Nun gibt es die Finanzkrise nicht gerade erst seit gestern. Und Krisenmanagement ist auch keine Millenium-Erfindung. Trotzdem herrscht weltweit ein dramatischer Mangel an Führungsstärke und geeigneten Strategien, um den Anforderungen der aktuellen Wirtschaftskrise adäquat zu begegnen. Trotz akuter Refinanzierungsprobleme konzentrieren sich nur 65 Prozent der finanziell angeschlagenen Unternehmen um Aufbau und Erhalt ihrer Liquidität. Laut Selbsteinschätzung verfügt ein Drittel nicht mal über kein tragfähiges Konzept, um in der Krise zu bestehen. Entsprechend trauen 40 Prozent der Manager unterhalb der CEO-Ebene ihren Bossen kein überzeugendes Krisenmanagement zu – und 46 Prozent bezweifeln, dass die verkündeten Maßnahmen überhaupt umzusetzen wären. Das ist das alarmierende Bild, das eine aktuelle Studie der Strategieberatung Booz & Company zeichnet. Dazu wurden im Dezember 2008 weltweit rund 830 Manager der obersten Führungsebene, davon 133 aus dem deutschsprachigen Raum, befragt.
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Authentisch sein, vertrauensvoll, glaubwürdig – das sind Eigenschaften, die Manager sich heute gerne zuschreiben, in Krisenzeiten vielleicht noch etwas mehr. Davon zu reden, erhöht aber nicht das Vertrauen der Mitarbeiter, es steigert auch nicht die Glaubwürdigkeit. Im Gegenteil: Worte sind billig, wer sie zu oft verwendet ohne Taten folgen zu lassen, schürt nur den Verdacht eine Nebelkerzenwerfer zu sein, jemand, der das eine sagt, um zu verschleiern, dass er das andere tut.
Im Leadership-Blog von George Ambler habe ich eine schöne Liste gefunden mit Verhaltensweisen, wie Sie das Vertrauen anderer erschüttern, wenn nicht gar zerstören können. Verstehen Sie diese Aufzählung ruhig als Checkliste. Wer mehr als fünf Punkte ankreuzen könnte, ist auf dem besten Weg Vertrauen zu verspielen:
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