Das also war der Gastbeitragwettbewerb 2010: Insgesamt elf Gastbeiträge haben daran teilgenommen. Entstanden sind so zwei abwechslungsreiche Wochen mit ebenso inspierenden wie hilfreichen Artikeln. Seit Sonntag vor einer Woche haben über 1000 Leser die eingereichten Beiträge bewertet und für ihren jeweiligen Favoriten abgestimmt, um den besten Autor beziehungsweise besten Gastbeitrag zu ermitteln. Dabei ging es leider nicht immer ganz fair zu, sodass zum Teil nicht ganz klar ist, ob die Stimmen tatsächlich die Meinung von “Lesern” widerspiegeln. Dennoch konnte von der Jury eine faire Lösung gefunden werden. Und nun steht das Ergebnis fest, auf das sicher schon so einige gespannt sind, allen voran die Autoren selbst…
das war’s: Der Gastbeitrag-Wettbewerb 2010 ist abgelaufen, hinter uns liegen zwei phantastische Wochen mit insgesamt zwölf ebenso lesenswerten wie lehrreichen, nützlichen, amüsanten und inspirierenden Beiträgen. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle zuerst ganz herzlich bei allen Einsendern bedanken: Chapeau!
Damit liegt es jetzt unter anderem an Ihnen, liebe Leser: Sie können bis Samstag nächster Woche mitentscheiden, welcher Beitrag der beste ist. Dazu habe ich ein Abstimmungstool vorbereitet, bei dem Sie per Mausklick Ihre Stimme abgeben können. Ich bitte natürlich alle Leser im Allgemeinen, die Teilnehmer und deren Freunde im Besonderen so fair zu sein, die Wahl nicht zu manipulieren. Bei offensichtlicher Zuwiderhandlung müssten wir den betreffenden Autor disqualifizieren, und das kann ja keiner wollen.
Parallel dazu wird die Jury ihr Stimmen abgeben und die Beiträge benoten. Am Ende fließen diese Noten zu 50 Prozent in die Gesamtwertung mit ein – einem Patt gibt jedoch das Leservoting den Ausschlag. mehr →
Können sich philosophische Betrachtungen auf die Leistung im Job auswirken? Sie können, so jedenfalls das bemerkenswerte Ergebnis der Forschungen um Tyler Stillman, Roy Baumeister, Kathleen Vohs und einigen anderen von der Florida State Universität in Tallahassee beziehungsweise der Universität von Minnesota in Minneapolis. In diesem Fall war es so, dass jene, die davon überzeugt waren, über einen freien Willen zu verfügen, sowohl bessere Leistungen zeigten als auch durch durchweg positiveres Verhalten auffielen:
In Study 1, stronger belief in free will corresponded to more positive attitudes about expected career success. In Study 2, job performance was evaluated objectively and independently by a supervisor. Results indicated that employees who espoused free will beliefs were given better work performance evaluations than those who disbelieve in free will, presumably because belief in free will facilitates exerting control over one’s actions.
Was lange gärt, wird endlich Wut. Ab und an Dampf abzulassen, kann eine wunderbar erleichternde Wirkung haben – so wie bei einem reinigenden Gewitter. Aber unkontrollierte, blinde Wut ist brandgefährlich. Wir alle wissen das. Eine ärgerliche E-Mail in Rage beantwortet, kann enorm zerstörerische Konsequenzen nach sich ziehen. Eine hitzige Debatte, in der sich ein Wort das andere gibt, kann in einem bösen Schlagabtausch münden – sogar sprichwörtlich. Der Wüterich – er kostet meist nur kurz seinen Triumph, aber die Folgen seiner Eruption bedauert er vielleicht ein Leben lang.
Neu ist das alles freilich nicht. Wir kennen das, haben es womöglich selbst schon ein paar Mal erlebt, waren Opfer, vielleicht sogar Täter. Aber haben wir daraus gelernt? Machen wir es deshalb anders? Geraten wir deswegen langsamer in Rage? Oder reicht es nach wie vor, dass andere unsere immer gleichen wunden Punkte treffen, damit wir wie ein HB-Männchen sofort wieder unter der Decke kreisen?
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Es gibt Studien oder Experimente nach deren Lektüre ich weiß, was ich alles nicht weiß. Man könnte aber auch sagen: Danach bin ich mehr von der unglaublichen Dämlichkeit des Menschen überzeugt, als von seiner oft unterstellten Intelligenz.
Von dem amerikanischen Verhaltensökonomen und renommierten Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT), Dan Ariely, stammt ein solches Experiment. Es ging dabei um Entscheidungen. Das heißt, eigentlich ging es darum, wie wir sie treffen und darum, dass wir uns oft vielmehr auf das konzentrieren, was wir dabei verlieren, als auf das, was wir dabei womöglich gewinnen. Es ist ja so: Mit jeder Entscheidung für etwas schließen wir gleichzeitig zig Alternativen aus. Sie entscheiden sich für das iPhone und damit gegen alle anderen Smartphones, die Sie auch hätten kaufen können (und drei Dinger davon kauft ja kein Mensch klaren Verstandes). Sie entscheiden sich für einen Partner und schließen damit all die anderen Amouren aus, die Sie vielleicht auch noch hätten haben können. Jedenfalls macht man das in der Regel so. Ach, Sie wissen schon, was ich meine. mehr →