Jetzt mal Hand aufs Herz: Haben Sie auch schon auf der Toilette E-Mails mit dem Smartphone geschrieben? Oder in einem Meeting heimlich getwittert? Schlafen Sie mit Ihrem Smartphone IM Bett? Gut, das kann man gerade noch als suboptimalen Stil verbuchen. Aber drei von vier Autofahrern geben sogar zu, beim Fahren irgendwas in ihr Handy zu tippen. 63 Prozent haben sogar schon mal auf der Büro-Toilette telefoniert (super Nebengeräusche!). Aber der Knaller ist das: Laut der folgenden Infografik haben 25 Prozent der unter 25-Jährigen auch schon Texte ins Smartphone getippt – während (!) sie Sex hatten – und wir vermuten, es war nicht: “Oh-Uh-Aaahhh!”.
Und tatsächlich drei von vier Menschen glauben längst, dass Smartphones schlechtes Benehmen fördern. Etwa bei Tisch – wenn man eigentlich mitten im Gespräch ist und sein Gegenüber trotzdem ans Telefon geht oder seine Mails liest. Oder in der Bahn, wo mancher so laut spricht, dass man unfreiwillig Zeuge des Telefonats wird. Na, haben Sie sich wiedererkannt? Also gut, nutzen Sie die Kommentare zum Geständnis… und diesmal nicht das Smartphone.

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dubbie
Arbeiten Sie einmal in einem Callcenter, z.B. in der Hotline eines Telefonanbieters. Der typische Kunde schmatzt einem entweder in die Ohren, weil er während des Anrufes ißt, oder er zieht die Nase hoch, rotzt und schnäuzt, während er das Telefon in der Hand behält.
Bei Frauen ist typisch, dass sie während der Anrufe Geschirr spülen, wobei die klappernden Geräusche einem am Headset in den Wahnsinn treiben können. Besonders gut kommt es auch, wenn man ein schreiendes Baby auf den Schoß hat und das Handy in der Hand des Armes hält, mit dem man das Baby festhält. Dann schreit das Baby direkt ins Telefon, wogegen der Anrufer aus einigem Abstand in den Hörer spricht.
Die Sache mit dem Klo ist leider alltäglich, man bleibt vor pupsigen Nebengeräuschen nicht verschont.
Leider dürfen wir bei solchen Belästigungen nicht auflegen. Aber meine Gesundheit ist mir wichtiger. Ich lege dann das Headset einfach auf den Tisch und höre zwei Minuten später rein, ob die unappetitliche oder gehörschädigende Geräuschquelle noch da ist.
Auch Hotlinemitarbeiter haben eine Menschenwürde. Ich rotze schließlich auch niemanden ins Telefon.
éKriture
dubbie, das ist wirklich rücksichtslos und teils abartig, was Sie da schildern… Die typischen Smartphone-Rüpeleien, die ich so mitbekomme, nehmen sich daneben ja eher harmlos aus. Sie reichen vom Klassiker des ungewollt hautnah miterlebten Bahn-Telefonats über ungewollt mitgehörte Checker-Musik bis hin zu diesem gestern beobachteten Fall: Ein Mädel auf dem Fahrrad, mitten in der Rush-Hour auf einer vielbefahrenen Kreuzung, zückte doch tatsächlich das Smartphone und tippte darauf herum… Leider eine leichtsinnige Sache, sowohl aus polizeilicher Sicht als auch im Hinblick auf das Unfallrisiko.