Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Ideenkiller – Von wie vielen Einfällen trennen Sie sich wirklich?

ideenanimiertMal ehrlich: Trennen Sie sich von genug (Ihrer) Ideen? Eine ungewöhnliche Frage, zugegeben. Zumal es in den meisten Unternehmen ja exakt um das Gegenteil geht: mehr Ideen, mehr Kreativität, mehr Innovation. Aber genau diesem stehen vieles im Weg – vor allem alte Ideen.

Tatsächlich ist es so, dass ehemalige Gedanken und Anregungen noch lange die Agenda regieren, obwohl man sie offiziell längst verworfen hat. Warum das so ist? Nun, Eitelkeit spielt dabei sicher eine dominierende Rolle. Kein kreativer Kopf schätzt es, wenn ausgerechnet seine brillante Idee aussortiert und abgeschmettert wird. Verkannte Genies haben die Angewohnheit äußerst hartnäckig und trotzig zu reagieren, und nicht wenige suchen noch tagelang nach einem Weg durch die Hintertür, ihren ursprünglichen Vorschlag im neuen Gewand zu verkaufen.

Der zweite Bremsklotz ist das Ideenmanagment selbst. Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter. Und die meisten Mitarbeiter wissen instinktiv (wenn nicht gar offiziell), dass die Urheber zündender Einfälle mit Belobigungen, Prämien oder gar Beförderung rechnen können. Umgekehrt wird keiner dafür honoriert, dass er sich von seiner Idee getrennt und aus dem Fehler gelernt hat. Also passiert das: Solange es geht, versucht jeder seine kreativen Impulse in einen Erfolg zu verwandeln – und sei es nur anteilig – mit dem Effekt, dass nie so richtig Platz für völlig neue Gedanken ist. mehr

Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Trennungs-Kultur – Der Spagat zwischen trennen, binden und motivieren

Ein Gastbeitrag von Laurenz Andrzejewski

AndrzejewskiLaurenz Andrzejewski ist Gründer der Management1x1, einer Management- & Karriereberatung mit Sitz in Usingen/Taunus. Als Trennungsexperte begleitet er seit 1989 Veränderungs- und Personalabbauprozesse in Unternehmen, berät Führungskräfte und Personalabteilungen in der strategischen Planungsphase und unterstützt gekündigte Mitarbeiter bei deren Jobwechsel. Im Sommer 2008 erschien in dritter TrennungskulturAuflage sein Bestseller „Trennungs-Kultur“ im Wolters Kluwer Verlag. Wegen seines Engagements für das Tabuthema Kündigung wird er in den Medien gerne auch als „Deutschlands Trennungspapst“ bezeichnet. In seinem Artikel plädiert er für Schadensbegrenzung durch die Verknüpfung von Arbeitsrecht und Fairness.
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen