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Kategorie: Job & Psychologie
Meinung & Ratgeber

Definitiv alles, was Sie für das Überleben im Büro wissen müssen ✔ Tipps für Aufsteiger & Umsteiger ✔ Die besten Tricks für die Gehaltsverhandlung ✔ Jetzt gratis lesen!

Ganze 212 Tage. So viele Werktage verbringt der deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich an seinem Arbeitsplatz. Und für rund 17 Millionen Menschen ist das: ein Büro. Mit dem Wort „Büro“ assoziieren wir allesamt völlig unterschiedliche Erwartungen und Gefühle. Für die einen ist es der Ort, an dem sie zwischen Beruf und Berufung oszillieren, für andere ist es schlicht das unselige Gegengewicht, das ihre Lebenswaage und damit die gern zitierte Work-Life-Balance regelmäßig aus dem Lot wippt.

Apropos: Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag im Job und Büroalltag? So acht bis neun Stunden täglich… mindestens? Unser Arbeitsplatz ist eben nicht nur ein enorm einnehmender Lebensraum – ganz oft ist er auch ein veritables Krisengebiet, das unser Verhalten, unsere Psyche und sogar die Gesundheit entscheidend beeinflussen kann. Büros gleichen einem kleinen Gemeinwesen mit eigener Kultur, eigenen, meist ungeschriebenen Regeln und Ritualen. Häufig lauern zahlreiche Fallgruben und Konfliktherde zwischen Konferenzraum und Korridor, zwischen Kaffeeküche und Kopierer. Die meisten Büroarbeiter verbringen mehr Zeit miteinander, reden mehr mit ihren Kollegen als mit ihrer Familie, kennen die Belegschaft besser als ihre Nachbarn und sind den Launen und Marotten der Mit-Arbeiter, ihrer Missgunst und ihren Intrigen ungeschützt ausgeliefert. Seinen Lebenspartner und seinen Beruf kann man sich schließlich aussuchen – die Kollegen nicht.

Sagen wir es, wie es ist: Das Büro ist ein Minenfeld. Nichts kann einem die Freude an der Arbeit mehr versauen als Kollegen mit dem Territorialverhalten eines Medici. Im sozialen Gehege Büro prallen regelmäßig die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander. Und das Schlimme daran: Negative Emotionen sind hochgradig ansteckend. Wie bei einem Virus: Ist die kritische Masse an Griesgramen und Neurotikern im Betrieb erreicht, verschlechtert sich das Klima dramatisch.

Wie die diesen lebensgefährlichen Dschungel überleben, besser noch meistern, wie sie mit den zahlreichen Macken, Marotten und Psychoeffekten umgehen, die Ihnen im Job und Büro begegnen, verraten die folgenden Seiten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie unbeschadet durch das soziale Dickicht und an den darin hausenden Raubtieren vorbeigelangen und die häufigsten Bürofallen und vor allem den Büroalltag meistern.

Job & Psychologie

Erfolgsrezept: Haben Sie genug Mojo?

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Man kann Dutzende Biografien über erfolgreiche Menschen lesen. Doch auch wenn jede Geschichte ein bisschen anders klingt, andere Akteure aufweist und einen anderen Helden hat – ein paar Dinge wiederholen sich doch. Das ist der Stoff, aus dem Erfolgsrezepte extrahiert werden. Zum Beispiel von Marshall Goldsmith, den der „Economist“ mal „einen der glaubwürdigsten Vordenker“ taufte. Und eben jener Marshall Goldsmith nennt die wichtigsten Attribute, die erfolgreiche Menschen einen: Mojo. Zugegeben, das klingt nicht mehr ganz so klug, sondern nach populistischem Schnellkochtopf. Ist es aber nicht: Dahinter stecken durchaus tiefsinnigere Gedanken. Allerdings – das weiß auch Goldsmith – prägt sich Mojo besser ein… (mehr …)

Job & Psychologie

Scherzfrage: Können Sie einen Witz erzählen?

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Können Sie einen guten Witz erzählen? Gemeint sind nicht diese zweifelhaften Schnellschusspointen vom Typ Kommt ne Frau beim Arzt…, sondern ein wirklicher Witz, der zugleich eine kleine Geschichte erzählt. Warum überhaupt diese Frage? Witze erzählen zu können, hat viel damit zu tun, ob man auch eine spannende und pointierte Geschichte erzählen kann. Und das wiederum ist eine ganz wesentliche Erfolgseigenschaft… (mehr …)

Job & Psychologie

Schock: Was macht der Chef eigentlich am Tag?

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Was haben Sie gestern so den lieben langen Tag im Büro gemacht? Und was werden Sie heute tun? Dasselbe wie immer: etwas analysieren und archivieren, debattieren, fabrizieren, optimieren und organisieren, produzieren, programmieren, präsentieren, provozieren, reflektieren, resignieren, sanieren, sabotieren, simulieren, spekulieren, taktieren, telefonieren und theoretisieren? So acht bis neun Stunden lang? Nicht schlecht. Aber wissen Sie auch, was Ihr Chef in derselben Zeit macht? (mehr …)

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Probleme lösen: Tipps für lösungsorientiertes Handeln

Von Karolina Warkentin // 1 Kommentar


Täglich, ob im Alltag oder im Job, begegnen wir ihnen: Probleme. Die Bandbreite reicht von kleinen Hürden à la „Die Bahn ist ausgefallen. Wie komme ich zur jetzt zur Arbeit? bis hin zu fachlichen Streitfragen. Probleme sind unumgänglicher Bestandteil jedes Jobs. Wie Sie mit Herausforderungen und Problemen umgehen, bestimmt häufig, wie gut Sie Ihren Job machen. Verfallen Sie in Aktionismus oder schaffen Sie es einen kühlen Kopf zu bewahren? Dabei haben es die Menschen leichter, die lösungsorientiert denken und handeln. Anregungen, wie Ihnen das gelingt… (mehr …)

Job & Psychologie

Arschloch-Effekt: Negative Erwartungen machen egoistisch

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal gedacht „Alles Arschlöcher hier!“ (sorry für die Konotation, aber beim eigenen Denken findet selten eine Zensur statt)? Oder: „Ich bin umzingelt von lauter unfähigen Hundertsassas!“ Oder: „Alle sind doof außer ich!“ Die Haltung ist nicht ungefährlich. Nicht nur, weil man darüber leicht bitter werden kann und in eine Negativspirale aus Frust und Ablehnung gerät. Es droht auch noch der Arschloch-Effekt(mehr …)

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iRig Mic: Externes Mikrofon für iPhone im Test

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Wer mit dem iPhone oder dem iPad auf Tour ist, um entweder Interviews oder O-Töne einzufangen, etwa für einen Podcast, kennt das leidige Problem, dass die eingebauten Mikros an den Geräten leider nicht allzu leistungsstark sind. Und bei lärmender Umgebung – wie zum Beispiel auf einer Messe oder in einer Bar, ist praktisch nichts mehr zu verstehen. Seit kurzem besitze ich ein sogenanntes iRig Mic (kostet bei Amazon unter 50 Euro), das ich wirklich weiterempfehlen kann… (mehr …)

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Ja-aber: Wahrnehmung und Wirklichkeit

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Den Satzanfang kennt jeder: Ja, aber… Wer eine gute Idee, einen neuen Plan hat, blockiert sich oft selbst mit seiner inneren Ja-aber-Haltung. Bedenken wälzen, Entscheidungen herauszögern, über die Zustände jammern – so erstickt das neue Projekt, der kreative Impuls, der Lebenstraum im Sumpf der Gegenargumente und des Zauderns. Veränderung unmöglich. Ja-aber ist eine weit verbreitete geschlossene Lebenseinstellung, ein Denken in Beschränkungen, Ängsten und Schwarzmalerei. Das Ergebnis: Erstarrung und Stillstand. Berthold Gunster hat darüber ein empfehlenswertes Buch geschrieben: „Ja-aber… was, wenn alles klappt?“. Die Karrierebibel veröffentlicht daraus exklusiv Auszüge… (mehr …)

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Raikov Methode: Das geborgte Genie

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Gute Ideen entstehen meist dann, wenn wir ein Problem aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Wenn wir nicht das Problem sehen, sondern einen Weg suchen, um ans Ziel zu gelangen – vielleicht sogar einen Umweg. Auf demselben Prinzip basiert die Methode, sich in eine andere Person hineinzuversetzen. Wie wirkungsvoll dies ist, konnte vor Jahren schon der russische Psychotherapeut Vladimir Raikov zeigen. Er entdeckte die Methode des geborgten Genies: Dazu versetzte er seine Klienten in Tiefenhypnose und suggerierte ihnen, ein herausragender Kopf der Geschichte zu sein. Und tatsächlich: In diesem Zustand entwickelten seine Patienten annäherungsweise geniale Fertigkeiten – wie ihre Vorbilder… (mehr …)

Job & Psychologie

Äh nein: Darum füllen wir Stille mit Stammelsilben

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


Ich erinnere mich noch gut an diesen Vortrag. Das heißt, an den Inhalt des Vortrags erinnere ich mich eigentlich überhaupt nicht, wohl aber an dessen Darbietung. Falls man in dem Zusammenhang überhaupt von einem Vortrag reden kann, eher war es eine Art Rappen. Der Redner, der deutschen Sprache durchaus mächtig, schaffte es, jeden, und ich meine wirklich jeden Satz alle drei Wörter durch ein „Äh“ zu unterbrechen. Nicht nur ein einfaches Äh, sondern ein Doppel-Äh! Das Ergebnis klang Äh Äh dann in etwa Äh Äh so… (mehr …)

Job & Psychologie

Pygmalion-Effekt: Glauben Sie an sich?

