Die Trägheit ist die Eigenschaft von Körpern, in ihrem Bewegungszustand zu verharren, solange keine äußere Kraft auf sie einwirkt. Die träge Masse gibt die Größe der Trägheit an. Je größer die träge Masse eines Körpers ist, umso weniger beeinflusst eine auf ihn einwirkende Kraft seine Bewegung. Oder anders herum: Desto mehr Kraft benötigt man, um diesen Körper in Bewegung zu setzen.
Sie kennen diesen physikalischen Zusammenhang vielleicht auch als Trägheitsgesetz. Allerdings gibt es das nicht nur in der Physik, sondern auch im Job.
Vor allem wenn es um Veränderungen geht. Nicht wenige träumen davon, sich beruflich zu verändern. Etwa aus Frust. Oder weil sie eine fixe Idee umtreibt. Sie imaginieren den künftigen Erfolg, den Spaß, den sie bald haben könnten, die Erleichterung, Erlösung, Selbstverwirklichung – und dann machen sie sich eine Tasse Kaffee und setzen sich wieder an ihren PC… Trägheitsgesetz!
Je länger man etwas nur visioniert, desto unwahrscheinlicher wird es, dass man es auch in die Tat umsetzt. Das wiederum ist auch bekannt als sogenannte 72-Stunden-Regel. Sie sagt: Alles, was Sie sich vornehmen, müssen Sie auch innerhalb von 72 Stunden beginnen, sonst sinkt die Chance, dass Sie das Projekt jemals umsetzen, auf ein Prozent.
Schuld daran ist aber nicht nur der innere Schweinehund, sondern meist auch mangelnde Entschlossenheit. Wer sich einer Sache ganz verschreibt, mit Herzblut und Leidenschaft, der will damit auch loslegen. Und der erste Schritt ist dabei der Wichtigste. Wie hat es schon Konfuzius so treffend ausgedrückt (jedenfalls wird ihm das Bonmot nachgesagt)? “Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt.” Oder denken Sie an das Bonmot von Martin Walser, das in der Überschrift steckt. Denn auch das eint Erfolgreiche: Sie halten den Graben zwischen Entschluss und Erledigung schmal. Nicht träge träumen – machen!

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