
Es gibt gute Zeiten. Und es gibt schlechte. Angeblich hängt das vom Biorhythmus ab. Die Anhänger dieser Lehre glauben, dass das Leben jedes Menschen von drei unterschiedlichen Rhythmen bestimmt wird: dem körperlichen (er dauert 23 Tage), dem emotionalen (28 Tage) und dem geistigen (33 Tage). Bei der Geburt schlagen alle drei noch im selben Takt, später überlappen und überlagern sie sich. So entsteht ein ewiges Auf und Ab von Leistung, Stimmung und Erfolg. Den eigenen Biorhythmus zu ermitteln, hat allerdings den gleichen Unterhaltungswert wie das richtige Horoskop zu finden. Beides ist blanker Unfug.
Trotzdem gibt es bei jedem Menschen innerhalb eines Tages unterschiedliche Leistungsphasen, die auch in den darauf folgenden Tagen recht regelmäßig wiederkehren. Zumindest, wenn man nach einem bestimmten Takt schläft, isst, arbeitet und entspannt. Entscheidend dafür ist die sogenannte Chronobiologie: Der Organismus des Menschen, also Stoffwechsel, Organtätigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Muskeltonus, schwankt innerhalb eines Tages erheblich. Interessanterweise scheint sich Homo sapiens dabei vor allem in zwei sogenannte Chronotypen zu unterteilen: die Frühaufsteher (auch Lerchen genannt). Sie stehen schon früh morgens auf und sind sofort topfit. Und die Langschläfer (auch Eulen genannt), die auch abends noch hell wach sind und sich gut konzentrieren können. Diese Typen sind unabhängig von der Schlafmenge, die der Einzelne braucht, beide brauchen im Schnitt zwischen sieben und acht Stunden.
Allerdings liegen ihre individuellen Leistungsphasen stark zeitversetzt. Wer seinen eigenen Typ kennt und dies im Alltag berücksichtigt, kann seine Leistung, Kreativität und Produktivität deshalb deutlich verbessern. Schwierige Aufgaben legt man dann möglichst in die Hochphasen, der lästige Kleinkram wird in den Durchhängerphasen erledigt. Die obige Grafik zeigt, wie sich die einzelnen Zeiten bei beiden Typen über den Tag verteilen. Allerdings sind das natürlich Durchschnittswerte, die im Einzelfall variieren können.







Andreas Reisenbauer
Also ich zähle mich eindeutig zu den Lerchen. Auch wenn du angesprochen hast, dass dies Durchschnittswerte sind, liegt die Einteilung der Menschen in nur zwei Grundtypen doch fernab von jeder Realität.
Aber ich stimme mit dir überein, dass man seine Leistungskurve kennen sollte und seinen Arbeitsalltag darauf abstimmen sollte.
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nimue
ich bin eine 100% eule, das weiß ich aber schon seit jahren. ab ca 17.00 laufe ich zur höchstform auf. wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich tagsüber schlafen und nachts arbeiten. :-) dummerweise ist das aber nicht gesellschaftskonform.
SaschDaily
Ich bin aber sowas von eine Eule… Glücklicherweise habe ich derzeit keine extrem festen Arbeitszeiten, so dass ein Erscheinen im Büro nicht unbedingt um 8 Uhr erfolgen muss. Sonst hätte ich jeden morgen ein echtes Problem.
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Sven
Gehöre eindeutig zum Typ Lerche und ab 20.00 Uhr geht bei mir auch garnichts mehr. Wenn man das in einer Grafik darstellen würde wäre das früh im Höhepunkt und würde allmählich abnehmen. Dann nachdem Mittag noch mal ein kleines Hoch und dann steil Berg ab. Nachts arbeiten? -Nie im Leben!
derherold
Eule.
Hans
Hallo, und gibt es irgendwelche Möglichkeiten seine verschiedenen Phasen festzustellen?
Jochen Mai
@Hans: Die simpelste Methode ist zugleich die beste: Beobachten Sie sich selbst. Beide Typen haben Leistungshochs am Vormittag und Nachmittag und Leistungstiefs um den Mittag. Wo welche Phasen individuell liegen hängt letztlich auch von Ihrem Berufsalltag, der Arbeitsstruktur und den Tagesrhythmen ab. Beobachten Sie sich am besten über einen längeren Zeitraum, dessen Rhythmus nicht zu stark variiert.: Wann gehen Ihnen bestimmte Aufgaben besonders leicht von der Hand? Wann bekommen Sie Ihre besten Ideen? Wann brauchen Sie dringend einen Kaffee oder Tee? So müssten Sie Ihren eigenen Phasen schnell auf die Spur kommen.
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Arno.Nyhm
schön wäre ein artikel zu: (extremere) eulen und arbeitswelt – chancen und tricks
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