Ein Gastbeitrag von Niels Warnecke, Organisationsberater
Techniken zur Selbstorganisation und zum Zeitmanagement gibt es viele, und der Bedarf daran scheint ungebrochen zu sein. „Getting Things Done“, „Zen Habits“, „The 4 Hour Workweek“ oder Personal Kanban – für jeden Charakter gibt es die scheinbar passende Methode und jede erfreut sich einer großen Fangemeinde. Es ist ein schierer Hype um die persönliche Produktivität entstanden. Und eigentlich ist das auch gut so. Nur: Wer kein Ziel hat, wird auch nirgendwo ankommen.
Ich glaube, ich habe bis vor etwa drei Jahren einmal im Quartal mein komplettes Zeit-Management umgeworfen und neu gemacht. Erst ein Time/System-Buch, schön in Leder eingebunden, dann Outlook, dann wieder nur ein kariertes Heft, und wieder Outlook. Aber wie auch immer ich die anstehenden Aufgaben zu organisieren suchte, es war ohne Effekt. Ich habe prokrastiniert. Und ich fühlte mich dabei alles andere als gut. Ich habe immer weniger geschafft. mehr

Manager sind Sünder. Ich kenne keinen Manager, der das bestreiten würde. Vor einer Pressekonferenz, ja. Aber nicht vor dem Glas Wein. Als ich noch Vorstand war, hab auch ich gesündigt. Kräftig. Damals hätte ich wer weiß was für einen Beichtvater gegeben. Seit ich mein eigenes Unternehmen führe und Manager coache und berate, gebe ich nun selbst den Beichtvater, den ich nicht hatte. Und, was soll ich sagen? Das, was Sie da am Horizont verschwinden sehen, ist die Schlange vor meinem Beichtstuhl. Warum ist die so lang?





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