Freitag Nachmittag wird in zahlreichen Büros gerne mal eine Flasche Sekt, Schampus oder auch ein Bierfässchen geöffnet. Sei es, um das nahende Wochenende einzuläuten oder die überstandene Woche zu begießen. Ein geselliger Brauch, der durchaus verbinden und die Karriere fördern kann. Falls das in Maßen geschieht (und damit meine ich nicht bajuwarische Trinkeinheiten!)… Aber Hand aufs Herz:

  • Haben Sie jemals daran gedacht, weniger zu trinken?
  • Haben Sie sich jemals über andere Menschen geärgert, weil diese Ihr Trinkverhalten kritisiert haben?
  • Haben Sie sich jemals wegen Ihres Trinkens schuldig gefühlt?
  • Haben Sie jemals morgens Alkohol getrunken, um sich nervlich zu stabilisieren oder einen Kater loszuwerden?

Nicht? Klasse! Falls Sie aber zwei dieser Fragen mit JA beantworten konnten, haben Sie vermutlich doch ein Alkoholproblem. Wer drei oder gar alle vier Fragen mit JA beantwortet hat, sollte dringend mit einem Suchttherapeuten sprechen. Das sage nicht ich, vielmehr ist das das Ergebnis des so genannten CAGE-Tests (Frage 1 = Cut down drinking; 2 = Annoyance; 3 = Guilty; 4 = Eye opener), zu dem diese Fragen gehören und den Ärzte zur schnellen Suchtdiagnose nutzen. Rund 1,7 Millionen Menschen gelten in Deutschland als alkoholabhängig. Das sind allerdings nur die harten und erfassten Fälle. Darüber hinaus gibt es noch einige mehr, die Alkohol in riskanten Dosen konsumieren. Riskant, weil die Grenzen zwischen Konsum und Sucht fließend sind – sprichwörtlich. Stoßen Sie also ruhig mit den Kollegen auf das Wochenende an, ich mache das gelegentlich auch. Mit Betonung auf “gelegentlich”. Oder um es mit Paracelsus zu sagen: Die Dosis macht das Gift.