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Kategorie: Job & Psychologie
Meinung & Ratgeber

Definitiv alles, was Sie für das Überleben im Büro wissen müssen ✔ Tipps für Aufsteiger & Umsteiger ✔ Die besten Tricks für die Gehaltsverhandlung ✔ Jetzt gratis lesen!

Ganze 212 Tage. So viele Werktage verbringt der deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich an seinem Arbeitsplatz. Und für rund 17 Millionen Menschen ist das: ein Büro. Mit dem Wort „Büro“ assoziieren wir allesamt völlig unterschiedliche Erwartungen und Gefühle. Für die einen ist es der Ort, an dem sie zwischen Beruf und Berufung oszillieren, für andere ist es schlicht das unselige Gegengewicht, das ihre Lebenswaage und damit die gern zitierte Work-Life-Balance regelmäßig aus dem Lot wippt.

Apropos: Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag im Job und Büroalltag? So acht bis neun Stunden täglich… mindestens? Unser Arbeitsplatz ist eben nicht nur ein enorm einnehmender Lebensraum – ganz oft ist er auch ein veritables Krisengebiet, das unser Verhalten, unsere Psyche und sogar die Gesundheit entscheidend beeinflussen kann. Büros gleichen einem kleinen Gemeinwesen mit eigener Kultur, eigenen, meist ungeschriebenen Regeln und Ritualen. Häufig lauern zahlreiche Fallgruben und Konfliktherde zwischen Konferenzraum und Korridor, zwischen Kaffeeküche und Kopierer. Die meisten Büroarbeiter verbringen mehr Zeit miteinander, reden mehr mit ihren Kollegen als mit ihrer Familie, kennen die Belegschaft besser als ihre Nachbarn und sind den Launen und Marotten der Mit-Arbeiter, ihrer Missgunst und ihren Intrigen ungeschützt ausgeliefert. Seinen Lebenspartner und seinen Beruf kann man sich schließlich aussuchen – die Kollegen nicht.

Sagen wir es, wie es ist: Das Büro ist ein Minenfeld. Nichts kann einem die Freude an der Arbeit mehr versauen als Kollegen mit dem Territorialverhalten eines Medici. Im sozialen Gehege Büro prallen regelmäßig die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander. Und das Schlimme daran: Negative Emotionen sind hochgradig ansteckend. Wie bei einem Virus: Ist die kritische Masse an Griesgramen und Neurotikern im Betrieb erreicht, verschlechtert sich das Klima dramatisch.

Wie die diesen lebensgefährlichen Dschungel überleben, besser noch meistern, wie sie mit den zahlreichen Macken, Marotten und Psychoeffekten umgehen, die Ihnen im Job und Büro begegnen, verraten die folgenden Seiten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie unbeschadet durch das soziale Dickicht und an den darin hausenden Raubtieren vorbeigelangen und die häufigsten Bürofallen und vor allem den Büroalltag meistern.

Job & Psychologie

Spotlight-Effekt: Warum Ausrutscher egal sind

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Schätzungen zufolge leidet in Deutschland jeder Zehnte an Gelotophobie. So nennen Psychologen Menschen, die permanent Angst davor haben, von anderen ausgelacht zu werden. Diesen bemitleidenswerten Zeitgenossen reicht bereits das Glucksen von Passanten, um es auf sich zu beziehen. Dabei sind kleinere Missgeschicke, wie sie jedem von uns mal passieren, halb so wild. Solche Fauxpas‚ interessieren unsere Umwelt nicht ansatzweise so sehr, wie wir vielleicht denken. Echt jetzt. (mehr …)

Job & Psychologie

Gehalt Werbebranche: Wer verdient wie viel?

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Werber – das sind doch nur Sprücheklopfer! Und schlecht bezahlt noch dazu, denken viele. Zumindest Zweites stimmt nicht. Laut einer Gehaltsanalyse von Gehalt.de, für die die Durchschnittsgehälter von insgesamt 5109 Arbeitnehmern der Agenturszene ermittelt wurden, steigen die Saläre in der Werbebranche gerade wieder. Allerdings klafft auch hier eine Lücke zwischen den Gehältern von Männern und Frauen von teils bis zu 5000 Euro. Und: Leistung und Einsatz zahlt sich am Anfang der Karriere oft noch immer nicht aus… (mehr …)

Job & Psychologie

Stroop-Effekt: Chaos im Hirn enttarnt Spione

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Wissen Sie, wie der amerikanische Geheimdienst in Zeiten des kalten Krieges russische Agenten oder gar Schläfer enttarnt hat? Mithilfe des sogenannten Stroop-Effekts. Kennen Sie nicht? Dann wird es aber Zeit: Aus der Hirnforschung wissen wir inzwischen, dass unsere fünf Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) unser Gehirn in jeder Sekunde mit rund elf Millionen Bits an Informationen versorgen. Das entspricht rund 1,4 Megabyte – der Größe einer alten Floppy-Disk. Pro Sekunde! Im gleichen Zeitraum verarbeitet unser Bewusstsein aber nur 40 bis 50 Bits davon. Der Rest, soweit er überhaupt verarbeitet werden kann, wandert ins Unterbewusstsein. Und bringt dieses mitunter kräftig durcheinander. Und genau das lässt sich ausnutzen… (mehr …)

Job & Psychologie

Parasiten im Job: Mit Schmarotzern umgehen

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Von allen wunderlichen Lebensformen, die dieser Planet hervorgebracht hat, ist die wohl lästigste die des Parasiten. Leider nimmt die Natur auf menschliche Billigung keine Rücksicht. Deshalb vermehren sich diese lausigen Kreaturen immer weiter. Stechmücken zum Beispiel. Zecken genauso. Oder Nassauer im Job. Überhaupt die Schmarotzer im Büro! Sie sind von allen die schlimmsten. Oder wie heißt es so schön: Das Problem am Rattenrennen ist – selbst wenn du gewinnst, bleibst du immer noch eine Ratte… (mehr …)

Gastbeitrag

Warum Frauen und Männer unterschiedlich verdienen

Von Redaktion // 13 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Conrad Pramböck

Das Wichtigste vorweg: Es gibt hierzulande keine generelle, grundsätzliche Benachteiligung von Frauen in Gehaltsfragen. Aktionen wie jüngst der Equal Pay Day, die auf die Schließung der Einkommensschere pochen, sind irreführend und inhaltlich unrichtig. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist heute bereits erreicht. Frauen und Männer verdienen im Schnitt für den selben Job genau gleich. Wenn Sie diese Erkenntnis aus dem Grund ablehnen, weil ich ein Mann bin, begehen Sie eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Also lesen bitte Sie weiter, wenn Sie an einer inhaltlichen und nicht bloß polemischen Auseinandersetzung mit dem Thema interessiert sind. (mehr …)

Job & Psychologie

Erfolgsformeln in 7 Worten: Gratis-eBook

Von Jochen Mai // Keine Kommentare

Man kann viele Worte machen, viel reden – und doch nichts sagen. Ganz oft ist es sogar so, dass sich die großen Wahrheiten hinter einfache Worte und in ganz kurze Sätze kleiden – so, als wollten sie überlesen werden oder nicht viel Aufhebens um sich machen. Eigentlich eine noble Geste. Wie bei Menschen auch, die wahre Größe beweisen, indem sie sich klein machen können. Als wir vor einigen Tagen Sie, liebe Leser, nach Ihrem Erfahrungswissen und besten Erfolgsformeln in maximal 7 Worten gefragt haben, waren die überwältigend. Viele, sehr viele haben mitgemacht. Herausgekommen ist ein famoses eBook, das wir Ihnen zurück schenken möchten… (mehr …)

Job & Psychologie

Wie viel Charlie Brown steckt in Ihnen?

Von Christian Mueller // 1 Kommentar


Kennen Sie Charlie Brown, den liebenswerten, immer etwas schüchternen und immer etwas depressiven Jungen? Von der Hauptfigur der legendären Comic-Serie Peanuts von Charles Schulz lässt sich viel lernen. Langjährige Leser der Comics runzeln jetzt vielleicht die Stirn: Charlie ist nicht unbedingt ein leuchtendes Vorbild. Eher der Underdog, einer, der meist auf der Schattenseite des Lebens steht. Richtig, seine Figur hat Kanten und Ecken – und genau deshalb eignet sie sich, um davon zu lernen… (mehr …)

Job & Psychologie

Berufsleben: Unvermeidliche Sätze

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Kennen Sie solche Sätze aus Ihrem Berufsleben: „Nicht reden – machen.“ (Chef); „Freitagmittag erwischen Sie da keinen mehr.“ (Mitarbeiter); „Das hört sich gut an.“ (Kollege)? Sätze, die man immer und immer wieder hört – und gerade deshalb eigentlich auch schon nicht mehr hören kann. Phrasen, die man selbst immer wieder verwendet, ohne über die Bedeutung nachzusinnen. Stimmhafte Leerraumverdränger, subtile Gemeinheiten. Kurz: Unvermeidliche Sätze im Berufsleben(mehr …)

Job & Psychologie

Gruppendynamik: 11 kuriose Team-Fakten

Von Jochen Mai // 16 Kommentare


Angenommen, Sie pferchen zehn intelligente Menschen in einen Raum und bitten Sie ein neues Auto zu entwickeln. Nehmen wir weiter an, Sie nennen dieses Beisammensein Brainstorming oder – ganz originell: Meeting. Was, glauben Sie, kommt dabei heraus? Der neue Auris Hyper-Hybrid oder eher Robbi-Tobbis-Fliewatüüt? Tatsächlich gibt zahlreiche unterschiedliche Erfahrungen über Teams („Toll Ein Anderer Macht’s“) und die Gruppendynamik, die ihnen innewohnt. Aber hätten Sie gewusst, dass Müde teamfähiger sind als Ausgeschlafene oder ein paar Narzissten die Gruppe kreativer machen? Falls nicht, sollten Sie weiterlesen… (mehr …)

Job & Psychologie

QWERTY-Effekt: Tastatur beeinflusst Wortwirkung

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Wörter, die sich aus mehr Buchstaben von der rechten Seite der Tastatur zusammensetzen, werden mit positiveren Emotionen assoziiert als Wörter mit linken Buchstaben. Das sagen allerdings nicht wir. Das ist das Ergebnis einer Studie der Kognitionswissenschaftler Kyle Jasmin vom University College London und Daniel Casasanto von der New School for Social Research in New York. Die konnten einen Zusammenhang zwischen der Wirkung eines Wortes und wie es getippt wurde nachweisen – und nennen das Ganze den QWERTY-Effekt (englische Tatstatur)… (mehr …)

Job & Psychologie

Content-Agentur engagieren? Tipps zur Auswahl

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


Vier feste Autoren, zwei Kolumnisten und einige Gastautoren schreiben heute regelmäßig für die Karrierebibel. Trotzdem bleibt die Seite für Sie kostenlos. Wir finanzieren uns allein durch die Werbung auf der Seite. Der Weg hierhin war allerdings ein langer. Schreiben ist die Hölle, aber geschrieben zu haben – das ist der Himmel, lautet ein altes Journalisten-Bonmot. Will man es im Netz zu Reichweite und Aufmerksamkeit bringen, kommt man am Schreiben – heute: Content – kaum vorbei. Besonders dann, wenn die Seite nicht nur eine erweiterte Visitenkarte sein soll, sondern als Verkaufs-, Kommunikations- und Unternehmensplattform den Dreh- und Angelpunkt bei der Akquise darstellt. Doch wie kommt man an relevante und gute Texte? (mehr …)

Gastbeitrag

Mythos Freiheit: Angestellte haben es besser

Von Redaktion // 33 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Conrad Pramböck

Es ist ein Mythos, dass Selbständige automatisch glücklicher, reicher und freier sind als Angestellte. Eher ist es so: Angestellte können ihre beruflichen Ziele aus zahlreichen Gründen oft besser erreichen als Selbständige. Wer Angestellte als Auslaufmodelle bezeichnet und die Selbständigkeit als Zukunft der Arbeit preist, ignoriert diese Fakten. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Angestellten im deutschsprachigen Raum um mehr als 50 Prozent gestiegen. Die Anzahl der Selbständigen stieg im gleichen Zeitraum nur um 15 Prozent. (mehr …)

Job & Psychologie

eBooks publizieren – in Eigenregie

Von Christian Mueller // 13 Kommentare


EBooks haben in den letzten Jahren einen spürbaren Aufschwung erlebt. Waren sie früher nur etwas für absolute Technikfanatiker, so besitzen heute immer mehr Menschen einen Kindle oder ein Tablet, auf dem Sie eBooks lesen können. Amazon gibt zwar keine genauen Zahlen heraus, betont jedoch, dass die eBook-Verkäufe deutlich zugelegt haben und die Verkaufszahlen weiter wachsen. Apple zielt mit seinem iBooks-Store und dem erst vor wenigen Wochen vorgestellten Programm iBooks Author ebenfalls auf den eBook-Markt ab. eBooks sind jedoch nicht nur für Leser, sondern auch für Autoren attraktiv, denn sowohl bei Amazon als auch bei Apple können Autoren ihre eBooks publizieren, ohne dafür einen Verlag zu brauchen und die Kosten sind deutlich niedriger als beispielsweise bei einem Print-on-demand-Service… (mehr …)

Job & Psychologie

Trainerausbildung: Was zeichnet Trainer aus?

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


„Dann werde ich eben Coach oder Trainer!“ Nicht wenige packt irgendwann in ihrem Berufsleben der Wunsch, sich mit einer beratenden Tätigkeit selbstständig zu machen. Doch wie müssen Männer und Frauen gestrickt sein, die sich als Trainer selbstständig machen möchten? Welche Fähigkeiten brauchen sie? Sabine Prohaska, deren Wiener Unternehmen Seminar Consult Prohaska Trainer und Coaches ausbildet, erklärt im Interview, worauf es im Trainerberuf ankommt… (mehr …)

Job & Psychologie

Was macht eine Feel Good Managerin?

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Was ist denn das für ein Job? So was bräuchten wir auch! Wie geil ist das denn! Das sind Fragen und Reaktionen, die Stefanie Häußler häufig zu hören bekommt. Das liegt an ihrem Beruf. Sie ist Feel Good Managerin bei dem Leipziger Online-Händler Spreadshirt. Seit dem 1. Oktober kümmert sich die gelernte Event-Managerin um das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Zuvor studierte sie in Leipzig, arbeitete ein halbes Jahr in Spanien. Feel Good Manager gibt es bisher nur wenige in Deutschland. Grund genug, mit einer der quirligsten davon zu sprechen… (mehr …)

Job & Psychologie

Verzeihen lernen: Warum Vergeben so schwer ist

Von Jochen Mai // 20 Kommentare


Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe – oft ist es auch ein guter Anlass zur Versöhnung. Zum Vergeben und Verzeihen. Das fällt allerdings vielen nicht gerade leicht. Zumal richtiges Um-Verzeihung-Bitten gekonnt sein will. Schon die Formulierung macht klar: Es ist eine Bitte, kein Befehl. Wer um Verzeihung bittet, appelliert an die Milde und Güte desjenigen, den er verletzt oder verärgert hat. Das schließt allerdings mit ein, dass der- oder diejenige die Wahl hat, zu verzeihen oder eben auch nicht. Die gute Nachricht: Man kann verzeihen lernen(mehr …)

Job & Psychologie

40 Gründe, sich einen Coach zu suchen

Von Christian Mueller // 36 Kommentare


Sie stecken bis zum Hals in Arbeit, die Projekte und Aufträge stapeln sich und bei all dem haben Sie nicht das Gefühl, dass Sie auf der Karriereleiter weiter kommen. Manche einer würde sagen: Jetzt ist es höchste Zeit, einen Coach zu engagieren der Ihnen dabei hilft, Ihre laufenden Aufgaben in den Griff zu bekommen und sich wieder klare Ziele für Ihre Karriere zu setzen. Doch ein guter Coach ist weit mehr als ein reiner Krisenmanager, er ist ein Partner und Wegweiser, der Ihnen dabei hilft, den für Sie richtigen Ansatz und Weg zu finden… (mehr …)

Job & Psychologie

Prokrustesbetten: Raus aus den Denkschubladen!

Von Jochen Mai // 13 Kommentare


Auf seinen Reisen begegnete Theseus vielen Feinden und Gefahren. Einer der Grausamsten in der griechischen Sage war der Straßenräuber und Sadist Prokrustes. Wer an seinem Haus vorbeikam, den zwang er hinein. Dort hatte er zwei Betten: ein viel zu kurzes und ein viel zu langes. Seine kleinen Opfer lud er in das übergroße Bett und sprach: „Freund, die Lagerstatt ist viel zu groß für dich. Lass sie dir passend machen.“ Dann band er sein Opfer an das Bett und streckte es so lange, bis es starb. Die größeren Gäste fesselte er in das Zwergenbett und sagte: „Freund, die Bettstatt ist viel zu klein für dich. Lass sie dir passend machen.“ Dann hackte er ihnen die Beine ab, bis nichts mehr herausragte. Als Theseus seinen Weg kreuzte, überwältigte er Prokrustes und tötete ihn auf die gleiche Weise… (mehr …)

Job & Psychologie

Korrumpierungs-Effekt: Hobby zum Beruf machen?

Von Jochen Mai // 24 Kommentare


Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht! Für viele Menschen ist dieser Satz Ausdruck von Glück und Erfolg. Was kann es auch Schöneres geben? Man muss nicht mehr arbeiten – nein, man geht seinem Hobby nach und bekommt auch noch Geld dafür! Doch auch auf die Gefahr hin, Ihnen den Tag zu verderben: Genau dies ist eine Illusion, ein Mythos und ein gefährlicher noch dazu. Wie Wissenschaftler immer wieder festgestellt haben, passiert dabei nahezu immer dasselbe: Wenn wir für eine Sache, die wir von uns aus gerne tun, plötzlich Geld (oder eine Belohnung) bekommen, dann tun wir dies irgendwann nur noch, um das Geld zu bekommen – nicht aber um der Sache willen. Korrumpierungs-Effekt, im Fachjargon auch Overjustification Effect, wird dieses Psychophänomen genannt… (mehr …)

Job & Psychologie

Luxusgüter: Die Tücken der Luxusprodukte

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Luxusgüter sind sogenannte Superiore Güter. Das heißt: Mit steigendem Einkommen werden sie stärker nachgefragt – aber eben mehr als das eigene Gehalt wächst. Oder einfacher ausgedrückt: Sobald wir in der Gesellschaftshierarchie aufsteigen, versuchen wir noch eine Schippe draufzulegen, indem wir mit solchen – in der Regel überteuerten Produkten – nach außen schon mal zeigen wollen: Sieh her, ich kann’s mir jetzt leisten! Ob das klug ist oder nicht – Die Luxusgüter-Branche ist nicht nur ein lukrativer Wirtschaftszweig, es ist auch ein florierender. Noch dazu konjunkturunabhängig. Trotzdem haben solche Luxusprodukte ihre Tücken. Und das liegt vor allem an unserem Selbstwertgefühl und Statusdenken… (mehr …)

Job & Psychologie

Cocktail-Party-Effekt: Unterhalten trotz Lärm

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Es lässt sich leider nicht mehr ermitteln, ob der britische Kognitionsforscher Edward Colin Cherry ein besonders wilder Partylöwe war oder eine Vorliebe für Cocktailpartys besaß: Cherry ist seit mehr als 30 Jahren tot. Dafür hat er uns eine besonders nützliche Erkenntnis hinterlassen: den Cocktailparty-Effekt. Der bedeutet: Egal, wie sehr die Bude rockt, die Partyfetzen fliegen und wie viele Geräusche unser Gehör aufnimmt – wir können uns trotzdem problemlos auf unseren Gesprächspartner und seine Stimme konzentrieren… (mehr …)

Job & Psychologie

Sexappeal: Der Fluch der Schönheit

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Das Thema Sexappeal ist schwierig. Als Mann gilt man schnell voreingenommen und reduziert urteilsfähig. Eine Frau hätte es an dieser Stelle leichter, sie wäre irgendwie neutraler, glaubwürdiger. Weil die als Autorin aber gerade nicht zur Verfügung steht, muss mal wieder die Wissenschaft aushelfen, denn es geht – sagen wir es, wie es ist: um Konkurrenzdenken, Attraktivität und eben um Sexappeal. Dazu beginnen wir mit einem kleinen Test. Insbesondere falls Sie eine Frau sind (Männer dürfen natürlich auch mitmachen), dürfen Sie zunächst eine simple Frage beantworten: Wie haben Sie gerade auf das Bild zu diesem Artikel reagiert? Ganz ehrlich: Warum genau so? (mehr …)

Job & Psychologie

Hamsterkäufe: Gehen Sie nie hungrig einkaufen!

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Gehen Sie bloß nicht einkaufen, wenn Sie hungrig sind. Die Folgen wären fatal: Sie geben mehr aus, als sie wollen und am Ende kaufen sich viele auch noch ungesundes Fastfood unterwegs, um den knurrenden Magen zu beruhigen. Baba Shiv, Professor an der Stanford-Universität, ließ 165 Studenten in zwei Gruppen ein paar Zahlen memorieren. Die erste Gruppe sollte sich eine siebenstellige Zahl merken, die zweite eine zweistellige. Danach sollten sie einen kurzen Weg in einen anderen Raum wandern, um dort die Zahl zu rezitieren. Unterwegs aber schnappte die Falle zu… (mehr …)

Job & Psychologie

Semmelweis-Effekt: Die Tragödie der Intoleranz

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Der Mann, den sie später den „Retter der Mütter“ nannten, wurde sein Leben lang von seinen Kollegen gehasst, gemieden und ausgegrenzt. Am Ende erlitt er darüber einen Nervenzusammenbruch und starb in einer Nervenheilanstalt – einsam und in geistiger Umnachtung. Dabei verdanken bis heute Millionen Menschen Ignaz Philipp Semmelweis ihr Leben – ohne es zu ahnen… (mehr …)

Job & Psychologie

Huna Lehre: 7 Regeln für den Erfolg

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Als der amerikanische Sprachforscher Max Freedom Long (1890-1971) in den Zwanzigerjahren auf Hawaii arbeitete, erforschte er die Naturreligion der Ureinwohner. Dabei faszinierten ihn die Kahunas, die polynesischen Schamanen. Diese wollten ihr Wissen jedoch nicht preisgeben und so ergründete Long so lange ihre Sprache, bis er glaubte, die wesentlichen Inhalte ihrer Philosophie entschlüsselt zu haben – die Huna-Lehre(mehr …)

Job & Psychologie

Fiverr: Dienste, Designs, Dada für 5 Dollar

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Kennen Sie schon Fiverr? Sollten Sie aber – vor allem, wenn Sie ein kleines Unternehmen und schmale Budgets haben. Was immer Sie gerade auf die Schnelle dafür brauchen könnten, finden Sie hier. Und es kostet nie mehr als fünf Dollar. Fiverr ist so eine Art 5-Dollar-Marktplatz für digitale Dienstleistungen: Die Anbieter dort zeichnen Comics, entwickeln Visitenkarten-Designs, schreiben Artikel, besorgen Twitter-Follower (was nicht ganz so seriös ist) oder schimpfen auf irgendetwas und tragen dazu ein Bananenkostüm (echt wahr!) – alles für jeweils 5 Dollar. Sofort und einfach bezahlbar über Paypal… (mehr …)

Job & Psychologie

Rückreise-Effekt: Sind wir bald da?

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Dauert’s noch lange? Sind wir bald da? Ich muss Pipi…! Wenn Sie jemals mit Kindern auf dem Rücksitz eine längere Reise unternommen haben, kennen Sie die Fragen und Aussagen. In jedem Fall hören Sie das nicht nur einmal. Denn das Erquickende an solchen Ausflügen ist: Man hört derlei Sätze ungefähr alle zehn Minuten. Es können aber auch alle fünf Minuten sein… Davon abgesehen, dass wohl jeder Autofahrer dabei schon insgeheim mit dem Gedanken gespielt hat, die Karre gleich mit 180 vor den nächsten Brückenpfeiler zu setzen, damit endlich Ruhe ist, taucht bei solchen Touren noch ein zweites Phänomen auf: Die Anreise dauert lange – zurück aber geht es irgendwie im Sauseschritt. Schuld ist der sogenannte Rückreise-Effekt… (mehr …)

Job & Psychologie

Zeigarnik-Effekt: Unfertiges haftet im Kopf

Von Jochen Mai // 6 Kommentare


Es war Anfang 1927 als die russische Psychologin Bljuma Zeigarnik für einen Forschungsaufenthalt nach Berlin reiste. Sie war einem neuen Phänomen auf der Spur, das sie – so jedenfalls behauptet es die Legende – ausgerechnet in einem Café beobachtet hatte: Ihr Kellner hatte mehrfach hintereinander eine große Zahl von Bestellungen aufgenommen, an die er sich problemlos erinnern konnte – bis er sie alle abgearbeitet hatte. Danach allerdings wusste er nicht mal mehr, ob er jemandem einen Kaffee oder ein Stück Kuchen serviert hatte. Woran aber lag es, dass ihm unerledigte Aufgaben zunächst gestochen scharf im Gedächtnis blieben, um sich nach ihrem Finale schneller aufzulösen als eine Aspirin im Wasserglas? (mehr …)

Job & Psychologie

Halloween: Die Horrortypen im Büro

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Es gibt Leute, die feiern am Vorabend von Allerheiligen Halloween, ziehen sich dazu gruselige Masken an und vagabundieren durch die Nachbarschaft mit der Frage Trick or Treat, was so viel bedeutet wie Streich oder Gabe (oder eben: Süßes! Sonst gibt’s Saures…). Als gäb es nicht schon genug Horror im Büro! Aus aktuellem Anlass daher eine Typologie aus dem Gruselkabinett der schlimmsten Großraumvampire, Bürozombies und Schreibtischplagegeister, denen Sie morgen vielleicht schon begegnen… (mehr …)

Job & Psychologie

Selbstgesetzte Grenzen: Eine Parabel

Von Christian Mueller // 3 Kommentare


„Es ist absolut unmöglich und einfach nicht zu schaffen! Keine Chance.“ Mit diesen Worten wurde ein Coach von einem Manager begrüßt. „Dann erklären Sie mir doch, was so unmöglich ist“, schlug der Coach vor. Und der Manager erzählte über die unzähligen Aufgaben in seinem Leben, dass er eigentlich eine Veränderung bräuchte, die aber unmöglich sei, schließlich habe er Familie und andere Verpflichtungen. Der Coach hörte sich die Ausführungen des Managers an, schwieg eine Weile und sagte dann „Gut, ich denke ich verstehe, was Ihr Problem ist. Ich erzähle Ihnen eine Parabel, wenn Sie danach immer noch der Meinung sind, dass Ihre Probleme unlösbar sind, werde ich Ihnen keine Rechnung stellen.“ Verwundert willigte der Manager ein und der Coach begann zu erzählen… (mehr …)

Job & Psychologie

Smalltalk-Tipps: Besser Plaudern lernen

Von Jochen Mai // 16 Kommentare


Mit dem Plaudern ist es wie mit dem Flirten: Dem ersten Satz haftet ein nahezu mythisches Sexualisierungsfanal an – so als gäbe es hernach keine Höhepunkte mehr. Im Zeitalter der Globalisierung, der Ad-hoc-Mitteilungen, der Stehpartys und professionellen Prahlhanserei, ist der Smalltalk alles andere als ein Privileg der oberen Zehntausend. Eine gekonnte Konversation ist ein wichtiger Erfolgsschlüssel. Mit dem richtigen Schnack kann man das sprichwörtliche Eis unter Fremden brechen und beim Plaudern einen positiven (ersten) Eindruck hinterlassen. Wählt man indes die falschen Worte, ist die Chance genauso leicht verspielt. (mehr …)

Job & Psychologie

Wegbeschreibung: Geht alles ganz anders!

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Wer den Weg nicht kennt, fragt danach. Außer derjenige ist ein Mann. Männer fragen nicht – Sie denken sich ihren Weg… Aber das ist eine andere Geschichte. Diese Geschichte geht eher der Frage nach, wie sich derjenige verhält, der die Wegbeschreibung gibt: Würde der sich an seine eigene Route halten? Christoph Hölscher, Kognitionswissenschaftler an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der britische Psychologe Jan Wiener von Bournemouth Universität beschäftigen sich seit Jahren mit solchen Fragen und haben dabei jetzt Erstaunliches herausgefunden… (mehr …)

Job & Psychologie

Karriereturbo Kosmetik: Schmink dich hoch

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Die Studie ist einfach zu kurios, als das man sie unerwähnt lassen könnte. Selbst die immer noch recht angesehene New York Times war sich dafür nicht zu schade. Also: Es ist bekannt, dass symmetrische, ebene Gesichter attraktiver, ja sogar sympathischer machen. Nun aber will Nancy Etcoff, Psychologie-Professorin an der Harvard Universität, herausgefunden haben: Schminke lässt insbesondere Frauen kompetenter und glaubwürdiger wirken. Oder verkürzt: Frauen können sich hoch schminken… (mehr …)

Job & Psychologie

Der Junge, der den Millionen-Dollar-Dreh fand

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


William Rosenberg war noch ein kleiner Junge, gerade einmal neun Jahre alt. Doch in diesem Sommer hatte er einen Plan: Er wollte etwas Geld dazu verdienen. Sein Vater besaß einen Gemüseladen in Boston, und der kleine Bill war verantwortlich für die Wassermelonen. Falls er sie jedoch nicht rechtzeitig verkaufen würde, würden die Melonen verderben – und Bill auch nichts verdienen. Also stellte Bill einen Melonenstand direkt vor dem Laden auf – und wartete. Und wartete. Keiner kaufte. Und das, obwohl es ein sehr heißer Sommer war und sein Vater viel auf seinen Sohn hielt. William wollte ihn nicht enttäuschen. Also musste er kreativ werden: Er dachte eine Weile über seine Lage nach, sah sich um – und bekam eine Idee. In der unmittelbaren Nähe war eine Tankstelle. Dort stellte er jetzt seinen Stand auf und rief mit kräftiger Stimme: „Nehmen Sie eine Wassermelone mit nach Hause – und überraschen Sie Ihre Familie damit!“ Die Entscheidung war goldrichtig: Die Fahrer der Autos wurden auf den Stand aufmerksam, mehr Menschen sahen den Stand und waren beeindruckt von der Chuzpe und dem Enthusiasmus des kleinen Jungen. Und sie kauften… Noch am Nachmittag waren alle Wassermelonen verkauft… (mehr …)

Job & Psychologie

Ab ins Beet: Den Boss zum Gärtner machen

Von Jochen Mai // 13 Kommentare
Exklusiver Buchauszug von Matthias Nöllke


Also, wenn Sie mich fragen: Das letzte, was wir auf Führungspositionen gebrauchen können, sind diese strahlenden Gewinnertypen. Leute, die sich selbst als Superstars betrachten und ihre Mitarbeiter als verhinderte Leistungssportler, aus denen sie die letzten Reserven herausholen müssen. (mehr …)

Job & Psychologie

Benjamin-Franklin-Effekt: Gefallen machen sympathischer

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Verzeihung, darf ich Sie kurz um einen Gefallen bitten? Könnten Sie diesen Artikel bitte weiterleiten – per Mail, Twitter, Facebook, Google+? Danke… Nicht, dass ich Sie hier und jetzt groß um ein virtuelles Almosen anbetteln wollte. Nein, ich teste den sogenannten Benjamin-Franklin-Effekt. Kennen Sie noch nicht? Dann wird es aber Zeit! Denn danach müssten Sie mich jetzt schon ein bisschen mehr mögen. Oder anders formuliert: Wenn wir jemanden überreden, uns einen Gefallen zu tun, werden wir ihm dadurch sympathischer… (mehr …)

Job & Psychologie

Decoy-Effekt: Falsche Köder als Entscheidungshilfe

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Kennen Sie den Decoy-Effekt? Dann wird es Zeit, mit einer alten Volksweise aufzuräumen: Noch immer glaubt die Mehrheit, wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. Davon abgesehen, dass es diesen nassauernden Dritten gar nicht immer gibt und der meist besser beraten wäre, sich aus dem Streit rauszuhalten, ist die ganze These ziemlicher Kokolores. Tatsächlich ist es so: Wenn sich zwei streiten oder man sich zwischen zwei Alternativen entscheiden muss, dann BRAUCHT es einen Dritten. Warum das so ist? Das genau erklärt der Decoy-Effekt… (mehr …)

Job & Psychologie

Depletion-Effekt: Paradoxon der Prokrastination

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Es liegt in unserer Natur, den kürzesten Weg zu nehmen. Warum den langen Weg gehen, wenn es eine Abkürzung gibt? Warum zu den leckeren Früchten ganz oben im Baum klettern, wenn unten genauso saftiges Obst hängt? Es ist effizient so zu denken – und es spart Energie. Zumindest in einer sehr einfachen Welt. Doch das kann – wie der Depletion-Effekt zeigt – auch gewaltig nach hinten losgehen… (mehr …)

Job & Psychologie

Superstar-Effekt: Darum lassen wir uns einschüchtern

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Es gibt Menschen, für die scheinen Selbstzweifel überhaupt nicht zu existieren. Solche Typen meinen, dass sie allein mit ihrer Erkältung die Schmelze der Polarkappen aufhalten können oder in ihrem Cabrio die Musik nur laut genug aufdrehen müssen, damit sich die Straßenpläne im Handschuhfach von alleine ordnen. Kurzum: Diese Typen strotzen nur so voll Chuzpe, Energie und Tatendrang. Eine solche Attitüde ist durchaus bewundernswert. Doch lassen sich davon auch viele allzu leicht einschüchtern. Selbst jene, die es besser wissen sollten – etwa, weil sie den Superstar-Effekt schon kennen… (mehr …)

Job & Psychologie

Overconfidence-Effekt: Darum überschätzen wir uns

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


Bitte mal kurz konzentrieren, eine Quizfrage: Welcher Schauspieler nuschelte in seinen Filmen so stark, dass er kaum zu verstehen war?

    a) Hans Moser
    b) Gustav Zeter
    c) Norbert Nörgel
    d) Paul Motzki

Florian Stork, 24, Jurastudent aus Köln, war sich ganz sicher, dies zu wissen – und wählte Antwort d. Richtig gewesen wäre Antwort a. Halb so wild? Jein. Stork passierte dieser Fauxpas ausgerechnet als Kandidat bei Wer wird Millionär. Storks Strafe: Er ging mit null Euro nach Hause. Dabei war er sich doch so sicher gewesen… (mehr …)

Job & Psychologie

Darf man den Chef übergehen?