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


1968 führten die amerikanischen Psychologen Robert Rosenthal und Lenore Jacobson einige Experimente an US-Schulen durch. Dabei teilten Sie einigen Lehrern mit, dass sie aufgrund bisheriger, guter Leistungen im kommenden Schuljahr eine Klasse übernehmen dürften, die sich aus den intelligentesten und besten Schülern zusammensetzt. Nach Ablauf des Schuljahres waren diese Klassen tatsächlich besser als alle anderen, ihre Noten, selbst der IQ der Schüler lag über 20 Punkte höher. Das Bemerkenswerte an diesem Experiment ist jedoch: Die Psychologen hatten gelogen. Die Klassen setzten sich überhaupt nicht aus den Besten zusammen, sondern bestanden aus einer reinen Zufallsauswahl. Weil aber die Schüler selbst glaubten, zu den Besten zu gehören und auch die Lehrer ihnen mehr zutrauten, stieg die Leistungs- und Lernkurve steil an. In die Fachliteratur ging dieser Versuch später als Pygmalion- oder auch Rosenthal-Effekt ein…

Der Pygmalion-Effekt: Definition und Herkunft

Wieso aber heißt das psychologische Phänomen ausgerechnet Pygmalion Effekt? Es gibt tatsächlich Überschneidungen zu dem griechischen Mythos, wie ihn Ovid beschreibt. Das antike Epos eines begnadeten Bildhauers, der bekommt, was er begehrt, ist der ideale Namensgeber für diesen Effekt, der heute zwar vielen aus dem Alltag bekannt ist, aber nur wenige in ihrem Beruf anwenden. Und man muss dazu sagen: leider…

Doch der Reihe nach:

Pygmalion von Zypern ist ein einsamer, verbitterter Bildhauer. Die Kunst ist seine einzige Geliebte. Inzwischen. Frauen und Prostituierte bescherten ihm jedenfalls bisher nur schlechte Erfahrungen. Also zieht er sich immer mehr in sein Atelier zurück und schnitzt eines Tages eine Statue aus Elfenbein, eine Frau – Galatea. Viele Stunden arbeitet er an ihr, verfeinert ihr Antlitz, ihre Kurven und Proportionen. Sie gelingt ihm wirklich außerordentlich gut, so gut, dass aus ihr ein wunderschönes, nahezu menschliches Wesen, voller Anmut und köstlicher Form wird – eine Traumfrau, in deren Anblick sich Pygmalion mit jedem weiteren Schnitzer verliebt.

Als sie schließlich fertig wird, ist es um den liebeskranken Künstler endgültig geschehen: Sein Herz gehört allein Galatea. Und so fleht er eines Tages die Göttin der Liebe, Aphrodite, an, sie möge Galatea zum Leben erwecken.

Und das Beste: Aphrodite erhört ihn.

Als Pygmalion am nächsten Tag nach Hause kommt und wie üblich die Statue liebkost, wird sie zum Mensch. Was für ein Hallo! Ein bisschen Smalltalk hier, ein paar Komplimente dort, erste Annäherungen und schon bald erwidert auch Galatea die Liebe Pygmalions, und die beiden heiraten.

Die Wucht der selbsterfüllenden Prophezeiung

Auf den Beruf angewendet, bedeutet Pygmalion-Effekt oder Rosenthal-Effekt zweierlei:

  1. Für Sie selbst:

    Entscheidend für den persönlichen Erfolg ist, was Sie über sich denken, was Sie sich zutrauen, wer oder was Sie sein wollen. Wenn Sie ein Projekt beginnen, von dem Sie denken: Hoffentlich klappt das diesmal!, stehen Ihre Chancen nicht besonders gut. Wenn Sie aber antreten und sich zu den Besten, den Siegern zählen, könnte das bald schon Wirklichkeit werden. Und das hat nichts mit dem esoterischen Quatsch Du-schaffst-alles-was-du-willst-wenn-du-nur-fest-daran-glaubst-tschakka! zu tun, den manch zwielichtige Motivationstrainer ihrem Klientel einbimsen. Die Ziele müssen schon konkret und realistisch sein. Aber die Art wie Sie über sich denken und wie exakt Sie den Weg zum Ziel imaginieren, beeinflusst Ihr Handeln, Ihre Ausstrahlung und so auch Ihren Erfolg (siehe auch Hawthorne-Effekt). Der mehrfache französische Olympiasieger im Alpinen Skilauf, Jean-Claude Killy, zum Beispiel war vor einem Rennen lange Zeit verletzt und konnte deshalb nicht trainieren. Am Abend vor dem Wettkampf, so berichten die Psychologen Paul Tholey und Kaleb Utecht („Schöpferisches Träumen“, 1997), fuhr er jedoch den Slalomparcours immer wieder geistig durch, bis er ihn im Halbschlaf sturzfrei und in optimaler Linie beherrschte. Am nächsten Tag gewann er das reale Rennen.

  2. Für Führungskräfte:

    Die meisten Interpretationen des Pygmalion-Effekts konzentrieren sich auf die Schüler – und vergessen die Lehrer. Dabei hatte auch ihr Vertrauen in die Schüler entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis. Wohlgemerkt: das Vertrauen und nicht übertriebene Erwartungen oder daraus resultierendes Herumscheuchen. Der Erfolg einer Klasse, eines Teams, eines Unternehmens hängt nicht zuletzt davon ab, in welchem Licht Vorgesetzte ihre Mitarbeiter betrachten, was sie ihnen zutrauen und mit ihnen zusammen anpacken. Halten Sie Ihre Leute für unfähig, faul, phantasielos, mittelmäßig? Tja, große Schritte wagt man wohl nicht, wenn man glaubt, mit Zwergen zu wandern.

[Bildnachweis: Marie Maerz by Shutterstock.com, Wikimedia]
Job & Psychologie

Hillary-Clinton-Effekt: Vorbilder reichen nicht

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Mit den Vorbildern ist das so eine Sache. In der Regel sucht man sich dazu Menschen aus, zu denen man aufblickt, die einen anspornen, inspirieren und auch ein Stück weit zum Nachahmen animieren. Denn das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut – im Positiven wie im Negativen. So ähnlich ist das auch bei klassischen Stereotypen oder Rollenmustern: So hat etwa der US-Psychologe Joshua Aaronson zeigen können, dass Studentinnen räumlich besser denken, wenn man ihnen vor einem Test sagt, dass sie zu den Toptalenten in dieser Disziplin gehören. Auch der umgekehrte Fall funktioniert: Probanden schnitten schlechter ab, wenn sie glaubten, zu einer Gruppe zu gehören, die die getestete Fähigkeit nicht besitzt. Man kennt das Phänomen annäherungsweise auch als selbsterfüllende Prophezeihung(mehr …)

Job & Psychologie

Workshop Methoden: Tipps für das perfekte Seminar

Von Christian Mueller // 6 Kommentare


Jeder Trainer und Coach steht irgendwann vor dem Moment der Wahrheit: dem ersten eigenen Workshop. Nervosität und Anspannung gesellen sich zu der alles entscheidenden Frage: Wie baue ich den Workshop auf? Auch wenn es unzählige Methoden, Ratgeber und Konzepte gibt, einige grundlegende Prinzipien reichen bei der Planung und Gestaltung völlig aus. Wir zeigen Ihnen exemplarisch, wie der perfekte Tages-Workshop aussehen kann… (mehr …)

