Menschen, die über den Tod sinnieren, konsumieren mehr. Zu dieser etwas morbiden Erkenntnis gelangt eine Studie von Dirk Smeesters, Professor für Marketing an der Rotterdam School of Management. Im Rahmen der Untersuchung ließen er und sein Team 750 Studenten Aufsätze zum Thema „Der eigene Tod“, beziehungsweise „Zahnarztbesuch“ (Kontrollgruppe – auch wenn das für manche Mitmenschen irgendwie auf dasselbe hinausläuft) schreiben. Parallel konnten die Teilnehmer Kekse essen und sollten anschließend noch eine Einkaufsliste verfassen. Und wer hätte das gedacht: Wer sich mit seiner eigenen Sterblichkeit beschäftigte, aß prompt mehr Kekse und dessen Shoppingliste war auch deutlich länger als bei der Kontrollgruppe.
Die Erklärung der Wissenschaftler lautet übrigens so: Werden Menschen an ihre Sterblichkeit erinnert, fragen sie sich zugleich, ob sie selbst einmal Spuren auf dieser Welt hinterlassen werden. Dies führt zu einer verstärkten Wahrnehmung des Ichs, was sich durch vermehrtes Essen und mehr Konsum ausgleichen lässt. Dass aber ausgerechnet an Weihnachten, dem Geburtsfest Jesu Christi, am meisten Kekse gegessen und Geschenke gekauft werden (und nicht an Ostern, wo es um dessen Tod und Auferstehung geht), widerspricht der Studie zugegebenermaßen etwas.

Deutschland trauert kollektiv. Mit Robert Enke, mehr aber noch mit den Hinterbliebenen. Selten hat ein tragischer Freitod wie dieser so viele Menschen berührt, bewegt und emotional aufgewühlt wie dieser. Womöglich liegt das auch daran, dass sich viele Trauernden insgeheim ein kleines bisschen hineinversetzen können, wie es Robert Enke gegangen sein muss. Verstehen Sie mich nicht falsch: Keiner, der nicht selbst an Depressionen erkrankt ist oder war, kann wirklich begreifen, was dann in einem Menschen passiert (Ich habe selbst so einen Fall in der Familie). Aber in dem Zusammenhang wird immer wieder vom Druck gesprochen, der im Leistungssport herrscht. Von dem Funktionierenmüssen und dem Diktat, bloß keine Schwächen zu zeigen – schon gar keine psychischen. Andernfalls gilt man als Weichei oder als „Deislerin“. 




Twitter - 140 Tools, Tipps und Tricks
Einsplus - Tipps und Plugins für Google+
Corporate Blogs - 30 Themenideen
Shitstorm - So bändigen Sie ihn
55 Symptome - Sind Sie Social Media süchtig?
Gefällt mir - Omas Tipps für Social Media
Monitoring - Die wichtigsten Tipps und Tools
Dossier - So bauen Sie Ihre Eigenmarke im Netz
Leitlinien - Die 10 Social Media Gebote
Linkedin - 11 nützliche Tools für Ihr Profil
Xing - 10 Tipps für das perfekte Profil