Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Adventskalender (4) – Kekse vertreiben Todesgedanken

Menschen, die über den Tod sinnieren, konsumieren mehr. Zu dieser etwas morbiden Erkenntnis gelangt eine Studie von Dirk Smeesters, Professor für Marketing an der Rotterdam School of Management. Im Rahmen der Untersuchung ließen er und sein Team 750 Studenten Aufsätze zum Thema „Der eigene Tod“, beziehungsweise „Zahnarztbesuch“ (Kontrollgruppe – auch wenn das für manche Mitmenschen irgendwie auf dasselbe hinausläuft) schreiben. Parallel konnten die Teilnehmer Kekse essen und sollten anschließend noch eine Einkaufsliste verfassen. Und wer hätte das gedacht: Wer sich mit seiner eigenen Sterblichkeit beschäftigte, aß prompt mehr Kekse und dessen Shoppingliste war auch deutlich länger als bei der Kontrollgruppe.

Die Erklärung der Wissenschaftler lautet übrigens so: Werden Menschen an ihre Sterblichkeit erinnert, fragen sie sich zugleich, ob sie selbst einmal Spuren auf dieser Welt hinterlassen werden. Dies führt zu einer verstärkten Wahrnehmung des Ichs, was sich durch vermehrtes Essen und mehr Konsum ausgleichen lässt. Dass aber ausgerechnet an Weihnachten, dem Geburtsfest Jesu Christi, am meisten Kekse gegessen und Geschenke gekauft werden (und nicht an Ostern, wo es um dessen Tod und Auferstehung geht), widerspricht der Studie zugegebenermaßen etwas.

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Depression in Deutschland – Die Fakten

resilienzDeutschland trauert kollektiv. Mit Robert Enke, mehr aber noch mit den Hinterbliebenen. Selten hat ein tragischer Freitod wie dieser so viele Menschen berührt, bewegt und emotional aufgewühlt wie dieser. Womöglich liegt das auch daran, dass sich viele Trauernden insgeheim ein kleines bisschen hineinversetzen können, wie es Robert Enke gegangen sein muss. Verstehen Sie mich nicht falsch: Keiner, der nicht selbst an Depressionen erkrankt ist oder war, kann wirklich begreifen, was dann in einem Menschen passiert (Ich habe selbst so einen Fall in der Familie). Aber in dem Zusammenhang wird immer wieder vom Druck gesprochen, der im Leistungssport herrscht. Von dem Funktionierenmüssen und dem Diktat, bloß keine Schwächen zu zeigen – schon gar keine psychischen. Andernfalls gilt man als Weichei oder als „Deislerin“.

Den steigenden Leistungsdruck, das ewige Funktionierenmüssen – das spüren längst auch jene, die keine Berufssportler sind. Sie spüren es seit Jahren – im Büro, auf dem Arbeitsmarkt, manche vielleicht sogar zuhause in ihrer Partnerschaft. Gewiss, nicht alle wählen einen so finalen Ausweg, aber sie kennen den Stress, die Ohnmacht und die Verzweiflung, die mit der zunehmend rauer werdenden Wirtschaftswelt, den seit Jahren anhaltenden Einsparungs- und Entlassungswellen einhergehen. mehr

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Selbstmord nach Mobbing – Beerdigung zahlen Hinterbliebene

Manchmal überrascht mich Justizias Blindheit und Kälte doch: Begeht ein Arbeitnehmer Selbstmord, weil er gemobbt wurde, können seine Angehörigen von dessen Ex-Arbeitgeber nicht verlangen, die Kosten für seine Beerdigung sowie Schadenersatz für die erlittenen Qualen des Verstorbenen zu zahlen (Bundesarbeitsgericht, 8 AZR 347/07). Nur wenn es eindeutige Anzeichen für dessen Suizidgefährdung gab, käme eine andere Beurteilung infrage.

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Nützliche Tools & Tipps

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Fächerwahl: Welches Studium passt zu Ihnen?
A United Prototype product. - Made with love in Cologne, Germany.
  1. Entscheidungsfreude. Alles beginnt mit einer Entscheidung. Selbst wer sich nicht entscheiden will, trifft de facto eine Wahl. Die Erfolgreichen aber eint, dass sie diese schnell treffen und auch jederzeit anpassen können. Sie sind Schachspieler des Lebens, die sich auf Veränderungen sofort reagieren und ihre Strategien adaptieren können.
  2. Disziplin. Das klingt ein bisschen nach antiquierten preussischen Tugenden, ist aber ein wesentlicher Erfolgsschlüssel: durchhalten – auch wenn es keinen Spaß (mehr) macht. Dahinter steckt aber mehr: Willensstärke und Selbstkontrolle. Und letztlich auch Lernerfolg. Man könnte auch sagen: Dahinter steckt Biss.
  3. Entschlossenheit. Wahrscheinlich ist dies sogar die wichtigste Eigenschaft. Sie hat viel mit Biss gemein, geht aber darüber hinaus: Wer entschlossen ist, verfolgt sein Ziel unbedingt – selbst über anfängliche Niederlagen hinweg. Er fokussiert seine Kräfte, setzt Prioritäten, macht Unmögliches möglich. Oder kurz: Er hat unbedingten Erfolgswillen.
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Erfolgsschlüssel – Diese drei Eigenschaften haben alle Erfolgreichen gemeinsam