Es gibt da dieses Klischee: Frauen sind multitaskingfähig, Männer nicht. Totaler Käse. Die Wahrheit ist: Beide können es nicht. Multitasking mag das Image erhöhter Produktivität erwecken, weil jemand anscheinend an mehreren Aufgaben gleichzeitig arbeitet, es bleibt aber eine Illusion, ein Hype, oder schlichter ausgedrückt: Multitasking ist Mist. Das sagt auch der Neurowissenschaftler und MIT-Professor Earl Miller:

“People can’t multitask very well, and when people say they can, they’re deluding themselves,” said neuroscientist Earl Miller. And, he said, “The brain is very good at deluding itself.” Miller, a Picower professor of neuroscience at MIT, says that for the most part, we simply can’t focus on more than one thing at a time. What we can do, he said, is shift our focus from one thing to the next with astonishing speed.

Mehr noch: In Wirklichkeit verhindert Multitasking, dass wir uns auf ein Ziel konzentrieren und es erreichen. Zudem stresst es uns, lenkt uns ab – und das kann extrem gefährlich werden. Etwa im Straßenverkehr. Gerade dort erliegen Autofahrer immer wieder der Annahme, meherere Dinge parallel tun zu können. Glauben Sie auch? Dann probieren Sie es doch einfach mal selbst aus – mithilfe einer ungefährlichen Simulation, die ich HIER gefunden habe.

Das Ganze funktioniert so: Sie sitzen in einem Auto und steuern auf diverse Kontrollstationen zu. Diese haben sechs Tore. Welches sich öffnen wird, zeigt Ihnen kurz zuvor eine grüne Anzeige. Deren Nummer müssen Sie auf Ihrer Tastatur drücken (nicht auf dem Nummernblock). Irgendwann erscheint zudem ein Mobilfunkgerät mit drei SMS, die Sie während des Autofahrens beantworten müssen. Das Spiel endet kurz nach dem Senden der letzten Textnachricht. Außerdem gibt es zwischendurch eine kleine Überraschung – die verrate ich aber nicht. Na, wie gut kommen Sie durch?

Multitasking


Übrigens:

Die New York Times meldet, dass SMS-Schreiben am Steuer das Unfallrisiko 23-fach erhöht!