Von Jochen Mai // 5 Kommentare

Links herum – 8 klassische Link-Typen

Das Wesen des Netzwerkens lässt sich auf die simple Formel reduzieren: Geben und Nehmen – exakt in dieser Reihenfolge. Wie kein anderes Medium zuvor hat das Internet das Netzwerken revolutioniert, und wohl kein anderer Begriff drückt die Ambivalenz des Netzwerk-Prinzips so konzentriert aus wie der des Verlinkens. Wenn Blogger sich untereinander verlinken – ob nun in einzelnen Beiträgen oder in ihrer Blogrolle –, dann ist das immer zugleich ein Nehmen und Geben: Der Eine nimmt Informationen auf und gibt Leserinteresse weiter, der andere zieht Leser an, um neue Informationen der Diskussion hinzu zu fügen. So oder so: Beide haben etwas davon – und das Ergebnis ist mehr Wert als die Summe seiner Teile. mehr

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Second Best – Der zweite Platz ist besser als sein Ruf

Diese Kolumne beginnt erst mit dem zweiten Satz. Der zweite Platz wird oft verkannt. Erster zu sein, hat mehr Glamour. Die Nummer 1 steht an der Spitze, und oben sein, heißt super sein, heißt Gewinner sein. Der Erstgeborene erbt den Titel und die Krone, der Sieger bekommt den Preis und den Ruhm. Zuvorderst bekommt man einzigartige Informationen aus erster Hand, genießt den First-Mover-Advantage – den Vorteil des Zuerstgekommenen, der wie ein Monopolist den Rahm abschöpfen darf. Der Zweite ist dagegen allenfalls erster Verlierer. Er hat alles gegeben, gereicht hat es trotzdem nicht. Knapp vorbei ist eben auch daneben. mehr

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Der Aufstieg – Das Image des Reiner Fakeman

FakemanErinnern Sie sich noch an den Selbstversuch, den ich vor drei Tagen gestartet habe: Die Kunstfigur Reiner Fakeman legt ein positives Profil bei einem der neuen Reputationsdienste an, um damit möglichst weit vorne bei Google & Co. gelistet zu werden. Der aktuelle Zwischenstand: Das Profil ist inzwischen von Null bis auf Platz 5 der zweiten Trefferseite vorgedrungen. Interessant aber auch: Der erwähnte Blogbeitrag zu diesem Versuch landet derzeit auf der ersten Seite auf Rang 8. Ein gut verlinktes Blog bringt also deutlich mehr.

Von Jochen Mai // 18 Kommentare

Schein wird sein – Ruf-Politur am Fakeman

Bald, in nicht allzu ferner Zukunft, werden wir uns kennen, bevor wir uns kennen. Fremde Menschen werden sich beim Geschäfts- oder Abendessen zum ersten Mal begegnen und auf gegenseitiges Vorstellen ebenso verzichten können wie auf zeitraubenden Smalltalk:
„Mein Name ist…“
„Nein, sagen Sie nichts! Sie sind Peter Müller, ich weiß alles über Sie – ich habe Sie bereits gegoogelt!“
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Von Jochen Mai // 1 Kommentar

Unser generated content gib uns heute

Halten Sie Web 2.0 für einen Hype?
“Ja, das ist ein Hype, der meines Erachtens auch von den Journalisten schon wieder fallengelassen wird. Hier ist zwar ein Medium entstanden, das es ermöglicht, Communities weltweit zu vernetzen. Aber andererseits gibt es immer die Sehnsucht der Menschen nach professionell gemachtem Content. Das wurde in der letzten Zeit ein wenig zurückgedrängt und das Spieleische geriet in den Vordergrund. Aber das wird den Menschen auch zunehmend langweilig. [...] User generated Content wird professionell gemachten Content nicht verdrängen.”

Joachim Feher, Chef der MediaCom Vienna

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Von Jochen Mai // 10 Kommentare

Werd! Mein! Freund! – Wie das Web 2.0 die Psyche verändert

Twitter, Frazr, Faybl, Wamadu, und und und – explosionsartig steigt die Zahl der Kommunikationskanäle im Internet und analog dazu der Mitteilungsdrang. Wie ein Virus breiten sich Belanglosigkeiten, flüchtige Notizen und peinliche Eingeständnisse aus und beseelen das Web mit Meinungskakophonie und Blabla. Das Ergebnis: Rauschen statt Relevanz. Was für Kritiker jedoch bloß Ausdruck kollektiver Langeweile und Publicity für Profilneurotiker ist, stellt für Psychologen und Kommunikationswissenschaftler den Beginn einer neuen Ära dar: Was da entsteht, sei eine neue Form des Miteinanders – mit deutlich weniger Privatsphäre, neuen Statussymbolen und bedenklichen Auswirkungen auf unser Denken…

E-Mail, Mobiltelefon, Blackberry, Instant Messenger, Weblogs, Podcasts, Videoclips, virtuelle Clubs und Netzwerke, Chatrooms, Online-Fotoalben, Foren… – wir kommunizieren mittlerweile rund um die Uhr und rund um den Globus. Es piept, es klingelt und vibriert überall und gleichzeitig, und viele machen das alles begeistert mit. Mit bedenklichen Folgen. mehr

Von Jochen Mai // 32 Kommentare

Klick, du bist tot – Wenn das Internet Karrieren killt

Haben Sie schon mal von Googlability gehört? Nicht? Sollten Sie aber! Das Internet wächst und wächst, es kennt Antworten zu Karrierefragen, Kommentare zum Klimawandel oder Rezepte für Boeuff Stroganoff. Und immer öfter weiß es auch Wissenswertes über die Fragensteller selbst: Immer mehr Nutzer füttern das neue, personalisierte Internet, kurz Web 2.0, mit immer persönlicheren Daten – und das lockt immer mehr Neugierige an. Selbstdarstellung und Exhibitionismus sind zur Freizeitbeschäftigung für Millionen geworden. Ein paar Klicks reichen aus, um ein eigenes Webjournal zu betreiben, private Bilder hochzuladen oder in Blogs und Fachforen munter mitzuplappern. mehr

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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen