. Adressieren. Drauflosschreiben hilft, erzeugt aber selten gute Texte. Besser: Stellen Sie sich vor, wem Sie schreiben und wie sie dessen Interesse wecken wollen. Nur eines sollten Sie nicht: Sich dabei kontrolliert fühlen und sich um spätere Bewertung sorgen. Das wäre kontraproduktiv.
  3. Einlesen. Schreiben ist wie Musikmachen: Viele müssen sich erst eingrooven. Je nach Textart oder Stil hilft, sich vorab mit Artverwandten auseinanderzusetzen, also formvollendete Texte samt deren Architektur schmökern. Lesen bildet nicht nur, es löst auch Blockaden.
Von Jochen Mai // 24 Kommentare

Gute Acht – 8 Tipps gegen Schreibblockade

SchreibblockadeWer schreibt, der bleibt. Eine sicherlich wahre Redensart. Aber auch eine, die klug übersieht, dass Schreiben nicht immer nur Vergnügen ist. Geschrieben zu haben, ja, das ist Genuss, Erleichterung, Erbauung. Aber noch Schreiben zu müssen, kann zur elend langen Qual werden. Das leere Papier, der leere Bildschirm sind dann wie höhnende Fratzen, die jedes gedachte Wort, jeden Satzansatz verleumden und sie anmaßenden Türstehern gleich aus Prinzip zurückweisen: „Du kommst hier nicht rein!“

Schreibblockade nennen Profis das. Trotzdem kennt sie jeder: Schüler vor dem nächsten Aufsatz, Studenten vor der Hausarbeit, Projektverantwortliche vor dem Bericht, Redner vor der Präsentation, Journalisten vor dem Artikel, Blogger, Autoren, Dichter, selbst die Verfasser von Liebesbriefen. Und um es gleich zu sagen: Schreibblockaden sind wie Herpes – ganz heilen lässt sich der Infekt nie. Aber die Symptome lassen sich gelegentlich lindern.

Deswegen schreibe ich heute aus dem Nähkästchen, wie manche Profis ihre Schreibhemmungen überwinden. Es sind die Ratschläge, die mir wohlmeinende Kollegen vor Jahren schon anvertraut haben, die ich hier und da aufgeschnappt habe – und natürlich jene, die mir selbst manchmal helfen, leere Seiten sinnvoll zu füllen.
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A United Prototype product. - Made with love in Cologne, Germany.
  1. Entscheidungsfreude. Alles beginnt mit einer Entscheidung. Selbst wer sich nicht entscheiden will, trifft de facto eine Wahl. Die Erfolgreichen aber eint, dass sie diese schnell treffen und auch jederzeit anpassen können. Sie sind Schachspieler des Lebens, die sich auf Veränderungen sofort reagieren und ihre Strategien adaptieren können.
  2. Disziplin. Das klingt ein bisschen nach antiquierten preussischen Tugenden, ist aber ein wesentlicher Erfolgsschlüssel: durchhalten – auch wenn es keinen Spaß (mehr) macht. Dahinter steckt aber mehr: Willensstärke und Selbstkontrolle. Und letztlich auch Lernerfolg. Man könnte auch sagen: Dahinter steckt Biss.
  3. Entschlossenheit. Wahrscheinlich ist dies sogar die wichtigste Eigenschaft. Sie hat viel mit Biss gemein, geht aber darüber hinaus: Wer entschlossen ist, verfolgt sein Ziel unbedingt – selbst über anfängliche Niederlagen hinweg. Er fokussiert seine Kräfte, setzt Prioritäten, macht Unmögliches möglich. Oder kurz: Er hat unbedingten Erfolgswillen.
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Erfolgsschlüssel – Diese drei Eigenschaften haben alle Erfolgreichen gemeinsam