Teamgeist: So werden Sie zum Teamplayer
Teamgeist findet sich in fast allen Ausschreibungen – unabhängig von der Position – als wichtiges Kriterium. Teamwork wird in den meisten Unternehmen groß geschrieben und Fachwissen allein überzeugt bei einer Bewerbung nicht. Gesucht sind nicht nur die, die gut als Einzelperson performen, sondern Ihre Stärken auch im Team ausspielen können. Denn in vielen Unternehmen wird heute bereichs- und funktionsübergreifend gearbeitet. Doch wie wird man zum Teamplayer?

Was ist Teamfähigkeit und wie entsteht ein Team?

Auch wenn es sich in den meisten Stellenanzeigen so anhört, als wäre Teamfähigkeit eine Eigenschaft, handelt es sich dabei eher um einen Sammelbegriff einer ganzen Reihe von Eigenschaften. Gut im Team zu funktionieren, bedeutet konstruktiv zusammenzuarbeiten und ein gemeinsames Ziel schnellst- und bestmöglich zu erreichen. Eine Gruppe macht noch lange kein Team, sondern ist bloß eine Ansammlung von Individuen. Jedes Team muss sich erst finden, jedes Mitglied eine Rolle übernehmen und sich im Ganzen aufeinander einspielen. Erst dann kann es leistungsfähig agieren.

Damit ein solches Team entstehen kann, braucht es bestimmte Voraussetzungen:

  • Ein klares Ziel. Damit alle an einem Strang ziehen, braucht es eine Richtung, ein konkretes Ziel. Was soll gemeinsam erreicht werden? - das muss jedem im Team klar sein. Am besten ist es sogar, wenn die Teammitglieder selbst für dieses Ziel brennen.
  • Die richtige Größe. Das Team muss groß genug sein, um die Aufgabe gemeinsam stemmen zu können, darf jedoch auch nicht zu groß sein, denn dann lässt es sich schlechter führen.
  • Unterschiedliche Persönlichkeiten. In homogenen Teams gibt es zwar weniger Reibungspunkte, doch es entstehen auch keine neuen Ideen. Ganz unterschiedliche Charaktere müssen zusammenkommen, Querdenker, Vermittler, Kreative, Pragmatiker...
  • Einen akzeptierten Leiter. Es braucht eine Person, die die Verantwortung übernimmt, das große Ganze im Blick behält und das Team führt. Doch das kann nur funktionieren, wenn diese Person auch vom gesamten Team akzeptiert wird.
  • Eine funktionierende Kommunikation. Ein leistungsfähiges Team muss ständig in Kontakt miteinander stehen und Informationen austauschen. Die eine Hand muss wissen, was die andere tut.

Drei Typen, die das perfekte Team braucht

  1. Das Gegenteil von Ihnen. Viele Unternehmen haben die Angewohnheit, Klone einzustellen. Die harmonieren dann zwar gut mit allen anderen, denken aber auch so. Effekt: Einheitsbrei und Mittelmaß. Wer Inspiration und Innovationen sucht, braucht Diversität - in Denken, Kultur, Erfahrung.
  2. Den analytischen Realisten. Bei aller Kreativität - Sie brauchen immer auch einen Pragmatiker, der sich auf das Machbare konzentriert. Aber mit viel gutem Willen. Er prüft: Was ist nötig, um die Idee umzusetzen? Was würde es kosten? Welche Schritte müssten unternommen werden und in welcher Reihenfolge?
  3. Einen leidenschaftlichen Verkäufer. Was nutzt die beste Lösung, wenn Sie damit hinterher keinen begeistern können - allen voran die Geschäftsführung? Die Kunden später aber auch. So ein Promoter hilft zudem die Stimmung im Team aufrecht zu halten, wenn die Zweifel überhand nehmen.

So werden Sie zum Teamplayer

Monkey Business Images/shutterstock.comTeamwork ist kein Selbstläufer und auch, wenn die Voraussetzungen eine maßgebliche Rolle dafür spielen, wie gut die Arbeit in Teams funktioniert, kann jeder dazu beitragen, die Teamarbeit zu verbessern.

Was einen Teamplayer ausmacht:

  • Zuverlässigkeit

    Nur wenn sich die anderen Teammitglieder hundertprozentig auf Sie verlassen können, kann die Zusammenarbeit funktionieren. Vertrauen und Zuverlässigkeit sichern den Rückhalt im Team. Nichts ist ärgerlich, als jemandem eine Aufgabe zu übertragen und festzustellen, dass diese nicht erledigt wurde. Muss man einem Teammitglied immer auf die Finger schauen und alles kontrollieren, was es tut, wird dieses Mitglied zur Belastung.

  • Kritikfähigkeit

    Wer Fehler nicht eingestehen kann und nicht daraus lernt, behindert das Vorankommen. Auch wenn niemand gerne kritisiert wird, ist Feedback zur eigenen Arbeit wichtig, um sich weiterzuentwickeln. Nimmt man das Feedback der Teammitglieder an, wird nicht nur die eigene Arbeit besser, sondern auch das Gesamtergebnis.

  • Rücksichtnahme.

    Damit die Arbeit im Team funktioniert, muss man sich manchmal selbst zurücknehmen und andere zu Wort kommen lassen. Ein rücksichtsvoller Umgang miteinander ist notwendig, damit jeder den Mut hat sich einzubringen, Ideen und Vorschläge zu machen und die eigene Meinung zu vertreten.

  • Eine eigene Meinung

    Auch wenn Diskussionen anstrengend sein können, vor allem wenn sie sich immer im Kreis drehen, sind sie notwendig und beleben den Teamgeist. Ein gefestigter Standpunkt kann das Team davor bewahren, in die falsche Richtung zu rennen und Einwände zu übersehen. Erst durch unterschiedliche Meinungen und Perspektiven lässt sich aus einer anfänglichen Idee, ein funktionierendes Konzept machen.

  • Engagement

    Ein Teamplayer glaubt an das Ziel und setzt sich unermüdlich für dessen Erreichung ein. Dafür gibt er sein Bestes. Wer passiv bleibt und den anderen die Arbeit überlässt, zieht sich aus der Affäre. Er lädt den anstrengenden Teil auf den Schultern der anderen ab und trägt damit nichts zur Lösung bei. Doch damit verwehrt man dem Team die Möglichkeit, von den eigenen Stärken und Talenten zu profitieren.

  • Durchhaltevermögen

    Teamarbeit ist mitunter anstrengend und langwierig. Durch diese Phasen muss man sich hindurchkämpfen und einen langen Atem beweisen. Wer vorschnell aufgibt, lässt die anderen Teammitglieder hängen. Das ganze Projekt droht dann zusammenzubrechen. Hat man jedoch selbst das nötige Durchhaltevermögen, hat das auch eine motivierende Wirkung für die anderen.

  • Kompromissbereitschaft

    Wer immer nur den eigenen Kopf durchsetzen will, wird es in einem Team schwer haben. Als Teamplayer ist es notwendig, auch in der Lage zu sein, über den eigenen Schatten zu springen und Kompromissbereitschaft zu beweisen.

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