Das Wesen des Netzwerkens lässt sich auf die simple Formel reduzieren: Geben und Nehmen – exakt in dieser Reihenfolge. Wie kein anderes Medium zuvor hat das Internet das Netzwerken revolutioniert, und wohl kein anderer Begriff drückt die Ambivalenz des Netzwerk-Prinzips so konzentriert aus wie der des Verlinkens. Wenn Blogger sich untereinander verlinken – ob nun in einzelnen Beiträgen oder in ihrer Blogrolle –, dann ist das immer zugleich ein Nehmen und Geben: Der Eine nimmt Informationen auf und gibt Leserinteresse weiter, der andere zieht Leser an, um neue Informationen der Diskussion hinzu zu fügen. So oder so: Beide haben etwas davon – und das Ergebnis ist mehr Wert als die Summe seiner Teile. mehr
Links herum – 8 klassische Link-Typen
Second Best – Der zweite Platz ist besser als sein Ruf
Diese Kolumne beginnt erst mit dem zweiten Satz. Der zweite Platz wird oft verkannt. Erster zu sein, hat mehr Glamour. Die Nummer 1 steht an der Spitze, und oben sein, heißt super sein, heißt Gewinner sein. Der Erstgeborene erbt den Titel und die Krone, der Sieger bekommt den Preis und den Ruhm. Zuvorderst bekommt man einzigartige Informationen aus erster Hand, genießt den First-Mover-Advantage – den Vorteil des Zuerstgekommenen, der wie ein Monopolist den Rahm abschöpfen darf. Der Zweite ist dagegen allenfalls erster Verlierer. Er hat alles gegeben, gereicht hat es trotzdem nicht. Knapp vorbei ist eben auch daneben. mehr
Der Aufstieg – Das Image des Reiner Fakeman
Erinnern Sie sich noch an den Selbstversuch, den ich vor drei Tagen gestartet habe: Die Kunstfigur Reiner Fakeman legt ein positives Profil bei einem der neuen Reputationsdienste an, um damit möglichst weit vorne bei Google & Co. gelistet zu werden. Der aktuelle Zwischenstand: Das Profil ist inzwischen von Null bis auf Platz 5 der zweiten Trefferseite vorgedrungen. Interessant aber auch: Der erwähnte Blogbeitrag zu diesem Versuch landet derzeit auf der ersten Seite auf Rang 8. Ein gut verlinktes Blog bringt also deutlich mehr.
Schein wird sein – Ruf-Politur am Fakeman
Bald, in nicht allzu ferner Zukunft, werden wir uns kennen, bevor wir uns kennen. Fremde Menschen werden sich beim Geschäfts- oder Abendessen zum ersten Mal begegnen und auf gegenseitiges Vorstellen ebenso verzichten können wie auf zeitraubenden Smalltalk:
„Mein Name ist…“
„Nein, sagen Sie nichts! Sie sind Peter Müller, ich weiß alles über Sie – ich habe Sie bereits gegoogelt!“ mehr
Unser generated content gib uns heute
Halten Sie Web 2.0 für einen Hype?
“Ja, das ist ein Hype, der meines Erachtens auch von den Journalisten schon wieder fallengelassen wird. Hier ist zwar ein Medium entstanden, das es ermöglicht, Communities weltweit zu vernetzen. Aber andererseits gibt es immer die Sehnsucht der Menschen nach professionell gemachtem Content. Das wurde in der letzten Zeit ein wenig zurückgedrängt und das Spieleische geriet in den Vordergrund. Aber das wird den Menschen auch zunehmend langweilig. [...] User generated Content wird professionell gemachten Content nicht verdrängen.”Joachim Feher, Chef der MediaCom Vienna
Werd! Mein! Freund! – Wie das Web 2.0 die Psyche verändert
Twitter, Frazr, Faybl, Wamadu, und und und – explosionsartig steigt die Zahl der Kommunikationskanäle im Internet und analog dazu der Mitteilungsdrang. Wie ein Virus breiten sich Belanglosigkeiten, flüchtige Notizen und peinliche Eingeständnisse aus und beseelen das Web mit Meinungskakophonie und Blabla. Das Ergebnis: Rauschen statt Relevanz. Was für Kritiker jedoch bloß Ausdruck kollektiver Langeweile und Publicity für Profilneurotiker ist, stellt für Psychologen und Kommunikationswissenschaftler den Beginn einer neuen Ära dar: Was da entsteht, sei eine neue Form des Miteinanders – mit deutlich weniger Privatsphäre, neuen Statussymbolen und bedenklichen Auswirkungen auf unser Denken…
E-Mail, Mobiltelefon, Blackberry, Instant Messenger, Weblogs, Podcasts, Videoclips, virtuelle Clubs und Netzwerke, Chatrooms, Online-Fotoalben, Foren… – wir kommunizieren mittlerweile rund um die Uhr und rund um den Globus. Es piept, es klingelt und vibriert überall und gleichzeitig, und viele machen das alles begeistert mit. Mit bedenklichen Folgen. mehr
Klick, du bist tot – Wenn das Internet Karrieren killt
Haben Sie schon mal von Googlability gehört? Nicht? Sollten Sie aber! Das Internet wächst und wächst, es kennt Antworten zu Karrierefragen, Kommentare zum Klimawandel oder Rezepte für Boeuff Stroganoff. Und immer öfter weiß es auch Wissenswertes über die Fragensteller selbst: Immer mehr Nutzer füttern das neue, personalisierte Internet, kurz Web 2.0, mit immer persönlicheren Daten – und das lockt immer mehr Neugierige an. Selbstdarstellung und Exhibitionismus sind zur Freizeitbeschäftigung für Millionen geworden. Ein paar Klicks reichen aus, um ein eigenes Webjournal zu betreiben, private Bilder hochzuladen oder in Blogs und Fachforen munter mitzuplappern. mehr






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