Job & Psychologie

Morgenseiten: Kreativer Braindump

Von Christian Mueller // 5 Kommentare


Gute Einfälle sind Geschenke des Glücks, soll der deutsche Dichters Gotthold Ephraim Lessing einmal gesagt haben und fasste damit gut das schüchterne Wesen des schöpferischen Geistes zusammen: Immer dann, wenn wir auf Kommando kreativ sein wollen, fällt uns partout nichts ein. Zugegeben, Kreativität lässt sich nicht erzwingen. Doch wir können die Voraussetzungen schaffen, um sie aus der Reserve zu locken. Eine Methode dazu sind die sogenannten Morgenseiten(mehr …)

Job & Psychologie

Nackt präsentieren: Besser reden ohne Folien

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Vergessen Sie alles, was Sie über Präsentationen gelernt haben – präsentieren Sie nackt! Nicht wörtlich, aber frei von allem Ballast. Nur so vermitteln Sie die Quintessenz Ihrer Botschaft überzeugend und erreichen Ihr Publikum. Ausgeklügelte Folien stehlen dem Inhalt oft nur die Schau. So lässt sie wiederum die Quintessenz von Garr Reynolds‘ Buch zusammenfassen – dem Naked Presenter“… (mehr …)

Job & Psychologie

Partnerhilfe: Wer auf sie vertraut, erreicht weniger

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Gemeinsam sind wir stark. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Diese Volksweisen kennen Sie. Aber womöglich stimmen sie gar nicht: Wer beim Erreichen eines Ziels auf die mentale Unterstützung seines Partners setzt, erzielt es langsamer. Self-regulatory outsourcing nennen Psychologen das Phänomen, das die beiden US-Wissenschaftler Gráinne Fitzsimons von der Duke Universität in Durham und Eli Finkel von der Northwestern Universität in Evanstonnun bestätigten konnten. Die Wirkung ist schnell erklärt: Sobald wir auf die Hilfe unseres Partners bauen, übertragen wir ihm insgeheim auch ein Teil der Verantwortung und strengen uns automatisch weniger an… (mehr …)

Job & Psychologie

Schnitzelkoma: Müde nach dem Mittagessen

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Zwischen 13 und 15 Uhr kommt das Leistungsloch. Erst gähnen wir um die Wette, dann tritt dieser bleierne Zustand ein, in dem der Bewegungsapparat erlahmt, als würden wir durch Zement stapfen, und sich die Oberstube anfühlt wie in Watte gewickelt. Weil das Phänomen so weit verbreitet ist, hat es gleich mehrere Namen: Schnitzelkoma zum Beispiel oder Fressnarkose oder international: Post-Lunch-Dip. Dagegen kann man gar nichts machen. Blutdruck und Körpertemperatur sacken dann einfach weg. Sogar unser Gehirn braucht eine Pause… (mehr …)

Job & Psychologie

Mitarbeiter des Monats: Auszeichnungen demotivieren

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Eigentlich würde man annehmen, dass Mitarbeiter gerne wissen wollen, wo sie stehen: ob der Chef mit ihren Leistungen zufrieden ist und ob sie eher zu den besten zehn Prozent, also zu den Leistungsträgern, oder zu den letzten zehn Prozent im Team gehören. Doch solche Mitarbeiter-Ranglisten sind tückisch, mehr noch: Ganz oft richten sie mehr Schaden an, als dass sie den beabsichtigten Nutzen stiften… (mehr …)

Job & Psychologie

Boiling Frog Syndrom: Reagieren, bevor es zu spät ist

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Kennen Sie die Geschichte vom Frosch im Topf, in der Fachliteratur auch bekannt ist als das Boiling Frog Syndrome. Die Parabel geht so: Versucht man einen Frosch in heißes Wasser zu setzen, wird er sofort wieder herausspringen. Obwohl Frösche Kaltblüter sind und ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen, spürt er unmittelbar die Gefahr für Leib und Leben. Ganz anders, wenn man einen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und diesen ganz langsam erhitzt. Obwohl es für den Frosch darin immer unbequemer wird, bleibt er sitzen, passt sich an und harrt aus – so lange, bis es für einen Absprung zu spät ist und er verbrüht. Nicht wenige von uns verhalten sich exakt wie ein Frosch. Haben sie sich erst einmal akklimatisiert und mit ihrem Umfeld arrangiert, harren sie aus – obwohl sie durchaus bemerken, dass die Bedingungen um sie herum immer schlechter werden… (mehr …)

Job & Psychologie

Der Namenrisikofehlprognose-Effekt

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Wenn der Name einer Sache schwer auszusprechen ist, dann schätzen wir sie automatisch riskanter ein. Das haben die beiden Psychologen Hyunjin Song and Norbert Schwarz herausgefunden. Dazu kreierten die beiden einmal Phantasienamen von Inhaltsstoffen in Lebensmitteln und baten ihre Versuchsteilnehmer einzuschätzen, für wie gefährlich sie diese halten. Natürlich gab es die Stoffe nicht. Ihre Namen unterschieden sich lediglich darin, dass einige sehr kompliziert klangen („Hnegripitrom“) und andere relativ leicht auszusprechen waren („Magnalroxate“). Ein vergleichbares Experiment wiederholte das Forscherduo in Vergnügungsparks: Diesmal waren es die Attraktionen, die mal simpel („Ohanzee“), mal ungewohnt und fremd („Tsiischili“) klangen. In beiden Fällen wirkten die leicht auszusprechenden Angebote ungefährlicher und vertrauenserweckender auf die Versuchsteilnehmer. Ein Wunder also, dass Sie diesen Artikel bei dessen Überschrift überhaupt gelesen haben! (mehr …)

Job & Psychologie

Facebook: 4 provokante Thesen zum Erfolg

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


In den vergangenen Wochen wurde hier viel über Facebook geschrieben: Wie immer mehr Menschen Facebook nutzen, wie sich Facebook zur Jobsuche einsetzen lässt, wie Sie Ihre Fanseite in eine Startseite verwandeln, was es überhaupt über Facebook-Fans zu wissen gibt … Doch eine Frage wurde allenfalls zwischen den Zeilen beantwortet: Warum sind überhaupt inzwischen weltweit mehr als 500 Millionen Menschen Mitglied bei Facebook? (mehr …)

Job & Psychologie

Stellen Sie nie Ihren Chef in den Schatten

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Zu Beginn des 16. Jahrhunderts galt Astorre Manfredi, Prinz der italienischen Stadt Faenza, als einer der charmantesten und wachsten Geister seiner Zeit. Als Cesare Borgia im Jahre 1500 Faenza belagerte, ergab er sich sofort. Borgia verschonte alle, auch Manfredi mitsamt seines Hofs. Allerdings währte der Friede nur kurz. Es vergingen nur wenige Wochen, da verschleppten Soldaten Manfredi urplötzlich in ein römisches Gefängnis. Man hörte nie wieder von ihm. Ein Jahr später wurde seine Leiche im Tiber gefunden – mit einem Stein um den Hals.

Was war passiert? Was war Manfredis Verbrechen?

Nichts! Seine bloße Präsenz, sein Charme und Witz ließen den Glanz des Eroberers Borgia verblassen. Also entledigte er sich eines missliebigen Schattenwerfers. (mehr …)

Job & Psychologie

Harvard-Konzept: Alle verhandeln mit Gewinn

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Wohl kaum ein Konzept hat Verhandlungsstrategien in den vergangenen 20 Jahren mehr beeinflusst als Win-Win – also ein dauerhaftes, oft auf Kompromissen basierendes Ergebnis, das beide Parteien glücklich macht. Am Ende sind alle Gewinner. Der Gedanke basiert auf dem heute legendären Harvard-Konzept, das tatsächlich an dieser Hochschule entwickelt wurde. Und wer will nicht als Gewinner aus einer Verhandlung gehen? Mit diesem Trick lassen sich sogar Produkte verkaufen, Dienstleistungen vermarkten, selbst Mitarbeiter entlassen: Du findest einen neuen Job, in dem du wirklich gut bist – wir sparen derweil Kosten. Win-Win… (mehr …)

Job & Psychologie

Morgenmuffel: 11 Wege, sich den Tag zu versauen

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Schon wieder eine neue Woche! Wieder rein ins Hamsterrad. Und das bedeutet für nicht wenige Arbeitnehmer vor allem eines: eine neue Woche voller Stress und Anspannung. Aber muss das so sein? Ja – finden zumindest Morgenmuffel. Falls Sie sich auch mal so fühlen wollen: Wir haben hier 11 Strategien, mit denen Sie sich garantiert den Tag versauen. Morgenmuffel kennen die alle – könnten aber auch mal das genaue Gegenteil machen. Deshalb stehen gleich darunter ein paar gegenteilige Anregungen… (mehr …)

Job & Psychologie

Anpassungsfähig: Wie flexibel sind Sie?

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Kaum ein Begriffspaar ist in den vergangenen Jahren so sehr strapaziert worden, wie das sperrig klingende Duo der Flexibilität und der Anpassungsfähigkeit. Ständige Projektwechsel, Auslandseinsätze und der technische Fortschritt machen beide unumgänglich, heißt es. Vom lebenslangen Lernen ganz zu schweigen. Es ist das Hohelied auf den Fortschritt, die Marktwirtschaft, den Wettbewerb und das Darwin’sche Prinzip, das nicht der Fitteste überlebt, sondern der Anpassungsfähige. Das stimmt zwar. Macht einer wachsenden Zahl aber auch enorme Angst… (mehr …)

Gastbeitrag

Ghostwriter: In 3 Tagen zum eigenen Buch?

Von Redaktion // 5 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Petra Begemann

„Jetzt schreibt der auch noch!?“ – Ob Sportprofi, Gangsta-Rapper oder Starfriseur – das eigene Buch gehört heute zur Prominentenvita ebenso dazu wie die Homestory oder die Luxusvilla. Auch Politiker, Fernsehmoderatoren, Kabarettstars publizieren gerne bestsellerträchtig. Und wer als Keynote-Speaker, Unternehmensberater oder Trainer zur Spitzengruppe gehören will, beeindruckt potenzielle Kunden mit einem eigenen Buch zum Thema. Mancher Beobachter fragt sich da, wann diese viel beschäftigte Klientel dazu kommt, Manuskriptseite für Manuskriptseite zu füllen und geduldig an Texten zu feilen. Des Rätsels Lösung: schreiben lassen statt selbst schreiben. Hinter vielen Büchern steckt ein Textprofi, der vorhandenes Material sichtet und ergänzt, seinen Auftraggeber ausführlich befragt, eine Gliederung erstellt und schließlich im Namen des Autors ein professionelles Manuskript verfasst. Ein Ghostwriter eben… (mehr …)

Job & Psychologie

5 Fehlfunktionen eines Teams (nach Lencioni)

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Seien wir ehrlich: Teamarbeit funktioniert nur selten so richtig gut. Stattdessen wird verschwiegen, taktiert und paktiert, womöglich sogar sabotiert und inrigiert. Ein einziges Hauen und Stechen. Doch woran liegt das? Der amerikanische Management-Autors Patrick Lencioni beschrieb schon in seinem Bestseller „The five Dysfunctions of a Team“ fünf dramatische Fehlfunktionen im gemeinsamen Handeln von Gruppen – und damit nicht zuletzt auch die Hauptgründe, warum Engagement und Motivation von Teams nachlassen… (mehr …)

Job & Psychologie

Bürolympics: Bürospiele für mehr Spaß

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Das Büro. Für rund 17 Millionen Menschen in Deutschland ist es nicht nur eine Art neue Heimat – es ist auch der Ort an dem sie durchschnittlich 212 Werktage im Jahr verbringen. Das kann wahnsinnig spannend sein. Oder wahnsinnig machen. Der Kühlschrank in der Gemeinschaftsküche entwickelt ein Eigenleben, im Lift herrscht unangenehmes Schweigen, und in Konferenzen melden sich immer die gleichen Wichtigtuer zu Wort… Da wünscht man sich entweder, einen direkten Draht zu Scotty, der einen hochbeamt, oder wenigstens kurzfristig etwas mehr Spaß und Spannung. (mehr …)

Job & Psychologie

Alkoholiker helfen: Was tun, wenn der Kollege trinkt?

Von Jochen Mai // 9 Kommentare


Die Warnsignale sind klassisch: eine deutliche Fahne, ein schwankender Gang, eine lallende Sprechweise – so outet sich in der Regel jemand der betrunken ist. Im Job ist Alkohol zwar tabu. Dennoch gibt es einige Alkoholiker am Arbeitsplatz. Früher oder später bekommen die Mitarbeiter die Probleme des Kollegen mit. Aus Angst oder mangelndem Verantwortungsbewusstsein greifen aber wenige in die schwierige Situation ein – und schaden damit sowohl dem Alkoholkranken als auch dem Betrieb. Warum die Kollegen beim Entdecken einer Alkoholabhängigkeit die größte Verantwortung tragen sowie Tipps, wie ein betroffener Kollege am besten anzusprechen ist… (mehr …)

Job & Psychologie

Portia Nelson: Eine Autobiografie in fünf Kapiteln

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Wir alle stolpern, stürzen und fallen irgendwann einmal. Misserfolge und Scheitern gehören zum Leben dazu. Was uns jedoch unterscheidet, ist die Kraft und Größe, wieder aufzustehen und daraus zu lernen. Der Songwriter Portia Nelson hat das in einer wunderbaren Parabel in Form einer Autobiographie in fünf Kapiteln zusammengefasst. Eine nachdenkliche Lektion mit Gänsehaut-Potenzial… (mehr …)

Job & Psychologie

WARUM statt WOZU: Wir stellen die falsche Frage!

Von Jochen Mai // 4 Kommentare


Wenn etwas schief läuft im Leben, in der Liebe oder im Job, dann sind wir schnell bei der Analyse und fragen uns: Warum?

  • Warum ist das passiert?
  • Warum ist es überhaupt so weit gekommen?
  • Warum ist das gescheitert?
  • Warum passiert das immer mir?

Überhaupt: Warum ich? Doch die Frage nach dem Warum zielt ausschließlich nach hinten, forscht in der Vergangenheit nach vermeintlichen Ursachen, hadert mit dem Schicksal oder suhlt sich im Selbstmitleid… (mehr …)

Job & Psychologie

8 kuriose Geschäftsmodelle aus aller Welt

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Wie verrückt kann man eigentlich sein? Eine rhetorische Frage, die wir uns alle schon das ein oder andere Mal gestellt haben. Insbesondere wenn wir auf völlig neue und revolutionäre Geschäftsmodelle treffen. Gerade der gewisse Schuss Verrücktheit ist es aber, der dazu nötig ist, eine geniale Geschäftsidee hervorzubringen aus der vielleicht mal ein Millionen-Dollar-Unternehmen wird. Wir stellen hier zehn Geschäftsmodelle vor, die sich in vielen Aspekten gewaltig voneinander unterscheiden. Ihre Gemeinsamkeit besteht darin, dass sie alle ein wenig bekloppt sind. Gut so: Vielleicht bringt Sie das auf Ideen… (mehr …)

Job & Psychologie

Broken-Windows-Effekt: Chaos verstärkt sich selbst

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Manchmal muss etwas Bestehendes zerstört werden, um Neues zu entdecken. Philip Zimbardo jedenfalls hat das so gemacht. Im Jahr 1969 parke der damalige Psychologieprofessor der US-Universität Stanford einen Gebrauchtwagen in der New Yorker Bronx. Vorher hatte er noch schnell das Kennzeichen abmontiert und die Motorhaube leicht angehoben – als Zeichen dafür, dass das Auto von seinem Besitzer aufgegeben worden war. Zimbardo verzog sich daraufhin eiligst auf die andere Straßenseite und filmte das Geschehen heimlich. Es dauerte nicht einmal zehn Minuten, bis die ersten Vandalen kamen und sich über das hilflose Gefährt hermachten. Erst wurden die Reifen geklaut, dann Scheinwerfer, Blinker, schließlich Lenkrad, Bordelektronik, Autositze. Selbst Motor und Getriebe wurden irgendwann ausgeweidet. Und als nichts mehr übrig war, was sich irgendwie zu Geld machen ließe, zerstörten die Passanten einfach den Rest… (mehr …)

Job & Psychologie

Ohrwurm loswerden: So geht’s

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Wenn einmal der Wurm drin ist… Einmal morgens einen Song gehört, schon bleibt er einem für den ganzen Tag im Ohr. Ein typischer Ohrwurm. James Kellaris von der Universität von Cincinnati konnte nachweisen, dass Menschen unterschiedlich anfällig für Ohrwürmer sind, dass aber nahezu jeder schon einmal einen hatte, Frauen und Musiker aber öfter als andere. Wirklich hilfreich ist das für Betroffene freilich nicht. Erst recht wenn man den Ohrwurm loswerden möchte. Solche Klebelieder wie sie Amerikaner und Spanier nennen (Brasilianer: Ohrkaugummi, Franzosen: Ohrenbohrer) sind leider anhänglicher als Kaugummi an der Schuhsohle… (mehr …)

Job & Psychologie

Infinite-Monkey-Theorem: Affe schreibt Shakespeare

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Die Wissenschaft treibt manchmal seltsame Blüten. Kennen Sie zum Beispiel das Infinite-Monkey-Theorem? Es besagt, dass ein Affe nur unendlich lange und zufällig auf einer Schreibmaschine herumtippen muss – schon entstehen dabei mit der Zeit alle Werke William Shakespeares. Man müsse nur lange genug warten. Um den Prozess zu beschleunigen, könnte man natürlich auch unendlich viele Affen an unendlich viele Tastaturen setzen, diese lange tippen lassen und hätte irgendwann sogar alle Bücher der deutschen Nationalbibliothek zusammen. In der Theorie jedenfalls, die sich aber mathematisch ernsthaft beweisen lässt… (mehr …)

Job & Psychologie

Endowment-Effekt: Besitztum verführt uns

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Was man hat, das hat man und gibt man nicht mehr her: Mein Haus, mein Auto, mein Aktenordner, mein Entwurf, mein Zeugs. Selbst Dinge, die für uns weder emotionale noch materielle Bedeutung haben, können wir einfach nicht wieder hergeben oder gar wegschmeißen. Und das nur, weil für einen kurzen Moment – etwa in der Umkleidekabine – die Illusion von Besitz entstanden ist. Schon überschätzen wir den Wert der Sache – und zwar deutlich. Endowment-Effekt heißt das psychologische Phänomen, dem der Ökonom Richard Thaler von der Universität Chicago schon vor gut drei Dekaden auf die Spur kam. Heute ist er auch bekannt als Besitztumseffekt(mehr …)

Gastbeitrag

Ich mache mein Ding!

Von Redaktion // 10 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Thilo Baum

Und was machen Sie so? Die klassische Elevator-Pitch-Frage auf jeder Messe, jedem Kongress. Unternehmer antworten darauf meist mit einem Produkt, einem Nutzen („Ich produziere Glasschiebedächer“). Arbeitnehmer dagegen antworten mit einer Funktion („Ich bin Vorstandsassistentin“). Warum ist das so? Was zunächst logisch und normal erscheint, bezeichnet den Wesensunterschied zwischen zwei Welten: Die Welt der Unternehmer orientiert sich am Geschäftsziel – es geht darum, Produkte zu verkaufen und möglichst hohe Einnahmen zu generieren. Die Welt der Arbeitnehmer hingegen orientiert sich an den Aufgaben, die dafür zu erledigen sind – es geht darum, ans Telefon zu gehen, am Fließband Teile zu montieren und dafür Geld zu bekommen. Den Unterschied zwischen dem Fokus aufs Ziel und dem Fokus auf den Ablauf bringt ein Bonmot aus dem Coaching auf den Punkt: „Die, die wissen, wie, arbeiten für die, die wissen, wozu.“ (mehr …)

Job & Psychologie

Underdog-Effekt: Warum Verlierer beliebter sind

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Die Fans des 1. FC Köln sind Kummer ja gewohnt. Das letzte Mal war der Fußballverein 1978 Deutscher Meister. Über 30 Jahre ist das schon her. Und die Bilanz der vergangenen zehn Jahre? Ach, ein ewiges Auf und Ab: erste Liga, zweite Liga, dann wieder erste. Dieses Jahr den Klassenerhalt immerhin geschafft. Angesichts dessen fragt man sich schon irgendwie: Wie leidensfähig sind diese FC-Fans bloß? Warum bleiben die einer solchen Truppe so lange treu? Würde es nicht wesentlich mehr Spaß machen, eine Gewinnermannschaft anzufeuern? Die Erklärung liefert der sogenannte Underdog-Effekt(mehr …)

Job & Psychologie

Kanban Board: Tipps und Definition

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Von To-Do-Listen haben Sie natürlich schon gehört: simple, meist vertikale Aufzählungen von Dingen, die es zu erledigen gilt und die dann der Reihe nach abgearbeitet und abgehakt werden. Inzwischen wird jedoch deren horizontale, japanische Adaption zunehmend populärer: Kanban (deutsch: „Karte“, „Tafel“, „Beleg“) wird diese gar nicht mal so neue Methode genannt, mit deren Hilfe sich ebenfalls der Workflow besser planen, überwachen und steuern lässt. Wie funktioniert Kanban? Wie können Sie es für sich persönlich oder im Team einsetzen? Hier die besten Tipps… (mehr …)

Job & Psychologie

Kehr ich heim nach Ithaka: Was uns Odysseus und Kalypso lehren

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Man kann sich darüber nur wundern, dass Menschen noch immer so vehement nach Unsterblichkeit, nach ewiger Jugend und unvergänglichem Ruhm streben. Dabei lehrt uns schon Homers Ilias eine wichtige Lektion darüber: Es war am Ende des zehnjährigen Trojanischen Krieges, den Odysseus schließlich mit einer List für die Griechen entschied.

Die eitlen Trojaner waren auf einen geschenkten Gaul hereingefallen und hatten so den Untergang ihrer bis dahin uneinnehmbaren Stadt eingeleitet. Odysseus war nicht nur der strahlende Held, sondern vor allem froh, den Kriegsschauplatz endlich verlassen und zu seiner geliebten Frau Penelope auf die Insel Ithaka zurückkehren zu können… (mehr …)

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Valins-Effekt: Erregung ist Ansichtssache

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Erinnern Sie sich noch an Anna Nicole Smith? Das texanische Playmate wurde hierzulande durch zwei Dinge bekannt: Durch ihre Hochzeit mit dem 89-jährigen Milliardär J. Howard Marshall (Sie selbst war damals erst 26) – und die H&M-Plakatwerbung im Jahr 1993. Damals ließ der schwedische Textilhersteller an so ziemlich jeder Bushaltestelle in Deutschland Dessous-Bilder von Anna Nicole Smith aufstellen. Mal räkelte sich die da noch 25-Jährige in einer schwarzen Korsage auf dem Rücken, die bestrapsten Beine keck in den Himmel gestreckt; mal saß sie im weißen Spitzen-BH samt Miederhöschen auf der Seite und strich sich lasziv über die Beine. Die Kampagne tat ihre Wirkung: 1993 kam es laut Polizeistatistik zu einem ungewöhnlichen Anstieg von Plakatdiebstahldelikten, insbesondere an Bushaltestellen. Gleichzeitig nahm die Verkehrsunfalldichte im Sichtbereich der Wäschewerbung zu: typisch Mann am Steuer, könnte man sagen. Die Diagnose könnte allerdings auch anders lauten: typisch Valins-Effekt(mehr …)

Job & Psychologie

Warum Frauenquoten keine Lösung sind

Von Jochen Mai // 10 Kommentare


Die Deutsche Telekom hat heute für kräftig medialen Wirbel gesorgt: Bis 2015 sollen bei dem Unternehmen 30 Prozent der Führungskräfte weiblich sein – im mittleren Management ebenso wie im Top-Management. Zum Vergleich: Bisher sind es erst 13 Prozent. Zur Durchsetzung dieses Plans will die Telekom daher eine Frauenquote einführen, was einige Satiriker zur Pointe verleitet hat, so erkläre sich endlich das Rosa im Firmenlogo… (mehr …)

Job & Psychologie

Kobra-Effekt: Gut gemeint macht noch schlimmer

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Es sollte die größte Sozialreform der Bundesrepublik werden: Als Peter Hartz im Jahr 2002 dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder seine Pläne vorlegte, wie man die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland effizienter gestalten und die Arbeitslosenzahlen halbieren könnte, entstand daraus ein Maßnahmenbündel, das heute im Volksmund nur noch Hartz IV genannt wird. Im Grunde war die Idee richtig: Mit pauschaleren Regeln sollte Bürokratie abgebaut werden; die Verfahren, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen, sie dazu aber auch besser zu motivieren, sollten einfacher und schneller werden. In der Theorie. In der Praxis klappte es weitaus schlechter. Typisch für den Kobra-Effekt(mehr …)

Job & Psychologie

De Bono Denkhüte: Kreativität ist bunt

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Meetings sind Minenfelder. Die meisten Menschen gehen mit bestimmten Vorstellungen und Vorurteilen in ein solches Gruppengespräch: „Das wird wieder nichts.“, „Die anderen spielen sich in den Vordergrund.“ oder „Meine Ideen werden immer nur schlecht geredet.“ – Der Fehler hierbei ist, sich auf das Negative, auf die Schwächen der Kollegen zu konzentrieren. Die De Bono Denkhüte, sind eine Kreativitätstechnik, die sich mit diesem Fehler befasst. Da Menschen nun mal nicht perfekt sind und somit immer Stärken und Schwächen in sich vereinen, liegt es letztlich an Ihnen selbst, wie Sie Ihr Team sehen und damit dessen Effektivität bestimmen: Ist es ein Haufen von Versagern – oder eine Truppe mit unterschiedlichen Stärken und Potenzial? (mehr …)

Job & Psychologie

Belbins Teamrollen: Vielfalt statt Einfalt

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Das Ergebnis war ernüchternd. Ausgerechnet die intelligentesten, fachlich kundigsten Kursteilnehmer hatten sich zu einem elitären Team zusammengefunden – und das lieferte jetzt das schlechteste Ergebnis. Nicht die Brains gewannen den Wettstreit, sondern eine durchschnittlich gemischte Gruppe.

Durchschnitt schlägt Exzellenz in der Teamarbeit. Wie konnte das passieren? Oder anders gefragt: Warum passiert das immer wieder? (mehr …)

Gastbeitrag

Arbeitslos? Selber schuld!

Von Redaktion // 11 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Roland Jäger

Die gute Nachricht zuerst: Sie sind dem Arbeitsmarkt nicht hilflos ausgeliefert. Jetzt die schlechte: Sie sind dem Arbeitsmarkt nicht hilflos ausgeliefert. Das ist deshalb so unangenehm, weil damit drei Dinge nicht mehr gehen: Erstens Jammern, zweitens Sündenböcke vorführen, drittens so kuschelig weitermachen wie bisher. Aber eins nach dem anderen… (mehr …)

Job & Psychologie

Wochenend-Effekt: Mit dem Freitag kommt die gute Laune

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Endlich Freitag! Falls auch Sie gerade gute Laune entwickeln… kein Wunder: Mit dem Ende der Arbeitswoche setzt typischerweise der sogenannte Wochenend-Effekt ein. Grund ist die herannahende Freiheit, die wir in der Regel bereits mit dem Arbeitsausklang imaginieren. Folge: Unser Körper schüttet Glückshormone aus, wir werden prompt euphorisch und glücklicher – oder wie viele heute sagen würden: #TGIF – Thank God it’s Friday… (mehr …)

Job & Psychologie

Der Marshmallow-Test: Jetzt oder gleich?

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Die Zukunft eines Vierjährigen – sie zeigt sich angeblich schon im Umgang mit Süßigkeiten. Darauf jedenfalls deutet der sogenannte Marshmallow-Test hin, der inzwischen zu den Klassikern in der Sozialpsychologie zählt. Dessen Ergebnis ist – kurz gesagt -, dass die Fähigkeit zur Selbstbeherrschung, zum sogenannten Gratifikationsverzicht, ein wesentliches Erfolgskriterium ist und sich dies schon in Kinderjahren offenbart. Damals, 1968, stellten Wissenschaftler um den Psychologen Walter Mischel eine Gruppe von Vorschülern vor eine Tüte Marshmallows (daher der Name) und die Wahl: Entweder ihr esst die Süßigkeit sofort – oder ihr wartet, bis der Versuchsleiter zurückkommt und bekommt dann eine zweite Nascherei. Was glauben Sie, passierte? Genau, einige Kinder griffen sofort zu, die Mehrheit aber wartete ab – mit erstaunlichen Folgen… (mehr …)

Job & Psychologie

Bystander-Effekt: Nichts hören, nichts sehen, nichts tun

Von Jochen Mai // 4 Kommentare


Als sich Catherine Genovese entschied, allein in New York zu bleiben, war sie gerade 19. Erst ein paar Tage zuvor wurde ihre Mutter Zeugin eines brutalen Mordes, mitten am Tag und mitten in Queens, in der Nähe ihres Wohnhauses in Kew Gardens. Der Schock war so groß, dass die Familie beschloss in das beschaulichere Connecticut umzuziehen. Kitty Genovese, wie sie ihre Freunde auch nannten, war die älteste von insgesamt fünf Geschwistern, lesbisch, und wollte lieber mit ihrer Partnerin Mary Ann Zielonko zusammenziehen und in der turbulenten Stadt bleiben. Es gab darüber einigen Streit, am Ende aber stimmten ihre Eltern widerwillig zu – was sie Jahre später bitter bereuten… (mehr …)

Job & Psychologie

Was man von Shackleton über Teams lernen kann

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Als Sir Ernest Shackleton 1914 mit seiner 27-köpfigen Mannschaft in See stach, um zu einer der waghalsigsten Südpol-Expeditionen aufzubrechen, ahnte niemand an Bord, dass es das Abenteuer ihres Lebens werden würde. Eine Mission auf Leben und Tod. Ihr Begleiter, die Endurance, war ein gutes Schiff: robust, solide, ein wendiger Dreimaster. Shackleton wollte damals als erster die Antarktis auf dem Landweg durchqueren. Doch daraus wurde nichts. Rund eine Tagesreise vor der Küste wurde die Endurance jäh vom Packeis gestoppt und eingeschlossen. Es war der Auftakt einer Abfolge von lebensbedrohlichen Katastrophen… (mehr …)

Job & Psychologie

Chamäleon-Effekt: Die Macht der Spiegeltechnik

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Manche Menschen haben einfach Glück: Sie sind ihrem Gegenüber auf Anhieb sympathisch. Alle anderen haben entweder Pech gehabt, Mundgeruch – oder müssen dem Glück etwas nachhelfen mit der sogenannten Spiegeltechnik, auch bekannt als Chamäleon-Effekt. Womöglich haben Sie dessen Wirkung schon ganz oft im Alltag beobachtet: bei verliebten Paaren im Restaurant, bei befreundeten Kollegen in der Kantine, bei neuen Bekanntschaften auf einer Messe… (mehr …)

Job & Psychologie

Proteus Effekt: Wie Avatare Verhalten ändern

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Der „Alte vom Meer“ war nicht nur äußerst weise und gerissen, sondern zudem auch noch ziemlich maulfaul. Lieber hütete der griechische Gott Proteus seine Robben auf den Inseln Karpathos und Pharos, statt den Menschen mit ein paar überirdischen Prophetien aus der profanen Patsche zu helfen. Und falls diese doch einmal versuchten, ihm ein paar Weissagungen zu entlocken, entzog er sich ihnen, indem er sich in allerlei Zeugs verwandelte: Mal schlüpfte er in die Gestalt von Löwen, mal waren es Schlangen, Leoparden, Eber oder gar Bäume und Elemente wie Wasser oder Feuer. Der mythische Meeresgreis gilt seitdem als Meister der Verwandlung, der jede beliebige Form annehmen konnte – so wie die Avatare der Menschen heute im Internet… (mehr …)

Job & Psychologie

Franchising: Worauf Franchisenehmer achten müssen

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Franchising funktioniert: Vor allem im Gastronomiebereich ist das Konzept, das Mutterunternehmen über Franchise-Filialen in die Breite auszudehnen, beliebt und bewährt. Dabei sind die Konzerne auf willige Partner angewiesen, die vor Ort das Geschäft übernehmen. Sie? Für Franchisenehmer ist die Chance jedenfalls groß, kopfüber in eine Goldgrube zu springen. Wenn Sie allerdings nicht hinreichend planen, landen Sie womöglich eher in einer Falle, in der Sie sich endlos abstrampeln. Wir sagen Ihnen daher, was Sie bei Ihrer Franchisewahl bedenken sollten. (mehr …)

Job & Psychologie

Das Ultimatumspiel: Fair gewinnt

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Kennen Sie das Ultimatumspiel? Angenommen wir beide begegnen uns. Sie wissen, ich habe 100 Euro bekommen, die ich verschenken soll, jedoch so wie ich das für richtig halte. Ich kann Ihnen also alles geben oder nichts oder nur einen Teil davon. Ihre einzige Option ist, das Angebot anzunehmen oder auch nicht. Allerdings hat das unterschiedliche Folgen: Nehmen Sie an, gilt unser Deal als abgemacht und Sie bekommen die Summe, die ich Ihnen zugedacht habe. Lehnen Sie ab, platzt das gesamte Geschäft – Sie bekommen nichts, ich aber auch nicht. In diesem Fall müsste ich die 100 Euro sogar zurückgeben. Die spannende Frage lautet nun: Ab welcher Summe akzeptieren Sie mein Angebot? (mehr …)

Job & Psychologie

Negative Verstärkung: Meide Glücklose!

Von Jochen Mai // 7 Kommentare


Glücklose sind wie Ertrinkende: Man kann sie retten, aber man riskiert immer, selbst dabei umzukommen. Das klingt herzlos, ist aber die Wahrheit: Unglück zieht Unglück an. Es gibt Menschen, die haben einen infektiösen Charakter. Ihr zerstörerisches Handeln und ihre destabilisierende Wirkung überträgt sich auf alle in ihrer Umgebung und erst recht auf jene, die ihnen helfen wollen. Wer solche Menschen nicht meidet, wird von ihnen unweigerlich in den Abgrund gerissen(mehr …)

Job & Psychologie

Werden Sie diesen Artikel lesen?

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Zuerst muss ich mich bei Ihnen entschuldigen: Sie wurden gerade manipuliert. Mit einer simplen Frage in der Überschrift. Jemandem eine Frage zu stellen, kann dessen Verhalten enorm beeinflussen. Vikki Morrison, Marketing-Professor an der New Yorker Stern Universität, konnte diesen Effekt bereits 1993 demonstrieren, indem er seinen Probanden die simple Frage stellte, warum diese entweder ein Auto oder einen PC kaufen würden. Effekt: Unter den Befragten stieg die Nachfrage nach diesen Produkten danach deutlich an. Frühere Studien von Anthony Greenwald an der Universität von Washington wiederum zeigten, dass Studenten, die danach gefragt wurden, wen sie bei künftigen Abstimmungen wählen würden, tatsächlich häufiger wählen gingen als Studenten, die man nicht gefragt hatte… (mehr …)

Job & Psychologie

Verstehen Sie Flowcharts? Eine Anleitung

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


Im Berufsleben wird man immer wieder mal mit sogenannten Flowcharts (zu deutsch: Flussdiagrammen) konfrontiert. In der Regel sollen die Wenn-Dann-Kausalitäten verdeutlichen, Logikfehler aufdecken, Dinge vereinfachen. Manchmal erreichen sie auch das Gegenteil. Um ähnlich viel Klarheit zu stiften: eine Anleitung für Flowcharts – natürlich im Flussdiagramm-Stil(mehr …)

Job & Psychologie

Das schwerste Logikrätsel der Welt

Von Jochen Mai // 3 Kommentare


Es ist das angeblich schwerste Logikrätsel der Welt: Die drei Mönche A, B und C werden auch Wahrheit, Lüge und Zufall genannt. Wahrheit spricht immer die Wahrheit; Lüge lügt stets; aber ob Zufall die Wahrheit sagt oder lügt, bleibt jeweils dem Zufall überlassen. Leider kennen Sie das Trio nur als A, B und C. Ihre Aufgabe ist deshalb, herauszufinden, wer im Trio wer ist. Sie dürfen A, B und C nur Fragen stellen, die derjenige nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann. Jede Frage darf exakt nur an einen Mönch gerichtet werden. Die Mönche verstehen Ihre Sprache, antworten aber in ihrer eigenen, in der die Worte für „Ja“ und „Nein“ jeweils „Da“ und „Ja“ sind. Dummerweise wissen Sie aber nicht, was davon Ja beziehungsweise Nein bedeutet. Wie lösen Sie die Aufgabe? (mehr …)

Job & Psychologie

E-Mail-Signatur: Regeln für die Schlussbemerkung

Von Jochen Mai // 19 Kommentare


Nicht wenige E-Mails enden heute nicht mit freundlichen Grüßen, sondern mit einer sogenannten Signatur. Darin enthalten sind nicht nur Adress-Angaben sondern oftmals auch rechtliche Hinweise. So müssen gerade bei geschäftlichen E-Mails inzwischen auch formale Vorschriften eingehalten werden. Und eben diese Pflichtangaben werden am besten direkt in der Signatur gespeichert, denn fehlende oder fehlerhafte Angaben könnten abgemahnt werden… (mehr …)

Job & Psychologie

Priming: Wie Worte wirken

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


Quizfrage: Welcher US-Schauspieler wusste bis zu seinem 38. Lebensjahr nicht, dass seine angebliche Schwester in Wahrheit seine Mutter ist? Na? Na?? Okay, ich verrate es Ihnen: Es ist Jack Nicholson. Das ist – zugegeben – unnützes Wissen. Aber es ist auch eine typische Frage, wie sie im Spiel „Trivial Pursuit“ vorkommen könnte. Oder bei „Wer wird Millionär“. Nun ist es bei solchen Quizfragen immer so: Es gibt leichte Fragen, und es gibt schwere. Entsprechend unterschiedlich schneiden wir dabei ab. Man kann das nicht beeinflussen… Denkste! Man kann – und zwar durch das sogenannte Priming(mehr …)

Gastbeitrag

Fußballwissen: 11 Regeln, wie Sie es nutzen

Von Redaktion // 10 Kommentare

Ein Gastbeitrag von Ralf Bürkle

Der Bewerber staunte nicht schlecht. Denn so hatte er sich das Büro eines Personalchefs nun wirklich nicht vorgestellt: Ein Mannschaftsfoto des MSV Duisburg hing, scheinbar gewollt sichtbar für jeden Besucher, direkt neben dem Schreibtisch. „Duisburg? Da kann das Fanleben manchmal richtig hart sein“, entfuhr es dem Bewerber. „Das können Sie laut sagen“, erwiderte der Gastgeber. „Und was ist Ihr Lieblingsverein?“ – „Kaiserslautern.“ – „Das gefällt mir. Da sind wir ja derzeit Leidensgenossen im Tabellenkeller.“ Das Eis war gebrochen, das Vorstellungsgespräch drehte sich fortan vor allem um Teamgeist und die Sonderrolle von Stars, die „Unternehmenskultur“ des FC Barcelona und den wirtschaftlichen Erfolg des FC Bayern München. Fast müßig zu erwähnen, dass der Bewerber nicht einmal drei Tage später ein attraktives Jobangebot bekam… (mehr …)

Job & Psychologie

Wartemusik: Gedudel in der Warteschleife

Von Jochen Mai // 10 Kommentare


Eine der erschreckendsten Zahlen ist wohl diese: Ganze 1,2 Jahre seines Lebens verbringt der Mensch in irgendeiner telefonischen Warteschleife. Richtig gelesen: 1,2 Jahre! Was wiederum bedeutet, dass Sie und Sie und ich statistisch jeweils über 420 Tage unserer Lebenszeit damit vergeuden, irgendwelchem Gedudel zu lauschen, dass obendrein so komponiert wurde, dass wir möglichst lange in der Leitung ausharren, ohne dabei in Rage zu geraten… (mehr …)

Job & Psychologie

VPA: Produktiver mit virtuellem persönlichen Assistenten

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Wie schön wäre es doch, wenn man all die zeitfressenden Routine-Aufgaben im Alltag wegdelegieren könnte: keine leidigen Konferenzen mehr koordinieren, keine aufwendigen Präsentationen vorbereiten, keine Folien beschriften… Und auch so lästige Dinge wie Arzttermine machen, Hotels oder Restaurants reservieren, all diese repetitiven Jobs, die den Alltag fragmentieren und unproduktiv machen, einfach an einen persönlichen Assistenten weiterreichen und sich dafür auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Schön wäre das – und möglich: mithilfe eines sogenannten VPA, einem virtuellen persönlichen Assistenten… (mehr …)

Job & Psychologie

Personal Eater: essen oder essen lassen?

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Zum Beispiel Andy. Andy ist ein sogenannter Beiteiligungsmanager, er investiert Geld in junge Unternehmen, die sich hoffentlich später einmal auszahlen. Andy macht Deals, vor allem viele internationale. Als ich ihn kürzlich in München traf, erzählte er mir eine Anekdote, die nicht nur wahr ist (einige am Tisch konnten sie bestätigen), sondern auch so amüsant, dass ich sie Ihnen weitererzählen muss. Die Geschichte geht so: (mehr …)

Job & Psychologie

Times New Roman wirkt intelligenter

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Dass die Schrift einiges über den Verfasser verrät, ist den Langzeitlesern dieser Seite nichts Neues. Graphologie heißt diese Form der Handschriftanalyse. Sie gilt zwar vielen als esoterische Kaffeesatzleserei und Hokuspokus, ist aber letztlich eine untergeordnete Disziplin der Psychologie, angesiedelt in der Persönlichkeitsdiagnostik. Dass derlei Rückschlüsse aber auch gedruckter Text zulässt, insbesondere die Schrift Times New Roman (siehe Bild), ist eher ungewöhnlich… (mehr …)

Job & Psychologie

Vergessenskurve: Kaum gelernt, schon vergessen

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Heute werden Sie etwas lernen, was Sie vermutlich nach vier Tagen schon wieder vergessen haben: die Ebbinghaus’sche Vergessenskurve. Kennen Sie nicht? Bestimmt nur entfallen! Denn genau das fand der deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus bei Selbstversuchen heraus: Nach rund 20 Minuten hat der Mensch frisch Gelerntes bereits zu 40 Prozent wieder verlernt. Nach einer Stunde sinkt die Halbwertzeit des Wissens bereits auf 45 Prozent, nach einem Tag erinnern wir allenfalls noch ein Drittel (34 Prozent) der eingeprägten Inhalte. Bemerkenswert ebenfalls: Nach nur sechs Tagen ist unser Erinnerungsvermögen auf 23 Prozent geschrumpft – auf lange Sicht behalten wir gerade mal 15 Prozent des Erlernten. So, und jetzt versuchen Sie diese Zahlen mal dauerhaft zu speichern… (mehr …)

Job & Psychologie

Minoritätseffekt: Die Macht der Minderheit

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Vor Wahlen reden alle gerne über Mehrheiten. Es geht darum, die Mehrheit der Stimmen zu bekommen, um zu regieren. Dabei spielen Minderheiten bei Entscheidungen mitunter ein enorm einflussreiche Gruppe. Und damit meine ich nicht nur die kleinen Parteien, die bei entsprechender Stimmverteilung auf die Rolle des sogenannten Kanzlermachers hoffen, weil sie – je nachdem mit wem sie koalieren – dann einer der beiden großen Parteien zur relativen Mehrheit verhelfen. Der sogenannte Minoritätseffekt lässt sich auch in wesentlich kleineren Gruppen beobachten – in Teams zum Beispiel… (mehr …)

Job & Psychologie

Musenkuss: Warum Frauen Männer inspirieren

Von Jochen Mai // 2 Kommentare


Für Woody Allen heißt der Inspirationsborn derzeit Scarlett Johansson, was man durchaus nachempfinden kann, obwohl beide vehement bestreiten, dass es so ist. Woody Allens Dementi ist jedoch nicht allzu glaubwürdig, weil er diesbezüglich einen hohen Verschleiß hat. Zu seinen verflossenen Musen zählen so illustre Aktricen wie Mia Farrow oder Diane Keaton. John Lennon war da schon wesentlich genügsamer: Bei ihm übernahm die Rolle vollständig Yoko Ono. Pablo Picasso dagegen ließ sich (unter anderem) von der wunderschönen, aber erst 17-jährigen Nymphe Sylvette David inspirieren, die ihm zugleich als Model diente. Wohingegen Amanda Lear eine überaus enge Freundschaft zu dem Maler Salvador Dalí pflegte. Man nennt das auch einen Musenkuss(mehr …)

Job & Psychologie

Wiederholen überwindet Mehrheiten

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Ceterum censeo Carthaginem esse delendam! – „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss!“ Der Satz, mit dem Cato Censorius angeblich alle seine Reden beendete (auch wenn es dabei überhaupt nicht um Karthago ging), soll schließlich zum Dritten Punischen Krieg und damit zur tatsächlichen Zerstörung Karthagos geführt haben und gilt bis heute als historisches Beispiel dafür, dass Wiederholungen mächtiger sind als jede Wahrheit, solange man sie nur beharrlich äußert. Es ist das Prinzip der urbanen Legenden: Man muss den Leuten den Mist nur oft genug einbimsen, dann glauben sie irgendwann, dass es stimmt… (mehr …)

Job & Psychologie

Denkschublade: Die Selbstbeschränkung im Kopf

Von Jochen Mai // 4 Kommentare


Beantworten Sie bitte die folgende Aufgabe spontan, ohne lange zu überlegen: Nennen Sie 100 Tiere! Waaaaas??? 100 Tiere? Wer bringt die schon so schnell zusammen?! Stimmt, die Frage ist bewusst so formuliert, dass sie zunächst völlig abschreckend wirkt. Lassen Sie uns die Aufgabe einmal umformulieren: Nennen Sie bitte 10 Tiere! Jetzt denken Sie: „Pah, zehn Tiernamen. Das ist doch Kindercamping…“ Auch das stimmt. Aber warum sollten 100 Namen dann so viel schwerer sein? (mehr …)

Job & Psychologie

Kaffee ist gesund: Was Sie über Kaffee wissen sollten

Von Jochen Mai // 9 Kommentare


Ich brauch jetzt ’nen Kaffee…, denken Sie vielleicht gerade. Können wir verstehen, geht uns auch oft so. Denn Kaffee gibt uns nicht nur einen Kick, er ist – in Maßen – auch gesund und kann mehr, als Sie denken. Oder hätten Sie beispielsweise gewusst, dass Kaffee das Alzheimer-Risiko senken kann? Das etwa fanden Forscher der Universität von South Florida und der Universität von Miami heraus. Oder dass Kaffeetrinker bis zu 40 Prozent seltener an Leberkrebs erkranken? Das Brühgetränk enthält diverse Antioxidanzien, darunter Cafestol und Kahweol, die einer Leberfibrose entgegen wirken. Was Sie noch über Kaffee wissen sollten… (mehr …)

Job & Psychologie

Tyrannen-Test: Ist Ihr Chef ein Mistkerl?

Von Jochen Mai // Keine Kommentare


Das Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeitern ist ambivalent. Einerseits muss es einen geben, der Verantwortung übernimmt und Entscheidungen trifft – andererseits verführt diese Macht auch zum Missbrauch. So manches Chef-Ego wächst dadurch über ein gesundes Maß hinaus, kurz: Der Boss mutiert zum Tyrannen, der seine Mitarbeiter mies behandelt und Angst und Schrecken in den Bürofluren verbreitet. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann machen Sie doch bei unserem kleinen Tyrannen-Test mit und finden Sie heraus, wie viel Mistkerl in Ihrem Chef steckt… (mehr …)

Job & Psychologie

Reichweite steigern: Mehr Leser gewinnen

Von Jochen Mai // 6 Kommentare


Wie bekommt man mehr Leser für sein Blog? Wie lässt sich die eigene Reichweite steigern? Sicher, für all die Web-Aborigines, die hier regelmäßig vorbeischauen, sind diese Fragen so aufregend wie Uluru. Trotzdem: Wir alle haben mal klein angefangen. Und zum Glück gibt es immer noch zahlreiche Menschen, die das Bloggen für sich gerade erst entdeckt haben und sich nun fragen, wie sie ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Reichweite bekommen können. Wir hätten da ein paar Empfehlungen (aus eigener Erfahrung)… (mehr …)

Job & Psychologie

Erfolgsgesetze: Diese sollten Sie kennen

Von Jochen Mai // 10 Kommentare


Es ist das Gesetz der Serie: Wenn man einmal mit einer Sache begonnen hat, entdeckt man immer mehr. Als wir mit der Liste bemerkenswerter Psychoeffekte, Phänomene und Erfolgsmethoden starteten, ahnten wir schon, dass es da noch mehr Regelmäßigkeiten gibt. Und tatsächlich: Es existieren noch eine Reihe weiterer Alltags-Kausalitäten aus Psychologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und anderen Disziplinen, die faszinierend sind und von deren Namen man teilweise noch nie gehört hat. Zeit, das zu ändern… (mehr …)

Job & Psychologie

Ideen-Killer-Bingo: Das funktioniert sowieso nicht!

Von Jochen Mai // 5 Kommentare


Das hat wohl jeder schon erlebt: In der Konferenz wird eine großartige Ideen vorzeitig beerdigt. Einfach so. Aus Eitelkeit (weil sie nicht vom Ideenkiller stammt), aus Neid oder aus Prinzip. Das Ergebnis ist trotzdem dasselbe. Strategie eins dazu: „Es ist zu einfach, um wahr zu sein.“ Strategie zwei: „Es funktioniert sowieso nicht.“ Diese Strategie existiert auch in Form des Allzwecksatzes, der von jeglicher Denkanstrengung entbindet: Hamwerschonimmersogemacht. Schließlich Strategie drei: „Es gibt bestimmt noch eine Alternative.“ Die gibt es zwar immer. Aber mit der Suche danach lassen sich Euphoriker prima mürbe und Engagierte müde machen… (mehr …)

Job & Psychologie

Liegenschaften: Was das Strandtuch verrät

Von Jochen Mai // 1 Kommentar


Strand ist wie Schaulaufen. Ums Baden geht es dabei jedenfalls kaum noch. Glaubt man einschlägigen Periodika, besteht der eigentliche Zweck des Küstenabschnittsbesuchs heute darin, den vorher mühsam zurecht gehungerten Leib möglichst eindrucksvoll zu enthüllen. Ich vermute, das hängt mit der Kultur des Unboxings zusammen: Dabei wird ja auch der Akt des Auspackens mehr zelebriert als der Inhalt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Stringtangas unter den Strandvölkern künftig wieder seltener werden. Gut, es könnte auch daran liegen, dass derlei Minimalbekleidung nicht nur von körperlich austrainierten Frauen in den Zwanzigern getragen wird, sondern auch von körperlich ausladenden Männern in den Fünfzigern, die statt eines Arschgeweihs über dem Steiß viele Haare haben. Das stört den Gesamteindruck natürlich ein wenig… (mehr …)