Stellen Sie sich vor, Sie müssten künftig nicht mehr zum Bewerbungsgespräch. Klingt gut, oder? Stellen Sie sich weiter vor, der Personaler käme stattdessen zu Ihnen nach Hause. Immer noch gut? Naja… Und jetzt stellen Sie sich bitte vor, wie Sie ein Jobinterview daheim auf der Couch führen, mit dem Laptop auf dem Schoß und dem Personaler auf dem Bildschirm – zugeschaltet via Webcam und Internet.
Zukunftsmusik? Hierzulande – höchstwahrscheinlich. Aber in den USA ist das bereits Realität. In der Fast Company gab es jetzt dazu einen interessanten Bericht, wonach bereits einige US-Unternehmen dazu übergehen, Bewerber zum Vorstellungsgespräch nicht mehr persönlich einzuladen, sondern direkt via Webcam, Skype, InterviewStudio oder HireVue zu interviewen. Bei letzterem Anbieter ist es etwa möglich, bis zu sechs Kandidaten gleichzeitig zuzuschalten und zwischen ihnen hin und her zu wechseln, um beispielsweise ihre Antworten auf ein und dieselbe Frage zu vergleichen.
Wer sich auf solche Auswahlverfahren einlässt, sollte jedoch auf folgende Punkte achten: mehr →
Diese ununterbrochenen Unterbrechungen! Ständig bimmelt das Handy, piept das E-Postfach, ächzt das Instant-Messaging-Programm, wie etwa bei Googlemail, Skype, Twitter & co. Konzentriertes Arbeiten ist so völlig unmöglich. Der rote Faden: längst verloren. Aber stimmt das?
Stimmt nicht, sagen jetzt amerikanische Wissenschaftler von den Universitäten in Irvine und Columbus. In einer Studie über Instant Messaging im Büro, bei der sie 912 Büroangestellte beobachtet haben, kommen sie zum Schluss: Mithilfe dieser Webtools werden unnötige Störungen sogar vermieden. Dann etwa, wenn man dem Kollegen ein paar Fragen stellen will oder muss und mit ihm schnell über die Chatbox Informationen austauscht, statt zig Mails hin- und herzuschicken oder immer wieder anzurufen. Und durch gezieltes Abschalten der IM-Funktion lässt sich zudem klar signalisieren, dass man gerade abwesend ist oder nicht gestört werden will. Überhaupt nutzen die meisten diese Tool, um schnelle Antworten auf aktuelle arbeitsbezogene Fragen zu bekommen und nicht, um damit komplexe Probleme zu klären.