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


Heute schrieb uns ein Leser: Meine Situation hat sich in den letzten Monaten zugespitzt. In den Jahresgesprächen sprach ich bisher immer meine Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen an und hatte immer das Gefühl, von meinem Chef vertröstet zu werden. Vor einem Monat kam es zum Eklat: Ich habe ihm mein Leid geklagt – doch er sagte mir im Kern, ich solle mich nicht so wichtig nehmen, es gäbe auch noch andere Kollegen. Seitdem werde ich – zumindest habe ich das Gefühl – subtil ignoriert… (mehr …)

Job & Psychologie

Cyberfaulenzer: Surfen macht produktiv

Von Jochen Mai // 2 Kommentare GaudiLab


Die gute Nachricht für alle, die schon morgens nicht vom Internet lassen können: Surfen macht produktiver. Egal, ob Sie das gezielt tun, damit nur Zeit verdaddeln oder die Karrierebibel lesen (was wir immer empfehlen): Es steigert ihre Leistungskraft und Effizienz (Also bitte weiterlesen!)… (mehr …)

Job & Psychologie

Dramadreieck: Verfolger, Opfer oder Retter?

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Krimis gehen fast immer so: Zuerst der Auftritt des Bösewichts. Ein übler Bursche, der seinen Opfern das Leben zur Hölle macht. Damit ihn das Publikum hasst, lässt der Autor die Opfer möglichst lange leiden. Dann Auftritt Held. Er rettet die Opfer, tötet den Schurken und manchmal stirbt er dabei selbst. Dann nennt man das Drama. Was das mit dem Job zu tun hat? Eine ganze Menge: 1968 entwickelte der kalifornische Psychologe Stephen Karpman das sogenannte Dramadreieck, um die Probleme zwischenmenschlicher Beziehungen zu beschreiben. Für ihn übernehmen Menschen dabei drei ständig wechselnde Rollen – Verfolger, Opfer, Retter… (mehr …)

Job & Psychologie

Verhandlungssicher: Die besten Verhandlungstricks

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Die Wahrheit ist: Wir verhandeln ständig. Daheim. Mit Freunden. Mit Kollegen im Büro. Mal geht es um den nächsten Urlaub, mal darum, wer den Müll rausbringt. Es geht um prestigeträchtige Projekte, um Informationen, um mehr Freiraum und Verantwortung im Job, um mehr Gehalt. Und überall wird dabei getrickst, gefeilscht, manipuliert. Ob wir wollen oder nicht. Also umso besser, wenn Sie die Verhandlungstricks der Profis kennen… (mehr …)

Job & Psychologie

E-Test: Ist Ihr Gegenüber empathisch?

Von Jochen Mai // 4 Kommentare


Adam Galinsky, lange Jahre Professor an der renommierten Kellogg of Management, beschäftigt sich schon seit einigen Dekaden mit der Psyche von Managern, insbesondere mit der sprichwörtlichen Erblindung an der Spitze – wenn Chefs, trunken von Macht und Erfolg nichts mehr hören und sehen (wollen), was wirklich um sie herum geschieht; was die Leute über sie sagen, was sie denken, wie sie sich fühlen. Man könnte auch sagen, Galinsky beschäftigt sich mit Isolation auf der Chefetage oder fehlender Empathie. Der sogenannte E-Test soll dabei helfen… (mehr …)

Job & Psychologie

Wetter-Effekt: Regen macht keine schlechte Laune

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Draußen Regen, drinnen trübe Gesichter… Mit dem Regen fällt die Stimmung, schlechtes Wetter macht angeblich schlechte Laune. Denken viele. Stimmt aber nicht. Zwar sind viele Menschen davon überzeugt, dass das Wetter unmittelbaren Einfluss auf ihre Laune und Motivation habe. Doch das ist falsch: Im Vergleich zu anderen Faktoren – Chef, Kollegen, Stress – nimmt das Wetter allenfalls bescheidenen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Das belegt auch eine Studie zum sogenannten Wetter-Effekt(mehr …)

Job & Psychologie

Fuß-in-der-Tür-Technik: Nein, ich meine: Ja!

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Wie bringt man jemanden dazu, JA zu sagen. Spannende Frage! Denn wenn es einen Weg oder eine Technik gäbe, die denn auch wirklich funktioniert, wäre das in zahlreichen Lebenslangen zu gebrauchen: bei der nächsten Gehaltsverhandlung; wenn man einen Kollegen sucht, der einem Arbeit abnimmt oder bei einer Frau, die man endlich heiraten will. Und das, ohne auf die Knie zu gehen… Die beiden Stanford-Professoren Jonathan Freedman und Scott Fraser haben das schon vor einigen Jahren untersucht (genauer gesagt: 1966). Und dabei die Fuß-in-der-Tür-Technik entdeckt… (mehr …)

Job & Psychologie

Verhandlungstaktik: Die letzten 3 Minuten entscheiden

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Man kann noch so geschickt verhadeln und am Ende doch scheitern. Matthias Schranner startete seine Karriere als Verhandlungsführer beim SEK. Heute unterstützt er als Berater Unternehmen und Parteien in schwierigen Verhandlungen. Er ist Autor mehrerer Bücher und Leiter des Negotiation Institutes in Zürich. Schranner weiß aus Erfahrung, dass Verhandlungen oft in den letzten Minuten entschieden werden. Im Interview sagt er uns wie… (mehr …)

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Ferien-Effekt: Darum machen lange Auszeiten doof

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Mancher freut sich auf nichts mehr als die Ferien: endlich raus aus dem muffigen Büro, raus aus dem Alltagstrott, rein in den Flieger und ab auf die Insel, abschalten, ausruhen, die Seele baumeln lassen. Vielleicht lesen Sie diesen Artikel sogar gerade auf einem Smartphone oder Tablet im Schatten einer Kokospalme, die sich trotzig gegen den Horizont lehnt, akustisch umrahmt von sanften Wogen, die an den flachen Sandstrand branden und einer leichten Brise, die über die schon erbleichten Härchen auf der Haut flimmert. Bravo! Sie machen alles richtig: Nicht nur, weil Sie an einem Ort verweilen, an dem vermutlich viele gerade gerne wären – mit der wertvollen Lektüre tun Sie zudem etwas gegen die drohende Urlaubsverblödung – Insidern auch bekannt als Ferien-Effekt(mehr …)

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Ringelmann-Effekt: Teams fördern Drückeberger

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Wie viele faule Mitarbeiter braucht man, um die Leistung eines ganzen Teams nach unten zu ziehen? Genau: einen! Das zumindest ist das Ergebnis einer Untersuchung der Australian School of Business. Der Doktorand Benjamin Walker wollte herausfinden welchen Einfluss eine, sagen wir, schwierige Persönlichkeit auf eine Gruppe beziehungsweise deren Effektivität hat. 158 Studenten nahmen an den Versuchen teil. Eingeteilt wurden sie in 33 Teams. Und natürlich ist das Resultat seiner Studie auf den ersten Blick nicht allzu überraschend. Wie er selbst sagt, existierten bereits einige Studien, die darauf hindeuten, dass ein Faulpelz, sowohl das Gruppenergebnis als auch die Stimmung verschlechtert… (mehr …)

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Flussdiagramm: Love it, leave it or change it

Von Jochen Mai // 6 Kommentare


Sie kennen vielleicht das Bonmot Love it, leave it or change it. Auf den ersten Blick klingt das nach typischem Zen-Geschwurbel, nach einem Simplify-your-brain-Tipp aus dem Abreißkalender vom Donnerstag. Aber 1988. Doch es stimmt. Egal, was einem stinkt – im Beruf, im Privatleben: Es bleiben nur diese drei Alternativen. Ändern Sie Ursachen (oder Sie sich selbst); lernen Sie die Sache zu lieben – oder ziehen Sie weiter. So oder so: Treffen Sie eine Entscheidung! Denn das ist das eigentliche Geheimnis des Glücklichseins… (mehr …)

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Teamplay: Physisch zusammen ist besser

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Natürlich ist es eine schöne Vorstellung, dass wir uns morgens nicht mehr langsam durch den Pendlerstau zur Arbeit quälen müssen, sondern uns allesamt von jedem x-beliebigen Ort auf der Welt online einloggen und anschließend zusammen arbeiten, diskutieren, brainstormen können – im Idealfall sogar aus der Hängematte am Strand von Bondi Beach heraus. Tele-Teamplay eben. Keine Frage, es ist einfacher geworden, derart virtuell zu kollaborieren. Aber arbeiten wir so auch wirklich besser zusammen? Eine Harvard-Studie sagt Nein… (mehr …)

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Chinesische Sprichwörter: Konfuzius sagt…

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


China ist bekannt für seine Sprichwortkultur. Weise Worte, Redensarten, Spruchweisheiten und Parabeln, die viel über das Leben verraten. Und darüber, dass wir heute zwar zum Mond fliegen können, das Internet haben und jeder jeden theoretisch um maximal drei Ecken kennt. Dass wir Menschen aber auch heute noch so ticken wie vor rund 3000 Jahren. Und dass sich manche Regeln des Erfolgs nie ändern. Deswegen ist es zwar gut, stets für Neues aufgeschlossen zu bleiben, aber ebenso wichtig ab und an auf die Altvorderen zu hören. Hier und jetzt die Gelegenheit dazu: (mehr …)

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Erfolgsrezept: Haben Sie genug Mojo?

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Man kann Dutzende Biografien über erfolgreiche Menschen lesen. Doch auch wenn jede Geschichte ein bisschen anders klingt, andere Akteure aufweist und einen anderen Helden hat – ein paar Dinge wiederholen sich doch. Das ist der Stoff, aus dem Erfolgsrezepte extrahiert werden. Zum Beispiel von Marshall Goldsmith, den der „Economist“ mal „einen der glaubwürdigsten Vordenker“ taufte. Und eben jener Marshall Goldsmith nennt die wichtigsten Attribute, die erfolgreiche Menschen einen: Mojo. Zugegeben, das klingt nicht mehr ganz so klug, sondern nach populistischem Schnellkochtopf. Ist es aber nicht: Dahinter stecken durchaus tiefsinnigere Gedanken. Allerdings – das weiß auch Goldsmith – prägt sich Mojo besser ein… (mehr …)

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Scherzfrage: Können Sie einen Witz erzählen?

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Können Sie einen guten Witz erzählen? Gemeint sind nicht diese zweifelhaften Schnellschusspointen vom Typ Kommt ne Frau beim Arzt…, sondern ein wirklicher Witz, der zugleich eine kleine Geschichte erzählt. Warum überhaupt diese Frage? Witze erzählen zu können, hat viel damit zu tun, ob man auch eine spannende und pointierte Geschichte erzählen kann. Und das wiederum ist eine ganz wesentliche Erfolgseigenschaft… (mehr …)

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Schock: Was macht der Chef eigentlich am Tag?

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Was haben Sie gestern so den lieben langen Tag im Büro gemacht? Und was werden Sie heute tun? Dasselbe wie immer: etwas analysieren und archivieren, debattieren, fabrizieren, optimieren und organisieren, produzieren, programmieren, präsentieren, provozieren, reflektieren, resignieren, sanieren, sabotieren, simulieren, spekulieren, taktieren, telefonieren und theoretisieren? So acht bis neun Stunden lang? Nicht schlecht. Aber wissen Sie auch, was Ihr Chef in derselben Zeit macht? (mehr …)

Job & Psychologie

Probleme lösen: Tipps für lösungsorientiertes Handeln

Von Karolina Warkentin // 1 Kommentar


Täglich, ob im Alltag oder im Job, begegnen wir ihnen: Probleme. Die Bandbreite reicht von kleinen Hürden à la „Die Bahn ist ausgefallen. Wie komme ich zur jetzt zur Arbeit? bis hin zu fachlichen Streitfragen. Probleme sind unumgänglicher Bestandteil jedes Jobs. Wie Sie mit Herausforderungen und Problemen umgehen, bestimmt häufig, wie gut Sie Ihren Job machen. Verfallen Sie in Aktionismus oder schaffen Sie es einen kühlen Kopf zu bewahren? Dabei haben es die Menschen leichter, die lösungsorientiert denken und handeln. Anregungen, wie Ihnen das gelingt… (mehr …)

Job & Psychologie

Arschloch-Effekt: Negative Erwartungen machen egoistisch

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal gedacht „Alles Arschlöcher hier!“ (sorry für die Konotation, aber beim eigenen Denken findet selten eine Zensur statt)? Oder: „Ich bin umzingelt von lauter unfähigen Hundertsassas!“ Oder: „Alle sind doof außer ich!“ Die Haltung ist nicht ungefährlich. Nicht nur, weil man darüber leicht bitter werden kann und in eine Negativspirale aus Frust und Ablehnung gerät. Es droht auch noch der Arschloch-Effekt(mehr …)

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iRig Mic: Externes Mikrofon für iPhone im Test

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Wer mit dem iPhone oder dem iPad auf Tour ist, um entweder Interviews oder O-Töne einzufangen, etwa für einen Podcast, kennt das leidige Problem, dass die eingebauten Mikros an den Geräten leider nicht allzu leistungsstark sind. Und bei lärmender Umgebung – wie zum Beispiel auf einer Messe oder in einer Bar, ist praktisch nichts mehr zu verstehen. Seit kurzem besitze ich ein sogenanntes iRig Mic (kostet bei Amazon unter 50 Euro), das ich wirklich weiterempfehlen kann… (mehr …)

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Ja-aber: Wahrnehmung und Wirklichkeit

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Den Satzanfang kennt jeder: Ja, aber… Wer eine gute Idee, einen neuen Plan hat, blockiert sich oft selbst mit seiner inneren Ja-aber-Haltung. Bedenken wälzen, Entscheidungen herauszögern, über die Zustände jammern – so erstickt das neue Projekt, der kreative Impuls, der Lebenstraum im Sumpf der Gegenargumente und des Zauderns. Veränderung unmöglich. Ja-aber ist eine weit verbreitete geschlossene Lebenseinstellung, ein Denken in Beschränkungen, Ängsten und Schwarzmalerei. Das Ergebnis: Erstarrung und Stillstand. Berthold Gunster hat darüber ein empfehlenswertes Buch geschrieben: „Ja-aber… was, wenn alles klappt?“. Die Karrierebibel veröffentlicht daraus exklusiv Auszüge… (mehr …)

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Raikov Methode: Das geborgte Genie

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Gute Ideen entstehen meist dann, wenn wir ein Problem aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Wenn wir nicht das Problem sehen, sondern einen Weg suchen, um ans Ziel zu gelangen – vielleicht sogar einen Umweg. Auf demselben Prinzip basiert die Methode, sich in eine andere Person hineinzuversetzen. Wie wirkungsvoll dies ist, konnte vor Jahren schon der russische Psychotherapeut Vladimir Raikov zeigen. Er entdeckte die Methode des geborgten Genies: Dazu versetzte er seine Klienten in Tiefenhypnose und suggerierte ihnen, ein herausragender Kopf der Geschichte zu sein. Und tatsächlich: In diesem Zustand entwickelten seine Patienten annäherungsweise geniale Fertigkeiten – wie ihre Vorbilder… (mehr …)

Job & Psychologie

Äh nein: Darum füllen wir Stille mit Stammelsilben

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


Ich erinnere mich noch gut an diesen Vortrag. Das heißt, an den Inhalt des Vortrags erinnere ich mich eigentlich überhaupt nicht, wohl aber an dessen Darbietung. Falls man in dem Zusammenhang überhaupt von einem Vortrag reden kann, eher war es eine Art Rappen. Der Redner, der deutschen Sprache durchaus mächtig, schaffte es, jeden, und ich meine wirklich jeden Satz alle drei Wörter durch ein „Äh“ zu unterbrechen. Nicht nur ein einfaches Äh, sondern ein Doppel-Äh! Das Ergebnis klang Äh Äh dann in etwa Äh Äh so… (mehr …)

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Pygmalion-Effekt: Glauben Sie an sich?

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


1968 führten die amerikanischen Psychologen Robert Rosenthal und Lenore Jacobson einige Experimente an US-Schulen durch. Dabei teilten Sie einigen Lehrern mit, dass sie aufgrund bisheriger, guter Leistungen im kommenden Schuljahr eine Klasse übernehmen dürften, die sich aus den intelligentesten und besten Schülern zusammensetzt. Nach Ablauf des Schuljahres waren diese Klassen tatsächlich besser als alle anderen, ihre Noten, selbst der IQ der Schüler lag über 20 Punkte höher. Das Bemerkenswerte an diesem Experiment ist jedoch: Die Psychologen hatten gelogen. Die Klassen setzten sich überhaupt nicht aus den Besten zusammen, sondern bestanden aus einer reinen Zufallsauswahl. Weil aber die Schüler selbst glaubten, zu den Besten zu gehören und auch die Lehrer ihnen mehr zutrauten, stieg die Leistungs- und Lernkurve steil an. In die Fachliteratur ging dieser Versuch später als Pygmalion- oder auch Rosenthal-Effekt ein…

Der Pygmalion-Effekt: Definition und Herkunft

Wieso aber heißt das psychologische Phänomen ausgerechnet Pygmalion Effekt? Es gibt tatsächlich Überschneidungen zu dem griechischen Mythos, wie ihn Ovid beschreibt. Das antike Epos eines begnadeten Bildhauers, der bekommt, was er begehrt, ist der ideale Namensgeber für diesen Effekt, der heute zwar vielen aus dem Alltag bekannt ist, aber nur wenige in ihrem Beruf anwenden. Und man muss dazu sagen: leider…

Doch der Reihe nach:

Pygmalion von Zypern ist ein einsamer, verbitterter Bildhauer. Die Kunst ist seine einzige Geliebte. Inzwischen. Frauen und Prostituierte bescherten ihm jedenfalls bisher nur schlechte Erfahrungen. Also zieht er sich immer mehr in sein Atelier zurück und schnitzt eines Tages eine Statue aus Elfenbein, eine Frau – Galatea. Viele Stunden arbeitet er an ihr, verfeinert ihr Antlitz, ihre Kurven und Proportionen. Sie gelingt ihm wirklich außerordentlich gut, so gut, dass aus ihr ein wunderschönes, nahezu menschliches Wesen, voller Anmut und köstlicher Form wird – eine Traumfrau, in deren Anblick sich Pygmalion mit jedem weiteren Schnitzer verliebt.

Als sie schließlich fertig wird, ist es um den liebeskranken Künstler endgültig geschehen: Sein Herz gehört allein Galatea. Und so fleht er eines Tages die Göttin der Liebe, Aphrodite, an, sie möge Galatea zum Leben erwecken.

Und das Beste: Aphrodite erhört ihn.

Als Pygmalion am nächsten Tag nach Hause kommt und wie üblich die Statue liebkost, wird sie zum Mensch. Was für ein Hallo! Ein bisschen Smalltalk hier, ein paar Komplimente dort, erste Annäherungen und schon bald erwidert auch Galatea die Liebe Pygmalions, und die beiden heiraten.

Die Wucht der selbsterfüllenden Prophezeiung

Auf den Beruf angewendet, bedeutet Pygmalion-Effekt oder Rosenthal-Effekt zweierlei:

  1. Für Sie selbst:

    Entscheidend für den persönlichen Erfolg ist, was Sie über sich denken, was Sie sich zutrauen, wer oder was Sie sein wollen. Wenn Sie ein Projekt beginnen, von dem Sie denken: Hoffentlich klappt das diesmal!, stehen Ihre Chancen nicht besonders gut. Wenn Sie aber antreten und sich zu den Besten, den Siegern zählen, könnte das bald schon Wirklichkeit werden. Und das hat nichts mit dem esoterischen Quatsch Du-schaffst-alles-was-du-willst-wenn-du-nur-fest-daran-glaubst-tschakka! zu tun, den manch zwielichtige Motivationstrainer ihrem Klientel einbimsen. Die Ziele müssen schon konkret und realistisch sein. Aber die Art wie Sie über sich denken und wie exakt Sie den Weg zum Ziel imaginieren, beeinflusst Ihr Handeln, Ihre Ausstrahlung und so auch Ihren Erfolg (siehe auch Hawthorne-Effekt). Der mehrfache französische Olympiasieger im Alpinen Skilauf, Jean-Claude Killy, zum Beispiel war vor einem Rennen lange Zeit verletzt und konnte deshalb nicht trainieren. Am Abend vor dem Wettkampf, so berichten die Psychologen Paul Tholey und Kaleb Utecht („Schöpferisches Träumen“, 1997), fuhr er jedoch den Slalomparcours immer wieder geistig durch, bis er ihn im Halbschlaf sturzfrei und in optimaler Linie beherrschte. Am nächsten Tag gewann er das reale Rennen.

  2. Für Führungskräfte:

    Die meisten Interpretationen des Pygmalion-Effekts konzentrieren sich auf die Schüler – und vergessen die Lehrer. Dabei hatte auch ihr Vertrauen in die Schüler entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis. Wohlgemerkt: das Vertrauen und nicht übertriebene Erwartungen oder daraus resultierendes Herumscheuchen. Der Erfolg einer Klasse, eines Teams, eines Unternehmens hängt nicht zuletzt davon ab, in welchem Licht Vorgesetzte ihre Mitarbeiter betrachten, was sie ihnen zutrauen und mit ihnen zusammen anpacken. Halten Sie Ihre Leute für unfähig, faul, phantasielos, mittelmäßig? Tja, große Schritte wagt man wohl nicht, wenn man glaubt, mit Zwergen zu wandern.

[Bildnachweis: Marie Maerz by Shutterstock.com, Wikimedia]
Job & Psychologie

Hillary-Clinton-Effekt: Vorbilder reichen nicht

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Mit den Vorbildern ist das so eine Sache. In der Regel sucht man sich dazu Menschen aus, zu denen man aufblickt, die einen anspornen, inspirieren und auch ein Stück weit zum Nachahmen animieren. Denn das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut – im Positiven wie im Negativen. So ähnlich ist das auch bei klassischen Stereotypen oder Rollenmustern: So hat etwa der US-Psychologe Joshua Aaronson zeigen können, dass Studentinnen räumlich besser denken, wenn man ihnen vor einem Test sagt, dass sie zu den Toptalenten in dieser Disziplin gehören. Auch der umgekehrte Fall funktioniert: Probanden schnitten schlechter ab, wenn sie glaubten, zu einer Gruppe zu gehören, die die getestete Fähigkeit nicht besitzt. Man kennt das Phänomen annäherungsweise auch als selbsterfüllende Prophezeihung(mehr …)

Job & Psychologie

Workshop Methoden: Tipps für das perfekte Seminar

Von Christian Mueller // 7 Kommentare


Jeder Trainer und Coach steht irgendwann vor dem Moment der Wahrheit: dem ersten eigenen Workshop. Nervosität und Anspannung gesellen sich zu der alles entscheidenden Frage: Wie baue ich den Workshop auf? Auch wenn es unzählige Methoden, Ratgeber und Konzepte gibt, einige grundlegende Prinzipien reichen bei der Planung und Gestaltung völlig aus. Wir zeigen Ihnen exemplarisch, wie der perfekte Tages-Workshop aussehen kann… (mehr …)

Job & Psychologie

Nackt präsentieren: Besser reden ohne Folien

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Vergessen Sie alles, was Sie über Präsentationen gelernt haben – präsentieren Sie nackt! Nicht wörtlich, aber frei von allem Ballast. Nur so vermitteln Sie die Quintessenz Ihrer Botschaft überzeugend und erreichen Ihr Publikum. Ausgeklügelte Folien stehlen dem Inhalt oft nur die Schau. So lässt sie wiederum die Quintessenz von Garr Reynolds‘ Buch zusammenfassen – dem Naked Presenter“… (mehr …)

Job & Psychologie

Partnerhilfe: Wer auf sie vertraut, erreicht weniger

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Gemeinsam sind wir stark. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Diese Volksweisen kennen Sie. Aber womöglich stimmen sie gar nicht: Wer beim Erreichen eines Ziels auf die mentale Unterstützung seines Partners setzt, erzielt es langsamer. Self-regulatory outsourcing nennen Psychologen das Phänomen, das die beiden US-Wissenschaftler Gráinne Fitzsimons von der Duke Universität in Durham und Eli Finkel von der Northwestern Universität in Evanstonnun bestätigten konnten. Die Wirkung ist schnell erklärt: Sobald wir auf die Hilfe unseres Partners bauen, übertragen wir ihm insgeheim auch ein Teil der Verantwortung und strengen uns automatisch weniger an… (mehr …)

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Schnitzelkoma: Müde nach dem Mittagessen

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Zwischen 13 und 15 Uhr kommt das Leistungsloch. Erst gähnen wir um die Wette, dann tritt dieser bleierne Zustand ein, in dem der Bewegungsapparat erlahmt, als würden wir durch Zement stapfen, und sich die Oberstube anfühlt wie in Watte gewickelt. Weil das Phänomen so weit verbreitet ist, hat es gleich mehrere Namen: Schnitzelkoma zum Beispiel oder Fressnarkose oder international: Post-Lunch-Dip. Dagegen kann man gar nichts machen. Blutdruck und Körpertemperatur sacken dann einfach weg. Sogar unser Gehirn braucht eine Pause… (mehr …)

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Mitarbeiter des Monats: Auszeichnungen demotivieren

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Eigentlich würde man annehmen, dass Mitarbeiter gerne wissen wollen, wo sie stehen: ob der Chef mit ihren Leistungen zufrieden ist und ob sie eher zu den besten zehn Prozent, also zu den Leistungsträgern, oder zu den letzten zehn Prozent im Team gehören. Doch solche Mitarbeiter-Ranglisten sind tückisch, mehr noch: Ganz oft richten sie mehr Schaden an, als dass sie den beabsichtigten Nutzen stiften… (mehr …)

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Boiling Frog Syndrom: Reagieren, bevor es zu spät ist

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Kennen Sie die Geschichte vom Frosch im Topf, in der Fachliteratur auch bekannt ist als das Boiling Frog Syndrome. Die Parabel geht so: Versucht man einen Frosch in heißes Wasser zu setzen, wird er sofort wieder herausspringen. Obwohl Frösche Kaltblüter sind und ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen, spürt er unmittelbar die Gefahr für Leib und Leben. Ganz anders, wenn man einen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und diesen ganz langsam erhitzt. Obwohl es für den Frosch darin immer unbequemer wird, bleibt er sitzen, passt sich an und harrt aus – so lange, bis es für einen Absprung zu spät ist und er verbrüht. Nicht wenige von uns verhalten sich exakt wie ein Frosch. Haben sie sich erst einmal akklimatisiert und mit ihrem Umfeld arrangiert, harren sie aus – obwohl sie durchaus bemerken, dass die Bedingungen um sie herum immer schlechter werden… (mehr …)

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Der Namenrisikofehlprognose-Effekt

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Wenn der Name einer Sache schwer auszusprechen ist, dann schätzen wir sie automatisch riskanter ein. Das haben die beiden Psychologen Hyunjin Song and Norbert Schwarz herausgefunden. Dazu kreierten die beiden einmal Phantasienamen von Inhaltsstoffen in Lebensmitteln und baten ihre Versuchsteilnehmer einzuschätzen, für wie gefährlich sie diese halten. Natürlich gab es die Stoffe nicht. Ihre Namen unterschieden sich lediglich darin, dass einige sehr kompliziert klangen („Hnegripitrom“) und andere relativ leicht auszusprechen waren („Magnalroxate“). Ein vergleichbares Experiment wiederholte das Forscherduo in Vergnügungsparks: Diesmal waren es die Attraktionen, die mal simpel („Ohanzee“), mal ungewohnt und fremd („Tsiischili“) klangen. In beiden Fällen wirkten die leicht auszusprechenden Angebote ungefährlicher und vertrauenserweckender auf die Versuchsteilnehmer. Ein Wunder also, dass Sie diesen Artikel bei dessen Überschrift überhaupt gelesen haben! (mehr …)

Job & Psychologie

Facebook: 4 provokante Thesen zum Erfolg

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


In den vergangenen Wochen wurde hier viel über Facebook geschrieben: Wie immer mehr Menschen Facebook nutzen, wie sich Facebook zur Jobsuche einsetzen lässt, wie Sie Ihre Fanseite in eine Startseite verwandeln, was es überhaupt über Facebook-Fans zu wissen gibt … Doch eine Frage wurde allenfalls zwischen den Zeilen beantwortet: Warum sind überhaupt inzwischen weltweit mehr als 500 Millionen Menschen Mitglied bei Facebook? (mehr …)

Job & Psychologie

Stellen Sie nie Ihren Chef in den Schatten

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Zu Beginn des 16. Jahrhunderts galt Astorre Manfredi, Prinz der italienischen Stadt Faenza, als einer der charmantesten und wachsten Geister seiner Zeit. Als Cesare Borgia im Jahre 1500 Faenza belagerte, ergab er sich sofort. Borgia verschonte alle, auch Manfredi mitsamt seines Hofs. Allerdings währte der Friede nur kurz. Es vergingen nur wenige Wochen, da verschleppten Soldaten Manfredi urplötzlich in ein römisches Gefängnis. Man hörte nie wieder von ihm. Ein Jahr später wurde seine Leiche im Tiber gefunden – mit einem Stein um den Hals.

Was war passiert? Was war Manfredis Verbrechen?

Nichts! Seine bloße Präsenz, sein Charme und Witz ließen den Glanz des Eroberers Borgia verblassen. Also entledigte er sich eines missliebigen Schattenwerfers. (mehr …)

Job & Psychologie

Harvard-Konzept: Alle verhandeln mit Gewinn

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Wohl kaum ein Konzept hat Verhandlungsstrategien in den vergangenen 20 Jahren mehr beeinflusst als Win-Win – also ein dauerhaftes, oft auf Kompromissen basierendes Ergebnis, das beide Parteien glücklich macht. Am Ende sind alle Gewinner. Der Gedanke basiert auf dem heute legendären Harvard-Konzept, das tatsächlich an dieser Hochschule entwickelt wurde. Und wer will nicht als Gewinner aus einer Verhandlung gehen? Mit diesem Trick lassen sich sogar Produkte verkaufen, Dienstleistungen vermarkten, selbst Mitarbeiter entlassen: Du findest einen neuen Job, in dem du wirklich gut bist – wir sparen derweil Kosten. Win-Win… (mehr …)

Job & Psychologie

Morgenmuffel: 11 Wege, sich den Tag zu versauen

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Schon wieder eine neue Woche! Wieder rein ins Hamsterrad. Und das bedeutet für nicht wenige Arbeitnehmer vor allem eines: eine neue Woche voller Stress und Anspannung. Aber muss das so sein? Ja – finden zumindest Morgenmuffel. Falls Sie sich auch mal so fühlen wollen: Wir haben hier 11 Strategien, mit denen Sie sich garantiert den Tag versauen. Morgenmuffel kennen die alle – könnten aber auch mal das genaue Gegenteil machen. Deshalb stehen gleich darunter ein paar gegenteilige Anregungen… (mehr …)

Job & Psychologie

Anpassungsfähig: Wie flexibel sind Sie?

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Kaum ein Begriffspaar ist in den vergangenen Jahren so sehr strapaziert worden, wie das sperrig klingende Duo der Flexibilität und der Anpassungsfähigkeit. Ständige Projektwechsel, Auslandseinsätze und der technische Fortschritt machen beide unumgänglich, heißt es. Vom lebenslangen Lernen ganz zu schweigen. Es ist das Hohelied auf den Fortschritt, die Marktwirtschaft, den Wettbewerb und das Darwin’sche Prinzip, das nicht der Fitteste überlebt, sondern der Anpassungsfähige. Das stimmt zwar. Macht einer wachsenden Zahl aber auch enorme Angst… (mehr …)

Job & Psychologie

Minirock-Index: Rocklänge als Wirtschafts-Indikator

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Schon immer haben Ökonomen versucht, die wirtschaftliche Entwicklung vorherzusagen. Einer der skurrilsten Indikatoren ist der sogenannte Minirock-Index. Der besagt: Zieht die Konjunktur an, werden die Röcke kürzer – und umgekehrt. Den Zusammenhang erkannte der Ökonom George Taylor schon in den 1920er-Jahren. Für Ökonomen und Konsumforscher war und ist der Rocksaum seitdem ein guter Indikator, wie viel Vertrauen die Bevölkerung in die Wirtschaft hat. Aber ist das nicht totaler Unfug? Und was ist am Minirock-Index wirklich dran? Wissenschaftler haben das inzwischen empirisch nachgeprüft – mit erstaunlichem Ergebnis… (mehr …)

Gastbeitrag

Ghostwriter: In 3 Tagen zum eigenen Buch?

Von Redaktion // 6 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Petra Begemann

„Jetzt schreibt der auch noch!?“ – Ob Sportprofi, Gangsta-Rapper oder Starfriseur – das eigene Buch gehört heute zur Prominentenvita ebenso dazu wie die Homestory oder die Luxusvilla. Auch Politiker, Fernsehmoderatoren, Kabarettstars publizieren gerne bestsellerträchtig. Und wer als Keynote-Speaker, Unternehmensberater oder Trainer zur Spitzengruppe gehören will, beeindruckt potenzielle Kunden mit einem eigenen Buch zum Thema. Mancher Beobachter fragt sich da, wann diese viel beschäftigte Klientel dazu kommt, Manuskriptseite für Manuskriptseite zu füllen und geduldig an Texten zu feilen. Des Rätsels Lösung: schreiben lassen statt selbst schreiben. Hinter vielen Büchern steckt ein Textprofi, der vorhandenes Material sichtet und ergänzt, seinen Auftraggeber ausführlich befragt, eine Gliederung erstellt und schließlich im Namen des Autors ein professionelles Manuskript verfasst. Ein Ghostwriter eben… (mehr …)

Job & Psychologie

5 Fehlfunktionen eines Teams (nach Lencioni)

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Seien wir ehrlich: Teamarbeit funktioniert nur selten so richtig gut. Stattdessen wird verschwiegen, taktiert und paktiert, womöglich sogar sabotiert und inrigiert. Ein einziges Hauen und Stechen. Doch woran liegt das? Der amerikanische Management-Autors Patrick Lencioni beschrieb schon in seinem Bestseller „The five Dysfunctions of a Team“ fünf dramatische Fehlfunktionen im gemeinsamen Handeln von Gruppen – und damit nicht zuletzt auch die Hauptgründe, warum Engagement und Motivation von Teams nachlassen… (mehr …)