Von Jochen Mai // 3 Kommentare

Wechselkurs – Fortschritt braucht Konstanz

Ich erinnere mich noch gut an den Science-Fiction-Film Stargate von Regisseur Roland Emmerich. Darin finden Wissenschaftler an einem alten, ägyptischen Ringtor sieben Symbole, wissen aber nicht so recht, was sie damit anfangen sollen. Bis zu der Schlüsselszene in der einer der Hauptdarsteller (James Spader) ihnen erklärt, es handele sich hierbei um Reisekoordinaten: In jedem dreidimensionalen Raum braucht man sechs Punkte, um das genaue Ziel zu lokalisieren – und einen siebten, konstanten für den Kurs. Oder anders gesagt: Wenn man nicht weiß, woher man kommt, kann man auch kein Ziel ansteuern. mehr

Job 3
Von Jochen Mai // 7 Kommentare

So wollte ich nie werden! – Wie der Job den Charakter verdirbt

„Wenn es Unrecht ist, tue es nicht; wenn es Unwahrheit ist, sage es nicht.“

Marcus Aurelius, Römischer Kaiser

Sozialwissenschaftler wissen: Je stärker sich ein Mensch mit seinem Beruf identifiziert, desto schneller passt er sich den Gepflogenheiten des Betriebs oder der Branche an. Das hat nicht nur Vorteile. Um von den Kollegen und vom Chef respektiert, gelobt, gemocht zu werden, überschreiten so manche mit der Zeit Grenzen, die für sie früher unpassierbar gewesen wären – aus Skrupel und Anstand. Die Idee des Kollegen als eigene verkaufen? „Selbst Schuld, hätte er eben schneller sein müssen!“ Dem Kunden die aktuellen Probleme des Produktes vorenthalten? „Hey, er hat ja auch nicht danach gefragt!“ Schmiergeld bezahlen, um den Auftrag zu bekommen? „Na und, macht doch jeder!“ Tatsache ist: Nicht nur Geld verdirbt den Charakter, der Job kann das genauso mitsamt der Firmenkultur, dem Korps- und Kollegengeist. mehr

Von Jochen Mai // 4 Kommentare

Moralkortex – Müde machen mehr Mist

Ausgeschlafene Menschen entscheiden moralisch besser, so das Ergebnis einer Untersuchung am Walter-Reed-Institut der US-Armee. Offenbar ist es so, dass sich Schlafmangel unmittelbar auf den ventromedialen präfrontalen Kortex auswirkt – dem verorteten Sitz der menschlichen Moral. Beziehungsweise einer Art Kontrollstelle für ethische Entscheidungen. Dieses etwa tischtennisballgroße Areal sitzt hinter den Augen, und bekommt das Gehirn zu wenig Schlaf, schaltet dieser Bereich auf Dämmerzustand. Unsere Werte sind dann nur noch Nebensache. Oder anders gesagt: Müde Menschen machen mehr Mist.

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Kümmern, inspirieren, bewegen – Der Geist wahrer Leiterschaft

Führen heißt zu handeln – genauso wie sich zu kümmern, zu inspirieren, und andere dazu zu bewegen, selbst zu handeln. Es bedeutet aber auch seine Ziele zu teilen, die Werte ebenso repräsentieren, wie die Wünsche und Bedürfnisse, die Sehnsüchte und Erwartungen derer, die sie unterstützen sollen. Der Geist wahrer Leiterschaft wird darin sichtbar, wie sehr sich Führungskräfte für ihre eigenen Werte und Antriebe sowie die ihrer Gefolgsleute einsetzen, sie visualisieren und vorantreiben.

[James MacGregor Burns: "Leadership"]

Job, Zitat 0
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Erfolg in 7 Worten

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  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen